Beiträge von 7650w

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    Original geschrieben von Gallium
    Während ich nicht mal für die Hälfte meiner Ausgaben USt zahle (Vorsteuerabzug), hat der angestellte Geringverdiener zwangsläufig auf 100% seines Einkommens USt zu zahlen, da er bei seinem geringen Verdienst gezwungen ist 100% zu konsumieren.
    Entscheidend ist doch, wieviel Steuern der Einzelne insgesamt zahlt. Prozentual zum Einkommen sind da die Geringverdiener wohl eher die viel beschworenen 'Leistungsträger' der Gesellschaft. ..vom Anteil der Sozialabgaben will ich mal gar nicht erst anfangen.


    Stimmt, nur meinen die Linken hier auch die Empfänger von Sozialleistungen.
    Das wäre dann ein Perpetuum mobile.


    Für mich sind vor allem die Personegruppen hoch belastet, die gerade an der Beitragsbemessungsgrenze kratzen.
    Die müssen die vollen Beiträge zahlen und relativ hohe Steuern. Und das sind definitiv Facharbeiter.

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    Original geschrieben von Niederrheiner
    Lässt sich leicht ausrechnen:
    ...


    Eben, da sieht man die tatsächliche "Lastenverteilung". Ist ja auch grundsätzlich ok.
    Die Frage ist halt, wie weit man melken kann in den Bereichen 60k€/80k€, die von den Grünen definiert wurden.


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    Ein Facharbeiter hat heute schnell 60.000 Euro zusammen, mit Rufbereitschaften und/oder Schichtdienst sicherlich auch 70.000 und mehr - und der möchte auch von seiner Arbeitsleistung etwas am Ende raushaben und nicht noch mehr Geld an den Staat abdrücken.


    100% Zustimmung, Du bringst es auf den Punkt.


    Zitat

    FDP ist derzeit eher das Sorgenkind, bisher noch unter 5% und das währe der Untergang für die.


    Auch wenn ich die FDP nicht wähle, es braucht meiner Meinung nach zwingend so ein Korrektiv, in unserer mittlerweile sehr linken Parteienlandschaft.

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    Original geschrieben von charly1
    Was ist dagegen zu sagen wenn am Ende Kompromisse entstehen wie es sie eben immer gab/gibt. Spitzensteuersatz ab 150000 / Jahr und Atomstopp mit einer Übergangszeit, ausgehandelte Lohnerhöhungen.....usw.


    Das bringt zu wenig Geld für die Umverteiler. Dann müsste man den Satz extrem anheben.


    Zitat

    Gebt allen 80.000€ und nehmt 60% Steuern, ist immer noch mehr, als die Häfte in Deutschland verdient.


    Einige scheinen echt den Anschluß an die Realität verloren zu haben.


    Du verwechselst da was.
    Ich denke schon, dass den meisten in dieser Einkommensklasse bewusst ist, was es bedeutet mit wenig Geld auszukommen.
    Während der Ausbildung, der Karriere, des Studiums, der Weiterbildung etc.
    Genau deswegen sehen manche Wähler das auch anders, weil deren Wohlstand eben nicht durch Erbe oder Gaunerei, sondern durch persönlichen Einsatz erbracht wurde.


    Das sind nicht alles FDP-Wähler. Imho ist die FDP eine reine Klientelpartei mit speziellen Berufsgruppen.


    Die Linke ist da nicht viel anders, nur andere Klientel.
    Guck Dir doch mal den Lebenslauf von der Vorsitzenden Kipping an:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Katja_Kipping


    Von so einer Tante lass ich mir nicht erklären, warum es Grundeinkommen geben soll.
    Meine persönliche Meinung! (kein Millionär und kein FDP-Wähler) ;)

    Im Übrigen mache ich mir keine Sorgen, weil Süßigkeiten-Siggi selbst den alten SPD-Stammwählern zu krawallig ist.
    Der kann nichts außer opponieren und rummeckern.
    Das war schon sehr bezeichnend, dass der sich so gut mit der Roth versteht.
    Fehlt nur noch Nahles/Künast.


    Sehr schade was aus der ehemaligen Arbeiterbewegung geworden ist. Mittlerweile ist die SPD im Wettstreit mit den Postkommunisten zu einer Partei der Loser verkommen.
    Traurig und mit ein Grund warum Merkel so stark ist. Für die Dame reicht es ja mittlerweile aus, gar nichts zu sagen.


    Echt schlimm, dass man sich im Rückblick nach Schröder / Massa-Münte und Konsorten sehnt.
    Die wussten wenigstens, dass "Opposition Scheisse ist" und konnten mit der Gestaltungsmacht verantwortungsvoll umgehen.

    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    . Vor der Abgeltungssteuer waren Kapitalerträge wie Arbeitserträge zu versteuern. Also 1998 unter CDU-Regierung: bis zu 53 % plus Soli!


    Nö:
    Freibetrag: 1993-1999 6.000 DM / 3.068 €


    Da musste man dann schon > 204k€ haben.
    Das sind dann auch in meinen Augen Besserverdiener. ;)

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    Original geschrieben von Tiziano
    Das Apple mittlerweile seine Iphones auch zu "Massenpreisen" verschleudert, ist ja auch nicht unbemerkt geblieben.


    Den Umstand habe ich schon beim Wechsel auf das Iphone5 angemerkt, als einige Träumer meinten Mondpreise für die alten Iphone4/4S zu bekommen.


    Auch wenn das Iphone immer noch relativ preisstabil ist, die alten Zeiten sind vorbei!

    http://heikoseifert.de/2007/11…er-oder-groesser-zeichen/
    ;)


    http://de.statista.com/statist…in-deutschland-seit-1960/


    Bei Deinen 51k€ ist im Süden des Landes dann aber ein relativ großer Teil der Vollzeitarbeitnehmer "Besserverdiener".


    Ohne näher darauf einzugehen:
    In NRW in unsereren Produktionsbetrieben haben die gewerblichen Arbeitnehmer einen Durchschnittsverdienst über alle Gruppen von 48.917€ in 2012 erzielt.
    Incl. allem Gedöns aber ohne steuerfreie Zuschläge. (zu versteuerndes Jahresbrutto)

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    Original geschrieben von oleR
    Das betrifft nicht nur kleine Gruppen, sondern große Teile dieser Gesellschaft. Ohne LKW-Fahrer, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, würde gar nix laufen. Das ist Leistung! Ohne Altenpfleger könnten wir unsere Ollen direkt ins Krematorium schieben oder aber uns Tag und Nacht um sie kümmern. Das ist Leistung! Ohne Müllabfuhr und Putzfrauen würden wir im ekeligen Dreck sitzen. Das ist Leistung!


    Ich dagegen sitze mit Mitte 20 als gerade eben fertiger Akademiker im Büro und arbeite für einen deutlich höheren Lohn. Ich wühle nicht im Dreck, meine Arbeitszeiten sind auch nicht schlimmer als die von Truckern und belastende Erlebnisse mit altersschwachen Mitmenschen bleiben mir auch erspart. Meine Leistung liegt mitnichten höher - das weiß ich ganz genau. In dieser Gesellschaft wird nicht nach Leistung bezahlt.


    Ja, da bin ich durchaus bei Dir, wer zu den eigentlichen Stützen der Gesellschaft zählt.


    Freu Dich, dass Deine Belastung als Akademiker moderat ist.
    Ich habe selber schon in den verschiedensten Bereichen gearbeitet, sowohl körperlich als auch geistige Tätigkeiten.
    Bei kleinen Firmen und in Großkonzernen. Auch war ich eine kurze Zeit in der Verleihbranche.


    Was ich allerdings auch sagen muss, ohne die Arbeit der vielen fleissigen normalen Werktätigen schmälern zu wollen:
    Ein sogenannter Reicher, der diese ominösen 80k€ verdient, ist evtl. der zwar nicht körperlich schwer arbeitende Malocher aber durchaus Abteilungsleiter, die mehr als die normalen 40h arbeiten, oftmals auch ständig erreichbar sein müssen und eine große Verantwortung für die Arbeitsplätze tragen.
    Das ist oftmals stressiger als Steine schleppen.
    Nicht falsch verstehen, Arbeit und Stress hat nicht immer was mit Schweiß und Dreck zu tun.


    Ich muss zugeben, das ist auch ein schwieriges Thema und sehr vielfältig.


    Nur mal als Beispiel: (das Beispiel hier ist real!)


    Hier werden die normalen Tonnen von der städtischen und die gelben Tonnen von den privaten abgeholt.


    Kurzform:
    Der private Müllwagen ist mit Fahrer und einer hinten besetzt, bei der Entleerung des vollen Wagens in der MVA springt der hintere Mann auf ein anderes Auto zeitweise.


    Der städtische ist zu dritt besetzt und die fahren alle zur MVA.
    Von der Schnelligkeit und Krankenstände will ich jetzt gar nicht erst anfangen.
    Beides Müllmänner, der eine verdient aber nur die Hälfte.


    Wer ist der Leistungsträger in Deinem Beispiel?
    Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit in der Mitte, denn der private wird unterbezahlt und der städtische überbezahlt.

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    Original geschrieben von oleR
    Der Staat gibt weiter viel mehr Geld aus, als er einnimmt. Was er an Leistungen bereitstellt, ist trotz aller Kürzungsrunden und Leistungseinschränkungen der letzten 20 Jahre nicht mit dem zu finanzieren, was an Steuern reinkommt. Entweder, wir kürzen weiter drastisch oder wir sorgen endlich für eine auskömmliche Finanzierung unseres Gemeinwesens.


    Ich kann den großen Kahlschlag im Sozialbereich jetzt nicht so erkennen, klär mich mal auf.
    Etat für Soziales?


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    In Deutschland wird Leistung selten mit Geld belohnt. Das gesamte System würde sofort zusammenbrechen, wenn wesentliche Leistungsträger ins Ausland wechselten. Und die bekommen oft kaum mehr als 2.000 € brutto im Monat.


    Welche Gruppe soll das denn sein?
    In den Bereichen, die ich kenne, wird im allgemeinen Leistung immer noch mit Geld belohnt. Sicher gibt es Auswüchse und Ungerechtigkeiten aber im Grundsatz ist das immer noch so.


    Zitat

    "Neid" ist in vielen Fällen bloß vorgeschobenes Argument, um einer Debatte über die Lastenverteilung aus dem Weg zu gehen.


    Wieviel Steuern zahlt denn Dein 2k€ Beispiel im Vergleich zum 7,5k€ Beispiel?


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    Vermögen schafft jedenfalls selten Arbeit, sorry


    Vermögen nicht aber Geld bzw. Investment. Gerade bei inhabergeführten mittelständischen Unternehmen.

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    Original geschrieben von Pitter
    Endlich mal ne neue Bezeichnung für Banken, richtig kreativ. Gefällt mir sogar besser als Bankster, aber man sollte den Begriff besser in Anführungszeichen setzen, nicht dass da noch Verwechselungen vorkommen. ;)


    Du hast mich schon richtig verstanden, auch wenn es manche Sozialromantiker nicht wahrhaben wollen.
    Auch mir stinkt das mit den Banken gewaltig und es läuft auch einiges schief in anderen Dingen, wie z.B. Leiharbeit.
    Trotzdem ist für mich zum Beispiel klar, dass die USA Lehman damals besser hätten retten solllen.


    Ich versuche es mal anders:
    Ich persönlich müsste keine Vermögenssteuer bezahlen, da ich keine Millionen besitze.
    Trotzdem finde ich den Ansatz falsch, da mir bewusst ist, was Arbeit schafft.
    Ich wähle keine FDP. ;)