Amoklauf an Universität (Virginia, USA)

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Welchen Sinn haben Waffen außer zu töten und zu verletzen?


    Ob du [small](bzw. auch viele andere Leute)[/small] das nun wahrhaben und verstehen wollt, oder nicht: Waffen sind eben auch Sportgeräte.
    Allerdings bin ich mir sehr wohl bewusst, dass Waffen in den USA noch wieder einen anderen Stellenwert haben und es somit schwer ist, das sauber zu differenzieren.
    Klar sein sollte aber, dass nicht jeder (genauer gesagt vermutlich nur eine absolute Minderheit), der legal eine Waffe besitzt, ein potentieller Mörder ist, geschweige denn jemals daran gedacht hat, die Waffe gegen Menschen zu richten.


    Wobei es schon richtig ist, dass es keinen Sinn macht, Autos und Waffen zu vergleichen.
    Ebenso wie es richtig ist, dass vernünftige Waffengesetze durchaus einen Sinn haben.

  • Den Sportlichen Zweck hab ich jetzt mal außen vor gestellt. Denn ein Maschinengewehr oder Kleinkaliberwaffe wird wohl in den seltensten Fällen sportlich genutzt. ;)


    Natürlich ist nicht jeder der eine Waffe besitzt ein Mörder, aber was ich nun mal besitze, nutze ich im Extremfall auch.

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Den Sportlichen Zweck hab ich jetzt mal außen vor gestellt. Denn ein Maschinengewehr oder Kleinkaliberwaffe wird wohl in den seltensten Fällen sportlich genutzt. ;)


    Kleinkaliber-Sportschießen ist eine der am weitesten verbreiteten Varianten (auch Biathlon und Olympisches Schnellfeuer zählen zB dazu) . ;)
    Bei Maschinengewehren hast du natürlich Recht. :D


    Ich wollte dir damit auch nicht an den Karren fahren, es sollte lediglich eine Klarstellung sein, was Waffen angeht.


    Wobei die Definition von Sportschießen [small](grob gesagt also also die legale Nutzung abseits von jagdlichen oder militärischen Zwecken)[/small] in den USA natürlich noch wieder eine ganz andere als etwa hierzulande ist.


    Was dennoch nichts daran ändert, dass man sich auch dort über Gesetzesänderungen Gedanken machen sollte.
    Es wäre schon ein entscheidender Schritt nach vorne, wenn die Auflagen zum Erwerb deutlich schärfer werden würden, nur ist selbst damit kaum zu rechnen, ganz egal, was noch alles passiert.

  • Zitat

    @ Blondinenfreund & Printus: Offenbar ist der Unterschied noch nicht klar geworden: Bei Bandenkriegen werden i. d. R. keine legal im Laden gekauften Waffen eingesetzt, sondern illegale. Selbst mit der schärfsten Waffengesetzgebung der Welt bekommt man das nicht in den Griff, weil mit Waffengesetzen auch nur diejenigen erfaßt werden, die ihre Waffen legal erwerben und deren Waffen folglich registriert sind. Wenn jemand sich illegal eine Waffe besorgt, dann ist diese Waffe nicht registriert, und deren Halter entzieht sich somit den Überwachungsmöglichkeiten, die ein scharfes Waffengesetz vorsieht.


    Du willst jetzt aber nicht behaupten, dass zwischen, der im Vergleich zu anderen Ländern, viel deutlich höheren Mordrate in den USA (wie war das .... 18'000 Morde im Jahr?) und der Zahl an Gewaltverbrechen mit Schusswaffengebrauch und der Waffengesetzgebung in den USA keinerlei Zusammenhang besteht?


    :rolleyes:

    - Telekom Business Mobil EINS 100

    - o2 Genion S*


    :)

  • Jährlich haben die USA 11.000 Erschossene und 350.000 Straftaten mit Waffengewalt. Noch Fragen?


    Allein die leichte Verfügbarkeit läßt Menschen an Schußwaffen kommen, die besser davon ferngehalten werden sollten. Es wird immer Gegenbeispiele geben, aber solange Waffen nicht ganz so leicht verfügbar sind kann nicht jeder Gestörte "einfach so" rankommen und sie nutzen.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • In den USA wäre es doch auch passend wenn ein Prediger, sei er von Scientology oder der Bewegung "kein Sex vor der Ehe", auf die Bühne treten würde um das Ereignis als Folge der verbreiteten Liderlichkeit und Gottlosigkeit darzustellen... ;)
    Oder der Spion kam aus einem Land der "Achse des Bösen". Vielleicht war der Täter Nord- anstatt Südkoreaner. Dann müßte man natürlich weitere Maßnahmen zur Landesverteidigung ergreifen. Oder die Achse wird von Norden nach Süden verlängert...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Printus
    Manchmal steckt in jeder Ironie ein bisschen Wahrheit:

    Zitat


    Die Spur führt nach Nordkorea und damit auf die Achse des Bösen. Oder eben umgekehrt und dann aber direkt ins Weiße Haus. Eine kurze Notiz in einem amerikanischen Weblog wirft nämlich ein völlig neues Licht auf den ach so geheimnisumwitterten Amokläufer Cho Seung Hui, der die Netzgemeinde gerade an den Rand des Wahnsinns treibt, weil er angeblich im Internet keine Spuren hinterlassen hat. Doch das ist ein Irrtum.


    Am 12. April, also vier Tage vor der grausamen Tat an der Virginia Polytechnic Institute and State University, schreibt ein gewisser Ismail Ax in dem Blog Presidentax.blogspot.com, dass 1971 in Südkorea ein kleiner Junge spurlos verschwunden sei. Und die von der USA eingesetzte Asian Intelligence Agency (AIA) den Medien Südkoreas verboten habe, darüber zu berichten, und wer es dennoch wagen sollte, der musste, wie es heißt, mit dem Schlimmsten rechnen, also mit einem wohl eher unfreiwilligen Tod.


    Klingt komisch, doch dahinter verbirgt sich ein ganz unkomischer Plan der AIA. Sie hatte den Jungen entführt, um ihn auszubilden. Er sollte nämlich später die Rolle des nordkoreanischen Präsidentensohns, Kim Jong-il, spielen, den wiederum zuvor die AIA entführen würde. Man wollte also heimlich die beiden Kinder austauschen. Und genau das ist, wie man in dem Weblog lesen kann, inzwischen tatsächlich geschehen. Mit der Folge, dass die USA seitdem Asien kontrollieren mittels falscher Drohungen eines falschen Präsidenten.


    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25104/1.html

  • Interessant


    "Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Ahnung manche Leute, die über Amerika schreiben, von Amerika haben. Sie sitzen in ihren Redaktionsbüros in Zürich, London, Paris oder Mailand und wissen einfach nicht, was es bedeutet, in einem Land von fast zehn Millionen Quadratkilometern Fläche zu leben, das großenteils menschenleer ist. Wer dort auf seiner Ranch am Fuß der Rocky Mountains die Polizei ruft, der ist in einer anderen Lage als in der Zürcher Innenstadt. Dort braucht der Sheriff nämlich Stunden, um überhaupt zum Tatort zu gelangen: Stunden, in denen man sich selbst behelfen muß, weil das Gewaltmonopol des Staates faktisch eine Chimäre ist."

  • ich glaube wir sind uns hier alle einige das tragödien, wie kürzlich in den USA, immer einen guten aufhänger darstellen sinnlose disskusionen über gewaltspiele, waffenbesitzrechte oder die verfallenden werte und normen eines landes breitzutreten!


    90% davon ist schwachsinn, und sollte auch als solcher behandelt werden!


    der springende punkt meiner meinung nach ist die tatsache, dass ein mensch, unbeachtet vom rest seiner umwelt, solche neigungen entwickeln konnte und sich nur noch zu helfen wußte indem er einfach alle die ihn bisher ignoriert hatten erschoßen hat...


    geschichten über wilde bären in amerika, oder dem überforderten sherif der stunden zum einsatzort braucht, sind zwar amüsant, aber dem kern des problems absolut nicht zuträglich...


    OT: studien über die anzahl von opfern die wilden bären oder eben fehlenden offiziellen waffenträgern zum opfer fallen, gegenübergestellt mit bestehenden statistiken wie viele opfer die freie zugänglichkeit von schußwaffen den amerikanern beschert, würden mich echt mal interessieren... ob der autor des obigen artikels da wohl welche zur hand hat??...


    greetz weesel

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