Ich habe die Folge gestern zwar nicht gesehen (die Cylonen fand ich irgendwie spannender), aber nach wie vor wundere ich mich ein wenig über die Naivität mancher Zuschauer.
Es geht immer noch darum ein Topmodel zu finden, also um ein Business, welches noch nie für besonders sanfte Umgangsformen oder besonders menschenwürdige Behandlung bekannt war.
Nun wird das Ganze mal ganz öffentlich aufgezeigt und alle regen sich auf?
Es ist ein knallhartes Geschäft...die Betonung liegt auf Geschäft, da geht es nicht wirklich um Individualität und Menschlichkeit, da geht es um die Ware "Model".
Miss Wahlen sind eher eine Sandkasten-Variante des Ganzen, und selbst da geht es ja schon hart zu.
Man sollte nur nicht vergessen: Eine Miss Verständnis, Miss Geburt oder Miss Dingenskirchen soll zumeist dann auch ihre Stadt, Land Fluss, ihren Block repräsentieren, da ist es nur natürlich, dass sie sowas wie eine eigene Note mit einbringen soll.
Ein Model soll hingegen das tun, was ihr Auftraggeber verlangt, und das nach Möglichkeit ohne rumzuzicken und ohne "Selbstverwirklichungs-Absichten".
Dass sich Politiker auch in solche Dinge einmischen ist zwar nichts neues, aber letztlich eher sinnlos und albern. Erinnert mich ehrlich gesagt ein wenig an die ungefragte klerikale Einmischung in Fragen der Politik.
Vielleicht öffnet diese Show ja endlich mal ein paar mehr Menschen und Mädchen die Augen darüber, wie es wirklich in dem Geschäft zugeht.
Ich jedenfalls mache den Machern der Show keine Vorwürfe, schließlich wird ein Topmodel gesucht und kein Aldi-Prospekt-Püppchen.
Und ja, ich glaube durchaus daran, dass die Gewinnerin es tatsächlich schaffen kann, ganz weit nach oben zu kommen im Modelbusiness...