Die 3 hatte ich aus der Anleitung meiner USR-Adapter... Asonsten hab ich Hier noch ganz interessante Infos gefunden:
Die Technik drahtloser Netzwerke
Auf Messen, in Meetingräumen oder in denkmalgeschützten Gebäuden sind drahtlose Netzwerke besonders interessant, denn entweder sind die Kosten für das Verlegen von Kabeln zwischen Server und angeschlossenen Rechnern unverhältnismäßig hoch, oder es ist gar nicht möglich, Kabel zu verlegen. In beiden Fällen wird man die mit 11 MBit/s gegenüber Ethernet um etwa den Faktor 10 niedrigeren Datenübertragungsrate gerne in Kauf nehmen. Die ersten Karten arbeiteten nur mit 1 oder 2 MBit/s brutto, aber auch das war für viele Anwendungszwecke ausreichend. Aber die Geschwindigkeiten steigen weiter. Für die Zukunft sind noch wesentlich höhere Raten als 11 MBit/s in der Entwicklung. Was denkbar ist, sieht man bei den Richtfunk-Produkten, die schon weit über 100 MBit/s erreichen.
Wireless LAN Karten sind meistens PC-Cards für den Einsatz in Notebooks. Es gibt aber von fast jedem Hersteller auch ISA- oder PCI-Karten. Von manchen Anbietern auch eine USB-Version. Bei den PC-Cards gibt es welche, die die Antenne integriert haben, wie die von Lucent (nicht ganz integriert - sie schauen einen oder zwei cm aus dem Slot heraus), und solche, die eine externe Antenne haben, z.B. RDC. Externe Antennen haben eine größere Reichweite, sind im Betrieb mit mobilen Notebooks aber auch unpraktischer. Entweder baumeln sie rum, oder man befestigt sie mit einem Klettstreifen an der Rückseite des Bildschirms. Das stört dann wieder, wenn man das Notebook in eine Tasche oder Koffer stecken will...
Die Verbindung zum Netzwerk geht über Access-Points. Das sind ungefähr zigarrenschachtel-großes Kästchen, die im Ethernet per Twisted Pair oder BNC eingebunden sind. Die drahtlose Komponente dieser Access Points ist bei vielen Herstellern dieselbe PC-Card, wie sie auch im Notebook zum Einsatz kommt. Bei den Produkten der meisten Hersteller können zwei oder mehr Notebooks auch ein Peer-to-Peer-Netzwerk ohne Ethernet oder Server aufbauen. Dazu konfiguriert man bei Xircom-Karten die "Domain" auf einen Wert unter 100. Bei Lucent-Karten ist der Parameter "Ad-Hoc Demo Mode" bei den Eigenschaften der Karte zu aktivieren.
Die Reichweite ist ein wichtiges Kriterium. Man kann sie allerdings nur sehr grob angeben. In Büro-Umgebungen beträgt sei je nach System 30 bis 100 Meter. Im Freien kommt man auch bis zu einem Kilometer weit. Mit einem sog. Aktiv-Modul realisiert Funklantechnik Patrick Paulus aber Reichweiten bis zu 5 km und in der Richtfunk-Variante sogar über 20 km.
Wenn Sie einen Bereich (Gebäude, Messestand, Lager) mit einem Wireless LAN ausstatten wollen, gibt es zur Planung der Access-Point-Standorte hilfreiche Tools, die normalerweise zum Lieferumfang der Karten gehören. Man kann einfach einen Access-Point irgendwo plazieren und sich dann mit einem Notebook um diesen Punkt herumbewegen. Ein Programm gibt permanent die Qualität der Verbindung zu diesem (und ggf. anderen) Access-Point an. Wenn Sie in den Bereich kommen, wo die Feldstärke zu stark nachläßt, plazieren Sie in dieser Richtung etwa so viel weiter den nächsten Access-Point. Für einen großen Messestand reichen normalerweise zwei, höchstens drei Access-Points aus, damit 50-100 Mitarbeiter einen Netzwerk-Zugang haben, um Notes-Datenbanken zu replizieren oder das Internet zu benutzen. Verschwenden Sie nicht zu viele Gedanken daran, daß dieses Verfahren nicht automatisch zur optimalen Plazierung und minimalen Anzahl der Zugangspunkte führt. Man sollte die Anzahl der APs sowieso lieber großzügiger als zu knapp planen.
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Techniken: Spread-Spectrum und Frequence Hopping. Da Funk-LAN-Karten mit unterschiedlichen Techniken sich nicht miteinander verständigen können, wurde der Standard 802.11 entwickelt. Heute arbeiten fast alle Produkte im 2.4GHz-Bereich. Aber auch die (noch nicht standardisierte) Frequenz 5.8 GHz kommt vor. RadioLAN bemüht sich um die Etablierung dieser Frequenz, die weniger störanfällig als 2.4 GHz ist (sein soll; auf jeden Fall gibt es bei dieser Frequenz keine Konkurrenz durch Mikrowellen, Bluetooth, HomeRF, HiperLAN usw.). Wenn Sie sich für ein drahtloses Netzwerk entschließen, sollten Sie die Unterstützung des 802.11-Standards verlangen. Bedenken Sie, was passiert, wenn der Hersteller Ihrer Karten sich entschließt, seine Wireless-LAN-Produkte nicht mehr herzustellen, Sie aber noch weitere Karten benötigen, weil mehr mobile Geräte integriert werden sollen.
Der Test in der Ausgabe 6/99 der c´t zeigte, daß es im standardisierten Bereich bei 1 und 2 MBit/s keine Probleme zwischen Systemen verschiedener Hersteller gibt. Lassen Sie sich ggf. Interoperabilität mit Produkten anderer Hersteller garantieren. Und bei Ralf Neumann finden Sie einen Praxisbericht über "Preiswertes Funklan mit dem Apple AirPort". Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß 802.11-Karten von Lucent, Artem und ELSA in einem Netzwerk mit Lucent- und ELSA-Access-Points zusammen funktionieren.