Sarkozy macht Wahlkampf mit antideutschen Parolen

  • Zitat


    Sarkozy macht Wahlkampf mit antideutschen Parolen


    Paris - Frankreichs konservativer Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy hat mit Wahlkampfattacken gegen die deutsche Nazi-Vergangenheit Empörung bei den Sozialisten ausgelöst. Die ehemalige sozialistische Europaministerin Elisabeth Guigou sagte, die Äußerungen seien "die Verneinung der französisch-deutschen Aussöhnung, die von allen Präsidenten der Fünften Republik in 50 Jahren aufgebaut wurde". Mit derartigen verbalen Angriffen gegen Frankreichs wichtigsten europäischen Partner sei Sarkozy "nicht würdig, in das Amt des Präsidenten der Französischen Republik aufzusteigen".
    Sarkozy hatte in der Zeitschrift "Philosophie Magazine" gesagt, ihm sei ein "Rätsel", wie das deutsche Volk "durch seine Stimmabgabe am Nazi-Wahnsinn teilnehmen" konnte. "Es gibt viele Nationen in der Welt, die soziale, Währungs- oder politische Krisen durchleben und die weder die Endlösung erfinden noch die Auslöschung einer Rasse bestimmen", sagte er.Guigou verwies auch auf eine Wahlkampfveranstaltung in Nizza, bei der Sarkozy Ende März betont hatte, Frankreich brauche "vor seiner Geschichte nicht zu erröten". Sein Land habe weder "einen Völkermord begangen" noch "die Endlösung erfunden". Der scheidende Staatschef Jacques Chirac hatte mehrfach Frankreichs Mitverantwortung für den Holocaust eingeräumt.Indirekter Beifall kam dafür von dem Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen, der Sarkozy Gespräche angeboten hat. Er habe "von vornherein" keine Vorbehalte gegen Sarkozy und sehe "Punkte einer möglichen Einigung und Übereinstimmung", sagte Le Pen der Zeitung "Le Figaro". Anders als der amtierende Präsident Jacques Chirac habe sich der Ex-Innenminister gegenüber seiner Partei Front National "höflich" verhalten. Für Sarkozy könnte Le Pen in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl wichtig werden. Viele Wähler Le Pens könnten bei dessen möglichem Ausscheiden zu Sarkozy wechseln. DW


    Quelle: http://www.welt.de/welt_print/…ntideutschen_Parolen.html


    Ich finde es durchaus interessant das man hier im europäischem Ausland mit solchen Parolen Wahlkampf machen kann. Insbesondere scheint der Herr Sarkozy vergessen zu haben dass das Vichy - Regime durchaus an der Deportierung vieler Juden beteiligt war. Man stelle sich mal vor, hier würde einer solche Äußerungen machen im Wahlkampf - da würde doch schon direkt nach deutschen Maßstäben eine öffentliche Medienhetze beginnen wegen Geschichtsklittung! :rolleyes:


    Auch ist es interessant das der Anstoß des Steines nicht die Nazis oder die NPD sind sondern das deutsche Volk ansich. Also nicht nur die die damals gelebt haben sondern auch automatisch die nachfolgenden Generationen! Das dürfte dann wohl auch Merkel spüren, was sie von ihrem Gutmenschengerede hat vom ewigen schuldigen deutschen Volk, wenn der Herr Sarkozy Präsident wird nächsten Sonntag bei den Wahlen in Frankreich!


    Warum wird hier nicht auch mal sowas in den Nachrichten erwähnt wo man sich doch hier sonst über jede Kleinigkeit so aufregt und daraus direkt einen Elefaneten macht ?

    T-Mobile D @ SE K610i

  • Sarkozy fischt auf fast allen Seiten Wähler ab und mit diesen Thesen interessanterweise nicht am rechten Rand.

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  • wir lassen es ja mit uns machen. solange wir uns für diese damaligen greueltaten entschuldigen, wird sich das nicht ändern. ich entschuldige mich für gar nichts, denn ich habe auch nichts verbrochen, aber andere tun es...

  • Zitat

    Original geschrieben von brasax
    wir lassen es ja mit uns machen. solange wir uns für diese damaligen greueltaten entschuldigen, wird sich das nicht ändern. ich entschuldige mich für gar nichts, denn ich habe auch nichts verbrochen, aber andere tun es...


    :confused: *kopfschüttel*

  • Re: Sarkozy macht Wahlkampf mit antideutschen Parolen


    Zitat

    Original geschrieben von codekill
    Also nicht nur die die damals gelebt haben sondern auch automatisch die nachfolgenden Generationen! Das dürfte dann wohl auch Merkel spüren, was sie von ihrem Gutmenschengerede hat vom ewigen schuldigen deutschen Volk, wenn der Herr Sarkozy Präsident wird nächsten Sonntag bei den Wahlen in Frankreich!


    meine antwort hat sich darauf bezogen...

  • Zitat

    Original geschrieben von kl02
    :confused: *kopfschüttel*


    warum das? er hat doch recht damit...


    warum sollen wir heutzutage in irgendeiner art und weise uns noch dafür endschuldigen bzw. dafür geradestehen? das ist durch völlig bekloppt das die 3. generation nach dem krieg immernoch dafür herhalten soll obwohl sie nichts damit zu tun hat(te)...


    :rolleyes:

  • oh man ...


    ok, sicher hat Herr Sarkozy recht, wenn er andeutet, daß die deutsche Geschichte nicht ariel-rein ist, das ist denke ich fakt (wäre sie wahrscheinlich auch ohne 3.Reich nicht wirklich)


    Aber tres chic finde ich seine Aussage: Frankreich brauche "vor seiner Geschichte nicht zu erröten". Sein Land habe weder "einen Völkermord begangen" noch "die Endlösung erfunden". – Stimmt, die Endlösung erfunden haben sie nicht, aber wer hat denn in seiner Fremdenlegion, einem Teil des Fachpersonals für die Endlösung und sonstigen dubiosen Gestallten aller Art Unterschlupf gewährt (und das gewonnene Know How dann in Kriegen wie Indochina, Madagaskar, Marokko,…eingesetzt?), wer hat den Vorgang der Köpfung denn optimiert indem man ein Maschine dafür erfunden hat (Guillotine), in welchem Land wurden die Hugenotten noch gleich verfolgt, vertreiben und getötet ? …
    - aber die "Grande Nation" brauch nicht zu erröten, die darf das *siiiiischer dat*

    Grüße aus dem Sauerland:
    reffi

  • Reinweiß ist wohl so ziemlich keine Staatshistorie.


    Anklagen soll man evtl. noch lebende Schuldige, aber ansonsten die Sache in den Geschichtsbüchern belassen bzw. seine Lehrern draus ziehen, um zukünftig Massenmord und Greueltaten zu vermeiden.

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  • Naja, von jemanden der sein eigenes Volk schon als Abschaum bezeichnet hat (kurz vor den Krawallen in den Vororten von Paris) kann man ja nicht viel mehr erwarten.

  • Man muss sich klarmachen, dass man mit antideutschen Parolen nicht nur in Frankreich Wahlkampf macht. Man sehe sich an, was bei Wahlkämpfen in Polen gesagt wird. In der Schweiz hab ich auch Plakate mit dem Inhalt gesehen, wer die Grenzen öffnet, läßt Verbrecher herein. Ist jeder Deutsche ein Verbrecher?


    Mit solchen Aussagen tut man sich keinen gefallen, aber die einfach gestrickten Menschen fallen eben drauf rein. Nur ob man wirklich so Wähler fischen muss?

    R. Gröger's legendärer Satz: "Kunden hassen Tricksereien."


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