Das Problem ist nicht nur die Reichweite, sondern auch die Haltbarkeit des Akkus, die durch diese zusätzliche Nutzung noch weiter reduziert wird.
Nur 10 kWh Kapazität von 1 Millionen Autos (von dereinst vielleicht 10 oder 20 Millionen, z.B. jene die einfach nur in der Garage bei den Senioren oder Firmen stehen) macht 10 GWh -direkt lokal zur Disposition-, was grob 1/4 der gesamten aktuellen Pumpspeicherkapazitäten in D entspricht.
Zudem hilft es ja auch schon, wenn die Netzbetreiber mit den Wallboxen dahingehend kommunizieren können, dass z.B. signalisiert wird, dass Ladevorgänge heute erst ab 23 oder 24 Uhr erfolgen sollen und Wallboxen darauf ggf. auch anworten können. Wenn dann auch nur ein Teil den Wünschen des Netzbetreibers folgt, hilft es trotzdem Lastspitzen zu glätten. Und bei den meisten E-Autos, die daheim an einer Wallbox hängen, wird es in der Regel egal sein, wann der Ladevorgang beginnt- ob nun um 18, 22 oder 2 Uhr.
Meine Zivildienststelle hatte im übrigen schon vor gut 30 Jahren einen Laststromtarif- da gab es fixe Zeit wo nur bis x kW verbraucht werden durfte vom gesamten Betrieb. Und die Zeiten war damals vorallem schon Mittags und am frühen Abend. Waschmaschinen und Trockner liefen dann meist außerhalb dieser Zeiten. Und ggf. wurden die von der eingebauten Überwachungsschaltung zuerst stromlos gemacht, ggf. als nächstes wäre die Großküche dran gewesen. Heute gäbe es da ja viel bessere Steuerungsmöglichkeiten...