Re: Hinniwilli
Zitat
Original geschrieben von dr zuzelbach
(...)
Diese "Fraktion" wird es sicherlich wieder irgendwie schaffen, Deine Infos als wertlosen, linken Humbug zu diffamieren, Wetten? 
Wette verloren.
Nun hätten wir also die Arbeitszeit Deiner Meinung nach in einer ein paar Seiten langen "Untersuchung" abgehakt (ohne diese abwerten zu wollen). Deutschland befindet sich nach dieser neuerlichen Berechnung also im Mittelfeld der Europäischen Union.
Dumm nur, dass es nicht ausschliesslich um die Arbeitszeit geht. Rechnet man nun aus, was eine Stunde Arbeit in Deutschland kostet, sieht es im Internationalen Vergleich irgendwie mies aus. Denn dort wird Deutschland einen Spitzenplatz einnehmen. Nicht, weil hier so viel verdient wird, sondern weil Vater Staat die Hand ganz weit aufhält.
Weiterhin geht es nicht generell darum, dass in D "zu wenig" gearbeitet wird. Es kann aber langfristig nicht angehen, dass Arbeitszeiten immer weiter verkürzt werden. BTW: Wo wäre denn die Wunsch-Hausnummer der Gewerkschaften? 25 Stunden die Woche?
Deshalb ist die generelle Anhebung zurück zur 40-Stunden-Woche ein konsequenter und sinnvoller, wenngleich nur ein sehr kleiner Anfang. Wie viel letztendlich gearbeitet wird, kann jeder mit seinem Arbeitgeber selbst aushandeln. Ist der Betrieb tariflich gebunden, steht es jedem frei, sich einen neuen Job zu suchen. Die verordnete Faulheit können wir uns auf Dauer jedenfalls nicht leisten.
Wenn allerdings die 40 Stunden ein Allheilmittel wären, könnten wir uns pausenlos freuen, dass wir keine größeren Probleme in D haben.
Es krankt viel mehr an der Arbeitsmarktpolitik und dem fetten Sozialstaat selbst. Meiner Meinung nach kann es nicht angehen, dass Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt und Arbeitslose in die Armut getrieben werden. Andererseits ist das Solidaritätsprinzip bei Rente und Krankenversicherung inzwischen überholt. Jeder sollte seine Rentenbeiträge und Gesundheistvorsorge selbst bestimmen können.
Wenn ich die Beträge, die mein Arbeitgeber und ich für Renten- und Krankenversicherung zahlen zusammennehmen und in private Vorsorge investieren würde, hätte ich in 40 Jahren eine fürstliche Rente und könnte einmal im Monat das Krankenhaus als Hotel für ein Wellnesswochenende missbrauchen. So aber habe ich Standardleistungen und werde von meinen Rentenbeiträgen in ferner Zukunft kaum etwas oder nichts mehr sehen.
Naja - mann könnte die Diskussion endlos fortsetzen, allerdings drehen wir uns inzwischen im Kreis.
2006 kommt ein rot-grün gestreiftes Raumschiff, wird die Gläubigen mitnehmen und alle Anderen werden im Schwarz-Gelben Sumpf untergehen. JEHOVA!
Stefan