Völlig OT: Frage zu einer (220V?)-Lampe in einem Wecker

  • Eigentlich gehörts als völlig off topic - Thema eher ins Geplauder, aber ich dachte mir, dass sich hier wohl eher die Elektro- und Elektronikfreaks dieser Welt treffen... :D


    Folgendes: Ich habe dieser Tage auf dem Flohmarkt einen alten, aber sich in erstaunlich gutem Zustand befindlichen Braun-Wecker erstanden. Das Teil muß aus den späten 70ern/frühen 80ern stammen, wird mit Netzstrom angetrieben, ist analog mit durchlaufender Sekunde und hat unten bei der 6 eine dauerleuchtende Lampe. Hierbei handelt es sich um so ein rötlich schimmerndes Teil, welches recht aufgeregt vor sich hin zappelt. Erinnert mich an diese unsäglichen Kerzenlampen, die im letzten Jahrhundert mal in waren und die auch so vor sich hin flackerten. Das Ding hat einen Durchmesser von vielleicht 5mm, ca. 1cm lang, und drin sind zwei kleine Metallstäbe und vermutlich irgendeine Gasfüllung, die dann halt leuchtet bzw. flackert. Das Teil scheint mir direkt am Strom zu hängen, so wie überhaupt das ganze Gerät kein Netzteil zu haben scheint, sondern halt direkt mit 220V arbeitet.


    Hier mal zwei Bilder:


    Klick
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    Das rote Kabel links im Bild ist direkt mit dem Kontaktklemmen verbunden, wo der Saft von außen ankommt (graues Kabel rechts), lediglich einer der beiden Drähte hat noch diesen kleinen Widerstand dazwischen.


    Ich bin nicht sicher, ob das so gedacht ist, dass das Teil so flackert, oder ob das einfach eine Alterserscheinung ist. Jedenfalls möchte ich das Teil gerne austauschen.


    Weiß zufällig jemand, ob es heutzutage sowas noch gibt, und wenn ja, wo? Bringt natürlich nur was, wenn eine neue Lampe dann nicht auch so rumflackert. Irgendwelche weißen LEDs, die man da dranhängen könnte, wird es vermutlich nicht geben... :D <brzzzzllllbrzzzzlllll> :D


    Also, wer möchte mir beim Projekt "Weckerumbau" mit Tipps unter die Arme greifen? ;)

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Moin BB007!


    Das Teil ist eine sogenannte "Glimmlampe", die mit einer Edelgasfüllung arbeitet. Der Vorwiderstand ist wichtig!
    Solche Teile gibts z.B. bei Conrad Electronic ...


    Das Flackern ist nicht unbedingt eine Alterserscheinung - das kann eigentlich bei Glimmlampen immer mal vorkommen. Bei den von Dir erwähnten Kerzen ist das Flackern sogar erwünscht ;)


    Eine LED an 220V zu betreiben, brauchst Du etwas mehr Aufwand - dazu habe ich im Forum electronicwerkstatt.de was gefunden ;)


    Hoffe, Du kommst damit klar ...


    Gruß, Diet

  • Na das hilft mir doch schon mal ordentlich... :top: :D


    Wenn ich mir die Glimmlampen bei Conrad anschaue, dann sehe ich da zum einen welche mit einem Gewindesockel (die gehen natürlich offenkundig nicht), dann solche wie z.B. die fünfte von oben, bei der irgendwas von Zünd-, Brenn- und Anschlußspannung dasteht (die funktionieren vermutlich auch nicht), und solche, bei denen dabeisteht, dass sie ohne Vorschaltgerät (aber mit Vorwiderstand) funktionieren. Und so eine müsste es dann wahrscheinlich sein, richtig?

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  • Solche kleinen Glimmlampen sind z.B. auch in beleuchteten Scháltern an Steckdosenleisten oder in manchen dimmbaren Lichtschaltern eingebaut.
    Flackern tun die meisten nicht, einige aber auch schon von Anfang an (wie bei der Steckdosenleiste mit der mein PC angeschlossen ist).
    Kaputt ist die also nicht unbedingt, auch nicht alle alten flackern, mein Klappzahlenwecker aus den 70ern leuchtet noch schön gleichmäßig.
    Es gibt aber bei COnrad eine Vorschaltplatine mit der du eine LED an 220V betreiben kannst; ist eine kleine Platine auf der eine dicker roter Widerstand sitzt. Vielleicht kann man da dran statt der roten wie im Katalog auch eine weiße LED hängen. :)

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    (stephen stills/ buffalo springfield "for what its worth" 1966)

  • Hab mir die Vorschaltplatinen bei Conrad gerade mal angeschaut. Die mit dem fetten roten Widerstand wird für den Einbau in den Wecker zu groß.


    Aber was ist mit diesen beiden hier:


    Klick
    Klick


    Sehr viel kleiner; sollte problemlos passen. Was ist da der Unterschied zu dem Teil mit dem großen Widerstand? Und was ist der Unterschied zwischen diesen beiden? Das eine ist für normale LEDs, das andere für "Low Current" (also Niederspannungs-) LEDs. Dürfte doch egal sein, oder? Hat eine Niedervolt-LED Vor- oder Nachteile in diesem Zusammenhang hier? ;)

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  • Die Links funzen nicht, Kay. ;)

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • Bei mir schon... wahrsch. SessionID...


    edit: Kriegs leider nicht anders hin. Bitte in der Suche bei conrad.de oben "Vorschaltplatine" eingeben. Da kommen dann genau 4 Produkte. Das Erste ist das Teil, was victor meinte (mit dem großen roten Widerstand), und die unteren beiden sind die kleineren, die ich oben verlinken wollte.

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  • Die beiden kleineren Vorschalt platinen kannte ich ja noch gar nicht. Wo jetzt aber speziell bei den beiden der Unterschied sein soll, kann ich nicht so ganz sehen, Low-Current steht bei beiden mit dabei.
    Technisch passen dürften die schon. :)
    Hast du eine Conrad-Filiale in deiner Nähe? Die Mitarbeiter in der Elektronik-Bauteilabteilung wissen oft erstaunlich gut Bescheid, auch was mit was zusammenpaßt. :)

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  • Ja, fahre morgen (falsch - heute :D ) nach Stuttgart rein und werde dort mal die Elektronik-Skills des Verkaufspersonals auf die Probe stellen... :D


    BTW: Wenn man sich für absolut amateurhafte und nur sehr gelegenheitliche Bastelarbeiten ein simples Multimeter kaufen will (max. ca. EUR 20): Würdet Ihr eher ein digitales oder ein "old school" analoges Modell nehmen? Die haben bei Conrad für unter 20,- drei digitale und zwei analoge Multimeter - von den Funktionen her haben sie eigentlch alle mehr, als ich jemals brauche... ;)

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  • ich würde digitale nehmen ;) Lassen sich doch viel schneller ablesen, keine empfindliche Mechanik usw.


    Dabei darf man sich dann natürlich nicht davon ablenken lassen, dass die 225,35 V die es vielleicht anzeigt nicht wirklich genau soviel sein müssen sondern der tatsächliche Wert durchaus 3% abweichenkann :D

    Viele Grüße
    Martin

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