Die Frage ist doch nicht alles oder nichts, sondern welche Maßnahmen sind notwendig, welche hilfreich, welche wirkungslos.
Der "harte Lockdown" hat gegenüber dem "Lockdown Light" keine nennenswerte Reduzierung gebracht.
Für mich ist das ein klares Indiz dass die geschlossenen Frisöre, Baumärkte, Möbelmärkte und selbst die Schulen kein signifikanter Treiber des Infektionsgeschehens sind.
Sehe ich anders. Ich denke die Nowcasting Zahlen des RKI ( https://www.rki.de/DE/Content/…jekte_RKI/Nowcasting.html ) zeigen recht gut, dass vor beiden Lockdownmaßnahmen jeweils die Reproduktionszahlen über 1 stiegen und danach jeweils (erstmal) wieder auf um 1 sanken.
Ich sehe das Problem eher darin, dass die Lage in Deutschland so unterschiedlich ist- teilweise sind auch die Unterschiede innerhalb der Bundesländer enorm. Für mich wäre daher eher nachvollziehbar, wenn z.B. die Rostocker sagen würden „Hey, warum müssen wir den Lockdown mitmachen, wenn es bei uns relativ entspannt ist“. Wobei trotzdem die Frage wäre, ob es eben wegen dem Lockdown auch in Rostock nicht schlimmer geworden ist. Oder ob die Rostocker sich sowieso vernünftiger als andere verhalten hätten und auch ohne Lockdown noch relativ niedrige Infektionszahlen hätten.
