Mal eine dumme Frage:
Bedeutet dies tatsächlich, dass ich nach dem 4. Januar 2022 mit meinem Blackberry Z10 weder telefonieren noch SMS schreiben kann?
Hat Blackberry in seinem Betriebssystem Blackberry 10 etwa eine "Funktion" eingebaut, die nach dem 4. Januar 2022 die Durchführung jeglicher Telefonate sowie den Versand und Empfang von SMS sperrt?
Hallo Florian72,
falls Du die Aktivierung bei iPhones oder Google-Smartphones kennst, also das Zwangs-Anmelden für die Ersteinrichtung nach Kauf:
bei BlackBerry ist das krasser: da meldet sich das BlackBerry regelmäßig bei seinem Herrn, äh, Serverfarm in Kanada und wehe, es meldet sich nicht alle x Wochen brav online …
Meine beiden BlackBerrys hatte ich mal eine Weile nur ausgeschaltet in der Schublade liegen und nach erneutem Einschalten wollten die sich unbedingt erstmal online bei ihrem Herrn melden (Wortlaut dafür weiß ich leider nicht mehr und bis es wieder soweit ist, wird es zu spät sein).
Ich rechne deshalb fest damit, dass spätestens wenige Wochen nach dem 4. Januar 2022 der Totalschaden eintritt.
Briefbeschwerer/Türstopper ist die letzte Karrierestufe für diese Geräte.
Aber das Z10 zerstört sich sowieso seit Jahren selbst, obwohl ich es wie ein rohes Ei behandelt habe.
Der Einschaltknopf verschleißt und lässt sich kaum noch richtig drücken, die Firmware vergisst immer mal wieder den von mir vergebenen Namen fürs WLAN (BlackBerry als Hotspot).
Die Hardware des P'9982 ist deutlich besser, aber auch hier der gleiche Softwarefehler: nach einiger Zeit vergisst das Gerät seinen Hotspot-Namen.
Naja, was soll's … in einem Monat ist das eh egal.
BTW: fürs Internet sollte man diese Geräte eh nicht mehr nutzen, weil die TLS-Zertifikate nicht mehr erneuert wurden und Sicherheit-Updates gab es auch seit Jahren nicht mehr.
Und noch eines zum Schluss: BlackBerry hat schon immer genau wie Microsoft alle Kunden bei Verdacht (!) einer strafbaren Handlung an die Behörden gemeldet.
Also egal, ob ein Verdacht Quatsch ist oder berechtigt. Das, was ein paar informierte Menschen jetzt bei Apple aufregt, war bei BlackBerry und Microsoft schon immer völlig normal – Kundendaten lesen und eventuell an Behörden melden.
Für Kanadier und Amerikaner völlig normal, aber viele Deutsche wussten das nicht – die EULA sind ja auch immer nur in Englisch verfügbar gewesen und die hat eh kaum ein Deutscher gelesen, genauso wenig wie AGBs.