ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Sencer
Du stellst zwei völlig unzusammenhängende Dinge nebeneinander und behauptest es gebe einen Zusammenhang. Die zweite Aussage mag richtig sein (bezgl. Annäherung - denn je mehr Geld in den Bundesstaaten versenkt wurde für den Wahlkampf umso ausgeglichener schien der Stimmenanteil zu sein, also Richtung 50-50). Aber wieso soll das der ausschlaggebende Punkt für die Wahl Kohls gewesen sein? Halte ich nicht für plausibel, wurde er doch zu Anfang seiner Regierungszeit eben mehr belächelt als ernst genommen.
So etwas habe ich nicht gesagt. Ich sprach von Demonstrations von Führungsqualität, nicht dem nebelschwadenhaftigen Wort "Führungspersönlichkeit". Kerry hat sich sehr lange sehr ruhig verhalten (nicht annähernd so geschimpft und ständig alles schlecht geredet wie Stoiber). Und wenn er Bush kritisiert hat (und zwar immer ohne Panik heraufzubeschwören im Gegensatz zu Stoiber), dann hat er auch ganz klare Punkte genannt was er ändern möchte (ebenfalls im Gegensatz zu Stoiber).
Dieser Eindruck wurde zwar scheinbar erfolgreich erzeugt, ist aber für mich nicht den Tatsachen entsprechend. Wenn man sich bspw. Kerrys Reden anschaut bezgl. des Irak-Kriegs (bis zurück zu 2002; es gab letztens Ausschnitte im Rahmen einer Doku auf Phoenix), dann ist es eine konsequente, differenzierte Position die sich nicht geändert hat und die von einem Weltverständnis zeugt welches der Welt angemessener erscheint als die Gut-Böse Dichotomie von Bush.
1) Ich habe es nicht bestritten 2) Ist es nicht die Frage um die es hier geht ob sie "mehr mit ihm anfangen können" 3) Es ist auch nicht die Frage wie gut du oder ich "das amerkanische Volk kennen" (ziemlich vermessen so etwas zu behaupten).
Meiner Meinung nach ist die Ananlyse im BBC Artikel sehr treffend, aber darauf gehst du mit keinem Wort ein und begibst dich statt dessen auf irrelevante Seitenpfade und legst mir Worte in den Mund.
Ich vermute aber, das war sicher nur ein Mißverständnis deinerseits...
Entschuldige, aber du hast nicht in Ansätzen verstanden, was ich sagen will?! Es spielt weder eine Rolle, wieviel ein Kandidat ausgibt, noch spielt es eine Rolle, welche Programme er auferlegen will. Der Medianwähler (und diese Gruppe war in den USA bei dieser Wahl sehr gross) entscheidet nicht nach "harten" Kriterien, sondern nach weichen (und dies ist eben z.B. wie religiös der Kandidat ist). Und genau das war bei Kohl der Fall. Es wird nach Alternativen gesucht, die einfach nicht vorhanden sind. Demnach wählt man den Kandidaten, den man symphatischer findet, den die Mutter wählt oder der mehr Charisma besitzt.
Wie gesagt, Kerrys Meinung mag differenzierter sein, sein ständiges Hin und Her (man beachte sein Abstimmungsverhalten der letzten Jahre) zeugt eben nicht von Führungsstärke. Amis lieben die starke Hand und einen, der zu seinem Wort steht (deswegen übrigens auch die immer noch anhaltende Argumentation Bushs, es gäbe im Irak Massenvernichtungswaffen).
Ferner habe ich nicht gesagt, dass du bestreitest, dass Bush beliebter ist als Kerry, sondern habe dich gefragt! Es geht allerdings sehr wohl darum, ob der Amerikaner mehr mit kerry oder Bush anfangen kann, aus den nämlich oben angegebenen Gründen. Welche Wahlaussage ist schon "ich finde Religion super"? Das wirst du kaum in ein Programm hineinschreiben können. Stattdessen wird der Medianwähler über ein Vehikel angesprochen, dass ihm selber wichtig ist, politisch dagegen gar keine Bedeutung hat. Und was wäre gewesen, wenn Kerry im Wahlkampf jeden Sonntag in die Kirche gegangen wäre und allabendlich gebetet hätte?
greetz,
autares