Als Akademiker in den öffentlichen Dienst?

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Der TVöD sieht ja vor, dass eine gewisse Prämie gezahlt wird, aber die Praxis sieht anders aus. Denn wer die Prämie bekommt, entscheidet der Dienstherr. Toll wenn man dann in der falschen Partei ist, oder aber sowieso nur die Ar***kriecher Prämien bekommen. Super!


    Du schreibst dummes Zeug!


    Erstens gibt es keine Prämien, sondern das heisst leistungsabhängige Bezahlung.
    Zweitens wird selbige erst 2007 eingeführt.


    Dabei wird die Parteizugehörigkeit (sofern überhaupt vorhanden) garantiert keine Rolle spielen.

  • Zitat

    Original geschrieben von xaruba
    Du schreibst dummes Zeug!


    Danke, das du mich so freundlich darauf hinweißt :)

    Zitat


    Erstens gibt es keine Prämien, sondern das heisst leistungsabhängige Bezahlung.
    Zweitens wird selbige erst 2007 eingeführt.


    Naja, nenn es Prämie oder leistungsabhängige Bezahlung. Ist doch all das gleiche ;)

    Zitat


    Dabei wird die Parteizugehörigkeit (sofern überhaupt vorhanden) garantiert keine Rolle spielen.


    Du bist aber ein ganz schlauer. Glaubst wohl auch daran, dass es Korruption nur auf dem Papier gebt, nicht war? ;) Wie dem auch sei. Ich bleibe bei meiner Meinung. Selbst jetzt wo es diese "prämie" noch nicht gibt kriegen komischerweise immer die gleichen alle paar Monate eine sogenannte Sonderprämie für "besondere Leistung". Komisch das darunter nur enge/befreundete Parteigenossen sind, wohingegen bessere/gleichgute Kollegen leider in der falschen Partei sind und somit aufs Abstellgleis geraten. Ist leider traurige Realität. Und, nun ja, du kannst es dummes Zeug nenne, ich nenn es persönliche Erfahrung. :p

  • Zitat

    Original geschrieben von xaruba
    Dabei wird die Parteizugehörigkeit (sofern überhaupt vorhanden) garantiert keine Rolle spielen.

    Muahahahaha :top:
    Bub, das Leben funktioniert (in Kommunalverwaltungen) anders ;) Fängt schon damit an, einen Auftrag vom öD zu bekommen :D

  • Bei Bundesbeamten gibt es sehr wohl Prämien und Zulagen für besondere Leistungen (siehe § 42a BBesG). Ich habe mehrere Jahre für eine solche Behörde in Freiburg gearbeitet - und die Vergabe der Prämien nach Parteibuch ist mir dort nie untergekommen.

  • "Prämie" ist was, was der AG oben drauf zahlen kann, aber nicht muss. Afaik ist es im TvÖD so geregelt, dass 12 Monatsentgelte fix sind und darüber hinaus ein gewisser fester Teil ausgezahlt werden *muss* - nur eben nicht gleichmäßig an alle, sondern leistungsabhängig.


    Um ein Teil des Jahresgehalts leistungsabhängig auszahlen zu können, bedarf es in irgendeiner Form einer Leistungsbeurteilung. Und die ist, soweit ich weiß, immer noch mitbestimmungspflichtig. Meist werden hier Zielvereinbarungen zur Bewertung herangezogen, wo am Anfang die Ziele mit jedem einzelnen vereinbart werden und am Ende die Zielerreichung gemessen wird. Die Ziele sollten dabei die SMART-Kriterien erfüllen, näheres dazu spuckt Google aus. Entsprechend sollte ein für alles transparentes Regelwerk entstehen, wonach der leistungsabhängige Anteil ausgezahlt wird und am Ende - von jedem Chef - auch belegt werden muss, warum Person A jetzt 80% bekommt und Person B 115%. Riecht das für einige zu sehr nach Willkür, lässt sich das ja auch anfechten (und als oberster Dienstherr würde ich mit meinen beurteilenden Abteilungsleitern u.a. ein Ziel zu Anfechtungen ihrer abgegebenen LBU machen ;)).


    Wenn jetzt der Personalrat so doof ist und einem schwammigen Werk zustimmt, wo weiterhin nach Nase statt nach messbarer Leistung das Geld verteilt wird, dann ist er wohl selbst schuld. Und ich als Mitarbeiter würde fragen, ob es für so eine Zustimmung gegen die Interessen der Mitarbeiter wenigstens genügend Aufenthalte im nächsten Puff gab, oder ob sie sich was anderes haben einfallen lassen als ein bekannter Autobauer ;)


    Insgesamt sollte der Klüngel hier um einiges schwieriger sein als bei z.B. Auftragsvergaben (da wart ich einfach die ersten 2 Angebote ab und sag dann meinem Spezi, wie niedrig er sein Angebot machen muss, damit er den Zuschlag bekommt...).
    Dass das alles für den ÖD natürlich komplettes Neuland ist, und dort von Führung und ähnlichem noch weniger Ahnung herrscht als in der Wirtschaft ist mir auch schon klar.

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • [QUOTE] Original geschrieben von DUSA-2772
    Inzwischen dürfte überall der neu ausgehandelte TvÖD = Tarifvertrag Öffentlicher Dienst gelten, nicht mehr der BAT. ;)


    Der TVöD gilt mometan für alle kommunalen Beschäftigten und Beschäftigte des Bundes. D.h. alle Beschäftigten in den Bundesländern (ausser Berlin und Hessen, sind aus der TdL ausgestiegen) werden z.Zt. noch nach dem BAT eingruppiert und bezahlt. Wobei die Neueinstellungen in vielen Bundesländern keine 38,5 Stunden sondern bis zu 42 Stunden (Bayern) arbeiten und kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld mehr bekommen.

    Das Bessere ist der Feind des Guten

  • Also ich studiere ja auch Wirtschaftsinformatik, zwar noch realtiv am Anfang, aber mit den Jobaussichten habe ich mir schon vor dem Studium mal ausführlich auseinandergesetzt. Im Moment bist du als Wirtschaftsinformatiker doch noch sehr gut nachgefragt. Es wäre evtl gut zu wissen wo du deinen Schwerpunkt gelegt hast, Controlling, Banking & Finance, Projektmanagement, etc


    SAP ist eine gute Anlaufstelle für Winfos, die suchen auch in allen Vertiefungsrichtungen gute Leute. Wenn du flexibel bist (Europa-/Weltweit) arbeiten könntest, dann wirst du recht schnell einen sehr guten Job finden, der die Anstellungen im öffentlichen Dienst in den Schatten stellt. Einen Haken hat das ganze aber, du hast eine höhere Eigenverantwortung, dass mag der eine als Vorteil, der andere als Nachteil sehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Also ich studiere ja auch Wirtschaftsinformatik, zwar noch realtiv am Anfang, aber mit den Jobaussichten habe ich mir schon vor dem Studium mal ausführlich auseinandergesetzt. Im Moment bist du als Wirtschaftsinformatiker doch noch sehr gut nachgefragt. Es wäre evtl gut zu wissen wo du deinen Schwerpunkt gelegt hast, Controlling, Banking & Finance, Projektmanagement, etc


    SAP ist eine gute Anlaufstelle für Winfos, die suchen auch in allen Vertiefungsrichtungen gute Leute. Wenn du flexibel bist (Europa-/Weltweit) arbeiten könntest, dann wirst du recht schnell einen sehr guten Job finden, der die Anstellungen im öffentlichen Dienst in den Schatten stellt. Einen Haken hat das ganze aber, du hast eine höhere Eigenverantwortung, dass mag der eine als Vorteil, der andere als Nachteil sehen.



    Also bwl-mäßig habe ich meinen Schwerpunkt in Controlling und Wirtschaftsprüfung (ist bei uns gemeinsam ein Schwerpunkt) gelegt. Ob SAP was ist, weiss ich nicht, da meine Noten nicht absolute Spitzenklasse sind. Aber ich kann mir gut vorstellen, mal ins Controlling zu gehen, da ich sonst ein "Zahlenjongleur" bin ;)

  • Also Controlling ist doch zumindest nicht so schlecht, wenn du dennoch mit einer staatlichen Anstellung liebäugelst, dann denk doch mal über Promovieren nach ;)
    Ansonsten, SAP ist laut Umfrage einer der beliebtesten Arbeitgeber in DE. Kostenlose Kantine, Aufstiegschancen, Internationale Aufgaben, alles wird dort ziemlich gut bewertet.
    Ansonsten nervt mich eine Bank momentan mit Anrufen, die im Prinzip ihr Master Programm an der HfB bewerben. Denen scheinen echt Leute zu fehlen :D


    Was mich wundert, dass du momentan noch keinen Job in Aussicht hast. Ich kann jetzt zwar nur von Münster berichten, aber dort haben soweit ich gehört hab über 90% der Absolventen schon nen Job vor Studienabschluss.

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