Beiträge von oleR

    In der Datenbank wurde in Hamburg ordentlich aufgeräumt, diverse teilweise vor Jahren außer Betrieb genommene Alt-Standorte, die zuletzt noch drin waren, tauchen nicht mehr auf.


    Andere sind weiter drin (Beispiel: 312201 mit letzter StoB von 2006, an der Stelle hat die Telekom seit Jahren ein dickes Indoor-Funkloch auf dem Campus der TU HH).

    In Hamburg-Altona, Harkortstraße 164, steht auf dem Hausdach schon seit Anfang des Jahres neben dem Telefonica-Bestand (StoB: 311277) ein zweiter kleiner Mast mit 1&1-Waffeleisen und LTE-Panels.


    Hier gibt es laut EMF-Datenbank keine Standortbescheinigung für 1&1

    und die am Mast montierten Antennen sind augenscheinlich auch jetzt nach bald einem halben Jahr nicht einmal verkabelt.


    Die Bundesnetzagentur schrieb auf einfache Nachfrage nach Unterlagen zu der Anlage, dass der Prüf- und Messdienst einen Ortstermin machen werde (vgl. https://fragdenstaat.de/anfrage/standortbescheinigung-656/).

    In Hamburg-Altona ist am o2-Standort Harkortstr. 164 (BNetzA-Nr 311277) vor einigen Wochen ein zweiter Dachmast mit Waffeleisen aufgebaut worden. Eine StoB mit 1&1 ist (noch) nicht in der BNetzA-Datenbank.

    1) Korrektur meines Posts von gestern Abend: 1 km um die Standort herum gibt es eine Wohnbevölkerung von 17,3 Mio. - nicht 16,1 Mio. Es fehlten leider einige Zellen im GIS. Sorry.


    2) Die abgeschätzte Bevölkerungsabdeckung - mit den oben genannten generellen Einschränkungen - nach Bundesländern gegliedert:



    Land ca. Wohnbevölkerung im 1.000-m-Radius ca. Anteil der Wohnbevölkerung des Landes
    Baden-Württemberg 1.520.000 14 %
    Bayern 2.010.000 15 %
    Berlin 2.580.000 72 %
    Brandenburg 280.000 11 %
    Bremen 240.000 40 %
    Hamburg 710.000 39 %
    Hessen 940.000 15 %
    Mecklenburg-Vorpommern 210.000 13 %
    Niedersachsen 1.010.000 13 %
    Nordrhein-Westfalen 5.030.000
    28 %
    Rheinland-Pfalz
    530.000

    13 %
    Saarland
    130.000

    13 %
    Sachsen
    990.000

    25 %
    Sachsen-Anhalt
    440.000

    21 %
    Schleswig-Holstein
    380.000

    13 %
    Thüringen
    340.000

    16 %

    Das entspricht ziemlich genau dem, was o2 damals beim eigenen Netzaufbau ausgesagt hat. Für die grundlegende Flächenversorgung brauchts 10.000 Standorte. Und damals gings um GSM. Das offenbart eben auch, dass man für eine tatsächliche Flächenversorgung keine "weit reichenden" Frequenzen braucht.

    Achtung.


    Ich habe pauschal 1 km Versorgungsradius angenommen. Die tatsächliche Versorgung kenne ich gar nicht. Ich weiß auch nicht, ob 1 km eine gute Annahme hergeben in den 1&1-Frequenzbändern. Vermutlich ist der durchschnittliche Versorgungsradius signifikant geringer, denn der Großteil der Sender steht in dicht bebauten Städten, in denen 1 km Abdeckung auf > 2 GHz in guter Qualität kaum realistisch sind. 1 km sind aus meiner Sicht damit eine optimistische Annahme für die Beantwortung der Frage, wo 1&1 gerade bei der Bevölkerungsabdeckung steht.


    Deine Schlussfolgerungen - 10.000 Standorte würden bei den 1&1-Frequenzen für eine Flächenversorgung (deutschlandweit?) genügen - sind auf Grundlage meiner Aussage nicht herleit- oder begründbar. Sorry.


    In Aachen Innenstadt hat 1&1 auch mehr Standorte mit n78 aufgebaut als Vodafone.


    Es scheint so das man in Innenstädten verstärkt auf eigene Standorte setzt da die vorhandenen Standorte wohl oft schon bezüglich Tragkraft des Mast und Feldstärke ausgelastet sind. Einen alten 5m Mast durch einen 20m Mast zu ersetzen stößt wohl auf Ablehnung bei den Hausbesitzern.


    Da kommen wohl nur Gebäude der geldgierigen Immobilienkonzerne in Frage.

    Gibt es denn mehr Städte der Klasse "Aachen", in denen gleich mehrere voll aufgebaute 1&1-Standorte im Innenstadtbereich stehen, die seit Monaten nicht in Betrieb gehen?

    Ich habe das 1&1-Standort-File in GIS noch mit den räumlich fein aufgelösten Einwohnerdaten (Zensus 2022) verschnitten.


    Bei einer angenommenen Versorgung im Umkreis von pauschal 1.000 m um jeden Standort ergibt sich mit den 2.337 Standorten eine Zahl von ca. 16,1 Mio. am Wohnort versorgten Einwohnern. Das wären etwas unter 20 % der Wohnbevölkerung.


    Ziel waren mal 50 % der Haushalte bis 2030.


    Methodik:


    - In GIS wurde um jeden 1&1-Standort aus dem FIle von Cybertorte ein Buffer von 1.000 m erzeugt,

    - die entstehende Fläche per DISSOLVE vereinigt,

    - Gitterzellen sind auf 100-m-Ebene nach INSPIRE-Standard erzeugt,

    - als versorgt gilt eine Gitterzelle, wenn der Centroid der Zelle innerhalb des Versorgungsbuffers liegt

    - die Einwohnerzahl der so als "versorgt" angenommenen Gitterzellen wurde aufsummiert


    Quelle der Einwohnerdaten: Stat. Bundesamt/Zensus 2022.