Einen Gruß an alle TTler.
Ihr spekuliert doch so gerne, da hab ich euch doch nen leckeren Schmanckerl von heute morgen zu berichten. ![]()
Meine Freundin rief mich heute morgen gegen 6:10 Uhr an, sie hätte einen Unfall auf der in der Nähe liegenden Bundesstraße. Ich natürlich sofort hingepretzt um nach ihr zu sehen. Zum Glück ist ihr nix passiert. ![]()
Nun zum Hergang:
Sie fuhr gegen 6:05 Uhr auf der besagten Bundesstraße. Es war dunkel und es regnete. Meine Freundin fuhr die angegebenen 70 km/h wie erlaubt. Es regnete nicht stark, sondern es war er so ein leichter Nieselregen.
Sie sah vor sich ein Fahrzeug das scheinbar Rückwertsfuhr. Sie bremste (dank nicht vorhandenem ABS) und knallte dann dem vordermann mit ner schönen Wucht rein. Der Wagen der Dame schaut nach nem Totalschaden aus, denn die ganze Karosserie ist verzogen (sie konnte nichtmal mehr die hintertüre aufmachen). Der Wagen meiner Freundin sieht ebenfalls übel aus, ich schätze mal Reperaturen von knapp 2.000 €. Sie war natürlich fertig mit den Nerven, auch wenn ich das so flapsig hier erzähle ![]()
Problem:
Sie hat erstmal kein Auto. Soweit so gut, meins steht ja auch noch zur Verfügung.
Die Polizei die gerufen worden ist (ich war übrigens eher da als die Polizei) nahm den Schaden auf, meine Freundin ist die Schuldige und musste 35 € Verwarngeld bezahlen (ich hab extra nachgefragt ob die Bezahlung kein Schuldeingeständnis darstellt - wurde verneint).
Die Frau die Rückwärtsgefahren ist sagte mir gegenüber und auch gegenüber der Beamten sie sei Rückwertsgefahren, weil dort jemand an der Straße gelegen hätte mit nem Fahrrad. Nachträglich konnte natürlich keiner ausgemacht werden, war ja auch sehr früh. Gesehen wurde jedenfalls keiner in der Nähe.
Was meint ihr, welche Chancen hat sie bzw. wir? Da der Wagen nur ne Teilkasko hatte (12 Jahre altes Auto, aber gut lief er die ganze Zeit) würde sie auf ihrem Schaden sitzen bleiben. Ihr Versicherungsberater meinte, sie solle erstmal abwarten ob sich die andere Person melden würde (was sie sichelrich tun wird).
Sie geht heute Mittag wohl zum Anwalt (was ich ihr geraten habe), denn meiner Meinung nach muss man auf einer Bundesstraße nicht damit rechnen, das jemand rückwerts fährt, vor allem im Dunkeln, wo kleine Lichter sowieso kaum wahrnehmbar sind.
Wie seht ihr die Sache? Aus freundlicher Geste heraus habe ich natürlich die ältere Dame (mitte 50 schätz ich mal) nach Hause gefahren, sie hat während der ganzen Fahrt kaum was gesagt (evtl. Schock oder so).
Ich weiß meine Freundin wird ebenfalls ne Teilschuld kriegen, aber irgendwo sehe ich nicht ein, dass sie 100% schuldig ist.
Wie gesagt, sagt mal was ihr davon haltet?
Danke fürs lesen und posten ![]()
Dominik