Beiträge von Marko

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ausserdem sind bei Laufzeitverträgen ohne Gerätesubvention die Tarife auch nicht besser.


    Und genau das ist der springende Punkt! Wenn der Kunde denselben Tarif, einmal mit und zu wenigen Euro mehr, einmal ohne Handy angeoten bekommt, welchen wird er wohl nehmen? Also entweder wird der Aufpreis entsprechend hochgeschraubt auf die Umlegung der tatsächlichen Handykosten, oder die Preise werden nur in Tarifen ohne Handy nennenswert gesenkt. Erst dann hat der Kunde wirklich zwischen beiden Varianten die Wahl.


    Wie siehts denn heute aus? Man geht zu dem Anbieter, der das gewünschte Handy am günstigsten anbietet. Die Tarife sind ja egal. Welch Irrsinn.


    Die sollen einmal einen fairen, transparenten und günstigen Tarif auflegen, der kein Handy bietet, sich aber dafür preislich entsprechend der gesparten Subs plaziert. Und in allen Details gute Preise bietet. Keine Blenderangebote, die einen Durchschnittspreis von 30+ CT ergeben. Keine kleinen bis großen Pakete, wo man eine Glaskugel braucht, um die künftige Nutzung abzuschätzen und demzufolge wierum bei einem effektiven Preis von 30 CT landet etc.


    Ich will einfach einen Tarif, bei dem ich nicht mehr Rosinen picken muss, um nicht aufs Kreuz gelegt zu werden. Ist das zuviel verlangt? Wir haben vier Anbieter, aber keiner ist Willens oder in der Lage, das Wenige zu bieten. Warum? Weil sie wissen, dass wir in der Mehrheit Lemminge sind, die sowieso nur aufs Handy schauen.

    Na, ob ich eine Auszahlung von 200 EUR bekomme oder einen entsprechenden Geräterabatt macht ja wohl keinen Unterschied. In jedem Fall zahlt man drauf, solange der Rabatt mit den Gesprächspreisen gegengerechnet wird und man das Handy auch nutzen und nicht nur anschauen will. Wie gesagt, es wird mit allem verrechnet, auch die Minuten und SMS abseits der Rosinen.


    Klar, die psychologische Komponente ist ein großer Faktor, und den will ich den Leuten ja nicht nehmen. Ich sehe bloß nicht ein, warum ich bei Base dann z.B. 25 EUR ohne Handy zahlen sollte, damit ein anderer 5 EUR für sein Handy bekommt, weil er meint, er bräuchte jetzt unbedingt eines "geschenkt". Dann hätte doch wohl jeder lieber für sich 20 EUR pro Monat ohne kreuz und quer Subventioniererei, und dazu noch z.B. günstigere SMS und Mobilfunkgespräche.


    Subs ja, aber entkoppelt von den Tarifen. Dann haben alle, was sie wollen. Solange Schubladenverträge aber noch ein dickes Plus einbringen, zahlt die Masse drauf. Wenn Schubladenvertrag einmal so gestrickt sein sollte, dass er dennoch die Kosten und einen akzeptablen Gewinn einbringt, ist alles im Lot. Also dann, wenn er sich schlicht nicht mehr rechnet im Vergleich zum Barkauf. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.


    Ziel muss sein, dass die Leute einen Mobilfunktarif des Tarifs wegen abschließen und nicht, um ein Handy "geschenkt" zu bekommen. Dann schauen sie auch vermehrt auf die Tarifdetails, was bislang leider völlig fehlt. Und das ermöglicht den Anbietern erst ihre Tarifdschungelpolitik von "ab" günstig bis uferlos überteuert (auch bei Base sind SMS zu teuer...) in den Markt zu drücken. Die wenigen Rosinenpicker fallen wohl kaum ins Gewicht. Die Masse weiß nichtmal, in welchem Tarif sie sich befindet! Und da stimmt doch was nicht, wenn man einen Vertrag abschließt und die Konditionen nichtmal ansatzweise kennt. Das Handy vernebelt offenbar den klaren Blick der Leute, anders kann man 69 CT-Preise der anderen nun wirklich nicht erklären. Und genau auf den Zug springt jetzt Base wieder auf.


    Anderes Problem: Wieso bieten manche Händler zu Base jetzt schon so hohe Auszahlungen oder gar Handys? Vielleicht, weil E+ die Verträge jetzt schon viel zu stark subventioniert? Wie teuer wären die Fremdnetzpreise, wenn sich E+ diese Spenden sparen würde? Ich hoffe, ihr merkt, worauf es mir ankommt...

    Regensburg Süd, Uni. Indoor nur, wenn die Fenster in Richtung der relativ weit entfernten Basisstationen zeigen. Da die Uni kaum Fenster hat, hängen die E-Plus-Plakate dort irgendwie sinnlos herum. Nicht umsonst haben die anderen Anbieter ihre Stationen näher an dem Beton-Campus.


    Auch bei mir Zuhause, Nähe Uni/Krankenhaus, indoor Nutzung unmöglich. Die Fensterfront steht genau 90 Grad zur nächsten Station (Funkturm). Würden sie eine Station zu D1 und o2 auf das nahe gelegene Wohnheim stellen, statt in der Gegend allein auf den falsch abstrahlenden und hohen Funkturm zu setzen (strahlt Südwest statt West), würde es problemlos gehen. o2 bringt bspw. bei mir fast Vollausschlag und versorgt vom Wohnheim aus nebenbei auch den südlichen Campus recht akzeptabel. Daher habe ich, wenn überhaupt, die viel weiter entfernte Station am AB Kreuz Regensburg (Pentling) als Zelle anstatt der des 50-100 m entfernten Funkturms. Die kommt aber nur schwach hier rein (Hügel dazwischen). Blöd gelaufen halt...


    Entlang der Autobahnen allesamt gut, biegt man bei Deggendorf ab und tuckert durch den Bayrischen Wald, schaut man besser nicht auf das mitunter viele Kilometer netzsuchende Handy. Es ist und bleibt halt ein Autobahn- und Städtenetz, was ja im Regelfall auch völlig ausreichend ist. Man braucht imho keine vier Netze in jedem hintersten Eck.

    Es bleibt aber dabei, dass es keine eigene DSL-Leitung gibt. DSL läuft über das reguläre Festnetzkabel, mit oder ohne VoIP. Um DSL nutzen zu können, braucht man demzufolge einen "echten" Festnetzanschluss.


    Solange der entbundelte Anschluss nicht generell geregelt ist, wird auch o2 nichts derartiges anbieten können. Es sei denn sie buddeln eigene Leitungen in die Häuser der Kunden.

    Es gibt den entbundelten Festnetzanschluss aber nicht, den wird vermutlich auch o2 nicht realisieren können, wenn es kein anderer bisher schafft. Oder sehe ich da etwas falsch? Die werden jedenfalls keine eigenen Leitungen in die Häuser buddeln.


    Es ist auch schwer zu realisieren. Eine DSL-Leitung ist nunmal nicht vorhanden, die man einzeln vermarkten könnte. Es handelt sich bloß um eine Frequenzsplittung des Festnetzkabels in Voice- und DSL-Bereiche. Man kann aber das mechanisch nicht vorhandene Zusatzprodukt nicht ohne das Grundprodukt verkaufen.


    Es sei denn man ermäßigt deren Festnetzpreis unter die eigentlichen Kosten, dann dürfen aber wiederum die echten Kunden mehr im Monat zahlen.

    Laß Dir bei der Bank auch Deine 8 EUR als Kredit ausrechnen oder mit nem Kreditrechner. Auch das reicht nicht für ein teureres Handy, um es dem Kunden für 1 EUR zu überreichen. Bei 10 EUR Aufschlag kommen wir der Sache näher.


    Klar, die horrenden Preise sind auch Ursache der Abzockerpreispolitik. Wer für ne SMS 19 CT verlangt, obwohl sie ihn weniger als einen Cent kosten dürfte (SMS ist ein Abfallprodukt des Datenkanals, ähnlich des Videotextes bei der Fernsehübertragung), ist nicht wirklich fair. Aber wenn der Kunde nunmal durch den fast ausschließlichen Blick auf den Gerätepreis vernebelt wird, sollte man den Nebel irgendwann einmal lichten. Dann dürfte dem nutzenden Kunden erst so richtig auffallen, wie er in quasi allen Mobilfunktarifen verarscht und abgezockt wird. Und wenn es dafür dann nichtmal ein Handy für lau gäbe, dann hat es sich mit den (in D. übrigens mickrigen) Umsätzen.


    Ich bin nicht gegen Subs, so sollte das nicht rüberkommen! Wenn sie angemessen sind (bei der derzeitigen Höhe der Sub von 200 EUR etwa 10 EUR) und KEINE Auswirkungen auf die eigentlichen Dienste und Preise haben, sind sie in Ordnung. Nur ist es leider nicht so bei Preisen bis 69 CT. Meine Hoffnung liegt auf den Discountern, wenn sie den Kunden klar machen, dass das Handy gegen einen bestimmten fixen Aufschlag zu bekommen ist, und sich an den Tarifen nix ändert (und auch intern nicht quersubventioniert wird).


    Wenn ich allerdings die Angebote für Schubladenverträge allein hier drinnen sehe, und die sich ja für den Käufer unterm Strich im Regelfall sehr rechnen, dann bestätigt das meine Sichtweise doch sehr. Hier läuft etwas falsch - und nicht nur in Einzelfällen, sondern im großen Stil. Und ein Teil der horrenden Gebühren verdanken wir sicher auch dieser falschen Subventionierungspolitik. Den Anbietern ist es nämlich egal, von wem die Kohle kommt, solange die Werte unterm Strich am Jahresende in Ordnung sind. Er schlägt seinen Zuschläg noch oben drauf und fertig. Und der Kunde sieht nur den einen EUR und stottert das Wunschgerät für paar EUR im Monat munter ab. Es kostet ja fast nix, zumindest nicht ihn...


    Und wenn ich hier lese, dass Base Plus nur 5 EUR Aufschlag kosten soll, und der Kunde ja erfahrungsgemäß das neueste Gerät haben will und kein Vorgängermodell, dann dämmert mir schon wieder, wohin die Reise geht. Denn wenn der abstotternde Kunde die einen 5 EUR zahlt, dann zahlt ein anderer die anderen 5 EUR. Im Ergebnis kostet diese Subventionierung also 5 EUR Aufpreis der Baseflat ohne Handy, die folglich dann für alle für 20 EUR angeboten werden könnte. Und schon schließt sich der Kreis hin zu den von mir kritisierten Tarifmodellen. Aber warten wir es ab, ob es wirklich so kommt und was für Geräte es dazu gibt.

    Wenn der Durchschnittsumsatz bei 20 EUR liegt, dann zahlen die Vielnutzer im Grunde die Handys der Masse, da sie prozentual an den Aufpreisen (nicht nur die GG ist dank Handysubs höher, auch die Nutzungspreise bis 69 CT!). Es wird also den wenigen Hauptnutzern genommen, um der Masse alle zwei Jahre neue teure Handys geben zu können. Hat für mich eher was von Sozialamt als von Marktwirtschaft.


    Jeder sollte sich das kaufen, was er sich leisten kann. Handys gibt es mittlerweile wirklich für jeden Geldbeutel, es muss nicht das 400 EUR-Handy für jeden sein. Wäre auch blöd, wenn jeder mit nem 7er fahren würde, bloß weil man den bei jeder Tanke für 1 EUR zum Benzinabo bekommt. Das ginge genauso, nur würden dann die Vielfahrer wiederum die teuren Schlitten der Masse subventionieren. Wäre das auf Dauer sinnvoll? Ich bezweifle das.


    Die "Schnorrer" beziehen sich auf die Einstellung vieler Leute, dass ein Handy heutzutage nur einen Euro kosten braucht. Und diese Einstellung erlebt man tagtäglich in deutschen Läden, und ist das Ergebnis der von den Betreibern gezüchteten Schnorrermentalität dank horrender Subs über viele Jahre. Und dabei kreide ich es nicht den Leuten an, dass sie das nutzen, sondern den Anbietern, dass sie so einen Unsinn erst ermöglichen. Die sollten sich meiner Meinung nach auf ihre Dienste (und das sind die Mobilfunkdienste, nicht das massenweise unters Volk bringen von überteuerten Elektronikgadgets) konzentrieren und den reinen Geräteverkauf denen überlassen, die sich damit auskennen.


    Wenn die Anbieter einen Neukundenpreis von 120 EUR ausweisen, Prepaidkunden fast nichts kosten, und Prepaid und Postpaid 50/50 ist, dann wird ein Vertragskunde mit 240 EUR subventioniert. Davon werden über 200 EUR auf das Gerät fallen. Wenn er also gut 9 EUR GG-Aufschlag zahlt, dann haut es hin, ansonsten wird es über die Gespräche finanziert. Nimmt man die üblichen 5 EUR an, wird der Rest über Gesprächskosten finanziert und das trifft prozentual den Vielnutzer härter. Wenn sich einer nun schon kein Handy bar leisten kann oder will, wird er wohl auch nicht gerade weit über die GG hinauskommen. Mit 5 EUR Aufschlag finanziert jedenfalls keiner sein Handy komplett. Laßt Euch mal bei der Hausbank nen Kredit auf zwei Jahre zu 5 EUR monatlich berechnen und schaut, wieviel die Bank Euch ausbezahlen würde und was für ein Handy man dafür bekäme. Die große Nachfrage an Schubladenverträgen zeigt doch überdeutlich, dass man dabei nen guten Schnitt machen kann. Demgebenüber steht dann allerdings die Zeche, die Seite der nutzenden Kunden zu deren Finanzierung zu tragen hat.