Stundenlohn bei Zeitarbeitsunternehmen

  • Zitat

    Original geschrieben von Hope0815
    Wer kann von 7- 8 €/Std. Brutto eine Familie ernähren. :flop:


    oh, da kenn ich genug die das noch von wesentlich weniger machen müssen (z.B. Taxifahrer)


    ist hier aber etwas OT

  • Hallo,


    Zitat

    Wenn es kein Geheimnis sein soll, kannst Du mal verraten, was ein Unternehmer für durcschnittlich qualifizierte Arbeitnehmer je Tag/ Stunde/ Woche bezahlen.


    Ist wohl stark Branchen und Jobabhängig und somit recht unaussagekräfig.


    Wir beschäftigen etliche Consulter, die von entsprechenden Consulting-Firmen rekrutiert werden - von uns Zuhälter genannt. Die meisten von denen sind Freiberufler und haben nebenbei noch ne eigene Firma. Die Unsterschiede was wir an die Consultingfirma zahlen und was letztendlich die Leute bekommen, liegt bei 40 bis 60 % ( deswegen Zuhälter ). Aber das ist immer noch soviel, das man damit gut leben kann.

  • Zitat

    wesentlich weniger machen müssen (z.B. Taxifahrer


    Ohhh da habe ich aber infos. Einige Freunde von mir sind Taxifahrer (ehm.BWL-Studies :D ) und die verdienen in der Woche 500,-€.
    Also ich hab auch immer wieder gehört, jaaa alssss Taxifahrer verdienst du nichts, aber machen tuen Sie es immer noch, was für mich letztenende ein Zeichen dafür ist, das Sie doch gut verdienen. Sorry hab in der letzten Zeit einfach viel zu oft gesagt bekommen, das man da und da nicht gut und genug verdient und selber arbeiten sie immer noch da.
    Tut mir leid liebe TT-Freunde, das ich ei n wenig gereitzt reagiere, aber ich war die letzten Monate Arbeitslos und das ist absolut keine schöne Zeit zumal ich immer noch kein Bewilligungsbescheid bekommen habe (Antrag habe ich April gestellt). Nun endlich habe ich ein neuen Job als Callagent für 6,5-€ plus Provision von je 0,70-€.

  • Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Tut mir leid liebe TT-Freunde, das ich ei n wenig gereitzt reagiere, aber ich war die letzten Monate Arbeitslos und das ist absolut keine schöne Zeit zumal ich immer noch kein Bewilligungsbescheid bekommen habe (Antrag habe ich April gestellt). Nun endlich habe ich ein neuen Job als Callagent für 6,5-€ plus Provision von je 0,70-€.


    Glückwunsch zum neuen Job! :-)
    Bist über nen PDL im Call-Center? Oder direkt angestellt dort?

  • Danke dir TMausHB bin sofort dort angestellt. Sind super nette und schöne Kolleginnen dort. Rufe Bestandskunden von Debitel an und bite ihnen HOME Option, finde das das 100mal besser ist als Lotto zuverkaufen. Werde im alten Tread von mir euch mal meine Erfahrungen berichten.


    Ciao Leute

  • Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Ohhh da habe ich aber infos. Einige Freunde von mir sind Taxifahrer (ehm.BWL-Studies :D ) und die verdienen in der Woche 500,-€.


    Das kommt sicher auch immer auf die Stadt und das entsprechende Aufkommen an Fahrgästen an.


    Aber wesentlich entscheidener ist doch nicht was sie in der Woche verdienen sondern wie viele Stunden sie dafür hinterm Steuer oder auf Parkplätzen rumlungern müssen. 500 € machst Du nicht mal so nebenbei, das geht dann nur in Vollzeit d.h. 6 Tage die Woche zwischen 10 und 12 Stunden am Steuer. Macht also im Schnitt 70 Stunden/Woche Arbeitszeit. Bleibt unterm Strich also auch nur ein Stundenlohn von ca. 6,94 €.


    Ansonsten Glückwunsch zum Job und immer dran denken:
    Man könnte immer noch weniger verdienen als im Moment.


    CH

  • Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Einige Freunde von mir sind Taxifahrer (ehm.BWL-Studies :D ) und die verdienen in der Woche 500,-€.


    Als Vollzeitkraft ordentlich angemeldet & versteuert? Kann ich nicht glauben...


    Ich kenne seit über 15 Jahren die Branche. Hier (ca. 70k Einwohner-Stadt) mußt Du mit Steuerklasse1 ca. 300-350h im Monat machen und hast dann meistens nicht mal 1000€ netto in der Tüte. Oftmals noch wesentlich weniger...


    Das ist bittere Realität. Die meisten kennen Taxis nur daher, wenn Sie Samstag nachts durch die Straßen rasen oder Silvester keines zu bekommen ist. Aber das Jahr hat 365 Tage mit 24 Stunden, dazu Ferien (keine festen Schulfahrten) und durch die Gesundheitsreform drastisch zurückgegangenen Krankenfahrten.


    Wenn Du da als Unternehmer nicht irgendwie was an der Steuer vorbeimogelst oder der Fahrer hat noch eine lukrative "Nebeneinnahme" wie HartzIV oder Sozi dann lebst Du als Droschkenfahrer fast am Existensminimum
    :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Aber speziell bei höherqualifizierten Aufgaben ist eine Tätigkeit nie ohne langwierige Einarbeitung möglich, das kann ruhig schonmal ein ganzes Jahr oder mehr sein bis man seine Stelle weitgehend eigenständig ausfüllen kann. Die Hire and Fire Mentalität die durch Leiharbeit begünstigt wird nützt an der Stelle weder dem Unternehmen noch dem Mitarbeiter bzw. "Leihkeule".


    Aha. :rolleyes:
    Ich bin seit geraumer Zeit für so einen "Seelenverleih" tätig, aber von derartigen Einarbeitungszeiten habe ich bis dato noch nichts mitbekommen.
    Eine gute Personaldienstleistung zeichnet sich in erster Linie durch entsprechend qualifiziertes Personal aus, und das setzt neben der rein fachlichen Qualifikation natürlich auch entsprechende geistige Fähigkeiten und Flexibilität voraus.
    Ein guter Leiharbeiter ist in der Lage, sich schnellstmöglich in ein neues Aufgabenfeld und neue Projekte einzuarbeiten.
    Da die Einsätze oft nur 3-6 Monate dauern, wäre eine entsprechend hohe Einarbeitungszeit auch extrem kontraproduktiv. ;)
    [small](Wenn dem doch so sein sollte, wäre eine Firma ausgesprochen schlecht beraten, Leiharbeiter zu engagieren, es sei denn, es wird für mehrere Jahre gebucht.)[/small]

    Zitat

    Außerdem ist Leiharbeit für den Mitarbeiter mit hoher Flexibilität verbunden, da kanns dann schonmal passieren, daß man die letzten drei Monate in Stuttgart war, und Freitag nachmittags von seinem Chef hört, daß man ab Montag das nächste halbe Jahr in Hamburg arbeiten soll. Das gilt zumindest für Höherqualifizierte bei bundesweit agierenden Dienstleistern wo man den passenden Mitarbeiter nicht an jeder Ecke findet.


    Stimmt. Aber das sollte potentiellen Bewerbern vorher klar sein.
    Zumal, zumindest in meiner Firma, dennoch versucht wird, die Mitarbeiter in relativer Wohnortnähe bei einem Kunden unterzubringen.
    Ich mag mit fast 1000km Heimweg ein schlechtes Beispiel sein, grundsätzlich aber klappt das recht gut.


    Die Firma, für die ich arbeite, ist im Bereich höherqualifizierter Tätigkeiten angesiedelt, genauer gesagt im Bereich Entwicklung und Konstruktion, Schwerpunkt CAD mit Pro/Engineer.
    Ich kann aber wahrlich nicht behaupten, nur für "virtuelles Kistenstapeln" oder Schreibarbeiten eingesetzt zu werden, dafür wäre ich auch viel zu teuer. ;)
    Ich selber bin gelernter technischer Zeichner, demzufolge habe ich natürlich andere Aufgabenfelder als ein Ingenieur.
    Aber die Mitarbeiter unserer Firma werden gewiss nicht als bessere Tippsen engagiert, sondern in vollem Umfang entsprechend ihrer Fähigkeiten eingesetzt.
    Und ich hatte nie das Gefühl, von den Mitarbeitern vor Ort als "Büronutte" oder sonstwie negativ betrachtet zu werden, ganz im Gegenteil.
    Wobei das natürlich immer auch von einem selber und den Leuten vor Ort abhängt.


    Natürlich ist eine Festanstellung letztlich das Ziel, aber a) werden die (leider) immer seltener, b) ist Zeitarbeit für _mich_ die ideale Möglichkeit, um Erfahrungen in verschiedensten Firmen und Aufgabenbereichen zu sammeln, was sich auf einer Bewerbung immer gut macht und c) bin ich mit meinem Gehalt (Festgehalt, kein Stundenlohn; +Zulagen) durchaus zufrieden.


    Ich weiß sehr wohl, dass es durchaus auch andere Firmen gibt, die eher den genannten Klischees entsprechen (speziell im Bereich klassischer Gewerke (Bau, Heizung/Sanitär,...), ich kann über meine Firma und meine Arbeit aber wahrlich nichts ernsthaft schlechtes berichten.


    Natürlich muss jeder selber entscheiden, ob die vorhandenen Unannehmlichkeiten hinnehmbar sind oder nicht. Für mich war es das wert, zumal ich noch relativ jung bin, und gerade erst am Anfang meiner (hoffentlich langen und erfolgreichen) Karriere stehe.

    Zitat

    Das wissen natürlich auch die Firmen, und haben schon keine hohe Erwartungshaltung wer denn da von dem Dienstleister geschickt wird und setzen Mitarbeiter von Verleihfirmen auch überwiegend für einfachere Tätigkeiten ein.


    Wie gesagt: Blödsinn. ;) (zumindest in derart pauschaler Form)


    P.S.: Falls jemand Interesse an einem Job in genanntem Fachbereich hat, PN. [small](Die Firma sucht händeringend neue Mitarbeiter)[/small]

  • Ist es inzwischen eigentlich nicht so, dass ein Zeitarbeiter auf dem GLEICHEN Lohnniveau bezahlt werden muss, wie ein Arbeiter, der sonst üblicherweise auf der Stelle des Zeitarbeiters arbeiten würde? Also nichts mehr mit Lohndumping...


    Leider weiß ich nicht, was für eine Verordnung o.ä. das ist. Jedenfalls hat mir das vor kurzem mal ne Kollegin aus der Personalabteilung erzählt.

    Sie nannten ihn Trollfütterer.

  • Ja schön wärs. Ist aber leider nicht so.


    Ich mach leiharbeit jetzt schon das 6. Jahr, war auf sehr vielen verschiedenen Stellen, und hab immer den Tarif Zeitarbeit bekommen, bei den letzten 3 Entleihern immer die unterste Stufe.


    Bei den Kollegen von anderen Zeitarbeitsfirmen war es das gleiche. Gut, ich war meist in der produktion/maschinenbau, aber egal. Dort hab ich auch Arbeiten ausgeführt, die nicht einfach sind oder halt bischen Köpfchen erfordern (einrichten von maschinen usw).


    Der Verleihfirma war das egal. Mehr Geld (ne Lohnstufe höher) war nicht drin.

    grrr...Wenn das doch einmal klappen würde...

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