ZitatOriginal geschrieben von handy-andy
Würdest Du mal eine Kirche von innen sehen, wüßtest Du, daß sie dies sehr wohl tut. (...)
Das meinte ich nicht.
Selbstverständlich wird innerhalb der Kirche durch wie auch immer geartetem Unrecht verstorbenen Menschen gedacht und und ihnen der nötige Respekt entgegengebracht. Ich bezog dies eher auf den Feiertag als solches, an welchem einer einzigen, vor rd. 2000 Jahren verstorbenen Person gedacht wird, deren Tod durch die neuzeitlichen Ereignisse nüchtern betrachtet kaum mehr Beachtung geschenkt werden müsste. Was diese Person im Glauben eines gewissen Prozentsatzes der Bevölkerung im Sinne der christlichen Religion geleistet hat / haben soll, ist mir persönlich ziemlich egal.
Deshalb erachte ich es aus meiner ganz und garnicht religiösen Sicht als übertrieben, an solch einem Feiertag über das Gedenken an diese Person hinaus, weitere Sanktionen in Form von "Vergnügungsverboten" zu verhängen. Jeder Mensch sollte selbst entscheiden können, wie wichtig ihm ein Feiertag zu Ehren eines Toten ist und in welchem Sinne er ihm gedenken möchte, wenn er dies denn dann überhaupt will.
Ich möchte niemandem seinen eigenen Glauben absprechen, eine Trennung von Kirche und Staat sollte aber in der heutigen Intension eines multikulturellen Deutschlands strikter vollzogen werden.
Realistisch betrachtet kann man von einer Kirchenlobby sprechen, welche genauso unantastbar ist wie die Atom- und Automobilllobby - kein Politiker wird es wagen, sich gegen eine dieser Institutionen zu stellen. Dahinter stecken seitens der Kirche genauso (legitime) kommerzielle Interessen, welche allerdings unter dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit ausgeübt werden.
Von daher wird sich an der Gesetzgebung in absehbarer Zeit nichts ändern, gutheissen muss man diesen Sachverhalt allerdings deswegen noch lange nicht.
Stefan