Parkverbotschild für LKW beantragen, wie?

  • Am WoE war ich bei meinen Verwandten und hatte dort das bisher ärgerlichste Erlebnis in einer manchmal sehr großen Parkplatzproblematik.


    Als ich gerade mein Auto ausgeladen habe, kam ein LKW-Fahrer (mit 7.49 Tonner) und forderte mich auf, mir einen anderen Parkplatz zu suchen damit er dort parken kann. Das habe ich natürlich nicht gemacht und so flogen ein paar [bestimmte] Worte hin und her bevor er sich endlich verkrümmelte.


    Ich habe diesen Parkplatz nicht umsonst gewählt, denn er war der einzige wo ein LKW noch reingepasst hätte... dieser Typ ist nämlich eine echte Plage:


    Von seinem Wohnzimmer aus betreibt er eine Art Minispedition und abends bzw. am WoE stellen er uns seine MA mittlerweile bis zu 5 dieser 7,49 Tonner an der Straße ab und die Anwohner und deren Besucher haben am Verlust von über 15 PKW-Stellplätzen zu knabbern. Dazu kommt noch ein halbes Duzend Lieferwägen von Elektrikern u.ä. die auch einfach dort abgestellt werden. So einen großen Überfluss an Parkplätzen gibt es dort übrigens nicht...


    Gerüchten zu Folge bin ich nicht der einzige der einen Zusammenstoß mit diesem sehr unerfreulichen Zeitgenossen hatte.


    Nun habe ich aber in Erinnerung, daß ein entfernter Bekannter es bei der Stadt geschafft hat, die Aufstellung eines Parkverbot-Schildes zu erwirken, mit dem Zusatzschild "PKW frei". Er hat nämlich eine Gaststätte und auch bei ihm haben die Firmen in der Umgebung ihre LKW an die Straße statt aufs Firmengelände gestellt - und er hatte keine Parkplätze mehr für seine Gäste.


    Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Art von Antrag?

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Am besten mal die Stadtverwaltung anrufen und sich mit der Abt. Verkehrsmanagement verbinden lassen die helfen dir weiter !

  • es ist ein schwierig gelagerter Fall, da ich beide Seiten sehr gut verstehen kann.
    Das ist für alle Beteiligte sehr ärgerlich.
    Vielleicht solltet ihr mit dem Spediteur mal reden und nach einer ernsthaften Lösung suchen, anstatt gleich auf die Barrikaden zu gehen.
    Manchmal hiflt ein Gespräch mehr als tausend Drohungen.
    Es könnte z.b. hilfreich sein, wenn jmd.ihm Parkplätze vermietet und er nur noch einen LKW vor der Tür zum Be- und Entladen hat.


    Womöglich hat jemand auch einen Bekannten, der Parkfläche zu vermieten hat.


    Die erste Variante mit auf Konfrontationskurs kann ich nicht empfehlen, da er aus wirtschaftlichem Interesse im Moment auf diese Stellplätze angewiesen ist und sich wahrscheinlich darauf einlässt.

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  • Da gibt es in der Gemeindeordnung o.ä. meist eine Regelung die die Schaffung von Parkplätzen für a) Firmenfahrzeige und b) Gästefahrzeuge (bei Hotels etc.) vorsieht.


    Wenn er also ein Gewerbe mit 5 Fahrzeugen angemeldet hat, muss er am Gewerbestandort auch auf seinem Grund 5 Stellplätze schaffen.


    Prüfe doch mal dahingehend deine Gemeindeordnung!

  • Ihr habt mich falsch verstanden. Er wohnt da nur, das Büro ist bestenfalls ein Schreibtisch im Eck seines Wohnzimmers. Er hat da garantiert keinen Grund und Be- oder Entladen wird auch nicht.


    Er lässt sich quasi die LKW von seinen Mitarbeitern nach Hause bringen...


    Ich vermute stark, daß es überhaupt gar kein Firmengebäude o.ä. gibt...

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    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Erster Schritt:
    Reden
    Je nach Reaktion hat sichs geklärt, wenn nicht:
    Zweiter Schritt
    Nachbarn suchen, die das auch stört, noch mal reden, wenns dann immer noch nicht fruchtet:
    Dritter Schritt:
    Sich an die Stadt wenden


    Hier gibt es viele Möglichkeiten
    Einen Brief schreiben oder auch einen Gesprächstermin vereinbaren. Hier wären natürlich ein paar aussagekräftige Fotos hilfreich.


    Das ganze würde ich nicht alleine und mit entsprechendem Nachdruck betreiben.
    Die Stadt sollte entsprechende Möglichkeiten kennen.


    Ich wünsche dir viel Erfolg. :top:

  • Naja, Firmengebäude braucht er ja auch nicht. Es ist jedem selbst überlassen, ein Home Office, wie es so schön neudeutsch heißt, im Rahmen seiner Ich-AG zu betreiben. Lässt sich übrigens auch von der Steuer absetzen ;)


    Was natürlich nicht geht, sind die LKW einfach ins Wohngebiet stellen. Jeder Hausbesitzer muss Stellplätze nachweisen oder sich bei der Stadt/Gemeinde freikaufen. Schließlich gehört die Straße der Stadt und selbst wenn Parkbuchten eingezeichnet sind, gehören die keinem sondern man darf froh sein, dass man sein Zweit- oder Drittwagen sowie die Besucher ihr Auto dort abstellen dürfen. Wo es dann imho tatsächlich etwas kritisch wird, wenn jemand seinen gewerblichen LKW-Fuhrpark, der ja doch ein wenig mehr Platz braucht als die ganzen Anwohner-PKW, dort abstellt.


    Ich würde das so machen: einfach mal bei der Stadt anrufen und sich kundig machen. Man braucht ja nicht gleich den Herrn dort erwähnen, sondern sich mal für sich informieren und wie das denn rechtlich geregelt ist. Mit dem Fakten-Wissen würd ich dann konzertiert mit der betroffenen Nachbarschaft bei dem Herrn aufkreuzen und in auf die Problematik ansprechen. Und ihn natürlich dezent auf die rechlichen Gegebenheiten hinweisen. Ich vermute: für 5 gewerbliche LKW wird er sich bei der Stadt nicht durch Ablösezahlungen von nachzuweisenden Stellplätzen behelfen können. Und wenn er nicht einsichtig ist (klar, ich wollte auch nicht in 5 LKW-Stellplätze investieren - kost ja ein Haufen Kohle und Geiz ist schließlch geil ;)), könnt ihr ihm immer noch die Stadt bzw. das Verkehrs- oder Ordnungsamt auf den Hals hetzen.


    Es muss nur einer die Sache eben mal anpacken und die ganzen genervten Nachbarn täten gut daran, wenn es drauf ankommt nicht den Schwanz einzuziehen. Und dann würd ich mit denen zuerst den kooperativen Weg probieren und wenn alles nix nützt, wird es nicht ohne Konfrontation gehen.

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Er hat da garantiert keinen Grund und Be- oder Entladen wird auch nicht.


    Das ist auch überhaupt nicht nötig, denn das Parken in Wohngebieten ist nur für LKW über 7,5 to von 22:00 bis 06:00 Uhr verboten.


    Aber ich bin sicher, daß er wahrscheinlich da trotzdem nicht stehen darf. :cool:


    Auf Gehwegen ausgewiesenen Parkplätzen dürfen nur Fahrzeuge bis 2,8 to parken.


    Auf Parkplätzen am Straßenrand darf man nur parken, wenn eine Gasse von 3 m bleibt. Und es würde mich wundern, wenn das irgendwo in einem Wohngebiet funktioniert.


    Und auf markierten Parkbuchten darf er natürlich auch nicht stehen, wenn sein Fahrzeug zu groß dafür ist.


    Also solange beim Ordnungsamt nerven, bis ihm die Köllchen zu teuer werden!

  • Eine konsertierte Aktion der Anwohner durch Zuparken aller Stellplätze mit ihren PKW würde evtl auch helfen.

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    Ericsson T39m
    Legends never Die!
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