Krankenversicherung: Bekommt der Arzt unterschiedlich viel Geld?

  • Zitat

    Original geschrieben von wrywindfall
    Und mir als privat versichertem Selbständigen geht es auch so, dass ich mir krank machen gar nicht leisten kann, denn jeden Tag, den ich nicht arbeite, bekomme ich auch kein Geld. Das war früher, als ich noch im öffentlichen Dienst gearbeitet habe, anders...


    Du bist aber doch nicht gesunder, weil Du privat statt freiwillig gesetzlich versichert bist. Du zahlst nur weniger, weil Du Dich aus einem Solidarsystem ausgeklinkt hast und beklagst Dich gleichzeitig, dass zu wenig Geld in dem Topf dieses Solidarsystems ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Du bist aber doch nicht gesunder, weil Du privat statt freiwillig gesetzlich versichert bist. Du zahlst nur weniger, weil Du Dich aus einem Solidarsystem ausgeklinkt hast und beklagst Dich gleichzeitig, dass zu wenig Geld in dem Topf dieses Solidarsystems ist.


    Jetzt schlägts aber 13! :mad: Ich bin nicht privat versichert, weil das ach so viel billiger ist und weil ich mich aus dem Solidarsystem augeklinkt habe, sondern weil ich mich nicht in der GKV versichern kann und darf, nicht mal freiwillig. Da ich die Vorversicherungszeit nicht erfüllt habe, ist da nix zu machen, wäre nämlich gerne bei der TK geblieben, wo ich vorher pflichtig war.


    So, Herr Oberrat, wieder einen vermeintlichen Sozialschmarotzer entlarvt? :rolleyes:


    Und ausserdem, was hat das mit Gesundheit zu tun? Jeder Tag ohne Arbeit heißt bei mir kein Einkommen. Selbst wenn ich krank bin, kann ich es nicht sein. Du verstehst aber auch gar nichts... :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von wrywindfall


    So, Herr Oberrat, wieder einen vermeintlichen Sozialschmarotzer entlarvt? :rolleyes:



    Das mit den "Sozialschmarotzern" war eine haltlose Unterstellung von "No Teen". Es liegt mir fern, bei Privatversicherten von Sozialschmarotzern zu sprechen.
    Mir geht es um die Feststellung, dass Privatversicherte eben nicht in den Topf der KVs einzahlen, sondern nur dann etwas zahlen, wenn sie tatsächlich einen Arzt in Anspruch nehmen. Dadurch ist es für den Arzt zwar sehr lukrativ, Privatpatienten zu behandeln, trotzdem trägt aber der Kassenpatient, weil er über die Kopfpauschale auch zahlt, wenn er gesund ist, deutlich mehr zur Finanzierung der Ärzte bei, als ein (gesunder) Privatpatient.

  • Hier wird ja unterstellt, dass jeder in der PKV mutwillig dem Sozialstaat schaden möchte. Es ist wie immer bei staatlich Organisierten Systemen, es besteht einfach kein Bedarf wirklich effizient zu arbeiten, darum können sich überhaupt erst so viele Krankenkassen halten.
    Ich bin (zum Glück) als Student noch in der PKV über meine Eltern mitversichert und hoffe das auch nach dem Studium fortsetzen zu können. Dies möchte ich aber völlig ohne die Absicht dem Gesundheitssystem zu schaden, sondern vielmehr weil ich im Falle eines Falles einfach besser versorgt werde. PKV oder GKV, an mir kann ein Arzt eh nix verdienen, bin zu gesund ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Das mit den "Sozialschmarotzern" war eine haltlose Unterstellung von "No Teen".


    Ich habe nichts unterstellt, sondern Deinen Gedanken zu Ende gedacht. Ob Du das tust, wenn Du hier die graue Theorie aus der aktuellen Wirtschaftwoche unreflektiert hinklatschst, wage ich zu bezweifeln.


    Im gleichen Atemzug hast Du doch soeben wieder der Welt mitgeteilt, daß Privat Versicherte "nichts in den Topf bezahlen". Würde mich mal interessieren, wohin ich die 5000.- Euro jedes Jahr überweise, wenn nicht in den Topf einer Privaten KV, aus dem dann wiederum Ärzte bezahlt werden.


    Daß aus diesem Topf nicht sofort jeder Arzt Geld erhält aufgrund irgendwelcher zweifelhafter Umrechnungsschlüssel, dafür kann ich nichts.


    Dennoch werden Ärzte auch von dem Geld bezahlt, das ich dem Gesundheitssystem zur Verfügung stelle - auch dann, wenn ich nicht krank bin.


    Falls Du das jetzt immer noch nicht verstanden hast, schicke ich Dir gerne ein Lexikon oder einige meiner Kontoauszüge.


    NoTeen

  • Das meiste wurde gesagt, nur noch ein kleiner Kommentar hierzu:

    Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Der privat Versicherte ist deshalb in die Privatversicherung gegangen, weil er dort weniger zahlt.


    Auch diese Aussage ist pauschal nicht gültig. Die Entscheidung, sich privat zu versichern, ist abhängig von Beitragshöhe, Familiengröße, Leistungserwartung und den überhaupt zur Verfügung stehenden Auswahlmöglichkeiten.


    Man kann nicht 4-köpfige Familien mit bestimmten Gruppen von Einzelpersonen gleichsetzen (wobei ja die privat Versicherte noch mehr einzahlt ;))


    Grüße, Öle

    Mit Grüßen ...

  • Na Öle, wach genug, um mein Posting weiter oben zu verstehen? :D


    Zitat

    Original geschrieben von rajenske
    (wobei ja die privat Versicherte noch mehr einzahlt ;))


    Irgendwann sollte ja mal per Gesetz diese Diskriminierung beseitigt werden. Obwohl ich das eigentlich so lassen würde, denn da die Versicherte im Allgemeinen länger lebt als der Versicherte, müssen höhere Altersrückstellungen gebildet werden.


    Aber das ist eigentlich ein anderes Thema!

  • Zitat

    Original geschrieben von NoTeen
    Diejenigen, die diese geringeren Beiträge leisten, sind zum größten Teil Selbständige oder Menschen in verantwortungsvoller Position, die i.d.Regel selten bis nie krank sind, geschweige denn krank "machen", weil sie es sich einfach wirtschaftlich nicht erlauben können. Von den Deiner Aussage nach minderwertigen - 5000.- Euro, die ich jedes Jahr in die PKV einzahle, habe ich bisher NULL dem Gesundheitssystem entnommen! Eine durchschnittliche EDEKA-Verkäuferin, die zweimal im Jahr ihre Grippe "nimmt", kommt unser Gesundheitssystem unter dem Strich teurer als ein Selbständiger Privatversicherter.


    Wenn man 5000€ Krankenversicherung im Jahr bezahlt könnte man vermutlich monatelang unbezahlt krank sein und hätte immer noch ein höheres Jahreseinkommen als die jeden Tag arbeitende Edekaverkäuferin. Aber selbstverständlich nagt man sofort am Hungertuch wenn man einen Tag krank ist bzw. wird einfach nicht krank weil es ja etwas kosten könnte ..... blub blub

  • Beim klassischen Selbständigen ist die tägliche Anwesenheit und Verfügbarkeit sehr wichtig, denn er hat einen Ruf bei seinen Auftraggebern zu verlieren. Ein Tag krank sein mag nicht viel Verlust bringen, vorerst. Aber wenn der Auftrag dann an jemand anderen geht und man keine Kontakte knüpfen kann, ja sogar noch als unzuverlässig gilt, dann kann man als Selbständiger einpacken. Dazu reicht ein Krankheitstag zur falschen Zeit!


    blubbblubb



    BTW hat die Höhe des Beitrags nichts mit dem Einkommen zu tun. Ich zahle auch im Jahr 2400 Tacken an die PV, bin aber wahrlich nicht auf Rosen gebettet!

  • Wenn man krank ist dann ist man halt krank und kann es sich nicht aussuchen. und wenn man es sich aussuchen kann kann man es sich ja den richtigen Tag aussuchen. "Ja auch Arbeitnehmer gehen zuweilen mit Erkältung zur Arbeit sofern sie dort nicht ungern gesehen sind da sich niemand anstecken will."


    Abgesehen davon arbeiten natürlich alle Selbständigen allein und sind auch für nur einen Tag unersetzlich usw. ..


    Das ist in Internetforen immer so eine komische Mischung aus Angeberei "ich verdiene ja so viel mehr und leiste ja so viel mehr als die Edeka-verkäuferin" und Jammerei "ich Armer muß ja soviel arbeiten und kann nie in Urlaub fahren oder mal einen Tag krank sein".

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