Das ist Unsinn, die Regulierungsbehörde hat die Aufgabe (!) reale Preise für Vorleistungsdienste festzusetzen. Sie haben sich daran am europäischen Vergleich zu orientieren und den Kosten, die tatsächlich für den Durchleitenden anfallen. Insofern wäre auch eine Kappung um 80 % möglich gewesen. Es geht darum, das, was die NB seit Jahren zuviel verlangen, zurückzustutzen, und nicht denen irgendwelche Margen abzunehmen. Wenn die sich primär über Anrufende finanzieren, ist das deren eigenes Versagen.
Und wenn woanders 5 CT Kundenpreis gehen, dann ist ein IC von 5-7 CT immernoch gut 50 % höher und mehr als gut bepreist! Sie haben 10 Jahre zuviel verlangt, warum denen also nochmals mehrere Jahre "Schonfrist" geben um weiter munter hinzulangen?
Man muss das im Verhältnis sehen, dass Mobilfunker das Festnetz für 0,6 CT mißbrauchen können, während es anders herum für dieselbe Leistung (ob vorwärts oder rückwärts ist für ein Gespräch egal) immernoch 15 mal so teuer ist. Wieso? Es gibt keine Rechtfertigung für so eine krasse Ungleichbehandlung. Insofern hat die BNetzAg meiner Meinung nach ihre Aufgabe nicht wahrgenommen, für gerechte Marktverhältnisse (zwischen Festnetz und Mobilfunk, nur darum geht es hier primär!) zu sorgen. Und das darf und soll sie nicht nur, das müsste sie nach dem TKG sogar. Komisch, dass sie gegenüber der Telekom stets weniger Hemmungen haben.
Es bleibt dabei, man wird in Deutschland in Sachen Mobilfunk auch weiterhin schlicht verarscht - und solange es auch noch Kunden gibt, die das gutheißen, wird das auch so bleiben.
Als nächstes soll die EU Druck machen, dass die SMS-Preise reguliert werden. Auch hier wird über Jahre gnadenlos abgezockt. Oder, noch besser, man sollte den nationalen Regulierern das Zepter aus der Hand nehmen und europaweit einheitlich regulieren. Da hätten alle mehr davon, jedenfalls alle europäischen Kunden. Denn die sind nicht so zaghaft.