Diesel wird teuer, aktuell 150,9 cent/l

  • diger: Du machst es Dir ganz schön leicht und gehst zu sehr von Dir aus.
    Mobilität zu jeder Zeit ist auch ein für die Wirtschaft bedeutendes Element.
    Und es geht nicht immer nur darum, bequem von A nach B zu kommen, sondern auch in einer bestimmten Zeit. Und nicht immer nur alleine, sondern auch mit anderen Personen und Gepäck.
    Ein Auto ist nicht reine Bequemlichkeit. Es ist es viel zu oft, aber eben nicht grundsätzlich.
    Wenn etwas muss, geht es meistens auch. Der Mensch ist zum Glück anpassungsfähig und kann improvisieren. Aber dass nicht immer alles möglichst spartanisch sein muss, das ist ebenfalls eine der Errungenschaften unserer Gesellschaft. Sicher bringt das auch negative Auswüchse mit sich, weil wir es ja immer übertreiben müssen.
    Aber Deine Art der Darstellung finde ich genauso extrem.


    Verzichte doch mal selbst ein paar Wochen auf Dein Auto. Um was wetten wir, dass Du Dich freust wie ein Schneekönig, wenn Du wieder fahren darfst. Und das nicht aus reiner Bequemlichkeit.


    Schlepp mal Getränkekästen kilometerweit! Hol mal Dein Kind zu Fuss vom Kindergarten ab, wenn Du dann nur noch 10 Minuten Zeit hast, um auch noch pünktlich zur Post zu kommen! Es gibt etliche Beispiele.


    Richtig und wichtig finde ich, dass man mehr abwägt und öfter verzichtet, wenn man wirklich zumutbar verzichten kann. Von daher geht Dein Posting imho in die richtige Richtung, schiesst aber übers Ziel hinaus.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Jochen,


    Du hast mich glaube doch falsch verstanden. Ich will auch nicht auf das Auto verzichten (das habe ich auch geschrieben).


    Auch gibt es einige wenige, die geschäftlich mit einem Dienstfahrzeug zu bestimmten Zeiten irgendwo sein müssen. Die interessiert aber der Preis an der Säule wenig.


    Mir ging es um die private Anschaffung eines Fahrzeuges. Und sorry, aber es gibt immer einen, wenn auch unbequemeren Weg, zur Arbeit zu kommen.


    Es ging mir um das Argument, das einige ohne Auto nicht zu Ihrer Arbeitsstätte kommen könnten.


    Aber interessant Dein Einwand mit dem Kindergarten. Früher war das normal, das man 3-4 km zum Kindergarten zu Fuß ging. Und die Leute hatten eigentlich früher deutlich weniger Freizeit als heute. Wir setzen uns nur oft genug einem künstlichen Zeitdruck aus.


    Das wird ja auch immer gerne als Argument bei den Rasern benutzt; also das mit der Zeitknappheit. Auf die Idee, einfach mal was früher los zu fahren, scheint keiner mehr zu kommen.


    Nein, also so einfach ist das wirklich nicht. Aber wir (und wie schon gesagt nehme ich mich da nicht aus!!!) sind einfach nur bequem geworden.


    Ach ja, übrigens waren Vertreter früher oftmals auch nur per Bahn unterwegs, und mussten auch zu bestimmten Zeiten bei einem Termin sein. Und das auch mit Gepäck und Musterkoffern.


    Also nochmals (in der Hoffnung, Du liest nicht nur die ersten 3 Zeilen :D ): Ja, ich will auch nicht auf das Auto verzichten wollen. Aber im Grunde kann man sehr wohl ohne Auto auskommen.


    Es ist lediglich unsere Bequemlichkeit, die uns vor der Autolosigkeit bewahrt. Und daher bleibt ein Auto ein Luxus, den man sich gönnen kann, aber nicht muß.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Naja, aber mit der "früher-ging-es-auch-anders"-Argumentation kann man natürlich jedem technischen und/oder gesellschaftlichen Fortschritt beikommen. Früher ging es auch ohne Narkose, früher ging es auch ohne Handy, früher ging es auch ohne Menschenrechte. ;)


    Dennoch denke ich, daß du im Kern einen richtigen Ansatz vertrittst, denn wenn erst einmal der Druck hoch genug ist, wird keiner mehr umhin kommen, seine Position oder sein Handeln zu überdenken.

  • Das sollte jetzt kein "Früher war alles Besser" Beitrag werden. :D


    Mir ging es wirklich nur darum zu zeigen, das es sehr wohl geht, und ohne Auto nicht das Abendland unter geht :D


    Das ganze ist halt eher eine Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Schmerzpegel bezogen auf die Unkosten.


    Und letzteres ist halt noch lange nicht erreicht.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • 15:10 C-Oil nach NYMEX Eröffnung erstmals über 128$. Ein weiterer Widerstand wurde durchbrochen und massive Anschlusskäufe ausgelöst.


    14:45 Ölmärkte technisch noch fester. ICE G-Oil und NYMEX C-Oil durchbrochen erste Widerstände, siehe Charttechnik. Als Impulsgeber wird der schwache Dollar genannt.


    Nun schießen die Preise wieder hoch. :(

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Das mit dem Rasen kann ich bestätigen, aber es ist tatsächlich weniger geworden in den letzten Tagen. Es fahren jetzt so ca. 20% der PKW unter 130, und 80% darüber. Ich fahre früh morgens zur Arbeit, wenns noch schön leer ist, und da ist eben Action angesagt. Und nicht nur die Vertreterkarren, sondern auch der ganze traurige Privatrest älter als 10 Jahre, also die E36, W124, Golf3 etc, die meinen, mich scheuchen zu müssen, weil ich Tempomat 130 fahre.

    Stur nach Tempomat 130 km/h zu fahren nur weil das mal jemand als Richtgeschwindigkeit definiert hat ist sicher nicht die spritsparendste Art der Fortbewegung, auch wenn es Schlimmeres gibt.


    Sinnvoller wäre es die Strecke auszunutzen (klappt besonders gut wenn man die Strecke kennt), also bei Gefälle beschleunigen und auskuppeln und ruhig 160 km/h fahren dafür sich bei Steigungen ruhig mal auf 100 km/h zurückfallen lassen.


    Dann hast du immer noch deine geliebten 130 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit aber nochmals etwas geringerem Spritverbrauch.


    Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Für Autobahnfahrten bietet sich an, die schmalstmöglichen Reifen zu wählen, glatte Radkappen, Abbau der Dachreling (du hast ja einen Kombi), und wenn etwas Nerv auf Basteln besteht, könnte man versuchen, den Unterboden besser zu verkleiden. Evtl gibts da Gleichteile von Facelift-Modellen, wo solche Konzepte schon umgesetzt sind.


    Die schmalsten Teerschneider sind genauso unbrauchbar wie die breitesten Prollschlappen. Es gilt immer sinnvolle Kompromisse zu wählen. Sehr schmale Reifen sehen zum einen schei*e aus, und zum zweiten wirds dann bei höheren Geschwindigkeiten zum Beispiel in Verbindungen mit Spurrillen erst unbequem und geht auch zu Lasten der Geschwindigkeit.


    Was Kombis angeht sollte man Dachboxen und Dachgepäckträger auf jeden Fall runternehmen wenn man sie nicht braucht. Aber ich denke das machen eh alle Leute. Und wenn man jemand am Sonntag um 21 Uhr aus dem Wochendurlaub zurückkommt und dann um 7 Uhr am nächsten Tag wegfahren muss, ist es schon verständlich wenn man da erstmal was anders Macht und das Ding erst in 1-2 Tagen demontiert.


    Was die Dachrealing ansich betrifft muss man es schon wieder etwas differnenzierter sehen. Für Laien ist da die Montage und die Demontage nicht ganz einfach. Wer sie nicht nutzt braucht eigentlich eh keine Dachrealing, und wer sie häufiger nutzt wird wohl nicht jedesmal wegen ein paar Cent Ersparnis das die Dachrealing montieren und demontieren wollen, und auch noch das Risiko eingehen dabei n paar Kratzer zu verursachen.


    Zitat

    Original geschrieben von brasax
    Der ADAC hat mal gesagt, im ersten Gang Vollgas und schnell hochschalten, da dann die Drosselklappe komplett offen ist und der Motor effektiver (im ersten Gang arbeitet). Stimmt das nicht mehr?


    Das war vorallem bei den alten Vergasermotoren wichtig, und auch noch bei den MPI Motoren gültig, aber bei den neuen FSI und TDI Motoren, die ja ohnehin nur Luft ansagen und zum Teil garkeine Drosselklappe mehr haben muss man nicht Vollgas geben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    also bei Gefälle beschleunigen und auskuppeln


    Wozu auskuppeln? Erstens habe ich dann weniger Bremswirkung, zweitens spart Schubabschaltung mehr!
    130 Schnitt ist etwas anderes als Tempomat 130, rein vom Fahren her. Ich denke nicht, dass es ihm um den Schnitt geht. Den schafft man meist auch mit Tempomat 130 nicht, da man die nicht durchgehend fahren kann.

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  • Inzwischen sind wir übrigens fast bei 129$/Barrel.


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  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Stur nach Tempomat 130 km/h zu fahren nur weil das mal jemand als Richtgeschwindigkeit definiert hat ist sicher nicht die spritsparendste Art der Fortbewegung, auch wenn es Schlimmeres gibt.


    Das mache ich zur Selbstzügelung, sonst würde ich nämlich 160-180 fahren.

    Zitat


    Sinnvoller wäre es die Strecke auszunutzen (klappt besonders gut wenn man die Strecke kennt), also bei Gefälle beschleunigen und auskuppeln und ruhig 160 km/h fahren dafür sich bei Steigungen ruhig mal auf 100 km/h zurückfallen lassen.


    Nein, ist es nicht. Insbesondere Auskuppeln ist quark.

    Zitat


    Dann hast du immer noch deine geliebten 130 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit aber nochmals etwas geringerem Spritverbrauch.


    ebenfalls nein.

    Zitat


    Es gilt immer sinnvolle Kompromisse zu wählen.


    Es geht nicht um einen Kompromiss, sondern um bedingungsloses Spritsparen. Da ist kein Platz für prollige 205er auf einem Kleinwagen.

    Zitat


    Sehr schmale Reifen sehen zum einen schei*e aus,


    ...und wiedermal ist der Sprit für Dich noch zu erschwinglich...

    Zitat


    und zum zweiten wirds dann bei höheren Geschwindigkeiten zum Beispiel in Verbindungen mit Spurrillen erst unbequem


    nein, im Gegenteil, erst mit Breitreifen fährt man wie auf Schienen in den Spurrillen

    Zitat


    und geht auch zu Lasten der Geschwindigkeit.


    Im Gegenteil, mache 40mm schmalere Reifen drauf, und fahre locker 10-15km/h Endgeschwindigkeit schneller. Natürlich nicht von Tempo 150 auf 160, sondern bei Tempo 200 werdens dann 210-215, wenn Luftwiderstand extrem wichtig wird.


    Zitat


    Was die Dachrealing ansich betrifft muss man es schon wieder etwas differnenzierter sehen. Für Laien ist da die Montage und die Demontage nicht ganz einfach.


    Das macht dann die Werkstatt. Wenn für die halbe Arbeitsstunde kein Geld da ist ->Sprit zu billig.

    Zitat


    Wer sie nicht nutzt braucht eigentlich eh keine Dachrealing,


    ist aber bei vielen Kombis von Werk aus drauf


    Zitat


    und wer sie häufiger nutzt wird wohl nicht jedesmal wegen ein paar Cent Ersparnis das die Dachrealing montieren und demontieren wollen,...


    für ein paar Cent? Wiedermal Sprit zu billig, weil so eine Dachreling kann bei Autobahntempo schonmal einen viertel- bis halben Liter kosten.


    Zitat


    Das war vorallem bei den alten Vergasermotoren wichtig, und auch noch bei den MPI Motoren gültig, aber bei den neuen FSI und TDI Motoren, die ja ohnehin nur Luft ansagen und zum Teil garkeine Drosselklappe mehr haben muss man nicht Vollgas geben.


    Jeder Benziner hat eine Drosselklappe, nach wie vor.
    Und es geht nicht nur um die Drosselklappenverluste, sondern darum, den zur Verfügung stehenden Brennraum mit der maximalen Menge Gemisch zu füllen, da die Reibungs- und Wärmeverluste konstant sind (hubraumbezogen), also der Wirkungsgrad steigt, wenn man mehr Mitteldruck ("Arbeit") aus dem Prozess entnimmt bei gleichbleibenden Reibungs- und Wärmeverlusten.

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