Die Wahl in den USA - wer wird Präsident?


  • Entschuldige, aber du hast nicht in Ansätzen verstanden, was ich sagen will?! Es spielt weder eine Rolle, wieviel ein Kandidat ausgibt, noch spielt es eine Rolle, welche Programme er auferlegen will. Der Medianwähler (und diese Gruppe war in den USA bei dieser Wahl sehr gross) entscheidet nicht nach "harten" Kriterien, sondern nach weichen (und dies ist eben z.B. wie religiös der Kandidat ist). Und genau das war bei Kohl der Fall. Es wird nach Alternativen gesucht, die einfach nicht vorhanden sind. Demnach wählt man den Kandidaten, den man symphatischer findet, den die Mutter wählt oder der mehr Charisma besitzt.


    Wie gesagt, Kerrys Meinung mag differenzierter sein, sein ständiges Hin und Her (man beachte sein Abstimmungsverhalten der letzten Jahre) zeugt eben nicht von Führungsstärke. Amis lieben die starke Hand und einen, der zu seinem Wort steht (deswegen übrigens auch die immer noch anhaltende Argumentation Bushs, es gäbe im Irak Massenvernichtungswaffen).


    Ferner habe ich nicht gesagt, dass du bestreitest, dass Bush beliebter ist als Kerry, sondern habe dich gefragt! Es geht allerdings sehr wohl darum, ob der Amerikaner mehr mit kerry oder Bush anfangen kann, aus den nämlich oben angegebenen Gründen. Welche Wahlaussage ist schon "ich finde Religion super"? Das wirst du kaum in ein Programm hineinschreiben können. Stattdessen wird der Medianwähler über ein Vehikel angesprochen, dass ihm selber wichtig ist, politisch dagegen gar keine Bedeutung hat. Und was wäre gewesen, wenn Kerry im Wahlkampf jeden Sonntag in die Kirche gegangen wäre und allabendlich gebetet hätte?


    greetz,
    autares


  • Und, was wäre bei kerry passiert? Dem sagen sie "kay, du hast 3 Monate zum Abzug aus der arabischen Welt". Und was wird passieren? Nichts.


    Ferner hat Osama bereits verlauten lassen, dass ihm Bush oder Kerry egal ist. Nicht der Präsident kann etwas verhindern, sondern nur das Volk.


    greetz,
    autares

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Weiterhin ist die Frage, von wem unsere Wirtschaft denn abhängt? Genau, von den Amis.


    Da muss ich dir zustimmen. Aber deswegen ist es auch falsch die aktuelle Belastung der Bürger durch hohe Spritpreise, und der Druck auf die produzierende Industrie durch die hohen Primärenergiepreise auf die Ökostuer zu schieben, und sie damit der Bundesregierung zu unterstellen.


    Der Ölpreis z.B. wurde zum grössten Teil durch die Einkaufspolitik der USA, den Irakkrieg, die politische Situation in Nigeria hochgetrieben (die man Bush anlasten sollte, und nicht Schröder und Fischer) sowie anderer Faktoren, wie das Wirtschaftswachstum in China.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Schotten sich die Amis ab, dann wird es hier ganz schnell dunkel, da bringt auch ein erhöhter Konsum nichts.


    Stimmt auch zum Teil, aber dagegen können wir auch nichts machen. Aber wenn du nur auf den Wirtschaftswachstum aus bist, könntest du auch dem Iran oder Nordkorea Rüstungsmaterial liefern, das würde Deutschland auch Geld bringen, und Arbeitsplätze bei der Rüstungsindustrie sichern. Trotzdem wäre es verwerflich.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ferner musst du mir bitte den Zusammenhang zwischen zweistelligem Wirtschaftswachtum (was übrigens bereits negativ ist) und einer sinkenden Eigentumsquote erklären? Es ist mir nicht bekannt, dass bei steigender Wohlfahrt die Leute weniger bauen und kaufen. Genau der umgedrehte Fall findet statt. Steigt die Wohlfahrt, steigt der Hausbau. Ferner gibt es eine starke Korrelation zwischen Wirtschaftsaufschwung und Jugendarmut. Schwächelt die Wirtschaft, schwächelt auch die Jugend (in der momentanen Phase leider sehr deutlich zu beobachten).


    Hier muss ich dir voll zustimmen ... solange die Politik nichts wesentliches ändert. Aber wenn Lohnnebenkosten in übertriebenen Maßen auf die Angestellten verlagert werden, die Sozialversicherung zusammengestrichen wird, die Jugendlichen ihre Bildung selber finanzieren müssen, dann wäre ein Szenario das ich beschrieben habe durchaus möglich.


    Zitat

    Original geschrieben von Lord Ex
    Ja, im Punto Schröder gebe ich dir recht. Ich als Bayer kann mich über Stoiber allerdings nicht beschweren (siehe Arbeitslosenzahlen, etc.).

    Mir gehts genau anders rum, alles was die rot-grüne Regierung geplant hat finde ich auch nicht gut, insbesondere Harz IV, aber ansonsten mit ich mit Schröder wesentlich zufriedener als mit Stoiber ... und Stoiber als Kanzler wäre imho das schlimmst was uns passieren könnte. Der einzige Vorteil wäre wohl, das wir ihn als Ministerpräsidenten los wären, aber ein Günther Beckstein wäre wohl auch nicht besser. :(

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Der Ölpreis z.B. wurde zum grössten Teil durch die Einkaufspolitik der USA, den Irakkrieg, die politische Situation in Nigeria hochgetrieben (die man Bush anlasten sollte, und nicht Schröder und Fischer) sowie anderer Faktoren, wie das Wirtschaftswachstum in China.


    Sorry, aber das ist so nicht richtig. Der Ölpreis wurde in den letzten Wochen (genauer gesagt bis letzten Donnerstag wenn ich mich richtig erinnere) getrieben von den Chinesen, den Indern, Yukos und den Spekulanten. Eine Ölpreiserhöhung aufgrund des Golfkrieges hat zwischenzeitlich (2003) stattgefunden. Im Moment ist es jedoch so, dass der Irak mehr fördern könnte, wenn es nicht ständig Anschläge geben würde. Momentan exportiert er auf gleichem Niveau wie während der Sanktionen. Des weiteren ist mir der Zusammenhang Bush-Nigeria nicht wirklich klar?


    greetz,
    autares

  • beim Thema Ölpreis darf man nicht vergessen, dass heute sehr viel Psychologie an den Märkten mitspielt. Irgendeine kleine Meldung, und schon fällt oder steigt der Preis wie verrückt :)


    Das starke Wirtschaftswachstum in China, die "drohende" Unsicherheit im Irak und im Nahen Osten allgemein, die Einkäufe des Heizöls für den Winter, die 70er Jahre Raffinierien in den USA, die den "guten Stoff" nicht selber herstellen können ... (und die USA daher Rotterdam leerkaufen muss, um den Bedarf zu decken)


    all das hat zu den steigenden Preisen geführt, aber nicht etwa eine tatsächliche Ölknappheit



    gruss,
    vel

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  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Und, was wäre bei kerry passiert? Dem sagen sie "kay, du hast 3 Monate zum Abzug aus der arabischen Welt". Und was wird passieren? Nichts.


    Ferner hat Osama bereits verlauten lassen, dass ihm Bush oder Kerry egal ist. Nicht der Präsident kann etwas verhindern, sondern nur das Volk.


    greetz,
    autares



    du hast mich falsch verstanden
    das hat sich nur auf die aussage von hilden bezogen


    mit wem amerika sicherer vor terror ist kann ich nicht beurteilen denn das liegt (imho) weder im handlungsbereich von bush noch von kerry


    man kann versuchen abzusichern aber solange es leute gibt die sich sowas als lebensziel setzen wird es keine 100%ige sicherheit geben

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Entschuldige, aber du hast nicht in Ansätzen verstanden, was ich sagen will?! Es spielt weder eine Rolle, wieviel ein Kandidat ausgibt, noch spielt es eine Rolle, welche Programme er auferlegen will. Der Medianwähler (und diese Gruppe war in den USA bei dieser Wahl sehr gross) entscheidet nicht nach "harten" Kriterien, sondern nach weichen (und dies ist eben z.B. wie religiös der Kandidat ist). Und genau das war bei Kohl der Fall. Es wird nach Alternativen gesucht, die einfach nicht vorhanden sind. Demnach wählt man den Kandidaten, den man symphatischer findet, den die Mutter wählt oder der mehr Charisma besitzt.


    Das liegt daran, dass du regelmäßig etwas anderes sagst. Erst gibst du ein Zitat, dass sich Politiker im Wahlkampf annähern, jetzt sagst du, dass sie nach Religiösität wählen. Dieser Faktor ist übrigens einer der zentralen im BBC-Artikel auf den ich bereits zwei Beiträge weiter oben verwiesen habe.


    Zitat

    Ferner habe ich nicht gesagt, dass du bestreitest, dass Bush beliebter ist als Kerry, sondern habe dich gefragt!


    Sorry, aber das ist Bullshit. Es war keine ehrliche Frage bei der es dir um die Antwort ging, sondern es war rhetorische Wortdreherei allein mit der Absicht mich in eine bestimmte Ecke zu drängen bzw. meine Kredibilität anzuzweifel.

    Zitat

    Und du willst doch nicht etwas bestreiten, [...] [denn] dann muss ich dir sagen, kennst du das amerikanische Volk schlecht.


    Stattdessen solltest du dich besser mit dem faktischen auseinandersetzen.


    Zitat

    Es geht allerdings sehr wohl darum, ob der Amerikaner mehr mit kerry oder Bush anfangen kann, aus den nämlich oben angegebenen Gründen.


    Ich habe nie in Frage ob es eine Rolle spielt, ich sage lediglich, dass das das Wahlentscheidende nicht die Persönlichkeit oder die Herkunft oder die "Likablitiy" der Kandidaten war.


    Deine Diskussionstaktik dient nicht dem vorantreiben der inhaltlichen Diskussion, sondern lediglich dem Rechtbehalten; und die Art wie du es machst hat auch einen Namen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/False_dichotomy


    Hier ein paar Tipps zum Führen von produktiven Diskussionen:
    http://www.fallacyfiles.org/
    http://www.ukpoliticsmisc.org.…et_evidence/argument.html

    "That's not a hair question. I'm sorry." - 01/31/07 - Never forget!


  • Entschuldige, aber ich denke kaum, dass du meine Argumentation überhaupt verstehen willst? Ich habe den Punkt der Religion gewählt, gerade WEIL er in deinem Link angeführt wurde (ich dachte auch, dass der Bezug klar sein sollte?).
    Des weiteren will ich hier weder jemanden in die Ecke treiben, noch "seine Kredibilität" anzweifeln? Was einem hier gleich unterstellt wird?! Übrigens hätte hier ein kurzes Ja (und ich nehme mal an, du hättest Ja gesagt) mit einer kurzen Begründung genügt, denn im Endeffekt ist es mir sowieso egal, was du glaubst.


    Ferner kann ich nicht erkennen, wieso ich immer etwas anderes sage, aber gut, wenn du es so siehst. Du kennst aber schon das Median-Wähler Prinzip, oder?


    Deine überflüssigen Links kannst du dir übrigens sparen. Werfe einen Blick in das von mir angegebene Buch und es werden sich für dich noch verblüffende Welten aufschliessen, fernab von deinen Illusionen.


    autares

  • Haette auch lieber Kerry als Praesident gehabt, fuer uns glaub ich aber das es nicht soviel Unterschied macht wer es jezt geworden ist, da ist das in der eu wichtiger

  • autares: Du denkst vermutlich, dass du wegen deiner inhaltlichen Meinung aneckst, aber das Problem ist, dass du v.a. durch unfaire Diskussion die Diskussion immer wieder negativ beeinflußt. Wenn du deine Attitüde ablegen könntest, dann bin ich mir sicher, hättest du vermutlich was interessanteres mitzuteilen.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Deine überflüssigen Links kannst du dir übrigens sparen. Werfe einen Blick in das von mir angegebene Buch und es werden sich für dich noch verblüffende Welten aufschliessen, fernab von deinen Illusionen.


    Genau! meine weiterführenden Hinweise sind Schwachsinn und ich kann sie mir sparen, aber deine weiterführenden Hinweise werden mir den Weg "zu verblüffenden Welten aufschliessen" und mich aus meinen "Illusionen" reißen. Diese sture & arrogante Rechthaberei meine ich. Auf eine weitere Diskussion mit dir möchte ich auf Grund dieser Grundlage gerne verzichten.

    "That's not a hair question. I'm sorry." - 01/31/07 - Never forget!

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