Beiträge von rasputin

    Zum Thema Planwirtschaft: Da hat Franky aber nicht ganz unrecht. Das viel diskutierte Verbrennerverbot ist genau sowas wie Planwirtschaft. Und dämlich, weil EU-weit nicht durchsetzbar. Schau dir die Kisten im Urlaub teils an, oder auch hier, zum Thema TÜV, Abgas usw. Das ist sowas von lachhaft. Es wird auch in 10 Jahren noch Gebiete geben, in denen der Verbrenner einfach mehr Sinn macht.

    Siehe Autoproduzenten, E-Autos, E-Mobilität, Ladesäulen & Co.


    Ich finde das „Verbrennerverbot“ überflüssig. Bis dahin wird sich das in der erheblichen Masse der Fälle von alleine regeln, weil Verbrenner sowohl im Unterhalt als auch in der Anschaffung teurer (erheblich teurer) sein werden. Jeder einzelne wegfallende Verbrenner macht deren Produktion teurer. Es wird doch 2035 im Wesentlichen so bei Verbrennern aussehen:


    1. Gebrauchte, die noch bis zum Exitus gefahren werden

    2. Neuwagen für Liebhaber


    So ähnlich wie das bei Pferden und Pferdekutschen der Fall war und ist ^^ Auch diese gibt es heute noch. Sie werden aber nahezu ausschließlich von Liebhabern genutzt.

    Genau diese Denkweise ist der Grund dafür warum heute in den eher ländlichen Regionen das Mobilfunknetz immer noch so schlecht ist wie es ist, und Glasfaser gefühlt gar nicht voran kommt. Wenn man ein Ziel hat, in dem Falle die Einführung des E-Autos als Ersatz für den Verbrenner, muss man schauen was notwendig ist um das zu erreichen, und dann das dafür nötige Geld in die Hand nehmen. Sonst kann man es auch gleich lassen. Oder sollen E-Autos ein Privileg für Eigenheimbesitzer mit Wallbox und PV-Anlage bleiben? In dem Falle wären wir auf dem richtigen Weg.

    Nur weil Martyn glaubt, man bräuchte in jedem Wohngebiet HPCs, ist das in der Realität noch lange nicht der Fall. Sinnvoller ist es doch, das Geld stattdessen an stärker frequentierten Orten in HPC zu investieren, wo ein Vielfaches an Menschen davon profitiert. Auch auf dem Land. Ich will keine Planwirtschaft, die dann dafür sorgt, dass die HPC an kaum frequentierten Standorten stehen.


    Ich kenne inzwischen eine Menge Leute mit E-Auto. Nur grob die Hälfte davon hat eine private Lademöglichkeit. Die andere Hälfte hat aber offensichtlich dennoch kein Problem. Sie suchen aber auch nicht gezielt nach dem Haar in der Suppe.


    Sicherlich muss die Ladeinfrastruktur ausgeweitet werden. Das wird sie auch. E-Autos sind im Moment noch keine Lösung für alles und für jeden. Müssen sie aber auch gar nicht sein.

    Mir geht es nicht um das Geld, sondern dass ich mit meiner Investition in die notwendige Infrastruktur eine fremde Immobilie, die meines Vermieters, aufwerten soll.

    Und stattdessen soll der Vermieter sein Geld in die Hand nehmen, um dir eine Wallbox oder CE-Steckdose hinzustellen, die du dann eh nicht nutzt (weil du gar kein E-Auto hast)? Oder „der Staat“ (also u.a. ich) soll das für dich tun? Ebenfalls für eine persönliche Lademöglichkeit, die du gar nicht nutzt?

    Gerade bei einem Neubaugebiet denke ich wäre sowas gut umzusetzen. Denke so ein Lader mit zwei 75KW Lademöglichkeiten wird wohl mit Installation im Zuge eines Neubaugebiets wo eh alles neu gemacht werden muss maximal 85.000€ wahrscheinlich eher nur 70.000€ kosten.

    Rechne bitte mal aus, wieviele kWh dann darüber laufen müssten, bis sich das amortisiert hat und wieviele Jahre (Jahrzehnte?) es dauern würde, bis sich das ansatzweise lohnt. :S

    Wenn ich z.B. mal von einem kleinen Neubaugebiet mit 36 Wohneinheiten, z.B. zwölf Einfamilienhäuser und drei Mehrparteienhäuser mit jeweils acht Wohneinheiten ausgehe sehe ich da einen Bedarf von von ca. 65-70 Parkplätzen (ca. 1,5-1,6 pro Wohneinheit und nochmal ca. 10 für Gäste und Handwerker).


    Da fände ich es gut wenn man dann erstmal für die Basisversorgung ca. 15 Parkplätze mit einer 3,7KW Lademöglichkeit (abschliessbare blaue CEE Steckdose) ausrüsten würde, aber dann eben noch einen CCS-Schnelllader mit zwei 75 KW Lademöglichkeiten bereitstellen würde. Damit zum Beispiel einerseits von weiter angereiste Besucher für die Rückfahrt nachladen können, oder auch Anwohner schnell für die Feierabendnutzung nachladen wollen.

    Wer ist denn dieser „man“, von dem du dir die Bereitstellung der CCS-Lader in dem kleinen Neubaugebiet wünschst? Ein Anbieter, der wirtschaftlich halbwegs vernünftig denkt, wird das eher nicht sein. Für ein paar wenige Ladevorgänge lohnt sich doch die Investition nicht.


    War aber mal wieder amüsant deine Fiktionen zu lesen ^^:thumbup:

    Mein jetziges Auto ist Bj. 2009, also 15 Jahre alt. Wenn man will dass E-Autos und die darin enthaltenen Akkus auch mal dieses Alter erreichen, wird man, um einen wirtschaftlichen Totalschaden durch den Ausfall des Akkus zu vermeiden, an dem Thema nicht vorbei kommen.

    Wer sagt, dass die Akkus nicht so lange leben? Und wer sagt, dass ein Austausch der Akkus ist 10, 15, 20 oder 30 Jahren noch so teuer sein wird wie bisher?

    Klar schont das den Akku und verlängert ggf. dessen Lebensdauer. Es bedeutet allerdings nicht, dass der Akku bei regelmäßiger Schnellladung ruckzuck hinüber ist.


    Auch bei Smartphones gibt es die Verfechter des möglichst schonenden Ladens. Ich habe für meinen Gebrauch festgestellt, dass das irrelevant ist. Ich habe zwei iPhones parallel in Betrieb, die ich ähnlich intensiv nutze. Das Eine habe ich bewusst schonend geladen, das Andere regelmäßig bewusst mit möglichst hoher Ladeleistung und induktiv. Das Ergebnis für mich: es gibt zwar einen messbaren Unterschied (habe die Werte nach 3 Jahren und jeweils fast 1.000 Ladezyklen mit „Coconut Battery“ ausgelesen) hinsichtlich der Restkapazität, dieser ist jedoch so gering, dass er für mich in der Praxis unerheblich ist.


    Akkus und deren Ladelogik sind nicht 1990 stehen geblieben, sondern inzwischen hart im Nehmen. Mein Fazit: man kann sich mit Akkupflege beschäftigen und nahezu beliebig viel Aufwand und Gedanken rein stecken - muss es aber nicht.

    Willkommen an der Realität. Für Reisende braucht es schnelle Lademöglichkeiten. Da man aber allein mit den Reisenden solche Säulen nicht finanzieren kann, werden die häufig gar nicht erst errichtet. Bei Benzinern ist das anders, da Mensch Zuhause keine Tankstelle, außer vielleicht einen Kanister, den man aber in der Regel auch an einer Tankstelle befüllt hat.

    Also ich bin inzwischen schon Reisender in alle Himmelsrichtungen und mit diversen Elektromobilen gewesen und etliche tausend Kilometer mit den Dingern gefahren. In keinem einzigen Fall hatte ich Schwierigkeiten mit der Ladung an öffentlichen Säulen und musste in keinem Fall meine Route oder meine Stops danach ausrichten. Nicht mal mit dem Elektro Peugeot, der eine bescheiden kleine Akkukapazität hatte.


    Da habe ich in der Realität wohl etwas „falsch“ gemacht ;)