Welche Aktien kauft Ihr im Moment?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn

    Wenn man heute nen gut ausgesatteten A3 durchkonfiguriert, und dann den Preis in DM umrechnet, dann ist man schnell bei einem Preis, zu dem man zu DM Zeiten nen A6 bekommen hat.


    Manchmal hilft es ja, sich klar zu machen, dass es bei TT keine "Antwortpflicht" gibt. Mit ein bisschen nachdenken kommt man dann auch dahinter, dass die DM-Zeiten schon ein Weilchen zurück liegen und die Inflation die letzten Jahre keine Pause eingelegt hat... :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von ocb
    Also so sehr überbieten sie sich da auch nicht-nur im 0,x Bereich. ...



    Zugegeben "überbieten" ist hier die falsche Bezeichnung. Es geht auch gar nicht um den Zinsatz sondern eher um die Art und Weise, wie die Konsumbeauftragten der Autobauer gerade probieren an Geldmittel zu kommen.
    Nicht ohne Grund steht gerade am Eingang zum Kaufland eine fleißige Biene und verteilt bunte Zettel. Lässt darauf schließen, dass auch dort die Geldversorgung wackelt. Diese ist aber im Spiel, wo jedes Auto was vom Band läuft beim Konzern bezahlt ist, von existenzieller Notwendigkeit. Das viele der Autos in Wahrheit nur von der Tochter "Bank" bezahlt wurden, und nicht vom Verbraucher, interessiert da dann kurzfristig weniger. Fehler aus der Vergangenheit werden ohne Veränderung und ohne auch nur ansatzweise etwas gelernt zu haben im System wiederholt. Das Tagesgeld deckelt dies Spiel leider nur bestenfalls 12 Monate, danach steht das Auto immer noch als Konsumgut, welches nicht wirklich durch einen Konsumenten bezahlt ist, im Raum. Ob die Autobanken wohl auch in den Genuss der Bürgerbürgschaft kommen, wenn es eng wird? Wäre ja dann ja gleich mal eine nette Konsumanschubfinanzierung. Leider nur Anschub, ein stabiler Konsum müsste sich jedoch nachhaltig selber tragen. Leider glaubt mir ja nie jemand, dass "NUR" ein nicht fianzierter Konsum die Konjunktur wirklich trägt. Alles andere sind Spielereien zur Verlängerung der Wertschöpfungs- und Verbrauchskette bzw. Kreisläufe. Und ich darf mir dann immer die Predigt von "Konsum +Investitionen" zur Konjunkturbestimmung anhören. SCHWACHSINN!!! Denn wenn man mal ganz einfach denkt, muß auch hinter jeder wirtschaftlichen Investition wieder ein Konsument stehen. Spätenstens am Ende der Wertschöpfungs- und Verbrauchskette. Aber warum erzähle ich das hier überhaupt.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Wen interessiert bitte in der jetzigen Zeit, was die OPEC macht?



    MICH, und glücklicherweise auch einigen anderen, aber es wäre mir durchaus lieb gäbe es mehr Marktteilnehmer die verstünden, was dort wirklich abläuft. Es geht im Grunde gar nicht um die OPEC. Sondern dem Duopol aus OPEC und Russland. Russland kann es sich nicht leisten, dass der Ölpreis längerfristig unter 70$ absackt. Da dieses den nationalen Binnenhaushalt gefährden würde. Es kann sich aber auch nicht leisten, die Mengen bei den dringend notwendigen Devisenbringern selbst zur Preisstabilisierung zu verringern. Hier springen dann die "Freunde" von der OPEC ein. Leider nicht ohne Eigennutz. Der Preis kann da dann auch mal zweitranging werden. Nämlich dann, wenn man als Dank für die eigene Marktmengenanpassung vom Duopolpartner einen Technologietransfer zu erwarten hat. Einen Technoligietransfer den niemand auf dieser Welt wirklich gerne sehen möchte. Der Technologietransfer wie auch ein zusammenbrechender Haushalt in Russland wegen zu geringen Deviseneinnahmen aus Energielieferungen, beides gleichermaßen wichtige Eckpunkte in der internationalen Sicherheitspolitik. Bei Beidem könnten die jeweiligen nationalen Ordnungen ziemlich schenll ins Wanken kommen. Mit unvorhersehbaren globalen Folgen.
    Das Gleiche könnte übrigens auch passieren, würden wir heute sofort mittels Solartechnik auf den Dächern und Windkraft auf dem Meer unseren nationalen Energiebedarf schlagartig selbst abdecken, und beispielsweise Russland die lange Nase zeigen. Würde diesen Zusammenhang gerne einmal den wollsockenstrickenden Delegierten auf einem Parteitag der Grünen vom Podium aus erklären. Das Solarpanel und die Windkraftanlage als Auslöäser des dritten ultimativen Weltkonflikts. Leider hat sich ja Joseph Martin als einer der Wenigen die es verstanden haben dürften zusammmen mit Herrn Schröder von der "dunklen Seite der Macht" :D , der Gier, dem Geld und Eigennutz, verleiten lassen. Die dunkle Seite muss wirklich stark sein :D


    Dieses Duopol sollte schon alleine wegen der möglichen sicherheitspoltischen und nicht nur den wirtschaftspolitischen Zusammenhängen jeden interessieren.
    Zahlen in irgendeinem Chart sind eben nicht alles. Spätestens wenn dahinter aber auch noch der Technologietransfer als Schmiermittel zwischen nicht wirklich gefestigten Demokratien steht kann es kritisch und gefährlich werden! Und dies für JEDEN!




    Siemesanier


    PS:
    @auraes: Ich weiß, ich rede nur Blödsinn ;) Leider , oder doch zum Glück, ist die Welt vielerorts komplizierter als es ein zweidimensionales Koordinatensystem eines Charts auch nur erahnen lässt.

  • Zitat

    Original geschrieben von DelaCamp
    Manchmal hilft es ja, sich klar zu machen, dass es bei TT keine "Antwortpflicht" gibt. Mit ein bisschen nachdenken kommt man dann auch dahinter, dass die DM-Zeiten schon ein Weilchen zurück liegen und die Inflation die letzten Jahre keine Pause eingelegt hat... :rolleyes:


    Die Inflation hat keine Pause eingelegt, aber leider unsere Löhne.
    Deutschland war im Europa-Vergleich unter den Letzten was die Entwicklung der Real-Löhne angeht ....

  • Zitat

    Original geschrieben von DelaCamp
    Manchmal hilft es ja, sich klar zu machen, dass es bei TT keine "Antwortpflicht" gibt. Mit ein bisschen nachdenken kommt man dann auch dahinter, dass die DM-Zeiten schon ein Weilchen zurück liegen und die Inflation die letzten Jahre keine Pause eingelegt hat... :rolleyes:


    Laut Wikipedia hatten wir im Zeitraum 2002-2007 offizielle Inflationsraten im Bereich von 1,0% bis 2,3%, für den Zeitraum 12/2001 bis 06/2008 ergibt sich daraus eine Gesamtinflationsrate von ca. 9,9%.


    Neuwagen, vorallem in der Kompaktklasse und der Mittelklasse sind allerdings deutlich teurer geworden als "nur" 9,9%.


    Und auch bei Alltagsprodukten hab ich grösstenteils das Gefühl, das sie deutlich teurer geworden sind als "nur" 9,9%.

  • Siemensanier:


    Was hast du eigentlich immer mit deinen Charts?


    Die OPEC interessiert am Markt nicht mehr wirklich viel, d.h. den Preis bestimmt die OPEC immer nur kurzfristig. Langfristig spielen z.Zt. der sinkende Bedarf eine viel größere Rolle. Russland wird am Markt sowieso als unberechenbar eingestuft. Finde aber sehr interessant, wie hier auf einmal Spekulanten vollkommen ausgeklammert werden. Die OPEC und Russland können sich auch noch so anstrengen, gegen die Marktmacht kommen sie nicht an.


    cheers,
    autares

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Finde aber sehr interessant, wie hier auf einmal Spekulanten vollkommen ausgeklammert werden. Die OPEC und Russland können sich auch noch so anstrengen, gegen die Marktmacht kommen sie nicht an.


    cheers,
    autares


    Die Spekulanten werden nicht ausgeklammert. Sind aber bei meiner Schilderung ersteinmal sekundäres Stellrad. Primär steht der Erzeuger und sein Handeln. Die Spekus probieren dann sekundär vom primären Handeln zu profitieren. Wobei sie durchaus auch das primäre Handeln unterstützen oder auch verstärken können. Aber unterschätze die Stellung der Erzeuger nicht. Nicht nur Nachfrage, auch Angebot bestimmt bekanntlich den Preis. Und ginge es nach so einigen Hardlinern, würden sie lieber heute als morgen die alternde Milckuh schlachten und nicht weiter melken. Zu dumm nur, dass wir dabei das dumme Rindvieh sind.


    Russlands Handeln ist gar nicht so unberechenbar. Viele Entscheidungen eines Herrn Putin sind aus nationaler Sicht durchaus nachvollziehbar. Aus Internationaler jedoch einzig als hirnrissig und kontraproduktiv zu bezeichnen.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Finde aber sehr interessant, wie hier auf einmal Spekulanten vollkommen ausgeklammert werden. Die OPEC und Russland können sich auch noch so anstrengen, gegen die Marktmacht kommen sie nicht an.


    Die Spekulationen auf Rohstoffe sind gerade das Kranke am System. Deswegen finde ich auch das der Crash bis jetzt noch nicht schlimm genug war, als das die Spekulanten was gelernt hätten.


    Noch schlimmer wird es allerdings wenn es nicht Rohöl sondern Nahrungsmittel trifft. Dann verhungern in Afrika Menschen oder müssen durch Spendengelder unterstützt werden. Das führt dann dazu das unserer gut gemeinten Spendengelder zu einem nicht unwesentlichen Teil indirekt den reichen Spekulanten zuguten kommen und nicht den Bedürftigen. :mad:

  • Wenn die Börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer fast bei allen,
    aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!
    Leichter noch bei solchen Taten
    tun sie sich mit Derivaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.
    Wenn in Folge Banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen,
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, Bewohner müssen raus.
    Trifft's hingegen große Banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken -
    auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!
    Soll man das System gefährden?
    Da muss eingeschritten werden:
    Der Gewinn, der bleibt privat,
    die Verluste kauft der Staat.

    Dazu braucht der Staat Kredite,
    und das bringt erneut Profite,
    hat man doch in jenem Land
    die Regierung in der Hand.

    Für die Zechen dieser Frechen
    hat der Kleine Mann zu blechen
    und - das ist das Feine ja -
    nicht nur in Amerika!
    Und wenn Kurse wieder steigen,
    fängt von vorne an der Reigen -
    ist halt Umverteilung pur,
    stets in eine Richtung nur.
    Aber sollten sich die Massen
    das mal nimmer bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird bisschen Krieg gemacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Die Spekulationen auf Rohstoffe sind gerade das Kranke am System.


    Soviel dazu:


    500 v. Chr. wurden die ersten Terminkontrakte auf Oliven gehandelt. Die Motivation
    der Produzenten war es, sich gegen fallende Preise abzusichern, indem sie schon im Voraus den Preis der Oliven mit den Käufern vereinbarten. Gleichzeitig konnten sich die Warenabnehmer gegen steigende Preise absichern, falls eine Ernte ausgefallen wäre. Somit entstanden aber auch zum ersten Mal in der Geschichte Spekulationsgeschäfte...


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