Richtig! Diese "Schauermärchen" unterstellen ja auch, dass alle alles auf dem Tiefpunkt realisieren (verkaufen) würden. Die Amerikaner, die ich im entsprechenden Alter kenne, versilbern regelmäßig nur die Teile ihrer Altersvorsorge, die sie auch tatsächlich für den Lebensunterhalt benötigen. Den Rest belassen sie freilich weiterhin investiert, ggf. mit etwas niedrigerer Volatilität. Da bedeutet dann eine solche Finanzkrise ein paar (meistens wenige!) Jahre weniger oder kein Urlaub o.ä. - und ansonsten war's das. Danach stehen die Kurse dann höher als vorher.
Beiträge von rasputin
-
-
Wenn du ganz murig bist, dann sag das mal den Millionen Amerikaner, die bei der Lehman-Pleite ihre komplette Altervorsorge verloren haben, ins Gesicht. Viel Glück.
Diese Millionen Amerikaner, die angeblich ihre komplette Altersvorsorge verloren haben, gibt es gar nicht. Wenn du sowas behauptest, dann solltest du es auch belegen. Ich kenne lediglich eine zweistellige Anzahl US Amerikaner persönlich - diese würde
Komplettverluste waren die absolute Ausnahme. Betroffen waren v. a. Angestellte in der Finanzbranche mit Firmenaktien (quasi „Allin“ in einem einzelnen Unternehmen) als einzigem Pensionsbaustein. Die große Mehrheit der Amerikaner verlor 30–60 % zwischen 2008–2009 (also temporär), erholte sich aber bis 2013 vollständig (und ist mittlerweile satt im Plus).
-
Ein Ansatz wäre, dass deren Zielgruppe vermutlich eine ist, die den Wert des Geldes noch kennt, da sie dafür arbeiten musste, und es nicht einfach so zum (ver)spielen rumliegen hat.
Ja, das wäre ein gedanklicher Ansatz. Allerdings ein Ansatz, der mindestens von Unkenntnis, oder aber von Angst, Realitätsverweigerung, oder gar Dummheit zeugt.
-
Was ich mich übrigens tatsächlich schon lange frage: warum haben die Sozis jeglicher Couleur die Aktien (ETFs) nicht schon längst als (Pro) Thema für sich auserkoren? Mit den heutigen Möglichkeiten und niedrigen Einstiegshürden (kaum Kosten und teilweise ab 1€ Sparrate pro Monat) ist das - anders als früher- doch geradezu sozialistisch! DAX-ETF - und zack: Volkseigene Betriebe

Freilich nicht ganz ernst gemeint, aber ich frage mich das ab und an wirklich.
-
Sie werdens dir jetzt nicht danken, anderseits auch nicht so viel missen. Meist eh Reizüberflutung durch Geschenke.
Ganz im Thread-Sinne würde ich mich andernfalls regelmäßig fragen, was ich ihnen denn überhaupt schenken soll. Bis vor wenigen Jahren haben sie sich mitunter mehr mit den Geschenkkartons als mit den Geschenken beschäftigt

50€ klingen vielleicht viel - aber andere rauchen ne Schachtel Kippen am Tag - das sind mittlerweile 270€ im Monat

So viele Patenkinder habe ich gar nicht… -
Für meine Patenkinder investiere ich seit deren Geburt 50€ im Monat - geplant ist das bis zu ihrer Volljährigkeit. Dann sollen sie selbst entscheiden was sie damit machen. Im Gegenzug stecke ich ihnen zu Geburtstag etc. üblicherweise kein Geld zu und auch die Geschenke sind eher Aufmerksamkeiten/Kleinigkeiten.
Was werden die sich über das „Risiko“ ärgern

-
Woher stammt die AusSage ⅔? Ist das belegbar?
Wer Tilmann Birr ist, weiß ich hingegen nicht. Und ja, ich kenne Google
Aber es interessiert mich nicht ausreichend. -
Verwechslung von Ursache und Wirkung? Das Problem ist Merz. Das Problem sind nicht diejenigen, die darauf hinweisen dass Merz das Problem ist. Nur mal so als grundsätzliche Klarstellung.
Das ist keine grundsätzliche Klarstellung, sondern deine persönliche Auffassung!
Merz versucht immerhin, den potentiellen AFD Wählern eine Alternative zur "Alternative", indem er die Augen nicht vor dem verschließt, was mittlerweile viele Bürger umtreibt. Genau dieses Augen verschließen ist es doch, was der AFD überhaupt erst eine breite Basis verschafft.
DU verwechselst m.E. Ursache und Wirkung. Nicht Merz ist das Problem, sondern die Probleme sind das Problem. Die muss man angehen, statt immer nur im Kreis zu palavern und letztlich das "weiter so" zu zementieren. Das führt früher oder später dazu, dass die AFD die stärkste Fraktion wird.
Mir ist das jetzt aber (mindestens für heute) zu blöd mit deiner Kleingeistigkeit und deinen Schubladen.
-
Diese Diskussionen hat niemand anders als Merz, mit seinem unreflektierten Geplapper, ausgelöst. Meine Fresse, so viel Selbstkontrolle, dass er sich über die Wirkung seiner Worte Gedanken macht, und dann im Zweifelsfalle lieber schweigt, anstatt irgendeinen populistischen Müll raus zu hauen, sollte man doch von einem Bundeskanzler doch erwarten können.
Und genau mit solchem Lamentieren, damit jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, machst du (ungewollt) Werbung für die AFD!
(Viele) Millionen Menschen in Deutschland nehmen das so oder so ähnlich wahr, wie es Merz geäußert hat. Ob man sich dieser Wahrnehmung anschließt, oder nicht - das ist gar nicht die Frage. Wenn man nun aber mehr darüber spricht dass "der Merz das so doch nicht sagen darf", statt über die Wahrnehmung vieler Millionen Bürger - und diesen damit gewissermaßen ihre Wahrnehmung abspricht bzw. diese als falsch brandmarkt - dann braucht sich niemand, wirklich niemand darüber wundern, dass die AFD dort steht, wo so sie nun steht.
-
Ich denke inzwischen eher dass das Problem sein Weltbild ist, welches der AfD, von der er sich immer wieder versucht abzugrenzen, deutlich näher ist, als er es sich selbst eingestehen will. Rein rhetorisch betrachtet hätte die Stadtbild-Äußerung auch genau so gut von Höcke sein können. So macht er AfD-Rhetorik Salonfähig. Das geht gar nicht.
Tagelange ausschweifende Diskussionen über Äußerungen zu subjektiven Wahrnehmungen - gefühlt ohne dass sich jemand um die damit zusammenhängenden Sachthemen kümmert, genau sowas treibt der AFD Wähler in die Arme. Die AFD braucht gar nichts zu tun.
In der Wahrnehmung vieler Bürger hat der Kanzler mit seiner Aussage recht. Diese Bürger treibt man Richtung AFD, wenn nun quasi ausschließlich die moralische Keule geschwungen wird - sowohl von den Parteien, den Medien, als auch in Diskussionsforen wie diesem. Keine inhaltliche Auseinandersetzung, nur der erhobene Zeigefinger. Wenig überraschend, dass sich immer größer werdende Teile der Bevölkerung davon abwenden. Kurios ist, dass ausgerechnet diejenigen, die sich am lautesten (laut, nicht sachlich!) gegen die AFD positionieren, dieser am meisten helfen.
Wenn es nicht so traurig wäre (denn ich finde das keineswegs gut), könnte man ob der Ähnlichkeit zu „Das Leben des Brian“ lachen. „Er hat Jehova gesagt“.