Ich sehe die ganzen Filialbanken in der grossen Krise, in den letzten 10 Jahren ist ein rapider Abbau sichtbar.
Ich habe noch ein "Nostalgie-Konto" bei einer solchen Bank. Mehr kann man es nicht nennen, denn es dient eigentlich niemandem mehr. Kaum mehr Zahlungsvorgänge, Konto ist kostenlos, also warum auflösen?
Seit dem Euro brauche ich kaum mehr Devisen, und wenn dann gibt es genug andere Möglichkeiten. Dumme Beratungen zum Vorteil der Bank brauche ich auch nicht, und bei den Internetbanken gibt es mehr Zinsen.
In Zeiten wo über 24h Ladenöffnung diskutiert wird, macht die Bank um 15:30 dicht. Hier ist ein Geschäftsmodell der Vergangenheit, das sich überlebt hat.
In weiteren 20 Jahren, wenn die heute überalterte Kundschaft verstorben ist, dann werden diese Banken den Weg von Tante-Emma Läden um 1980 gehen. Ende und aus.
Was das mit dem Thema zu tun hat? Ganz einfach, wenn man keine Chance mehr hat, dann trifft gewöhnlich das Management Entscheidungen,wie es weiter gehen soll. Manche Banken sind klug, die lassen sich schnell übernehmen von anderen Grossbanken und bürden das Problem so anderen auf. Die Sparkassen-Heinis glauben im Ernst noch kämpfen zu können. Und treffen eben irgendwelche Entscheidungen, die auch sinnlos sind, denn die Schlacht ist verloren.
Wir werden noch viele verzweifelte Banken sehen in der Zukunft. Vielleicht sogar solche, die dann einen Euro jedem Kunden beim Betreten der Schalterhalle zahlen. 