Biokraftstoffe werden besteuert;wie bescheuert.

  • Zitat

    Original geschrieben von Scorpio75
    Da muss ich ein Bisschen widersprechen: bei uns wäre das nicht so gekommen, wenn die EU-Kommission es uns nicht verordnet / aufgezwungen hätte. Ausnahmsweise können "wir" es diesmal nicht auf uns schieben... :D


    Die EU gibt einen Rahmen vor. Diesen Rahmen dehnen die deutschen aber meist bis zum platzen! Und dann gehts oft eh schief. Also bleibt es doch bei "uns". ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Frank
    Biodiesel wird bereits als tot erklärt. Beimischung ja aber nicht mehr als eigenes Produkt.

    Das finde ich aber sehr schlecht, das durch die Beimischungsverordnung nicht mehr genug reiner Biodiselkraftstoff zur Verfügung steht.


    Ich habe nicht vorwiegend aus ökologischen Geschichtspunkten (war aber ein angehmer Nebeneffekt) Biodiesel getankt, sondern weil er deutlich günstiger war. Noch im Dezember waren das Durchaus 27 ct/l Preiunterschied.


    Aber Dieselkraftstoff ist ja durch die Beimischung auch nicht günstiger geworden. Wenn man jetzt den teuren Kraftstoff tanken muss und die für Diselfahrzeuge höhere Kfz-Steuer berücksichtigt rentiert sich Diesel gegenüber Benzin nicht mehr wirklich.


    Bleibt dann noch Tanktourismus als letzter Ausweg.


    Die 25 Cent Biodieselpreiserhöhung kostet einem schnell mal 30€ pro Monat. Das sind dann auch schon wieder 2% eines durchschnittlichen Nettoeinkommens.

  • Bei uns ist der Preisunterschied zwischen Biodiesel und Mineraldiesel sogar gewachsen. Also eher lokale Angelegenheit.
    Früher war bei uns Konstant 5ct/l Preisunterschied. Egal wie der Mineralische Diesel rauf oder runter ist, der Biodiesel ist mitgegangen, und war immer 5 ct unter dem Mineralischen Diesel.
    Zum Jahreswechsel ist der Biodiesel erstmal hochgestiegen, sogar über dem Mineralischen Diesel gelegen, dann aber wieder gefallen. Gleichzeitig ist der Mineralische Diesel gestiegen, so daß der Presiunterschied heute sogar größer ist als früher. Stand heute:
    Biodiesel 1.13,9
    Normaldiesel 1.23,9


    Lohnt für mich also heute sogar noch mehr als früher Biodiesel zu tanken.


    Wobei der Biodiesel seit Mitte Januar bei 1.13,9 feststeht. Kurz nach Jahreswechel mal vorrübergehend über 1.20. Der Mineralische Diesel schwankt weiter fröhlich vor sich hin :)

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  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Biodiesel 1.13,9
    Normaldiesel 1.23,9


    Lohnt für mich also heute sogar noch mehr als früher Biodiesel zu tanken.


    Wobei der Biodiesel seit Mitte Januar bei 1.13,9 feststeht. Kurz nach Jahreswechel mal vorrübergehend über 1.20. Der Mineralische Diesel schwankt weiter fröhlich vor sich hin :)


    Als ich im Sommer 2006 ebenfalls ein Fahrzeug mit Biodiesel fuhr war der Preisunterschied zu diesem Zeitpunkt immer stabil bei 10Ct/l. Der Biodiesel war immer 10Ct billiger als Mineral-Diesel. Seitdem ist der Unterschied immer weiter zusammengeschrumpft. Seit Herbst 2007 wird an dieser Tankstelle der Biodiesel zum gleichen Preis wie Mineral-Diesel verkauft.


    Ich fuhr in dem Zeitraum einmal von Nord- nach Süddeutschland und zurück. Hin-Tour Biodiesel Rücktour Mineraldiesel. Und schon damals war trotz des Preisunterschiedes die Rücktour wegen des unterschiedlichen Verbrauches rechnerisch günstíger als die Biodieseltour. Den realen Höhenunterschied jedoch nicht mit berücksichtigt ;) .


    Fakt ist, dass Biodiesel, wahrscheinlich sogar gewollt, auf dieser Basis den Marktdurchbruch niemals erreichen konnte.



    Siemensanier

  • Hier gibts heute nun leider noch teurere Preise.


    Biodiesel: 1,299 €/l
    Dinodiesel: 1,339 €/l


    Das ist doch wirklich Abzocke. Zum Jahreswechsel wurde der Steuersatz auf Biodiesel um 6 Cent erhöht, zusammen mit der Umsatzsteuer beträgt die Erhöhung dann 7,14 Cent.


    Da im Dezember der Biodieselpreis noch 1,019 €/l war sollte bei einer Erhöhung um 7,14 Cent der neue Preis 1,091 €/l sein.


    Da die die Tankstellenpreise ja immer auf neun enden würde sich da 109,9 €/l anbieten. Das wäre imho ein fairer Preis den ich auch zahlen würde.

  • Hoffentlich kommt der gleiche Murks nicht auch bei Ethanol....


    Und da will mal einer sagen, die Öl-Lobby hat in Dtld. keine Macht.

  • Zitat

    Original geschrieben von DasP
    Hoffentlich kommt der gleiche Murks nicht auch bei Ethanol....


    Und da will mal einer sagen, die Öl-Lobby hat in Dtld. keine Macht.


    Da hab ich letztens ne Interessante Studie zu gelesen. Diese Beimischung von "Bio"ethanol ist ein riesen Quark! Es gibt gar nicht genügen Flächen um den Alk anzubauen, ergo werden Flächen (z.B. Regenwald...) gerodet umd dann Pflanzen anzubauen die zu Bioalkohol verarbeitet werden, und dann hier dem Benzin beigemischt zu werden und so die Umwelt zu "schützen"... :D
    Es hat sich rausgestellt, daß durch Rodung und Anbau (Landmaschinen usw.) der Pflanzen mehr CO² produziert wird als nacher mit der Beimischung eingespart werden kann...! :rolleyes:³


    Meine nächste Karre wird auf LPG umgerüstet, das fällt sowieso an, ist halb so teuer als Benzin und ich kann wieder bedenkenlos "Gas" geben... :D

    Die Handy-History gehört nicht in die Signatur!

  • Die Zeiten zu denen nur Erdöl gefördert wurde und Erdgas, aus dem LPG Autogas ja besteht, abgefackelt wurde sind aber heute nicht mehr aktuell. Es wird wird ja sogar Erdgas gefördert. So gesehen ist LGP Autogas ein ganz normaler fossiler Energieträger.


    Und bei der Extraktion von den LPG Autogasbestandteilen (in Mitteleuropa ca 50% Propan und 50% Butan, Südeuropa 20% Propan und 80% Butan, Nordeuropa 95% Propan und 5% Butan) aus Erdgas (ca. 90% Methan, 8% Ethan/Propan/Butan, 2% Inertgase) und der anschliessenden Kompression wird wohl auch nicht soviel weniger Energie verbraucht wie bei der Raffinition von Benzin oder Diesel aus Erdöl.


    Günstig wäre CNG Erdgas und LGP Autogas derzeit zwar schon noch, aber das war Biodiesel vor Jahren auch. Bis sich Gas als Treibstoff für Kraftfahrzeuge weiter verbreitet hat, wirdens die Regierungen leider auch besteuern.


    Aber Biodiesel und Bioethanol lassen sich eben auf ökologisch sinnvolle Art und Weise auch nicht in der Menge gewinnen das es für alle reichen würde.


    Da gibts aktuell wohl keinen Königsweg.


    Meine Vision wäre deshalb: In den äquatornahen Gebieten grosse Solaranlagen bauen um Strom zu erzeugen, und in den gemässigten Breiten Kernkraftwerke und die Kernfussion vorantreiben. Dann hätten wir schon mal genug Strom. Dann müsste man noch CO2 Adsorber entwickeln, welche das CO2 aus der Atmosphäre adsorbieren und dann in reinen C und O2 spalten. Damit hätte man zum einen dann den Treibhauseffekt bekämpft und den reinen Kohlenstoff könnte man dann wieder zu bezin- und dieselkompatiblen Treibstoff verflüssigen.

  • Ist doch immer das gleiche: Benzin wurde teurer, somit kauften sich viele Vielfahrer einen Diesel. Das wurden allerdings immer mehr, so dass man den Diesel-Sprit auch wieder teurer verkauft hat. Wenn sich Gas-Autos erstmal in Massen verbreitet haben, wird denen zukünftig das gleiche blühen wie heute den Diesel-Nutzern. Der Markt wird da abgeschöpft wo es sich lohnt. Beim Gas wird dies auch demnächst der Fall sein. Da bin ich mir sicher. Wenn die Gasbesteuerung kommt, dann wird es sich eh nicht mehr wirklich lohnen. Und Steuer-Gesetze/-Verordnungen kann man "mal eben" bedarfsgerecht ganz schnell ändern, wenn man bis dahin feststellt, dass es sich von Staatsseite her lohnt auch den Gas-Fahrer abzukassieren. ;)
    Das Problem ist, dass man als Autofahrer keinerlei Rechtssicherheit mehr hat, weil sich die Rahmenbedingungen zu schnell ändern (können).
    Da wird doch jede Woche eine neue Sau über den Hof gejagt. :D


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

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