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Original geschrieben von Charlie_D
Ich glaube auch (obwohl ich nicht unbedingt mit den Thesen der CDU/CSU korreliere) dass ein Wechsel der Wirtschaft insgesammt einiges bringen wuerde, eben genau wegen dieser Abwartehaltung.
Hm, ist doch aber eigentlich ein Armutszeugnis für die Wirtschaft, wenn die auf irgendeinen Wechsel warten, selbst wenn dieser vielleicht für die jeweilige Firma von Nachteil wäre...
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Veringere ich nun den "Steuersatz" auf z.B. nur noch 100� im Monat, muss ich die fehlenden 50� irgendwoher anders auftreiben. Sollte ich Rücklagen haben, muss ich die dafuer nehmen, hab ich noch ein weiteres Kind, dass mehr verdient, evtl. diesen "Steuersatz" erhoehen. Fehlt ueberall die Kohle, muss ich neue "Staatsschulden" machen. So einfach ist das.
Hier nicht ganz. Es gibt zwei entscheidente Unterschiede:
1. Es ist umstritten wie wenig Geld der "Junior" gerade hat. Klar, jeder jammert, wenn er weniger hat - aber ganz schlecht geht es selbst Sozialhilfeempfängern nicht (im internationalen Vergleich...)
2. Der "Vater" wechselt irgendwann wieder. Dann darf sich der nächste damit rumschlagen, wenn der Junior streikt, weil auf einmal 200 Euro nötig sind, um halbwegs überleben zu können...
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Genau wie die letzte(n) Mineralölsteuererhöhungen. Was bringt es mir, wenn ich zwar 30� mehr verdiene, weil die Lohnsteuer gesunken ist, ich aber gleichzeitig 200� mehr fuers Heizöl zahle ? Oder fürs Benzin ??
Naja, die 200 Euro verteilen sich ja auf's Jahr, also sind das schonmal nur knapp 17 Euro/Monat. 
Mal abgesehen davon wurde die Mineralölsteuer afaik gar nicht erhöht (wenn, dann nur minimal), sonder die Ökosteuer eingeführt. Die hat nebenher noch den Vorteil, dass sie im Gegensatz zur Mineralölsteuer nicht prozentual ist, also dank der Inflation sogar relativ gesehen im Laufe der Zeit sinkt...
Außerdem wurde für Pendler auch die Fahrtkostenpauschale erhöht - und diese (endlich!) auch für Nicht-Autofahrer angeglichen. Ich bekomme meine U-Bahn-Fahrkosten z.B. fast komplett mit dem Lohnsteuerjahresausgleich zurück.
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Was IMHO her muesste waeren keine Senkungen sondern eine Vereinfachung des Steuerrechts und die Schlupflöcher fuer die richtig grossen Unternehmen (wie hier schon mal angesprochen, z.b: der Verlustvortrag im Ausland...)
Prinzipiell sicher richtig. Aber auch das wird sich nicht von heute auf morgen machen lassen. Die Steuerschlupflöcher haben ja z.T. ihren Sinn (gehabt), meist den, den Geldkreislauf anzuregen. Wenn jemand nun eine längerfristige Investition getätigt hat, um Steuern zu sparen, dann verlässt er sich auch darauf, dass diese Steuerbefreiung auch entsprechend lang gilt...
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Wenn man die Leute, die Arbeit suchen, aktiv unterstuetzt, z.B. mit GEZIELTEN Weiterbildungsmassnahmen (es bringt wirklich niemandem was, den 59 jaehrigen Schreiner, dessen Firma insolvent geworden ist, zum DV-Kaufmann umzuschulen...)oder aehnlichem, wird man sehr bald merken, dass sich das auch äusserst positiv auf die Finanzen auswirken wuerde...
Sicher. Aber das ist imho ein Problem der Unfähigkeit vieler Arbeitsämter, und lässt sich nicht so einfach mit irgendwelchen Gesetzen regeln.