Ganz New Orleans wird komplett evakuiert...

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    BTW, weil ich gerade bei Heise drüber gestolpert bin: Die hier ja nicht gerade wenigen Fans des Sprachrohrs der Spätachtundsechziger sollten sich mal das hier reinziehen. Ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Verein gerade ein englischsprachiges Standbein aufzieht, eine recht interessante Analyse.


    Es wäre im Sinne einer ausgewogenen "TT-Informationspolitik" :D ohnehin wünschenswert, wenn nicht jeder zweite Newslink auf Spiegel Online verweisen würde - vielleicht denkt der eine oder andere mal drüber nach... ;)


    Andererseits - zugegeben: Immer noch besser "Spiegel Online" gelesen, als einseitig informiert UND dumm zu sterben... :D


    Nun ja, im Vergleich zu Blöd-t-online und Focus ist der Spiegel doch relativ neutral. Der Artikel von Claus Christian Malzahn war wie auch die meist ähnlich üblen Ergüsse Henryk M. Broders immerhin als Kommentar gekennzeichnet.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Das ist die generell nach jeder Katastrophe vorgebrachte Entschuldigung für frühere Versäumnisse, die aber nicht akzeptabel ist. Es wird von zuständigen Stellem IMMER gesagt daß man mit der jeweiligen Größenordnung nicht habe rechnen können.


    In meinen Augen ist das aber legitim, zumindest in diesem Fall. Und um ehrlich zu sein, ist Andrew doch ein Witz gegen Katrina.
    Ferner gibt es so viele Gegenden, in denen der Mensch siedelt, obwohl es besser für ihn wäre, dort nicht zu siedeln. Natürlich gab es Warnungen in NO, schon seit Jahren. Doch Warnungen und Auguren, die das schlimmste prophezeihen gibt es immer. Wenn man alle einigermaßen realen Bedrohungen wirklich ernst nehmen würde, dann müsste man u.a. folgendes tun:


    - halb Florida evakuieren (Hurrikangefahr)
    - ganz Kalifornien umsiedeln (Erdbebengefahr)
    - Japan evakuieren (Erdbeben-, Taifun- und Tsunamigefahr)
    - Niederlande umsiedeln (Überschwemmungsgefahr)
    - .....


    Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man sich gegen all diese Maßnahmen schützen kann, z.B. durch Bau erbebensicherer Bauten in Kalifornien und Japan, durch hohe Dämme in den Niederlanden etc. Doch all diese Maßnahmen stoßen irgendwann an ihre Grenze der Belastbarkeit. Da kommt halt ein noch größeres Erdbeben als alle bisher dagewesenen, da zieht ein größerer Sturm als alle bisher dagewesenden über die Niederlande usw.
    Es ist immer eine Frage, welche Versäumnisse du bei welcher Katastrophe entschuldigen willst. Ich bin mir ferner sicher, dass es in Deutschland ebenso ein Chaos geben würde. Wenn ich mich an Eschede erinnere, da klappte rein gar nichts - zu wenig Krankenwagen, zu wenig Blutkonserven, zu wenig Fachmänner, zu wenig Psychologen.


    Und noch eines zum Auftreten von Bush in den Krisengebieten und dass das eine typische amerkianische Show war: Ich erinnere mich dunkel an einen Bundeskanzler, der damals wie ein Held zur Oder-Flut kam und dort mächtig Wahlkampf betrieben hat....


    cheers,
    autares

  • Das verwunderliche ist ja, dass nicht nur in NO keine schnelle Hilfe angekommen ist, sondern auch in den Gebieten, die direkt vom Hurricane getroffen wurden.


    In den direkt getroffenen Gebieten wusste man ja von Anfang an, dass hier Menschen Hilfe brauchen und versorgt werden müssen. In New Orleans hat sich die Lage ja erst durch den Dammbruch dramatisch verschlimmert, nachdem man zuerst dachte, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, und die Situation extrem unterschätzt hatte.
    Wobei auch das eigentlich keine Entschuldigung sein darf, weil auch davor schon Hilfe gebraucht wurde, und selbst nach dem Dammbruch ewig lange Zeiten vergangen sind, bis wirklich geholfen wurde.

  • Gerade auf NTV einige Berichte gesehen.


    Es scheint ja jetzt eine Luftbrücke zu geben, der Reporter vor Ort sagte:
    "Mit mehr als 3 Hubschraubern"


    3 Hubschrauber! Respekt!


    Falls diese Angabe wirklich stimmt, wäre das wieder peinlich.


    Des weiteren wurde ein Offizier gefragt was mit den Leuten passiert, Antwort:
    "Keine Ahnung, Hauptsache weg von hier!"


    Wir erinnern uns:
    Das Chaos vom Haupschauplatz auf einen Nebenschauplatz zu verlagern bringt nichts.



    Immerhin hieß es zum Ende, daß in den letzten 24H 25.000 Menschen evakuiert wurden.
    Und daß bei dieser zerstörten Infrastruktur.


    Bei einer Vorlaufzeit von 3 Tagen und heiler Infrastruktur wäre doch eine größere Evakuierungsaktion möglich gewesen.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."


  • Da ging es nur darum, dass dieses eine (kleiner Auffanglager) mit ständig mehr als 3 Hubschraubern geräumt wird. Hunderte weitere Hubschrauber räumen die anderen Lager und sammeln Leute von Ihren Dächern ein. Wengistens das klappt jetzt - die Hubschrauber "stauen" sich sogar.

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    BTW, weil ich gerade bei Heise drüber gestolpert bin: Die hier ja nicht gerade wenigen Fans des Sprachrohrs der Spätachtundsechziger sollten sich mal das hier reinziehen. Ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Verein gerade ein englischsprachiges Standbein aufzieht, eine recht interessante Analyse.


    Aber BigBlue, der Artikel wurde doch schon auf Seite 6 und ff. hier im Thread diskutiert:
    http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=1516106#post1516106
    ;)



    autares:

    Zitat

    In meinen Augen ist das aber legitim, zumindest in diesem Fall.


    Warum ist es in diesem Fall für dich legitim? Warum liegt bei diesem Versuch sich herauszuwuseln die Lage anders als bei anderem vergleichbarem Versagen bei dem das Herauswuseln mit dieser Pauschal-argumentation nicht akzeptabel war?


    Deine Extrem-Beispiele mit den Niederlanden etc. haben natürlich überhaupt nichts mit dem aktuellen Fall zu tun, und das weißt du auch. Ich verstehe nicht, warum es dir so wichtig ist, die US-Regierung in diesem Punkt verteidigen zu müssen?

    "That's not a hair question. I'm sorry." - 01/31/07 - Never forget!

  • Ok, daß sich das nur auf ein Lager bezog hatte ich nicht mitbekommen.


    Dann nehme ich das zurück.



    Ein paar Worte von Michael Moore dazu:


    http://www.michaelmoore.com/words/message/index.php?id=183


    Edit:
    Das bezieht sich wohl auch auf das von Kanye West angesprochene Thema:
    http://img111.imagevenue.com/i…2&image=291_894984935.jpg

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."


  • Für mich ist es legitim, weil wir eine wirkliche Ausnahmesituation vorfinden. Jeder andere Hurrikan war doch ein Witz dagegen. Besondere Bedingungen verlangen besondere Maßnahmen. Hätten wir es mit einem normalen Hurrikan zu tun, hätte man sich nicht herausreden können, denn so etwas gab es schon ein paar Mal und man hätte wissen müssen, wie man darauf zu reagieren hat. Nun ist plötzlich eine 500.000 Einwohnerstadt verschwunden, da denke ich schon, dass es eine Ausnahmesituation ist.


    Wieso hat ein Extrembsp. nichts mit dem Fall zu tun? Die Überschwemmung einer Stadt mit 500.000 Einwohnern ist nicht extrem?
    Ich verteidie die US-Regierung auch nicht, aber ich zeige Verständnis dafür, dass nicht alles so geklappt hat, wie es eigentlich hätte sein sollen.
    Diese "was wäre wenn" Aussagen kann ich auch nicht leiden. Klar, wenn man alles Geld in den Deichschutz investiert hätte, dann wäre diese Katastrophen vllt. zu verhindern gewesen, aber so etwas weiss man immer erst hinterher. Stoiber hat Geld vom Deichbau abgezogen um es anderswo anzulegen - interessiert das jemanden? Nein, und warum nicht? Weil die Ausmaße wesentlich geringer sind. Wenn heute ein Erdbeben L.A. zerstört, dann wird es auch ein Chaos geben, dann werden wieder die "Experten" kommen und sagen, dass sie das bereits seit 20 Jahren prophezeiht haben und nichts passiert ist....

  • Bei der Lage von New Orleans war die Situation doch nicht sooo unrealistisch.
    Imho hätten für diesen Fall Notfallpläne existieren müssen!

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!