ZitatOriginal geschrieben von matze929
Fahre ich 120-130 auf der rechten Spur habe ich teilweise kaum Möglichkeiten auf die linke Spur zu wechseln.
Probier's mal mit Tempo zwischen 140 und 160!
Astreines Tempo: Du behinderst wirklich fast niemanden und fast niemand Dich.
120 und 130 sind ein schwieriges Tempo, wenn kein Limit besteht. Die Diskrepanz zu höheren (zügig Fahrende) und niedrigeren (LKW, Wohnanhänger) Geschwindigkeiten ist zu groß. Das ist doch völlig normal.
Wenn ich 130 fahren will, muß ich damit leben.
Leider müssen schnellere aber auch damit leben, daß Herausscherende manchmal (übertrieben gesagt, aber veranschaulichend) wieder 5km brauchen, um nach rechts einzuscheren, nachdem sie überholt haben oder links bleiben, weil am Horizont ein Fahrzeug auftaucht, das größer ist als ihres. Die Kette, die sich dahinter bildet, braucht meist genau so lange, um sich aufzulösen, bis der nächste vorne wieder ausschert. Das Spielchen habe ich schon auf ABen mitgemacht und mir irgendwann gesagt "Leckt mich doch alle!", habe mich mit Tempomat hinter einen LKW gesetzt und mir das Schauspiel aus sicherer Entfernung angeschaut. Meist passiert das im Reiseverkehr. Im Berufsverkehr gibt es das merkwürdigerweise kaum. Da fahren sie alle viel flüssiger. Ich staune immer wieder, daß die morgens komplett volle A5 DA - F so flüssig läuft, daß man rechts 100, eine weiter links 120, dann 140 und links teilweise echt 180 fahren kann. Das klappt komischerweise. Aber nicht im Reiseverkehr! Da tauchen dann links die "Lahmen" auf.
Das Problem ist in meinen Augen vor allem, daß es die Leute nicht beherrschen, flüssig zu fahren. Alles geht einfach viel zu schleppend, weil man nicht schnell genug reagiert und tranfunselig hinter'm Lenkrad sitzt. Oder auf sein Recht besteht und es dem anderen verweigert. Weil man nicht imstande ist, vorausschauend zu fahren. Weil man auf den LKW dicht auffährt und einem dann blitzartig einfällt, daß man an dem ja vorbei muß und dafür nach links. Und huch, da fahren ja andere so schnell! Wo kommen die denn her? Das hat mal ein "Mitzivi" geschafft, in seinem 50 PS Ibiza. Der lief immer irgendwann 160, da er aber nie in den Rückspiegel schaute, fluchte er bei jedem LKW, den er zu spät überholen wollte. So mußte er jedesmal mit 95 nach links und brauchte Lichtjahre, um auf 130 zu kommen.
Mit anderen Worten: einige sind einfach unfähig, auf Autobahnen zu fahren. Das ist einfach so.
Das nimmt ihnen nicht das Recht, auf ABen zu fahren. Aber es ist kein Wunder, wenn das Gesamtsystem wegen dieser Leute dann nicht funktioniert. Wenn in einem Ameisenvolk einzelne ausscheren, dann geht alles schief. Würden alle zusammenarbeiten und sich an gemeinsame Regeln halten, bräuchten wir kein Tempolimit.
Genauso funktioniert das Gesamtsystem nicht, wenn es einzelne gibt, die ständig rücksichtslos viel zu schnell fahren und nicht bereit sind, ein Stückchen Autobahn abzugeben.
Leider kriegt man diese Masse an Autofahrern aber nicht unter einen Hut.
Mit ein bißchen mehr Verkehrserziehung NACH Erwerb des Führerscheins wäre viel geholfen.
"Der Siebte Sinn" müßte Pflichtprogramm für jeden Autofahrer sein. Genauso Nachschulungen und Fahrertrainings. Aber das verhindert die Autolobby ja. Da müßten zu viele Kunden ihren Lappen abgeben.