Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von newage_02
    Es soll hier in Deutschland Menschen geben, die fahren lieber ein Protzauto und sind kurz vor der Pleite, als sich einzugestehen, dass man manchmal Abstriche machen muss.
    Das haben wir leider bei vielen Dingen so, z.B. auch bei Handys.


    Nur dass es beim Handy um noch relativ kleine Summen geht... Wobei ein N95 8GB ja inzwischen auch in Preisregionen schwebt, die die Bodenhaftung verlieren. Vom Gegenwert dieses Handys müssen manche Leute 2 Monate lang leben und ich kann mich nicht erinnern dass es früher auch so war dass ein Spitzenmodell so teuer war.


    Aber dennoch, das ist im Vergleich mit Autos immer noch eine relativ kleine Anschaffung.


    Wenn ich das heute im Werbefernsehen richtig gesehen habe bietet Fiat inzwischen den Autokauf an und man zahlt erst ab 2010. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Jedenfalls zeigen solche Beispiele oder auch die 0 EUR-Finanzierungen dass es inzwischen keine Ausnahme, sondern eher der Regelfall ist dass Leute sich neue Autos kaum noch leisten können.


    Welcher normale Arbeiter oder Angestellte kann denn mal eben 20.000-30.000 EUR auf den Tisch des Autohändlers legen? Den Wagen zu finanzieren zeigt ja eigentlich schon, was du, newage richtig sagst, dass die Menschen etwas kaufen, was sie normalerweise nicht bezahlen können.


    Wenn es dabei um ein "Lebensprojekt" wie einen Hausbau geht mag das ja noch irgendwie verständlich sein, aber bei einem Auto, das 5 Jahre gefahren wird, frage ich mich dann schon wo wir inzwischen angekommen sind wenn das so läuft, wenn es in der Masse nicht mehr anders geht.

    Na bleib' mal locker. Wenn das angesparte Geld gegen die Grundsicherung aufgerechnet wird spielt es keine Rolle wieviel des Kapitals eigene Einlage und wieviel Zinsgewinn ist, oder wie sehr sich das Kapital durch Zinsgewinne vergrößert hat.


    Fakt ist nämlich dass der Betroffene dann trotz Riester-Sparens im Alter kein Zubrot bekommt und nur die Grundsicherung bezieht - genauso wie der, der jetzt nichts gespart und sich mit seinem Geld jetzt ein schönes Leben gemacht hat. Eigentlich war Riester aber doch so gedacht dass man etwas spart um im Alter mehr als nur das Minimum zu haben.


    So gesehen rechnet sich die Anlage nämlich nicht wenn jemand eine Rente unterhalb der Grundsicherung bezieht. Dieser Personenkreis profitiert nicht von den Sparbemühungen, also könnten die es gleich bleiben lassen.


    An der Stelle sollte der Gesetzgeber dann doch nachbessern weil sonst tritt genau das ein, was eigentlich nicht passieren soll, nämlich dass viele Geringverdiener nichts mehr für später sparen. Das kann aber ja nicht gewünscht sein...

    Wer aber wenig hat und deswegen schon allgemein ein "Von der Hand in den Mund"-Leben führt - führen muß - wird verständlicherweise eher darüber nachdenken was jetzt der Status Quo ist - und nicht was in 30 Jahren ist, noch dazu wo das sowieso keiner vorraussagen kann.


    Es gibt genügend Leute, die gar nicht vorsorgen können, denen stellt sich die Frage gar nicht weil die kämpfen um jetzt und hier klarzukommen. Selbst wer etwas weglegt ist bei kleinem Einkommen genug beschäftigt es geldmäßig überhaupt bis zum nächsten Monatsanfang zu schaffen.


    Darüber zu sinnieren was in 30 Jahren sein könnte ist für diese Menschen Luxus weil erstmal das Hier und Jetzt geschafft werden muß, und das an jedem verdammten neuen Tag.


    Das letzte, was dieser Personenkreis braucht, ist dann aber dass sie sich dennoch zusätzlich etwas vom Munde absparen - was jetzt hier fehlt - um dann in einer Jahrzehnte entfernten Zukunft nichts dafür zu bekommen. Welchen Mehrwert haben die Leute durch ihr Sparen wenn die Rente besonders klein ausfällt? Keinen, denn die Grundsicherung würden sie sonst auch bekommen!


    Das "Gerede" über die gesellschaftliche Verantwortung, so richtig das ja einerseits durchaus ist, verkennt aber dass das "Luxusgedanken" sind. Es ist einfach nicht zu vermitteln dass man ein Vermögen ansparen soll, sich dafür bei kleinem Einkommen richtig anstrengen muß, und dann bringt das aber nichts außer Leistungen, die alle anderen auch bekommen.

    Es läuft meistens so dass die Rechnung am Paket schon im Absenderland eingescannt wird und dann per EDV nach Deutschland kommt, hier wird per EDV die Zollanmeldung vorbereitet und beide Datensätze, also Rechnung und Anmeldung, gehen auch elektronisch an den Zoll.


    Der gibt die Sendungen dann oft schon frei bevor das Paket hier gelandet ist, sodass es nach der physischen Ankunft ohne jede Verzögerung weitertransportiert werden kann. Aussortiert werden nur die Sendungen, die keine Freigabe bekommen haben oder wo die Freigabe in der Zeit bis zur Ankunft zurückgezogen wurde.


    Einfachste Erklärung in deinem Fall wäre dass das Paket bereits kurz nach der Aufgabe zollmäßig verarbeitet wurde (nehmen wir mal an das war noch am Freitag) und alle Freigaben hatte (das tauchte dann wegen der oft nachhängenden Tracking-Informationen mit der Angabe Samstag auf) und de facto wartete die Sendung aber darauf erst nach dem Wochenende, also Sonntagnachmittag/-abend, ausgeflogen zu werden.


    Wahrscheinlich landete die Sendung kurz nach Mitternacht, geht dann sofort auf den LKW ins zuständige Verteilzentrum und dort auf den Paketwagen, der sie zu dir bringt. Im Laufe des Tages kannst du sie dann in Empfang nehmen.


    Deine Verwirrung beruht auf der falschen Annahme dass die Zeitangaben im Tracking den realen Bewegungen und Standorten des Paketes entsprechen.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Riester ist wegen der Anrechnung auf die Grundsicherung nicht schlechter als "normale" Altersvorsorgeverträge, die werden ja auch angerechnet oder?


    Ja, aber Riester wurde/wird anders als andere Anlagen gerade damit beworben dass es eine "sichere" Anlage ist - gerade auch für diejenigen, die nur ein kleines Einkommen haben und keine großen Sprünge machen können, aber dennoch gerne für einen auskömmlichen Lebensabend oberhalb des Minimums, also der Grundsicherung, vorsorgen möchten.


    Wenn Riester - abgesehen von der wegfallenden Anrechenbarkeit auf das ALG - ansonsten aber ähnliche Risiken birgt wie auch fast alle anderen Anlageformen, wird der eigentliche Sinn der Sache ad absurdum geführt. Wozu dann noch Riesterrente?
    Der Clou soll doch gerade sein dass hier ein Zubrot angespart werden soll, das jedem Sparer einen besseren Lebensabend garantieren soll. Wenn das nicht der Fall ist weil Viele Gefahr laufen dass es für sie nicht funktioniert - ist die ganze Idee Makulatur und die RR nicht besser und nicht förderungswürdiger (seitens des Staates) wie auch jede andere Anlage, die als Alterssicherung deklariert wird.

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    Original geschrieben von Partybombe
    War es das? Wurde so öffentlich vorher meines Erachtens noch nie bekannt gemacht. Das Argument war immer nur, dass die Riesterrente Hartz4 sicher ist.


    Mag sein dass es nicht genau so behauptet wurde - aber es wurde von vielen so verstanden und das hat auch niemand deutlich richtig gestellt, wenn's denn anders ist. Also irgendwie schon eine Irreführung. Wäre das alles ganz klar gewesen gäbe es jetzt keinen "Monitor-Riester-Skandal".


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    Original geschrieben von Partybombe
    Und es hat vielleicht für die einzelnen keinen Sinn, nur dann kannst du genauso gut sagen, wieso sollen die jetzt arbeiten gehen wenn man auch von anderen Geld bekommen kann? Nicht jeder will Almosen beziehen.


    Na da geht jetzt aber einiges durcheinander.


    Wer arbeiten geht macht es weil er oder sie dadurch mehr Geld bekommt als durch Almosen. Oder auch weil die meisten lieber frei über ihr, wenn auch weniges, Geld verfügen als sich vom Amt wie ein kleiner dummer Junge behandeln zu lassen - so kam ich mir jedenfalls in den paar Monaten, in denen ich seinerzeit übergangsweise arbeitslos gemeldet war, vor.
    Die wenigsten werden arbeiten weil sie der Gesellschaft etwas Gutes tun wollen.


    Allerdings muß man das auch von der Rente differenzieren.


    Diese basiert ja auf dem Generationenvertrag, nach dem die junge und mittelalte Generation die Rente der Alten erwirtschaftet. Wer jetzt also nicht riestert und damit nicht selber vorsorgt, weil er erkennt dass es ihn finanziell nicht nach vorne bringt, sondern er jetzt nur Kohle abdrückt, die ihm im Alter angerechnet wird und somit nicht zur Verfügung steht, verhält sich moralisch nicht unbedingt unfair, denn derjenige hat ja auch jetzt schon die Rente der heutigen Alten finanziert. Er hat eben nur selber nicht vorgesorgt weil es ihm nichts bringt, sondern nur zusätzlich kostet.


    Das Problem der jetzt Arbeitenden ist dass wir alle in dieser Umbruchsphase stecken, wir arbeiten für die Renten unserer Eltern, werden von unseren Kindern aber kaum genauso bedient werden. Insofern müssen wir im Grunde zwei Renten erwirtschaften.


    Ich kann es aber moralisch nicht verurteilen wenn jemand jetzt nicht anspart weil er erkennt dass er später nichts davon haben wird - und das ist um so mehr verständlich wenn jemand sowieso schon knapsen muß weil das Geld knapp ist. Klar ist das schön wenn Leute trotzdem sparen um die zukünftige Gesellschaft und die Kindergeneration zu entlasten, nur irgendeinen Vorteil muß es für einen selber auch haben. Man kann nicht flächendeckenden Altruismus verlangen und sagen "zahlt mal schön 2 Renten, die für eure Eltern und ansparen auf die eigene Rente" - und obendrein sieht der Geringverdiener von den eigenen Ersparnissen später nix mehr weil es doch nur die Grundsicherung gibt, die jeder bekommt. Da werden die Leute ja gleich dreifach verarscht, und noch dazu trifft es auch wieder diejenigen, die eh mit wenig leben müssen und es schwer genug haben. Irgendwo ist einfach eine Grenze der Zumutbarkeit.

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    Original geschrieben von <registered>
    Hmm, ist es nicht so, dass alle anderen Arten von Einkommen im Alter ebenso auf die Grundsicherung angerechnet werden?


    Aber das war doch immer das Argument für Riester und gegen alles andere dass man hierbei eben NICHT fürchten muß dass es angerechnet wird (zumindest nicht solange man noch arbeitet, da soll der gesparte Riester-Betrag auch bei Arbeitslosigkeit etc. unangetastet bleiben). Wenn es jetzt aber doch so ist dass da etwas angerechnet wird - wenn auch im Rentenalter - kann man die Riester-Rente doch komplett vergessen...
    Gerade bei denen mit kleinen Einkommen und geringen Renten sollte Riester doch einen auskömmlichen Lebensabend sichern, der aus mehr als einer Grundsicherung besteht. Wenn das nun doch nicht der Fall ist ist das eine Verarsche für die Leute, die hier glauben sich jetzt etwas für das Alter ansparen zu können. Dann kann man den Leuten doch nur raten nicht zu riestern weil sie jetzt Geld, von dem sie sowieso nicht viel haben, zum Fenster rausschmeissen, denn sie werden davon später nichts haben. Welchen Sinn hat das alles dann noch??? :flop: :flop: :flop: :flop:

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    Original geschrieben von mrhandy
    Also ich glaub auch später wird mir ein Corsa lieber sein als der TATA :P


    Dir ist auch ne S-Klasse noch lieber als der Corsa. Der Punkt ist nur: wenn Mama oder Papa das Auto nicht kaufen und unterhalten und auch Oma und Opa keine Zuschüsse mehr geben verändern sich manche Sichtweisen...


    Ich meine das nicht böse oder von oben herab, es ist nicht zuletzt auch eigene Erfahrung.


    Wenn du dafür im Schweiße deines Angesichts ackern mußt bist du auch auf den Dacia Logan oder einen Nano stolz, weil du ihn dir erarbeitet hast, und du hast einfach ein Auto. Was nutzt ein Mercedes, den du nicht bezahlen kannst? Davon haste nix...

    Was ich an diesem Sicherheits-Argument nicht verstehe: natürlich ist es vom Prinzip her unumgänglich möglichst immer maximale Sicherheit zu haben.


    Nur habe ich in meinem ersten Posting hier schon geschrieben und andere haben es mehrfach wiederholt, dass Nano und Co. eher mit Rollern konkurrieren und weniger mit topmodernen westlichen Mittelklassewagen. Also hinken doch Vergleiche mit Golf und anderen Wagen weil das gar nicht die adäquaten Vergleichsobjekte sind.


    Und ein weiteres: je sicherer, desto besser. Aber wo ist die Untergrenze? Wer sagt dass er den Nano für unsicher hält soll mir bitte mal erklären was er davon hält wenn Leute nach wie vor im Golf 2 herumfahren, der auch keine Sicherheitsausstattung hat. Der mag etwas robuster sein als ein Nano, aber im Vergleich mit modernem Gerät ein ganz unsicheres Auto. Und um es mal ganz auf die Spitze zu treiben: Wieso gibt es Smart, Opel Corsa, Ford Fiesta etc., wo sie doch weit unsicherer sind als eine neue S-Klasse?


    Die Beispiele zeigen dass solche Aussagen wie "Nano ist unsicher" doch auf einer rein willkürlichen Annahme, wo die Untergrenze liegt, beruhen. Wenn es so wäre dass nur maximale Sicherheit tragbar ist frage ich mich warum es überhaupt noch andere Autos als S-Klassen oder Humer's oder besser gleich Panzer geben darf...

    Was die Sicherheit angeht: ein Roller oder ein Motorrad bietet einem da auch nichts an... Natürlich ist es ein wichtiger Punkt und wenn man solch ein Auto doch noch etwas verbessert wären Sicherheitsaspekte das erste, an das gedacht werden muß.


    Aber solange das nur ein fahrbarer Untersatz ist um Leute mobil zu machen, ist das ja immerhin schon eine Verbesserung zu Motorrad und Roller.