Neues CDU Regierungsprogramm

  • Sagen wir es mal so. Wer arbeitet und ein mässiges Einkommen hat, zahlt nicht wirklich soviele Abgaben das er jammern muss. Und der ein grösseres Einkommen hat, zahlt eben mehr Abgaben und Steuern. Und er ein grosses Einkommen hat, zahlt eben auch entsprechend mehr Abgaben und Steuern. Das ist nunmal die Grundlage der sozialen Marktwirtschaft und das ist auch gut so.


    Ein Besserverdiener mit einem sechstelligen Jahreseinkommen oder darüber braucht sich imho über seinen Lebensstandart beschwerern, weil er zuviele Abgaben und Steuern bezahlen muss.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn Ein Besserverdiener mit einem sechstelligen Jahreseinkommen oder darüber braucht sich imho über seinen Lebensstandard beschwerern, weil er zuviele Abgaben und Steuern bezahlen muss.

    Aber wie Du oben selbst geschrieben hast handeln auch Arbeitnehmer wirtschaftlich - wenn dem "Besserverdiener" nun von zusätzlichen Verdiensten nichts übrig bleibt, weil die Gleichmacherei ihm alles aus der Tasche zieht, dann wird er eben auch nicht mehr arbeiten. Obwohl er so vielleicht auch neue Arbeitsplätze schaffen könnte. Das beliebte Gewerkschaftsargument, dass er ja auch nicht mehr arbeiten solle, weil schließlich ein anderer die Arbeit machen kann, willst Du nun hoffentlich nicht bemühen. Arbeit ist nunmal nur in wenigen Bereichen wirklich teilbar, sodass das Märchen von weniger Arbeitszeit = mehr Arbeitsplätze meist nicht gilt.


    Es ist übrigens interessant zu lesen, dass der als Beispiel gewählte "Besserverdiener" ein 6-stelliges Einkommen hat - zumindest im Euroraum zählt er damit zu den Spitzenverdienern. Besserverdiener fängt IMO bereits bei 30-40 kEUR an. Und in diesen Bereichen tut es bestimmt noch weh, wenn immer mehr abgezogen wird...

  • Re: Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Wenn ich regelmässig 50h die Woche arbeiten muss und mir nichtmal Kino und McDonalds leisten kann ... was für Vorteile habe ich dann noch gegenüber einem Leben in Angola, Gabun, Sudan, Somalia, Ruanda, Burundi ... Willkommen in der 3. Welt.


    Es ist langsam echt haarsträubend.


    So wenig wie nötig arbeiten, so viel wie möglich verdienen und das alles, ohne sich auch nur etwas anzustrengen.


    Das alles natürlich in einem perfekt funktionierendem Sozialstaat.


    Das ist mir echt zu viel. So naiv kann man doch eigentlich nicht sein. :rolleyes:


    BTW: Ich kenne genug Leute, die es sich wünschen würden, 50h pro Woche arbeiten zu dürfen und nicht jeden Monat der Arbeitslosenhilfe entgegen zu fiebern.


    Ich feiere demnächst meine tausendste Überstunde. Na und? Mein Job macht mir Spass, bringt mir persönliche Zufriedenheit und den ein oder anderen finanziellen und materiellen Vorteil.


    Und nein: Überstunden werden bei uns nicht bezahlt.



    Stefan

  • Re: Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Und nein: Überstunden werden bei uns nicht bezahlt.


    Aber "eingepricet" in dein Gehalt mit einem netten Hinweis im Arbeitsvertrag sind sie schon, oder?


    Auch ich arbeite gerne und wenn notwendig auch deutlich länger und außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten als es mein Arbeitsvertrag grundsätzlich vorsieht. Allerdings bin ich auch der Auffassung, dass die Arbeit grundsätzlich in der vorgesehenen Zeit machbar sein muss. Es gibt, zumindest für mich, trotz Freude an der Arbeit auch noch andere Dinge für die ich mich interessiere.


    Außerdem sind viele Überstunden keineswegs ein Indiz für einen engagierten und fleißigen Mitarbeiter wenn von den 12-13 Stunden pro Tag rund 4 Stunden im Netz verbracht werden. ;)

  • Re: Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Wenn ich regelmässig 50h die Woche arbeiten muss und mir nichtmal Kino und McDonalds leisten kann ... was für Vorteile habe ich dann noch gegenüber einem Leben in Angola, Gabun, Sudan, Somalia, Ruanda, Burundi ... Willkommen in der 3. Welt.


    Bisher habe ich mich aus dieser Art von Diskussionen rausgehalten, aber da kann ich die Finger nicht sitllhalten.


    Du hast für diese Aussage ja auch schon berechtigt einen auf den Deckel bekommen und wenn ich das so lese muss ich irgendwie die ganze Zeit an Herrn Nuhr denken...


    Warst Du je schon einmal ein einem dieser Länder (und wenn ja hast Du die Touristenanlage einmal verlassen) um Dir so ein Urteil erlauben zu können?


    In diesen Länder verhungern und verdursten jeden TAG haufenweise Menschen weil sie nicht genug zu beißen haben egal wie lange sie dafür arbeiten.
    Kinder im Alter von 8-9 Jahren sammeln bis zu 14 Std. täglich Müll und Plastikflaschen um diese verwerten zu lassen. Macht in der Woche eine Arbeitszeit von bis zu 80 Std. und was haben die davon am Schluss?


    Gerade mal genug um nicht zu verhungern, von Burger King Mc Donalds oder gar Fleisch kann da aber noch lange nicht die Rede sein...


    Dieser Junk-Food ist nunmal auch überteuerter Luxus. Man kann sich bei uns ein gleichwertiges Produkt zu wesentlich günstigeren Kondtionen besorgen, wenn man es denn nur will. Die meisten Menschen in Afrika haben dagegen noch nicht mal nen Mc Donald von innen gesehen.


    Also Martyn nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und ich würde Dich ganz inständig bitten demnächst noch lieber zweimal darüber nachzudenken bevor Du derartigen Schwachfug verbreitest.


    Gruß
    CH

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von nutellatoast
    Aber "eingepricet" in dein Gehalt mit einem netten Hinweis im Arbeitsvertrag sind sie schon, oder?


    Die entsprechende Klausel ist im Arbeitsvertrag natürlich vorhanden, ich wollte nur Kommentare diesbezüglich vermeiden.



    Zitat

    Außerdem sind viele Überstunden keineswegs ein Indiz für einen engagierten und fleißigen Mitarbeiter wenn von den 12-13 Stunden pro Tag rund 4 Stunden im Netz verbracht werden. ;)


    Ich sehe das jetzt mal als allgemeine Aussage und beziehe sie nicht auf mich. ;)
    In meinem speziellen Fall kommt noch recht viel Reisezeit dazu.



    Trotzdem hat meine Aussage bestand, genauso wie die "Watsch'n" für Martyn für den obigen "Schrott".



    Stefan

  • Bonsai-Manager


    Wenn ich hier so lesen muss, wieviele "hoch motivierte", leistungsbereite und vitale Jung-Unternehmer sich selbst den Weihrauchkessel um die Birne schwingen, muss ich grinsen.
    Die sind nach eigenen Angaben (!) ständig am "rödeln", verlangen dafür fast keine Entlohnung und sind sogar bei ihrem Arbeitgeber erst neulich fast bis zum Blinddarm "vorgedrungen";)
    Klar und das sind dann auch genau die Leute, die hier zu jeder Tages u. Nachtzeit posten. ;)


    Also:
    Hey Ihr "Helden der Arbeit", aufwachen!!
    Offensichtlich lebt Ihr wohl im Lummerland oder hinter den sieben Bergen! :rolleyes:
    Sicher glaubt Ihr auch noch das was Ihr hier verbreitet.
    Anders kann ich mir diese überzogene Egomani nicht erklären.
    Allerdings sprechen solche Wahrnehmungsprobleme für mich eine eindeutige Sprache:


    Wenn man so weit ist, dass man pauschal Arbeit mit seiner (meist sehr angenehmen u. bequemen) Tätigkeit gleichsetzt, also sogar so dreist ist, z.B. die Arbeit eines Bauarbeiters* oder einer Verkäuferin, mit seinem "kreativ-Job" vergleicht, der hat ganz eindeutig vom wahren Leben keine, aber wirklich garkeine Ahnung und sollte u.a. künftig deutlich weniger vor´m PC sitzen!


    Wie bereits erwähnt, können diese Bonsai-Ackermanns ihre vermeintliche "Arbeit" gerne so weit übertreiben, bis erst die Familie und dann viell. auch das kleine, mutige Unternehmerherzlein nicht mehr mitmacht, aber diese eigenartige Lebensauffassung bitte nicht immer wieder als das "Heil der Welt" erklären!


    Also Jungs:
    Zumindest in der Reha bleibt Euch dann noch mehr Zeit für huldvolles schwadronieren über Euere 50 Std. WAZ, "Geschäftsessen" im stehen, Firmenwägen und tolle Domrep-Urlaube.
    Natürlich aber auch langweilige Ausführungen zu seitenlangen Abhandlungen in einem gewissen Internetforum ;) , in denen Ihr damals, sogar noch neben der Arbeit, dem dortigen "faulen Pack" die harte Welt erklärt habt.


    Nur schade, dass Ihr viell. kurze Zeit später genau diese Leute* persönlich in der örtlichen Arbeitsagentur kennenlernt.
    Wenn Ihr dann noch wirklich Mut habt, erklärt Ihr nun noch einmal genau so, Euere Sicht der Dinge und motiviert sie dabei besonders mit Euerem eigenen löblichen und "erfolgreichen" Lebensweg! :cool:

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Oha, kommt hier etwa jemand mit der Welt, in der er lebt, nicht ganz klar? Es gibt sie also doch, die Sorte der Frustrierten, die die Schuld bei den anderen suchen. Als unbedeutene Einzelmeinung sind solche etwas weltfremden Wunschvorstellungen ja glücklicherweise harmlos und zum Teil sogar erklärbar. Schlimm wird es IMO aber dann, wenn Politiker diese Jammermasche aufgreifen ...

  • Erkannt


    qwasy
    Ja, Du hast mein Problem tatsächlich erkannt.
    Mir bleibt nur noch der Neid auf die "Erfolgreichen" und die Schande für mein jämmerliches 40m² Dasein im tiefsten, schlammigen Bodensatz der Gesellschaft.


    Hättest Du mir doch besser schon früher die Mechanismen der Welt erklärt, was hätte alles aus mir werden können! :eek:

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Selbstmitleid


    Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich anderen wirklich helfen kann. In diesem Sinne: gern geschehen :D
    Wenn Du ab jetzt auch für's Gute kämpfen willst: XYZ

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