Kreissparkasse Heilbronn erhöht Gebühren!

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    wenn man eine Kreditkarte hat / will: ja. Wenn man Wertpapiergeschäfte macht / will: ja. Wenn nicht: nicht ;)


    Kann schon verstehen, wenn man auch die Kontoführungsgebühren zum Kriterium seiner Bankwahl macht. Sollten imho auch nicht das einzige sein, aber für den, der nicht mehr hat / will als ein Konto... oder sich für jeden Bereich das jeweils billigste heraussucht... ob das immer dann auch die beste Wahl ist muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Wer sich ueberall das Billigste raussucht darf sich dann aber bitte auch nicht wundern, wenn er es bekommt.


    Just my 2c.


    Frank.

  • So krass hätte ich es nicht formuliert, da es ganz sicher auch preiswerte oder gar kostenlose Angebote in jeglicher Richtung gibt, die mit denen teuerer Anbieter locker mithalten können.


    Dennoch, sich aber dann darüber beschweren, dass ein kostenloses Angebot plötzlich kostenpflichtig wird, ist schon recht derbe. ;)

  • Naja, ich will ja nicht 12 % pro Monat Verzinsung, 0 € Kontoführungsgebühr und eine Platin-Kreditkarte.
    Aber ich denke der Wunsch nach einem kostenlos zu führenden Konto, einer Kreditkarte mit Standardgebühr und der Verzicht auf Verzinsung sollten nicht zuviel verlangt sein.

  • Irgendwie hast du immernoch nicht verstanden, vielleicht willst du ja auch gar nicht. Mir soll es egal sein. Viel Erfolg bei der nächsten Bank! ;)

  • Aktuelels Interview mit den Vorständen aus Heilbronn


    „Unser öffentlicher Auftrag ist nicht, der billige Jakob zu sein”

    Für gehöriges Aufsehen in der regionalen Bankenszene sorgen die Änderungen der Gebührenordnung bei der Kreissparkasse Heilbronn. Vor allem Online-Kunden sind über die neuen Preise empört. Über Reaktionen und Beweggründe sprach Heiko Fritze mit den beiden Kreissparkassen-Vorständen Hans Hambücher und Bernhard Steck.


    Herr Hambücher, haben Sie die Reaktion Ihrer Kunden überrascht?


    Hans Hambücher: Nein. Wir haben bei 150\x0f000 Briefen an unsere Kunden mit Reaktionen gerechnet .


    Wie fielen die Reaktionen aus?


    Hambücher: Intensiv. Viele Reaktionen sind da, in hohem Maße telefonische Reaktionen, auch viele schriftliche. Dass der eine oder andere emotional reagiert, akzeptieren wir. Wir sind dankbar für jede Reaktion, weil die eine Brücke baut. Wir beantworten alle Anfragen und reagieren sehr aktiv in den Filialen.


    Bernhard Steck: Wir haben auch viele positive Reaktionen, weil das bisherige Comfort-Konto ja auch billiger geworden ist.


    Mit wie viel Kontokündigungen rechnen Sie?


    Hambücher: Wir haben einige Kündigungen schon im Haus, aber es werden auch viele Konten bloß zusammengelegt; teilweise wurden 18 Konten von einem Kunden unterhalten.


    Steck: Da wurde dann teilweise nur für Ebay abgewickelt.


    Hambücher: Wir wären naiv, wenn wir nicht mit Kündigungen gerechnet hätten. Aber wir nehmen diese leichter, wenn es Kunden sind, die nur Giro-Online bei uns hatten.


    Angesichts von jeweils 13 bis 15 Millionen Euro Jahresüberschuss bei der Kreissparkasse in den vergangenen fünf Jahren stellt sich die Frage: War dieser Schritt wirtschaftlich notwendig?


    Hambücher: Die Sparkasse muss seit 150 Jahren ihr Eigenkapital selbst erwirtschaften. Aber das ist eine schwierige Frage. Gerechterweise sollten wir Dinge, die Geld kosten, nicht durch andere quersubventionieren. Das ist heute bei einem Teil der Konten der Fall. Wir haben da erhebliche Kosten.


    Steck: Wir bieten ja auch noch kostenlose Konten für Schüler und Studenten.


    Sie haben aber auch mehr als 100 Stellen abgebaut, Filialen geschlossen, weniger Auszubildende eingestellt, Aufgaben outgesourct...


    Hambücher: Ja, die Sparkasse konzentriert sich seit Jahren auf ihr Kerngeschäft _ ohne Kündigungen. Wir sind als Unternehmen wie ein Rallyefahrer: Wir müssen Gas geben und gleichzeitig bremsen. Mit Sparen alleine ist es nicht getan; wir müssen sowohl investieren als auch Kosten senken; das sind wir auch unseren Trägern schuldig.
    Andererseits können Sie sich Millionen Euro teure Neubauten und Sanierungen leisten...


    Steck: Wir investieren seit Jahren in Technik und moderne Filialen. Unsere Kunden wollen in einem modernen Ambiente bedient werden, aber nicht in einem Prachtbau.


    Die Kreissparkasse hat auch viel Geld verloren, etwa bei Insolvenzen wie Luithle, Hefi oder Palmbräu.


    Hambücher: Wir sind mit 70 bis 80 Prozent der Unternehmen in Kontakt, da gehören Insolvenzen dazu. Wir haben aber dabei auch schwierige Fälle bewältigt und sind mitgegangen, wo es vertretbar schien.


    Steck: Dass Geld verloren wird, liegt in der Natur des Kreditgeschäfts.


    Wie gesund ist die Kreissparkasse also wirklich?


    Hambücher: Wir sind gesund.


    Gerade deshalb: War die Preisänderung wirtschaftlich notwendig?


    Hambücher: Unser öffentlicher Auftrag ist nicht, der billige Jakob zu sein. Der Auftrag hat mit Preisen nichts zu tun. Wir wollen auch keine Quersubventionierung. Es handelt sich natürlich um eine Preiserhöhung, je nachdem, wie intensiv der Kunde uns nutzt. Wir halten unsere Preise aber für marktgerecht. Die Börsenzeitung hat vor wenigen Tagen den Durchschnittspreis eines deutschen Girokontos mit 228 Euro pro Jahr angegeben.


    Steck: Wir liegen mit 96 Euro sogar noch unter dem europäischen Schnitt, der bei 108 Euro liegt.


    Hambücher: Wir treten ja auch mit dem Versprechen an, in jeder Gemeinde einen Standort zu erhalten. Und wir sind ein Vollsortimenter.


    Steck: Es gibt auch schon Kunden, die von Billigbanken zurück kamen, weil sie dort keine Zusatzgeschäfte machen können.


    Ist Ihnen nicht Wortbruch vorzuwerfen, wenn Sie jahrelang für kostenloses Onlinbanking warben und dafür jetzt Gebühren erheben?


    Hambücher: Nein, wir haben das ja schon im Januar eingestellt. Da gab es dennoch keinen Einbruch.


    Gibt es eine Schmerzgrenze, jenseits der Sie die Änderungen zurücknehmen werden?


    Hambücher: Es gibt keine Schmerzgrenze.


    Steck: Wir werden mit Sicherheit nicht viele Kündigungen bekommen. Wir haben viele Gespräche, aber die enden in aller Regel positiv; die Kunden haben dafür Verständnis. Wir haben keine Kundenflucht.


    Gehört kostenloses Onlinebanking bald der Vergangenheit an?


    Steck: Wir glauben, dass viele Institute in diese Richtung gehen werden, weil die Kosten enorm sind

    http://www.stimme.de/nachricht…bronn/art1925,628575.html

  • Re: Aktuelels Interview mit den Vorständen aus Heilbronn


    Erstmal danke für den Artikel :top:

    Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Wir beantworten alle Anfragen und reagieren sehr aktiv in den Filialen.

    Ich hab noch nix von Ihnen gehört. O.K. ist ja auch erst Donnerstag.

    Zitat

    Hambücher: Wir haben einige Kündigungen schon im Haus, aber es werden auch viele Konten bloß zusammengelegt; teilweise wurden 18 Konten von einem Kunden unterhalten.

    O.K. das ist albern, ich habe (noch) zwei. Wobei es mir dabei eher um eine gewisse Übersicht ging. Ist also nicht unbedingt nötig. Aber jetzt wollen sie ja für jedes Konto 3,50 €/ 8 € und das ist meiner Meinung nach zu viel!

    Zitat

    Angesichts von jeweils 13 bis 15 Millionen Euro Jahresüberschuss bei der Kreissparkasse in den vergangenen fünf Jahren stellt sich die Frage: War dieser Schritt wirtschaftlich notwendig?

    Meine Antwort: Definitiv nicht. Da gings einfach nur um Geldmacherei!

    Zitat

    Gerechterweise sollten wir Dinge, die Geld kosten, nicht durch andere quersubventionieren. Das ist heute bei einem Teil der Konten der Fall. Wir haben da erhebliche Kosten.

    Hm, das ist doch völlig normal, daß es Quersubventionen in einem Unternehmen gibt! Eine Marketing Abteilung hat z.B. kaum Einnahmen, sondern fast nur Ausgaben. Trotzdem wird die Abteilung nicht geschlossen. Das muß man schon ganzheitlich sehen!

    Zitat

    Sie haben aber auch mehr als 100 Stellen abgebaut, Filialen geschlossen, weniger Auszubildende eingestellt, Aufgaben outgesourct...

    Na also, bei einem Überschuß von 13 bis 15 Mio. Ist ein solcher Abbau auch nicht erforderlich.

    Zitat

    Hambücher: Ja, die Sparkasse konzentriert sich seit Jahren auf ihr Kerngeschäft _ ohne Kündigungen.

    Was haben sie dann mit den Leuten aus den Filialen gemacht? Zählen sie jetzt in der Zentrale im Keller das Geld? ;)

    Zitat

    Wie gesund ist die Kreissparkasse also wirklich?
    Hambücher: Wir sind gesund.

    Warum dann Stellenabbau + Preiserhöhung? Ist für mich nicht nachvollziehbar, außer man ist etwas gierig - aber damit sind sie ja nicht die einzige Firma...
    [/QUOTE]Die Börsenzeitung hat vor wenigen Tagen den Durchschnittspreis eines deutschen Girokontos mit 228 Euro pro Jahr angegeben.
    Steck: Wir liegen mit 96 Euro sogar noch unter dem europäischen Schnitt, der bei 108 Euro liegt.[/QUOTE]Würde mich mal interessieren wie diese Zahlen zustande kommen? Normale Konten bestimmt, aber bestimmt keine Online-Konten...

    Zitat

    Steck: Es gibt auch schon Kunden, die von Billigbanken zurück kamen, weil sie dort keine Zusatzgeschäfte machen können.

    Muß man denn alle Versicherungen und Investitionen immer nur bei einer Bank machen? Das wäre mir neu...

    Zitat

    Ist Ihnen nicht Wortbruch vorzuwerfen, wenn Sie jahrelang für kostenloses Onlinbanking warben und dafür jetzt Gebühren erheben?

    Recht alberne Frage, aber Stimme eben...

    Zitat

    Gibt es eine Schmerzgrenze, jenseits der Sie die Änderungen zurücknehmen werden?
    Hambücher: Es gibt keine Schmerzgrenze.

    Das glaube ich nicht, Tim :D Wenn ein recht vermögender Kunde hingeht und sagt, er zahlt das nicht, dann werden sie ihm die Gebühr mit Sicherheit erlassen, bevor sie ihn verlieren. Klar einem Millionär tut das nicht weh (ich muß ja auch nicht bei Wasser und Brot unter der Brücke leben ;)) aber auch bei solchen Leuten kanns ums Prinzip gehen.

    Zitat

    Steck: Wir werden mit Sicherheit nicht viele Kündigungen bekommen. Wir haben viele Gespräche, aber die enden in aller Regel positiv; die Kunden haben dafür Verständnis. Wir haben keine Kundenflucht.

    Das die Gespräche positiv verlaufen halte ich schlichtweg für gelogen - und nach diesem Artikel werden bestimmt auch noch weniger Verständnis dafür haben. Außerdem würde ich erstmal die ersten zwei Monate abwarten. Bis dahin wird wahrscheinlich noch einigen Kunden diese Geschichte sauer aufstoßen.

    Zitat

    Gehört kostenloses Onlinebanking bald der Vergangenheit an?
    Steck: Wir glauben, dass viele Institute in diese Richtung gehen werden, weil die Kosten enorm sind

    Bitte vorrechnen! Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die Server und die Sicherheit für Online-Konten nicht soviele Kosten verursachen. Außerdem werden sich eher die Konkurrenten auf die Spaßkasse Kunden stürzen. Aber wenn das alle doch so machen - ist das nicht ein Fall für das Kartellamt ;)


    Wie gesagt - auch wenn mich alle für einen sturen Bock halten: Zeigt mir die Kosten, die ich als Online-Kunde verursache und ich bin bereit einen Obulus zu entrichten. Da sollte aber auch das eingerechnet werden, was sie mit meinem Geld erwirtschaften (hab ja auch noch ein Sparbuch, etc.)

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" wirtschaften sie eben nicht, denn dann würden sie sich um Privatanleger reissen - so wie es Katinka bereits am Bsp. der Deutschen Bank ausführlich dargestellt hat!


    Ja klar, so sieht es die Deutsche Bank. Vor ein paar Jahren wollten die ja auch mal das "Fußvolk" loswerden, weil es sich angeblich nicht rechnet. Ich durfte auch mal längere Zeit einen solchen "Kostenrechner" geniessen, der vorrechnete was eine einzige Buchung eine Bank so kostet und wieviel die doch so armen Banken da drauflegen müssen. Da war dann aber auch sicher kostenmäßig alles eingerechnet, inkl. Hundefutter für den Hund der Frau des Vorstands. Die Einnahmen werden garantiert überall sonst verbucht, allerdings niemals beim Girokonto des Privatkunden.


    Komisch, das andere Banken, die sich auf Privatkunden konzentrieren, gut zurechtkommen.


    Gruß


    Pitter

  • @Boogiemann:


    Also, ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich mehr als persönlich angegriffen fühlst? Geh doch einfach und gut ist?


    cheers,
    autares


    P.S.: Und noch eine persönliche Anmerikung: In deiner emotionalen Verfassung, selbst wenn man dir eine Aufrechnung von Kosten und Nutzen über dein Konto vorlegen würde, würdest du doch selbst dann behaupten, dass die Zahlen entweder nicht stimmen oder gefälscht sind oder irgendeine andere Ausrede finden :rolleyes:


    EDIT:
    Pitter, kannst du auch Banken nennen, die im Privatenkundengeschäft (Privatkundengeschäft ist NICHT Private Banking) zurecht kommen?

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Also, ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich mehr als persönlich angegriffen fühlst? Geh doch einfach und gut ist?

    Ich gebe zu, daß ich sehr emotional schreibe. Ich halte es einfach für ungerecht und Ungerechtigkeiten kann ich einfach nicht ab. Wenn das persönlich angegriffen bedeutet, dann ja, ich bin es.

    Zitat

    P.S.: Und noch eine persönliche Anmerikung: In deiner emotionalen Verfassung, selbst wenn man dir eine Aufrechnung von Kosten und Nutzen über dein Konto vorlegen würde, würdest du doch selbst dann behaupten, dass die Zahlen entweder nicht stimmen oder gefälscht sind oder irgendeine andere Ausrede finden :rolleyes:

    Ich denke nicht, daß ich so ein "Unverbesserlicher" bin. Wenn mir jemand das Gegenteil beweisen kann, dann werde ich das auch so annehmen. Ich weiß nicht in wie weit solche zahlen öffentlich sind, aber ich werde mal meine privaten Kontakte nutzen, um an ein paar Insiderzahlen zu kommen. Wie gesagt, der Freund von mir ist gerade im Urlaub. Aber wenn selbst er als Sparkassenmitarbeiter das ganze für eine Frechheit hält und seinen eigenen Bruder wo anders unterbringen will, dann kann meine Meinung ja nicht sooo falsch sein. Aber wie gesagt, wenn ich Zahlen kenne, die das Gegenteil von meiner Behauptung belegen, dann bestehe ich selbstverständlich nicht auf meiner Meinung, sondern werde diese revidieren. Bisher wurde aber nur einfach Gegenteiliges von mir behauptet und nicht faktisch widerlegt (Schätzung gegen Schätzung ist eine Patt-Situation) und ich wurde mit :rolleyes: und Konsorten überhäuft. Da könnte ich mich eher von ein paar Usern persönlich angegriffen fühlen, tue ich aber nicht. Es ist ja ein Diskussionsforum, in dem jeder seine Meinung posten darf ;)

  • Mal ganz im Ernst: Wenn ich mich wegen jeder Ungerechtigkeit so aufregen würde, dann käme ich überhaupt nicht zum arbeiten ;)


    Du wirst an keine Zahlen kommen. Welches Unternehmen lässt schon Einblicke in seine Kostenrechnung zu - keine!
    Glaub mir, ich würde so eine Preiserhöhung auch nicht durchgehen lassen, aber ich würde kündigen und mich nicht weter aufregen. Und eines sollten Leute wie du (nicht böse gemeint!) nicht vergessen: Die Banker in der Filiale sind auch nur Menschen! Erstens stehen die zumindest emotional meistens auf der Seite der Kunden und zweitens müssen die schon genug ertragen (ich habe mal geschätzt, dass auch einen freundlichen Kunden fünf unfreundliche kommen). Zum anderen ist es immer wieder verwunderlich, wie mit erhobenen Finger auf Unternehmen gezeigt wird, dass etwas kostenloses nun auf einmal was kosten wird, der Kunde an sich aber einem Rabatt nach dem anderen hinterherrennt nur um hier 0,001% oder 2ct günstiger davonzukommen. Jeder verhält sich als Gewinnmaximierer, auch du ;)

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