Autoproduzenten, E-Autos, E-Mobilität, Ladesäulen & Co

  • Genau diese Denkweise ist der Grund dafür warum heute in den eher ländlichen Regionen das Mobilfunknetz immer noch so schlecht ist wie es ist, und Glasfaser gefühlt gar nicht voran kommt. Wenn man ein Ziel hat, in dem Falle die Einführung des E-Autos als Ersatz für den Verbrenner, muss man schauen was notwendig ist um das zu erreichen, und dann das dafür nötige Geld in die Hand nehmen. Sonst kann man es auch gleich lassen. Oder sollen E-Autos ein Privileg für Eigenheimbesitzer mit Wallbox und PV-Anlage bleiben? In dem Falle wären wir auf dem richtigen Weg.

    Nur weil Martyn glaubt, man bräuchte in jedem Wohngebiet HPCs, ist das in der Realität noch lange nicht der Fall. Sinnvoller ist es doch, das Geld stattdessen an stärker frequentierten Orten in HPC zu investieren, wo ein Vielfaches an Menschen davon profitiert. Auch auf dem Land. Ich will keine Planwirtschaft, die dann dafür sorgt, dass die HPC an kaum frequentierten Standorten stehen.


    Ich kenne inzwischen eine Menge Leute mit E-Auto. Nur grob die Hälfte davon hat eine private Lademöglichkeit. Die andere Hälfte hat aber offensichtlich dennoch kein Problem. Sie suchen aber auch nicht gezielt nach dem Haar in der Suppe.


    Sicherlich muss die Ladeinfrastruktur ausgeweitet werden. Das wird sie auch. E-Autos sind im Moment noch keine Lösung für alles und für jeden. Müssen sie aber auch gar nicht sein.

    Mir geht es nicht um das Geld, sondern dass ich mit meiner Investition in die notwendige Infrastruktur eine fremde Immobilie, die meines Vermieters, aufwerten soll.

    Und stattdessen soll der Vermieter sein Geld in die Hand nehmen, um dir eine Wallbox oder CE-Steckdose hinzustellen, die du dann eh nicht nutzt (weil du gar kein E-Auto hast)? Oder „der Staat“ (also u.a. ich) soll das für dich tun? Ebenfalls für eine persönliche Lademöglichkeit, die du gar nicht nutzt?

    Gerade bei einem Neubaugebiet denke ich wäre sowas gut umzusetzen. Denke so ein Lader mit zwei 75KW Lademöglichkeiten wird wohl mit Installation im Zuge eines Neubaugebiets wo eh alles neu gemacht werden muss maximal 85.000€ wahrscheinlich eher nur 70.000€ kosten.

    Rechne bitte mal aus, wieviele kWh dann darüber laufen müssten, bis sich das amortisiert hat und wieviele Jahre (Jahrzehnte?) es dauern würde, bis sich das ansatzweise lohnt. :S

  • Nur weil Martyn glaubt, man bräuchte in jedem Wohngebiet HPCs, ist das in der Realität noch lange nicht der Fall. Sinnvoller ist es doch, das Geld stattdessen an stärker frequentierten Orten in HPC zu investieren, wo ein Vielfaches an Menschen davon profitiert. Auch auf dem Land. Ich will keine Planwirtschaft, die dann dafür sorgt, dass die HPC an kaum frequentierten Standorten stehen.

    Klar fahren auf einer Autobahn oder Bundesstrasse mehr Leute vorbei als an einem Fitnessstudio, Kino, Dorfplatz oder Wohnsiedlung. Aber bei einem Fitnessstudio, Kino, Dorfplatz oder Wohnsiedlung wollen viele Leute eh anhalten und könnten dort nebenbei aufladen.

    An einer Autobahnraststätte oder irgendwo im Industriegebiet an einer Bundesstrasse hingegen will kaum jemand freiwillig anhalten und eine Ladepause einlegen auch wenn es "nur" so 20-45 Minuten sein müssen.

    Die Frage ist jetzt sind die Leute bereit ihre Pausen auf eine Autobahnraststätte oder in ein Industriegebit an der Bundersstrasse zu legen weil nur dort die Schnelllader sind ... oder kaufen sie stattdessen lieber ein Auto mit dem sie nicht auf Ladesäulen angewiesen sind.


    Rechne bitte mal aus, wieviele kWh dann darüber laufen müssten, bis sich das amortisiert hat und wieviele Jahre (Jahrzehnte?) es dauern würde, bis sich das ansatzweise lohnt. :S

    Das ist jetzt nicht ganz einfach weil ich nicht weis wieviel Geld die Ladeplattformbetreiber an de Säulenbetreiber auszahlen.


    Aber wenn ich mal von 34 ct/KWh Bezugspreis und 10% Ladeverlust in der Säule ausgehe komme ich auf 37,4 ct/KWh Bezugspreis.

    Mit EWE Go zahlt man an Fremdladern 64 ct/KWh, macht also 26,6 ct/KWh Spread.


    Wenn man davon jetzt die Umsatzsteuer rausrechet und die verbleibenden 22,34 ct/KWh hälftig zwischen Ladeplattformbetreiber und Säulenbetreiber geteilt werden wären das 11,17 ct/KWh.

    Oder anders gesagt wenn im Schnitt pro Ladevorgang 30 KWh geladen werden würde dann der Säulenbetreiber etwa 3,35€ verdienen. Bei etwa 50 Ladevorgängen im Monat wären das dann 167,50€ im Monat. Oder sagen wir einfach gerundet 170€.


    Den Schnelllader komplett darüber finanzieren ist natürlich nicht drin, denn das würde dann etwa 34 Jahre dauern.


    Aber wenn man den Grossteil der Kosten auf die Immobilienkäufer umlegen würde und nur einen Restbetrag darüber finanzieren würde, müsse es schon möglich sein nach nur 2-3 Jahren in die Gewinnzone zu kommen.

  • Sorry, kleine Korrektur, das hier war Quatsch, hatte mich verschrieben, sollte natürlich 19ct/kWh heißen statt /min.

    Und die AC kamst gar nicht meht zählen, allein ein Supermarkt hat über 10 AC Lader, und verballert die für 19ct/minkWh


    darf ich fragen bei welchem Supermarkt? 19 Cent klingt mir zu billig.

    Vermutlich hat bei dir die interne Autokorrektur zugeschlagen und du die 19ct auch aufs kWh bezogen. Wollte es aber nur noch kurz erwähnen.


    Ist mir erst heute aufgeallen, da ich über ein Re-Zitat von martyn gestoßen bin. Die normalen sind ausgeblendet, weil die Scrollerei über meist ellenlange Seniererein mühsam ist.

  • Und stattdessen soll der Vermieter sein Geld in die Hand nehmen, um dir eine Wallbox oder CE-Steckdose hinzustellen, die du dann eh nicht nutzt (weil du gar kein E-Auto hast)? Oder „der Staat“ (also u.a. ich) soll das für dich tun? Ebenfalls für eine persönliche Lademöglichkeit, die du gar nicht nutzt?

    Henne-Ei-Problem? Natürlich nutze ich sie nicht, weil ich kein E-Auto habe. Warum habe ich kein E-Auto? Weil ich keine Lademöglichkeit zu Hause habe.

  • Ach, auf den Stuss geh ich gar nicht mehr ein. Das ist so ein völlig praxisfremdes Denken, bzw. eher senieren.


    HPC gehören prinzipiell an Fernstraßen (natürlich auch Bundesstraße, nicht nur Autobahnen gemeint) und meinetwegen noch an stärker frequentierten Orten. Ansonsten ist es absoluter Nonsens und eine noch größere Geldvernichtungsmaschinerie als es eh schon ist. Und HPC sollte eigentlich nur der Ersatz für unkomplizierte günstige AC-Laderei sein, wenn man auch wirklich schnell laden muss, weil Langstreckenfahrt, daheim keine Lademöglichkeit usw.


    Aber das Beispiel mit dem Wohngebiet ist halt bullshit^10. In einem Wohngebiet haben viele Bauten einen AC-Anschluss, uns wenns nur 3,7kW sind. Reicht. Immer flexibler und günstiger als öffentlich zu laden. Und was soll ein HPC im Wohngebiet? Unnützen Verkehr auf sich ziehen? Für die eigenen bringt es nix, da reichen 2-4 AC-Lader. Die sind günstig, und easy. Ob die Karre dann 1h oder mehrere Stunden steht ist auch schon egal. Eigentlich sollte man gar nicht groß nachdenken und drauf eingehen, weils einfach sinnloses Geschreibe ist.


    Der angesprochene Pampa-Lader steht da auch nur im Kuhkaff, weil halt wenige km weiter die AB-Abfahrt steht.


    Zum Thema Planwirtschaft: Da hat Franky aber nicht ganz unrecht. Das viel diskutierte Verbrennerverbot ist genau sowas wie Planwirtschaft. Und dämlich, weil EU-weit nicht durchsetzbar. Schau dir die Kisten im Urlaub teils an, oder auch hier, zum Thema TÜV, Abgas usw. Das ist sowas von lachhaft. Es wird auch in 10 Jahren noch Gebiete geben, in denen der Verbrenner einfach mehr Sinn macht.

  • Über solche Einwände sind wir doch längst hinaus, oder was genau ist die Zwangseinführung des E-Autos per verordnetem Verbrennerverbot anderes als Planwirtschaft?

    Planwirtschaft an der einen Stelle macht sie an einer anderen Stelle nicht besser.

  • Henne-Ei-Problem? Natürlich nutze ich sie nicht, weil ich kein E-Auto habe. Warum habe ich kein E-Auto? Weil ich keine Lademöglichkeit zu Hause habe.

    Falsch. Andere lösen Probleme. Oder finden eine Lösung. Oder haken es erstmal ab. Wiederum andere jammern halt lieber die ganze Zeit drüber anstatt was zu ändern oder das Thema halt mal ne Zeit ruhen zu lassen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

  • Henne-Ei-Problem? Natürlich nutze ich sie nicht, weil ich kein E-Auto habe. Warum habe ich kein E-Auto? Weil ich keine Lademöglichkeit zu Hause habe.

    Weil du davon ausgehst, auch in x Jahren zwingend eine persönliche Lademöglichkeit zu brauchen. Und schon mal „sicherheitshalber“ jetzt davon ausgehst, dass das alles nicht klappen wird.

  • Weil du davon ausgehst, auch in x Jahren zwingend eine persönliche Lademöglichkeit zu brauchen. Und schon mal „sicherheitshalber“ jetzt davon ausgehst, dass das alles nicht klappen wird.

    So lange die Bundesregierung meint, Wallboxen mit PV-Anlagen für Eigenheimbesitzer fördern zu müssen, aber die Mieter (immerhin die Hälfte der deutschen Bevölkerung) mit den Investitionskosten in eine Fremde Immobilie im Regen stehen zu lassen, kann das auch nicht klappen. Man muss die Mieter mit ins Boot holen, sonst wird das nichts.

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