Meine Freundin hatte nen Unfall - wie seht ihr die Sache?

  • Ich aktualisiere mal eben diesen Thread:


    Im Moment schaut es so aus:
    Die Gegenpartei hat beim Amtsgericht ein Gutachten gefordert. Blöd nur, wenn das zu unseren gunsten ausfällt :D Den der Gutachter hat festgestellt, dass die Gegenpartei auf keinen Fall vorwärts gefahren ist, wie behauptet. Sie muss gestanden oder aber Rückwärts gefahren sein. Das kann man nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Fakt ist nur, die Gegenseite hat definitv gelogen.


    Nächste Woche bekommen wir hoffentlich die Endgültige Entscheidung, dabei ist das ganze jetzt fast 2 Jahre her.

  • Re: Re: Meine Freundin hatte nen Unfall - wie seht ihr die Sache?


    Na das ist ja gut für euch! :D Wie blöd - oder wirklich verwirrt - muß man sein sich so vehement zu wehren wie die Gegenseite wenn die Fakten und alle bisherigen Geschehnisse immer nur zu den eigenen Ungusten waren... da gebe ich lieber zu daß ich Mist gebaut habe, meine Versicherung reguliert es und fertig. Schlimm genug daß der Unfallgegener durch meine Schuld Scherereien hat, da führe ich den nicht auch noch ander Nase herum...


    Aber noch etwas anders:


    Zitat

    Original geschrieben von Rene F.
    wenn man die 35 Euro verwarnungsgeld (VG) vor ort bezahlt hat, ist das meiner meinung nach sehrwohl ein schuldeingeständnis. warum sollte man auch 35 euro zahlen, wenn man der meinung ist, nicht schuld zu haben?


    nebenbei ist der verwaltungsakt mit der zahlung vom VG abgeschlossen. d. h. vom ordnungsamt kommt nix mehr nach, von der polizei auch nicht. behördenseitig ist die sache also erledigt. und es wird schwer, der versicherung beizubringen, dass man an dem unfall garnicht schuld hat, wenn man schon das VG bezahlt hat.


    Ich war vor ein paar Monaten selber in der peinlichen Situation einen Unfall verursacht zu haben und bekam auch die 35 EUR "angeboten". Ich wußte nicht was ich tun soll weil da eben die widerstreitenden Interessen sind: zahlt man die 35 EUR ist die Sache seitens der Polizei erledigt und hat keinerlei weitere Folgen. Die eigene Versicherung könnte aber Ärger machen weil man mit der Zahlung ohne Not ein Schuldeingeständnis vorgenommen hat. In meinem Fall war es kein Problem, die Versicherung hat anstandslos gezahlt. Zwar war die Sachlage auch unumstritten und klar, aber trotzdem - wenn die einfach mal nicht gezahlt hätten mit der Begründung "klar ist es erst wenn wir das anerkennen..." Was dann?


    Deswegen: Wie soll man sich denn nun am Besten verhalten???

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Kein Mensch kann gezwungen werden vor Ort was zu bezahlen. Ich würde die Zahlung vorerst verweigern (dann dürfte ja was per Post kommen, oder man bekommt `nen Überweisungsbeleg mit?) und in der gewonnenen Zeit kann man sich bei Versicherung, Anwalt etc. beraten lassen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Kein Mensch kann gezwungen werden vor Ort was zu bezahlen. Ich würde die Zahlung vorerst verweigern (dann dürfte ja was per Post kommen, oder man bekommt `nen Überweisungsbeleg mit?) und in der gewonnenen Zeit kann man sich bei Versicherung, Anwalt etc. beraten lassen.


    Du wirst ja zu nichts gezwungen, sondern vor die Wahl gestellt. Man erklärt Dir daß Du entweder 35 EUR bezahlen kannst und die Sache dann erledigt ist, oder man schreibt eine Anzeige gegen Dich.
    In einer solchen Situation weißt Du aber nicht genau was sinnvoll und richtig ist, weil Du zum einen aufgeregt und "geschockt" bist, dazu sehr schuldbewußt als Unfallverursacher, und zum anderen kennst Du die Rechtslage nicht. Grundsätzlich ist Dir als Unfallverursacher natürlich daran gelegen daß Du mit der Zahlung schon vor Ort alle weiteren Ermittlungen verhindern kannst - nur willst Du ja auch keinen Trouble mit der Versicherung bekommen weil Du vorschnell Deine Schuld anerkannt hast.


    Hier in der Theorie sagt sich das immer leicht, aber vor Ort, wo Du eh in einer Ausnahmesituation bist und alles schnell beenden möchtest, die Polizisten auch zwischen den Zeilen vermitteln daß sie lieber keine Anzeige schreiben möchten (nur weil sie den Arbeitsaufwand scheuen oder weil sie Dir signalisieren wollen daß das besser für Dich ist...?) weißt Du dann wirklich nicht genau was Du tun sollst.


    Ich habe die 35 EUR bezahlt weil klar war daß ich das Bremsmanöver der Vorrausfahrenden übersehen habe, was soll ich da vertuschen? Es ist klar gewesen daß ich draufgefahren bin... Aber Du weißt eben nicht ob Du besser trotzdem schweigst und nicht zahlst, auch wenn es noch so eindeutig ist...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Re: Re: Re: Meine Freundin hatte nen Unfall - wie seht ihr die Sache?


    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Na das ist ja gut für euch! :D Wie blöd - oder wirklich verwirrt - muß man sein sich so vehement zu wehren wie die Gegenseite wenn die Fakten und alle bisherigen Geschehnisse immer nur zu den eigenen Ungusten waren... da gebe ich lieber zu daß ich Mist gebaut habe, meine Versicherung reguliert es und fertig. Schlimm genug daß der Unfallgegener durch meine Schuld Scherereien hat, da führe ich den nicht auch noch ander Nase herum...


    Nicht zwangswese :-)


    Ich hatte mal einen Rollerunfall, da ich rechts vor links nicht beachtet hab... Ist ja eigentlich klar, dass ich 100% Schuld bin. Allerdings konnte mein Vater anhand der Bremsspur (oder so, ist schon laaange her), beweisen, dass die Frau statt 30 50 gefahren ist, obwohl sie ebenfalls Rechts vor Links haette beachten muessen und sie wegen einer Hecke nicht sehen konnte, ob jemand von ihr aus rechts war. So hatte ich nicht alleine schuld und hab noch Schmerzensgeld bekommen, mit dem der Roller wieder repariert werden konnte... Und das, obwohl der Anwalt gesagt hatte, dass wir sowieso keine Chance haben.


    Zu dem Verwarnungsgeld: Was ist denn, wenn die Polizei nur muendlich verwarnt? Mir ist ein Bengel der den 1. Tag seinen Fuehrerschein hatte auf mein parkendes Auto gefahren, und da er so Panik hatte, weil er Papa's teueren BMW kaputtgemacht hat, meinten die Polizisten dann, damit waere er genug gestraft :-).
    Das hiesse doch dann, dass die Polizei schonmal vorentscheidet, wer Schuld hat, und wer nicht? Das kann ja nicht sein...


    Wenn man nicht bezahlt, bekommt man so eine Art Zahlungsaufforderung/Ueberweisung. Die auszustellen dauert allerdings...

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