Amoklauf an Universität (Virginia, USA)

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Jährlich haben die USA 11.000 Erschossene und 350.000 Straftaten mit Waffengewalt. Noch Fragen?


    Allein die leichte Verfügbarkeit läßt Menschen an Schußwaffen kommen, die besser davon ferngehalten werden sollten. Es wird immer Gegenbeispiele geben, aber solange Waffen nicht ganz so leicht verfügbar sind kann nicht jeder Gestörte "einfach so" rankommen und sie nutzen.


    Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/i…entare_sind_zum_schiessen

    Zitat


    Wenn man allerdings [...] dem Rancher Waffenbesitz zubilligt, dann kann man ihn schlecht einem anderen Bürger verwehren. Doch bis zu solchen Argumenten möchten sich die europäischen Besserwisser lieber gar nicht durcharbeiten. Auch die Kriminalitätsstatistiken sind ihnen egal:
    In Vermont, wo jeder nicht vorbestrafte Erwachsene sogar ohne Lizenz eine Handfeuerwaffe mit sich führen darf, geschehen die wenigsten Verbrechen; in Washington D.C. hingegen, wo fast jeder private Waffenbesitz verboten ist, die meisten. Macht aber alles nichts: Kommentare dienen bekanntlich nicht der sachlichen Erkenntnis, sondern der seelischen Entlastung.


    Dem wäre m. E. nichts mehr hinzuzufügen.



    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Welchen Sinn haben Waffen außer zu töten und zu verletzen?


    Genau das hättest Du einem ehemaligen Sportschützen (von dem Du auch noch wissen solltest, daß er Sportschütze war, weil er es in eben diesem Thread auch geschrieben hat) nicht sagen sollen. Ich habe fast fünf Jahre lang zwei Faustfeuerwaffen zuhause gehabt, und dazu mehr mindestens 50 Patronen für jedes Kaliber, das ich damals schoß.


    Und weiß Du, wie viele Menschen ich mit meinen Waffen getötet habe? Oder wie oft mir Gewaltphantasien durch den Kopf gingen, von Amokläufen, "Abrechnungen" mit rauchenden Colts in den Händen u. ä. Schwachsinn? Oder wie oft ich mich hingesetzt, einfach meine Waffen in Händen gehalten und sie gestreichelt habe, dabei leise vor mich hinmurmelnd "Geduld, eure Stunde kommt auch noch"? :rolleyes: Du wirst die Antworten auf meine (zugegeben rhetorischen) Fragen schon erahnen: Nicht ein einziges Mal. Einfach deshalb, weil für mich Feuerwaffen nie etwas anderes waren als reine Sportgeräte, die dazu geschaffen waren, aus einer genau festgelegten Entfernung Löcher in Papierscheiben zu stanzen, und dies so, daß alle Löcher möglichst eng beieinander im Mittelpunkt der Scheibe lagen. Noch Fragen? Dann frag.

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Sagt mal wie sieht das eigentlich mit Besitz von Handfeuerwaffen in den USA genau aus?


    Kann die wirklich jeder kaufen wie bspw. einen Liter Milch oder was braucht man da an Berechtigungen?


    Hier in der BRD muss man ja schon einige Auflagen erfüllen ehe einem die Behörden die Waffenbesitzkarte erteilen und ich wohne zwar in einer Großstadt, aber ich wüsste jetzt aber nicht wo ich einen richtigen Waffenladen mit allen Kalibern finden könnte.


    Ganz anders doch in den USA, da hat wohl jede Kleinstadt diese Gunstores mit diesen Riesentheken wo man vom Maschinengewehr bis zur Uzzi alles kriegt und ich vermute auch, dass es dort nicht allzu schwer ist auf dem Schwarzmarkt welche zu kriegen.

  • Hallo,


    da hier viele ja anscheinend so viel Spaß haben über die Waffengesetze der USA zu lästern, hier mal ne aktuelle Schlagzeile aus unserm fortschrittlicherem Land:


    Aus dem Tagesspiegel:


    "Verschanzter Sportschütze - Wilde Schießerei bei Berlin


    Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat in Waßmannsdorf offenbar erfolglos versucht, die Wohnung eines sich dort verbarrikadierenden Sportschützen zu stürmen. Bei dem heftigen Schusswechsel mit dem 52-Jährigen wurden mindestens zwei SEK-Beamte verletzt. (20.04.2007, 15:38 Uhr)..."


    http://www.tagesspiegel.de/bra…/wassmannsdorf/100067.asp

  • Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    Sagt mal wie sieht das eigentlich mit Besitz von Handfeuerwaffen in den USA genau aus?


    Die Links zum 2. Verfassungszusatz, zum sogen. Brady Law und den Einwänden, die der Supreme Court dagegen hatte, sind doch schon genannt worden.


    Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    Kann die wirklich jeder kaufen wie bspw. einen Liter Milch oder was braucht man da an Berechtigungen?


    Dies zu regeln, ist nicht Sache der US-Bundesregierung, sondern fällt in die Zuständigkeit der einzelnen Bundesstaaten. Einige Bundesstaaten haben sehr strikte Durchführungsbestimmungen, die an ein Totalverbot des privaten Waffenbesitzes grenzen (nicht daß dadurch zwangsläufig die Zahl an Schußwaffendelikten sinken würde, wie hier ja schon irrigerweise gehauptet wurde), andere beschränken sich auf bestimmte Fristen, die verhindern sollen, daß jemand aus einem Impuls (Wutanfall) heraus in den nächsten Waffenladen gehen und "aufrüsten" kann, und andere Staaten sind dagegen sehr liberal und erlassen praktisch gar keine Auflagen. Das einzige, was in allen Staaten geprüft wird, ist die Identität und Wohnsitz des Waffenkäufers. Damit soll verhindert werden, daß Vorbestrafte legal eine Schußwaffe erwerben können. Vorbestraften, auch wenn sie nicht wegen irgendwelcher Schußwaffendelikte bestraft wurden, ist der Erwerb, Besitz und das Führen von Schußwaffen in allen Bundesstaaten strikt verboten.


    Wenn Du dazu genaueres wissen willst, müßtest Du Tante Google mal nach gun laws fragen, aber nicht unter Zusatz USA, sondern vielmehr des Bundesstaates, zu dem Du weitere Infos suchst.


    Nachfolgend mal ein Beispiel für den Staat (nicht die Stadt!) New York:
    gun laws new york liefert als ersten Treffer: http://www.nysrpa.org/nygunlaws.htm


    Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    Hier in der BRD muss man ja schon einige Auflagen erfüllen ehe einem die Behörden die Waffenbesitzkarte erteilen und ich wohne zwar in einer Großstadt, aber ich wüsste jetzt aber nicht wo ich einen richtigen Waffenladen mit allen Kalibern finden könnte.


    Das liegt wohl vor allem daran, daß Sportschützen pauschal ein schlechtes Image als Waffennarren, paramilitärische Spinner o. ä. "genießen". Bei Jägern ist es nicht viel anders, und so nimmt es kaum Wunder, daß der Schießsport in Deutschland nach 1945 nie über den Status als einer "Exotensportart" hinausgekommen ist (und das in einem Land, das noch heute viele der besten Handfeuerwaffen der Welt produziert). Und da ist es wohl nicht erstaunlich, daß es nur wenige gut sortierte Waffengeschäfte gibt. Die meisten davon liegen übrigens auch nicht in Innenstädten oder stark frequentierten Einkaufszonen, sondern eher in den städtischen Randbereichen.


    Zitat

    Original geschrieben von tomi78
    Ganz anders doch in den USA, da hat wohl jede Kleinstadt diese Gunstores mit diesen Riesentheken wo man vom Maschinengewehr bis zur Uzzi alles kriegt und ich vermute auch, dass es dort nicht allzu schwer ist auf dem Schwarzmarkt welche zu kriegen.


    Für Vollautomaten benötigt man auch in den USA eine spezielle Genehmigung, und an die kommt man dort auch nicht "mal eben zwischen Suppe und Kartoffeln". Auch in den USA findet vor der Erwerbserlaubnis für Vollautomaten eine Prüfung statt, ob ein im rechtlichen Sinn berechtigtes Interesse vorliegt, z. B. bei Leuten, die eine amtlich genehmigte Waffensammlung nachweisen können. Selbst Halbautomaten unterliegen gewissen Einschränkungen, z. B. hinsichtlich der maximal zulässigen Magazinkapazität. In dem speziellen Punkt sind die Bestimmungen z. T. sogar noch erheblich strenger als in Deutschland.


    Was den Schwarzmarkt angeht: sich illegal eine Waffe zu besorgen, funktioniert auch hierzulande sehr einfach - vorausgesetzt, man kennt "die richtigen Leute" und bezahlt den geforderten Preis. Umgekehrt dürfte es für einen "Normalbürger" in den USA ebenso gefährlich sein, sich mit Waffenschiebern einzulassen, wie es das auch hierzulande ist.

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Zitat:
    Wenn man allerdings [...] dem Rancher Waffenbesitz zubilligt, dann kann man ihn schlecht einem anderen Bürger verwehren. Doch bis zu solchen Argumenten möchten sich die europäischen Besserwisser lieber gar nicht durcharbeiten. Auch die Kriminalitätsstatistiken sind ihnen egal:
    In Vermont, wo jeder nicht vorbestrafte Erwachsene sogar ohne Lizenz eine Handfeuerwaffe mit sich führen darf, geschehen die wenigsten Verbrechen; in Washington D.C. hingegen, wo fast jeder private Waffenbesitz verboten ist, die meisten. Macht aber alles nichts: Kommentare dienen bekanntlich nicht der sachlichen Erkenntnis, sondern der seelischen Entlastung.


    Dem wäre m. E. nichts mehr hinzuzufügen.


    Das ist nicht dein Ernst... Eine solche schwachinnige Argumentation reicht Dir? Selbstverständlich kann man dem einen Waffenbesitz zubilligen und dem anderen nicht. Wenn ein begründetes Interesse nachgewiesen wird darf der eine eine Waffe haben, genauso wie jemand ohne nachvollziehbaren Grund keine Waffe haben darf. So einfach ist es, wenn man will. Die Aussage "wenn der eine... muß der andere auch" ist an Ignoranz und Dummheit nicht zu unterbieten.


    Und der Vergleich Vermont - Washington D.C. ist ebenfalls so durchschaubar blöd dass sich der Autor eigentlich schämen muß. Man kann doch nicht einfach 2 Staaten vergleichen, bei denen die Zahlen zur eigenen Meinung passen, und die Lebensumstände - die völlig unterschiedlich sind - dabei ganz ignorieren.


    Also wenn man schon mit Argumenten kommt sollten die zumindest irgendwie begründet sein und Hand und Fuß haben.


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Einfach deshalb, weil für mich Feuerwaffen nie etwas anderes waren als reine Sportgeräte.


    Du hast deine eigenen Waffen nie anders benutzt. Deswegen kannst Du ihren Sinn aber nicht generell zu Sportgeräten umdeuten. Weil sonst wären die weltweiten Krisenherde kollektive Sportveranstaltungen...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • ich denke das printus hier grundsätzlich recht hat


    wer eine waffe will bekommt diese auch in deutschland (ich sagte schonmal das es ne AK47 mit 2 magazinen für 250DM in der stuttgarter altstadt gab ;) ) aber sowas dauert meistens einige tage


    tage die man hat um sich evtl. zu beruhigen ;)
    selbst wenn das ergebnis am ende "dem sein leben ist mir egal aber wegen dem arsch geh ich nicht in den bau" lautet ist es besser als wenn im falschen moment ne waffe dabei wär


    wenn man eine knarre daheim (oder gar im auto) rumliegen hat kann es eher passieren das man aus dem affekt heraus handelt ohne über die konsequezen nachzudenken ;)


    sicherlich gibt es auch die anderen die sich trotzdem eine waffe besorgen und ihr "problem" beseitigen aber die gibt es jetzt auch ;)

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von Weesel
    90% davon ist schwachsinn, und sollte auch als solcher behandelt werden!


    der springende punkt meiner meinung nach ist die tatsache, dass ein mensch, unbeachtet vom rest seiner umwelt, solche neigungen entwickeln konnte und sich nur noch zu helfen wußte indem er einfach alle die ihn bisher ignoriert hatten erschoßen hat...


    Und schon ist man wieder beim Thema "veränderte Werte im Wandel der Zeit". Auch wenn 90 % Schwachsinn sind, kann man nicht pauschal aburteilen.

    Zitat


    geschichten über wilde bären in amerika, oder dem überforderten sherif der stunden zum einsatzort braucht, sind zwar amüsant, aber dem kern des problems absolut nicht zuträglich...


    Sehe ich genauso. Der Link ist total lächerlich. Zumal: Sag das mal den Grenzbewohnern in Bayern in denen sich ein Bär tumelt.

    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Genau das hättest Du einem ehemaligen Sportschützen (von dem Du auch noch wissen solltest, daß er Sportschütze war, weil er es in eben diesem Thread auch geschrieben hat) nicht sagen sollen. Ich habe fast fünf Jahre lang zwei Faustfeuerwaffen zuhause gehabt, und dazu mehr mindestens 50 Patronen für jedes Kaliber, das ich damals schoß.


    Du hast aber mein Posting gesehen? Ich frag nur noch mal nach, weil sich dein Posting und die Diskussion über Sportwaffen längst erledigt hat. :)

    Zitat


    Und weiß Du, wie viele Menschen ich mit meinen Waffen getötet habe? Oder wie oft mir Gewaltphantasien durch den Kopf gingen, von Amokläufen, "Abrechnungen" mit rauchenden Colts in den Händen u. ä. Schwachsinn? Oder wie oft ich mich hingesetzt, einfach meine Waffen in Händen gehalten und sie gestreichelt habe, dabei leise vor mich hinmurmelnd "Geduld, eure Stunde kommt auch noch"? :rolleyes:


    Daran sieht man einmal mehr deine selektive Sichtweise auf die Dinge. Du überliest mein Posting und unterstellst mir das ich behaupten würde Sportschützen wären genauso. Jeder einigermaßen normale Mensch weiß doch das man z.B. ein Sportgewehr zerlegt im Kofferraum transportieren muss und das die Strafen extrem hoch sind. Was ist die eigentliche Intention deines Postings? Die Verharmlosung von Waffen bedingt durch deinen ständigen Gebrauch als ehemaliger Sportschütze? Ich kann da leider nur folgendes Zitat anbringen, was wirklich sehr gelungen ist:

    Zitat


    Deswegen kannst Du ihren Sinn aber nicht generell zu Sportgeräten umdeuten. Weil sonst wären die weltweiten Krisenherde kollektive Sportveranstaltungen...


    Zitat


    Du wirst die Antworten auf meine (zugegeben rhetorischen) Fragen schon erahnen: Nicht ein einziges Mal. Einfach deshalb, weil für mich Feuerwaffen nie etwas anderes waren als reine Sportgeräte, die dazu geschaffen waren, aus einer genau festgelegten Entfernung Löcher in Papierscheiben zu stanzen, und dies so, daß alle Löcher möglichst eng beieinander im Mittelpunkt der Scheibe lagen. Noch Fragen? Dann frag.


    Nein, Fragen habe ich nicht. Aber auch bei Sportschützen sollte man die entsprechende Eignung vorher prüfen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Das ist nicht dein Ernst... Eine solche schwachinnige Argumentation reicht Dir? Selbstverständlich kann man dem einen Waffenbesitz zubilligen und dem anderen nicht. Wenn ein begründetes Interesse nachgewiesen wird darf der eine eine Waffe haben, genauso wie jemand ohne nachvollziehbaren Grund keine Waffe haben darf. So einfach ist es, wenn man will. Die Aussage "wenn der eine... muß der andere auch" ist an Ignoranz und Dummheit nicht zu unterbieten.


    Ich find das ja schon "toll", wie Du Dich einerseits echauffierst, wenn Du Dich auf die Zehen getreten fühlst (und was meine angebliche Unterstellung Dir gegenüber im Oettinger-Thread anging, hattest Du ja selbst eingeräumt, daß es sich wohl um ein Mißverständnis handelte), aber selbst keinerlei Hemmungen hast, mit vollem Einsatz unterhalb der Gürtellinie zuzuschlagen. Persönliche Unterstellungen wie "Schwachsinn, Dummheit und Ignoranz" müssen nun wirklich nicht sein. :flop:


    Damit erübrigt sich wohl auch jegliche weitere Beschäftigung mit Deinen "Argumenten", denn auf das Niveau gegenseitiger Beschimpfungen möchte ich mich wirklich nicht hinab begeben. :rolleyes:



    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Du hast deine eigenen Waffen nie anders benutzt. Deswegen kannst Du ihren Sinn aber nicht generell zu Sportgeräten umdeuten. Weil sonst wären die weltweiten Krisenherde kollektive Sportveranstaltungen...


    Der Unterschied liegt auf der Hand, und mit ein wenig Nachdenken wärst Du auch selbst darauf gekommen: Du setzt hier militärische Waffen in den Händen von Militärpersonal gleich mit Waffen für zivile Zwecke in den Händen von Zivilisten. Militärwaffen sind nun einmal nicht für sportliches oder jagdliches Schießen geeignet, und auch nicht für eine Selbstverteidigung, bei der die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleibt. Was übrigens auch der Grund ist, warum Zivilisten - übrigens auch in den USA - keine solchen Waffen erwerben dürfen.



    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Nein, Fragen habe ich nicht. Aber auch bei Sportschützen sollte man die entsprechende Eignung vorher prüfen.


    Zumindest in Deutschland geschieht das ja auch. Da kann man nicht einfach in den nächstbesten Schützenverein hereinschneien, seinen Mitgliedsausweis gleich mitnehmen und hat dann einen Tag später die Genehmigung zum Erwerb einer scharfen Waffe. :rolleyes:


    Über die Situation in den USA kann man keine Pauschalaussagen machen, weil es hier in weitem Umfang von den Bundesstaaten abhängt, wie schwierig oder leicht der Erwerb einer Waffe gemacht wird.


    Im übrigen möchte ich nochmals darauf hinweisen, daß ich mich überhaupt nicht für eine freien Zugang zu Waffen für jedermann ausgesprochen habe. Ich habe nur mehrfach darauf hingewiesen, daß
    1. Pauschalaussagen über "die Waffengesetze in den USA" und "die Amerikaner" in der Form, wie sie hier von vielen gemacht werden, völlig falsch sind, weil man bei einer sachbezogenen Zuwendung zum Thema feststellt, daß der größte Teil der Waffengesetzgebung in die Kompetenz der einzelnen Bundesstaaten fällt, und daß
    2. es eigentlich völlig egal ist, wie hier einige Leute im Forum die Sache sehen, weil "die Mehrheit der Amerikaner" (ich generalisiere dies bewußt) in Sachen Waffen eine eigene Sichtweise haben - und weil es sich um eine amerikanische Angelegenheit handelt, darf man die als wohl erheblich gewichtiger werten, als die Ansichten der Europäer zu einem innenpolitischen Thema der USA.

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Der Unterschied liegt auf der Hand, und mit ein wenig Nachdenken wärst Du auch selbst darauf gekommen: Du setzt hier militärische Waffen in den Händen von Militärpersonal gleich mit Waffen für zivile Zwecke in den Händen von Zivilisten. Militärwaffen sind nun einmal nicht für sportliches oder jagdliches Schießen geeignet, und auch nicht für eine Selbstverteidigung, bei der die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleibt.


    Als Sportschütze sollte dir die Herkunft vieler im sportlichen Bereich verwendeten Waffen eigentlich besser bekannt sein.
    Speziell im Bereich Großkaliber ist die Basis vieler Sportwaffen eine für militärische Zwecke entwickelte Waffe, egal ob Kurz- oder Langwaffe.
    Natürlich gibts es reine Sportwaffen, aber ein Großteil stammt nunmal ursprünglich aus dem militärischen Bereich.
    Und sowohl in den USA, wie auch hier, sind entsprechende Waffen auch legal zu erwerben.
    Letztlich ist es nunmal so, dass nur der Mensch darüber entscheidet, wie er eine Waffe nutzt.
    Die Funktion ist letztlich immer die selbe und ursprünglich wurden Waffen nunmal zum Töten entwickelt, ob für jagdliche oder militärische Zwecke sei dahingestellt.


    Ich will wirklich nicht kleinkariert wirken, aber so ehrlich sollte man dann doch sein.
    Zumal es meines Erachtens auch weniger um die Waffen ansich gehen sollte, eher darum, was der Mensch mit ihnen anstellt.
    Und an der Stelle muss man dann eben durchaus nach dem Zweck fragen und dementsprechend differenzieren. Und hier geht es rein um eine zivile Verwendung.
    Zumal ich es eigentlich unnötig finde, dass du dich als Sportschütze fast schon entschuldigst bzw. derart erklären und rechtfertigen musst.
    Wenn du sagst, dass du Sportschütze bist bzw warst, sollte das jedem intelligenten Menschen als Hinweis vollkommen reichen.


    Nichtsdestotrotz halte ich die ganze Diskussion rein um Waffengesetze für...sagen wir mal, problematisch.
    Zum Einen hat auch dieser Fall, wie auch vorhergehende schon, einmal mehr gezeigt, dass die Waffengesetze nicht das wirkliche Problem sind.
    Vielmehr ist auch hier wieder ein Versagen von Behörden und Gesellschaft erkennbar.
    Der Attentäter war kein Spontantäter, dem ganzen Vorfall ging bereits eine längere "Leidensgeschichte" voraus. Es gab Warnzeichen und Hinweise, sogar sehr deutliche, immerhin war er bereits in zwangsweiser Behandlung wegen psychischer Probleme, er war aktenkundig.
    Deswegen hätte ihm nach dem Gesetz auch keine Waffe verkauft werden dürfen.
    Wie so oft kamen etliche Punkte zusammen, die letztlich zu dieser Tragödie geführt haben.


    Sich dann aber sofort immer nur auf 1-2 Themen zu stürzen, ist dann doch recht armseelig und vor allem nur allzu einfach und oberflächlich.
    Zumal mir die Arroganz, die in der Berichterstattung in den hiesigen Medien an den Tag gelegt wird, oftmals ganz extrem gegen den Strich geht.
    Aber es sind ja eh nur dumme, primitive Amerikaner... [small](Ja, das war Polemik. Genau die Sorte, die mir in den letzten Tagen wieder sehr oft in dem Zusammenhang aufgefallen ist. Leider.)[/small]


    P.S.: Ein ganz passender Artikel zum Thema auf Zeit online.

  • Chevygnon,


    so einfach würde ich es dann auch wieder nicht abtun. Sicher kann man einen lange planenden Attentäter nie ganz verhindern und der Robert Steinhauser (Erfurt) war AFAIK Sportschütze und konnte legal Waffen besitzen.


    Aber ganz allgemein denke ich schon dass weite Verbreitung und leichte Verfügbarkeit dazu führen dass nicht nur der legale, sondern auch der illegale Markt für Waffen aller Art viel größer ist. Es ist wesentlich einfacher als bei restriktiver Gesetzgebung an jeder Straßenecke Schießeisen kaufen zu können...


    Wenn in den USA jährlich 11.000 Menschen erschossen und weit mehr als 300.000 Verbrechen mit Waffen verübt werden sagt einem das durchaus bzw. dann kann man zu Recht unterstellen dass eine schlauere, sprich beschränkendere Gesetzgebung vielen Leuten das Leben retten würde.
    Wenn man sich aber bewußt gegen andere Gesetze entscheidet kann man, wie ich finde, auch durchaus sagen dass die Amis "selbst schuld sind" dass Menschen erschossen werden. Wie stark das in diesem oder jenem Einzelfall zur Geltung kam sei mal dahin gestellt; aber in der Gesamtbetrachtung stimmt es doch durchaus.


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Ich find das ja schon "toll", wie Du Dich einerseits echauffierst, wenn Du Dich auf die Zehen getreten fühlst (und was meine angebliche Unterstellung Dir gegenüber im Oettinger-Thread anging, hattest Du ja selbst eingeräumt, daß es sich wohl um ein Mißverständnis handelte), aber selbst keinerlei Hemmungen hast, mit vollem Einsatz unterhalb der Gürtellinie zuzuschlagen. Persönliche Unterstellungen wie "Schwachsinn, Dummheit und Ignoranz" müssen nun wirklich nicht sein. :flop:


    Das bezog sich nicht auf dich als Person, sondern den zitierten Text, und selbst der stammt ja nicht von dir. Insofern sollte das kein persönlicher Affront gegen dich sein. Warum ich die Argumentation der Quelle wirklich saudoof finde habe ich ja erklärt: es ist keine "Begründung" dass ausgeschlossen werden muß dass der eine etwas darf, was der andere nicht darf. Warum soll das nicht gehen?
    Der Bezug auf dich war dann nur dass es mich wundert dass Du eine so blöde Argumentation wie in der Quelle zitierst/anführst um deine Sichtweise zu unterstreichen. Das hast Du doch eigentlich nicht nötig, dazu schlechte Referenzen zu nutzen...


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Der Unterschied liegt auf der Hand, und mit ein wenig Nachdenken wärst Du auch selbst darauf gekommen: Du setzt hier militärische Waffen in den Händen von Militärpersonal gleich mit Waffen für zivile Zwecke in den Händen von Zivilisten.


    Ja, und zwar deswegen weil der Unterschied nicht von Dir oder mir definiert werden kann, sondern immer derjenige, der eine Waffe in der Hand hat, entscheidet was er damit macht. Du sagst zu Recht dass Waffen für dich primär Sportgeräte waren. Völlig OK.
    Aber die weitaus größte Mehrheit an Waffen in der Welt dient eben nicht dem sportlichen Wettkampf und nicht der Jagd, sondern wird in militärischen Konflikten eingesetzt.


    Und auch die Sportschützen Steinhauser (Gutenbergschule Erfurt) und just gestern ein Mann nahe Berlin, der Sportschütze war und auf die Polizei geschossen hat, die sein Haus gestürmt hat, haben aus den Sportgeräten eben doch lebensgefährliche Geräte gemacht.


    Also kann man Waffen nicht einfach nur als Sportgeräte sehen nur weil Du sie nicht anders benutzt hast. Allgemein betrachtet sind das eben keineswegs nur Sportgeräte und deswegen muß man eben beide Seiten sehen und kann nicht für sich nur eine Seite herauspicken...


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    1. Pauschalaussagen über "die Waffengesetze in den USA" und "die Amerikaner" in der Form, wie sie hier von vielen gemacht werden, völlig falsch sind, weil man bei einer sachbezogenen Zuwendung zum Thema feststellt, daß der größte Teil der Waffengesetzgebung in die Kompetenz der einzelnen Bundesstaaten fällt, und daß
    2. es eigentlich völlig egal ist, wie hier einige Leute im Forum die Sache sehen, weil "die Mehrheit der Amerikaner" (ich generalisiere dies bewußt) in Sachen Waffen eine eigene Sichtweise haben - und weil es sich um eine amerikanische Angelegenheit handelt, darf man die als wohl erheblich gewichtiger werten, als die Ansichten der Europäer zu einem innenpolitischen Thema der USA.


    Aber genau diese Pauschalisierung aus deinem 2. Punkt machen viele eben auch im Hinblick auf deinen ersten Punkt. Ganz allgemein hat man in den USA, meinetwegen in einem Staat mehr, im anderen weniger, aber in der Gesamtheit eben doch, viel leichteren Zugang zu Waffen. Und auch wenn ein Bundesstaat sehr enge Gesetze hat - durch die laschen Regeln in anderen Staaten schwirren so viele Waffen durch das Land dass die Verfügbarkeit insgesamt gesehen eben doch sehr hoch und einfach ist. Also ist das durchaus legitim zu pauschalisieren...


    Zum anderen: warum soll man keine Meinung haben dürfen? Auch wenn das ein innenpolitisches Thema der USA ist...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!