Beiträge von tobias2k

    Ich kann mich an ein solches Modell auch noch dunkel erinnern. Irgendwas vonwegen nur 2 Länder, 2 Produktionsfaktoren, 2 Güter etc.


    Ist alles sehr vereinfacht aber immerhin kann man das Modell halbwegs nachvollziehen :)



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    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Es gibt eine Grenze, wie wenig Sprit ein Auto verbrauchen kann. Und eine echte S-Klasse mit klassentypischer Motorisierung (>250PS) und Komfortmerkmalen wird nicht mit 5 Litern zu bauen sein.


    Wenn das doch angeblich gelungen sein soll, dann nur über Tricksereien des Fahrprofils, die später vom realen Kunden unter realen Bedingungen nicht zu erreichen sind.


    Bei der S-Klasse soll es sich um einen Bluetec Hybrid mit 2,2 Liter CDI und 20PS E-Motor handeln.


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    Bei dem Hybridmodul für die Limousinen handele es sich um einen scheibenförmigen Elektromotor, der auch als Anlasser und Lichtmaschine dient, heißt es. Er sorge auch für einen "Boost-Effekt", weil der das Verbrennungsaggregat beim Beschleunigen unterstützt. Zudem erlaube das Hybridmodul auf Kurzstrecken rein elektrisches Fahren und eine Statt-Stopp-Automatik für den Verbrennungsmotor.

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    Original geschrieben von Paradox_13th
    Da du so schön das Thema Globalisierung ansprichst mit den ganzen Facetten sage ich trotzdem mal danke für deine Quelle ( siehe Link ) worauf sich dein Wissen anscheinend bezieht.

    Der Link sollte mir nur etwas Schreibarbeit abnehmen. Ist auch gleich das 2. Ergebnis beim Suchbegriff Globalisierung.


    Zitat


    Der Bericht ist rund 624 Seiten (13,3MB) stark und sehr interessant mit all seinen Vor und Nachteilen.


    klick mich zum Downloaden

    Aufgrund des enormen Umfangs habe ich mir den Text nur auszugsweise durchgelesen. Mein Fokus lag dabei auf dem Arbeitsmarkt S. 201ff.


    In einem Punkt stimmt der Autor mit mir überein: Durch die Globalisierung findet eine Verlagerung der geringqualifizierten Arbeitsplätze in Schwellenländer statt, während sich die Industrieländer auf höherwertige Tätigkeiten wie F&E sowie die Herstellung qualitativ hochwertiger bzw. komplexer Güter konzentrieren (sollen). Danach tue ich mich etwas schwer damit, seinen Ausführungen zu folgen.


    Dies liegt u.a. in der meiner Meinung nach unzureichenden Berücksichtigung des Faktors Zeit. Der Autor stellt zwar die Notwendigkeit der Anpassung dar, gibt aber keinerlei zeitlichen Rahmen, in dem das zu schaffen ist. Zwar versucht er den erfolgreichen Wandel durch Statistiken bzgl. des Ausbildungsniveaus in Deutschland zu untermauern, fraglich ist jedoch, wie aussagekräftig diese Grafiken und Tabellen in Zeiten von Pisa und den Hilfeschreien der Industrie nach Ingenieuren und Fachpersonal sind.


    Weiterhin wird keine Aussage hinsichtlich der Konsequenzen einer unterschiedlichen Entwicklungs- bzw. Anpassungsgeschwindigkeit getroffen. Wenn ich bedenke, dass die chinesische Firma Jiangling bereits 2005 mit dem Landwind ein Auto auf den Markt brachte, dass für ~15.000 Euro quasi komplett ausgestattet war, finde ich das einerseits beeindruckend, andererseits auch wieder etwas beängstigend.


    Die Umwelt ist z.B. ein weiterer Faktor, der zwar jetzt nicht direkt was mit dem Thema zu tun hat aber in einer Diskussion über Globalisierung nicht unberücksichtigt bleiben sollte. Gerade in China und Indien werden unsere Konsumgüter unter absolut indiskutablen Bedingungen hergestellt. Weder auf Ressourcen noch Umweltverschmutzung wird Rücksicht genommen. Unterm Strich werden wir alle dafür die Zeche zahlen. Das aber nur mal am Rande.


    In Anbetracht der Tatsache, dass mit China & Indien zwei Völker mit jeweils über 1 Mrd. Bevölkerung ihren Teil vom Weltmarktkuchen abhaben wollen und den 2-stelligen Exportzuwachsraten, denke ich schon, dass man sich ein paar Gedanken machen sollte. Das Problem scheint auch die europäische Union erkannt zu haben. Nicht umsonst werden auf bestimmte Waren Strafzölle aufgrund von Dumpingpreisen erhoben.


    Weiter möchte ich das Thema an dieser Stelle auch nicht vertiefen, da hier im "1700-Euro-Auto" Thread nicht der richtige Ort ist. Ich denke mal, wir können uns darauf einigen, dass das Thema Globalisierung sehr komplex ist und die vielen Millionen kleiner und großer ineinandergreifender Zahnräder selbst von Volkswirten nicht vollständig erfasst werden können. Eine Schlußbilanz der Vor- (höhere Effizienz durch Arbeitsteilung und Spezialisierung) und Nachteile (Gefahren für die Industrienationen, Abhängigkeit von anderen Ländern, Umweltverschmutzung etc.) dürfte wohl kaum objektiv und vollständig zu ziehen sein.
    Ich für meinen Teil stehe der Globalisierung und deren Erzeugnissen wie z.B. dem Tata weiterhin skeptisch gegenüber.

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    Original geschrieben von Paradox_13th
    Interessant wie manche echt denken. Denk mal über den Posten nach warum die Konsumenten solche Produkte kaufen bzw. deren Hintergründe.


    Erstmal danke für das Kompliment ;)


    Als Gründe für den Kauf eines solchen Autos fallen mir spontan die Folgenden ein:
    1) Der Konsument hat kein Geld für ein teureres Auto
    2) Der Konsument will aufgrund des enormen Wertverlustes bei Automobilen nicht mehr Geld ausgeben, als unbedingt nötig


    Sicherlich gibt es noch eine Reihe von weiteren Gründen (Anfängerauto, Faible für die Optik, Neugierde auf dieses Fahrzeug, etc), die beiden genannten dürften jedoch ausschlaggebend sein.


    Zu 1): Am fehlenden Geld für ein teureres Auto sind zum einen die Mitnehmen-was-geht Einstellung des Managements als auch die zunehmende Globalisierung schuld. Das 1.700 Euro Auto ist nichts weiter, als ein Produkt der Globalisierung. Damit ich mir nicht die Finger wund tippen muss, verweise ich einfach mal auf DIESE Seite. Die Konsequenzen für die jeweiligen Bereiche der Volkswirtschaft sind ganz gut dargestellt. Einfach mal durchlesen.

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    Desweiteren passen sich erfolgreiche Firmen den Bedürfnissen der Kunden an durch Marktanalyse etc...


    Das ist korrekt. Dennoch ist ein derartiges Auto bei den hiesigen Löhnen einfach nicht zu dem Preis realisierbar. Personal- und Materialkosten gelten gemeinhin als die Kostentreiber im Automobilbereich. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sich die Personalkosten nicht nur direkt auf den Automobilbauer beziehen, sondern sich auch über die Zulieferer erstrecken.


    120 Euro Monatslohn in Indien vs. ~2000 Euro (brutto) hier in DE sind halt doch zwei verschiedene Dimensionen. Auch hier verweise ich nochmal auf den obigen Link ;)


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    Das Thema ist sehr komplex und hat viele Ursachen aber so wie du das geschildert hast ist es gelinde gesagt "zu einfach".

    Tu mir einen Gefallen und erleuchte mich, Meister :rolleyes:

    Ein Auto als Vertragszugabe kann ich mir nicht vorstellen. Um ein 1700 Euro Objekt als Gratisobjekt zu verhökern bedarf es entweder einer massiven Erhöhung der Provisionen seitens der Provider oder jeder Kunde bekommt eine ganze Batterie an Verträgen aufs Auge gedrückt.


    Nee, vorstellen kann ich mir das nicht. Aber wer weiß :rolleyes:

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    Original geschrieben von Braindead
    Na gut, man darf strenggenommen auch nicht einfach so in den Wald sch******. Wenn ich meine legal erworbene DVD gerne auf meinen Homeserver ziehe um sie zu streamen, dann mache ich das auch.

    Wenn du keine Probleme damit hast, geltende Gesetze zu brechen, sollte es dir ja auch nichts ausmachen, mit Hilfe entsprechender Tools die next-gen Discs von ihren Restriktionen zu befreien. Slysoft entwickelt ja bereits entsprechende Tools.


    Also wo ist das Problem?

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    Original geschrieben von Braindead
    Aber für welchen Preis ? Hast du gerne irgendwann einen Rückkanal der erstmal irgendwelche Lizenzschlüssel checkt und dann dem Player eine Freigabe erteilt ? Möchtest du nicht lieber selbst entscheiden mit welcher Hardware du das Produkt abspielen möchtest ?


    Vielleicht möchtest du auch das Medium irgendwann mal auf dem Homeserver ablegen um deine private Medienbibliothek abrufen zu können. und und und....

    Und wo ist der Unterschied zu heute? Du darfst doch schon jetzt kein Duplikat von kopiergeschützten Werken für den privaten Bedarf anfertigen.


    Du kannst dir somit weder heute (DVD) noch morgen (next-gen) ein legales Filmarchiv auf deinem Media-Server anlegen.

    Ich stehe dem Auto zwiespältig gegenüber. Auf der einen Seite folgt das Auto dem Trend zu kleineren, sparsamen & günstigen Autos auf, was die hiesigen Hersteller verschlafen haben. Auf der anderen Seite sehe ich im Falle eines Massenerfolgs ernsthafte Schwierigkeiten für unseren Automobilsektor.


    Unabhängig von der Produktkategorie führen in Billiglohnländern hergestellte Artikel zu Schäden in den sogn. Industrienationen. Gemäß dem Motto "Geiz ist geil" sieht kaum ein Konsument ein, ein ähnliches, in der Heimat hergestelltes Produkt zu einem wesentlich höheren Preis zu kaufen. Infolgedessen gibt es nur zwei Möglichkeiten für den heimischen Hersteller: Entweder selber in Billiglohnländern produzieren oder aufgeben. Beides führt zu einem Abbau von Arbeitsplätzen, was wiederrum zu einer verringerten Kaufkraft und damit zu weiterem Personalabbau führt.


    Zwar wird die Volkswirtschaft im jeweiligen Billiglohnland durch die dortige Produktion profitieren, unterm Strich jedoch dürfte der Verlust des Bruttoinlandsprodukts in den Industrienationen schwerer wiegen.