Auf jeden Fall sollte jetzt etwas Ruhe in die aufgeheizte Stimmung reinkommen. Eine Schlichtung wäre hierzu ein erster Ansatzpunkt. Auch gewisse Änderungen an dem Projekt müßten möglich sein ohne das Projekt grundsätzlich in Frage zu stellen.
Größtes deutsches Bahnprojekt aller Zeiten beschlossen: Stuttgart 21
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Denke ich auch und als ich gemeint habe das Projekt wird in der derzeitigen Form sterben da meinte ich nicht dass es ganz stirbt. Ich denke nur es gibt Änderungen an der Ausgestaltung. Und das muß im Konsens möglich sein. Schließlich sind wir eine Demokratie. Gut eher eine Lobbykratie
naja sagen wir eine "demokratische Lobbykratie" 
also da wird was gehen. Nur so wie es bis jetzt ausgestaltet ist wird es nicht bleiben.
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Das mit der "Lobbykratie" ist halt so eine Sache. Wenn es immer danach gehen würde, wär ein Staat unregierbar. Wer ist z.B. schon vor seiner Haustür für eine Müllanlage, obwohl jeder Müll produziert, oder wer will höhere Krankenkassenbeiträge oder höhere Steuern, man könnte die Beispiele beliebig fortsetzen. Was will ich damit sagen, wenn alles nur nach Stimmungen und Meinungsumfragen entschieden würde, wäre jeder Staat unregierbar. Da würden Ergebinisse herauskommen die einfach nicht zusammenpassen. Z.B. mehr Ausgaben aber weniger Einnahmen.
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Oh mein Nokia E52 muß heute Arbeiten

ja. Dann wäre Deutschland nicht regierbar. An mancher Stelle aber wünsche ich mir die Lobbys zurückgedrängt. Das würde der Demokratie auch gut tun. Naja warten wir jetzt die Gespräche ab. Heiner Geißler hat ja bereits wohl mit den Gruppen gesprochen und den Eindruck gewonnen dass ein Wille da ist so wie ich das mitbekommen habe. Wenn alle am Tisch sitzen dann werden wir sehen.
Off Topic: Gute Nachrichten bekommen wir nächste Woche aller Wahrscheinlichkeit nach aus Chile. Da soll nämlich wahrscheinlich Mittwoch die Bergung der Kumpel beginnen

Wieder On Topic: Auch nächste Woche vielleicht gutes vom Schlichten hier bei uns

LG
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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Wenn die Kommunikation und Aufklärung über dieses Projekt in Zukunft verbessert wird, dann steigt die Zustimmung noch weiter an.Stimme ich grundsätzlich zu. Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch, dass die Politik sich nicht völlig abweisend gegenüber den Kritikern verhält und sie da, wo möglich auch noch einbezieht.
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Kopfbahnhöfe sind nützlich wie ein Kropf und passen einfach nicht in eine Zeit, in denen die Schiene in den Wettbewerb zum Luftverkehr tritt. Für einen flüssigen Fernverkehr wirken Kopfbahnhöfe wie ein Hemmschuh. Wären alle Kopfbahnhöfe endlich ausgerottet, könnte selbst die Konstruktion von Hochgeschwindigkeitszügen andere Wege beschreiten.
Aber wie ich schon geschrieben hatte - in meinen Augen hat das gegenwärtige "Stuttgart-21-Syndrom" mit dem Bahnhof nicht mehr viel gemein. Diese Situation haben uns Politik und Polizei beschert.
So kann es sogar sein, dass ein Befürworter des Bahnhofs zum "Stuttgart-21-Gegner" mutiert.

Gegner eines "Projekts", in dem die Polizei sogar schon "Matryrer" geschaffen hat. Dümmer geht's nimmer, kann ich dazu nur sagen. Mit ein wenig Diplomatie hätten diese Auswüchse verhindert werden können - aber welchen "Hau-Drauf" interessiert das schon?
Frankie
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Die Politik hat hier einen richtigen Fehler gemacht. Mit diesem Polizeieinsatz haben sie sich keine Freunde gemacht. Das ist ein riesen Desaster. Ist total aus dem Ruder gelaufen. Das hat dem Projekt mehr geschadet als die fehlende PR vorher.
Wollen wir hoffen dass bei dem schwerverletzten Rentner wenigstens ein Auge wieder so wird dass er wieder sehen kann.

LG
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Hat eigentlich schon mal einer darüber nachgedacht, dass die "Polizei" aus Menschen besteht und ebenfalls aus Bürgern dieses Landes ?
Auch hier wurden Menschen verletzt, von Bürgern die sonst die Polizei um Hilfe bitten.
Das der einzelne Polizist rechtens gehandelt hat und von Bürgern die unrechtens gehandelt haben angegriffen und verletzt wurde interessiert hier keinen. -
Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Gegner eines "Projekts", in dem die Polizei sogar schon "Matryrer" geschaffen hat. Dümmer geht's nimmer, kann ich dazu nur sagen. Mit ein wenig Diplomatie hätten diese Auswüchse verhindert werden können - aber welchen "Hau-Drauf" interessiert das schon?ZitatOriginal geschrieben von Bielefelder
Die Politik hat hier einen richtigen Fehler gemacht. Mit diesem Polizeieinsatz haben sie sich keine Freunde gemacht. Das ist ein riesen Desaster. Ist total aus dem Ruder gelaufen. Das hat dem Projekt mehr geschadet als die fehlende PR vorher.Wollen wir hoffen dass bei dem schwerverletzten Rentner wenigstens ein Auge wieder so wird dass er wieder sehen kann.
sorry - genau DAS ist es, was die öffentlichkeit glauben soll und mittlerweile in der mehrzahl auch glaubt. hier wird durch geschickte manipulation ideologien verkauft und stimmung gemacht.
ich hatte schonmal hier angedeutet, dass man sich mal fragen soll, warum.
warum tauchen diese bilder in der art auf und wer profitiert davon..?!ich will nicht schon wieder auf das thema verhältnismäßigkeit und rechtmäßigkeit eingehen, das hatten wir schon zu genüge.
ABER - nehmen wir nur die 2 "hauptbeispiele" der genannten und gezeigten "polizeibrutalität":der schwerverletzte rentner - das bild von dem gestützten, blutenden rentner geht durch alle medien und er stellt sich dar als das opfer das friedlich war, kindern helfen wollte und dann von der polizei schwer verletzt worden ist.
wenn man sich etwas einliest und einschaut haben wir einen rentner der eben nicht friedlich demonstriert hat, sondern gegenstände auf die polizisten geworfen hat. dann gibt es keinen beweis, das er kinder helfen wollte. er wurde im unruheherd biergarten verletzt, wo polizisten mit stühlen etc beworfen wurden und er stand alleine (!) mitten im strahl des wasserwerfers und hielt sein gesicht voll in den strahl...der ältere mann mit blutender nase - dieses bild wurde auch oft gezeigt mit dem text, dass die polizei ihn niedergeknüppelt hätte.
wie man auf aufnahmen sehen kann, war er einer derjenigen, die sehr aggressiv auf die polizisten losgegangen ist, er hat geschubst, geschlagen und wurde dann von polizisten zurückgestoßen. anscheinend wurde dabei auch seine nase getroffen...aus bildern selbiger demonstration hätte man - wenn man es anders drehen wollte - auch "beweisen" können, das da ein wütender und aggressiver mob gewaltätig gegen die polzei vorgegangen ist..!
wie schon geschrieben, ich halte es für eine meisterleistung, dass man so große teile der bevölkerung manipulieren konnte. die gezeigten bilder der demonstration haben jahrelange planungsverfahren, gerichtsverfahren etc zu nichte gemacht und hoffentlich nur für kurze zeit den gesunden menschenverstand ausgeschaltet. frank hat das gut formuliert:
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
So kann es sogar sein, dass ein Befürworter des Bahnhofs zum "Stuttgart-21-Gegner" mutiert.
ich hoffe, dass es hier bald wieder um die sache geht, denn auch hier hat frank recht:
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Kopfbahnhöfe sind nützlich wie ein Kropf und passen einfach nicht in eine Zeit, in denen die Schiene in den Wettbewerb zum Luftverkehr tritt. Für einen flüssigen Fernverkehr wirken Kopfbahnhöfe wie ein Hemmschuh. Wären alle Kopfbahnhöfe endlich ausgerottet, könnte selbst die Konstruktion von Hochgeschwindigkeitszügen andere Wege beschreiten.vielleicht schafft geißler ja, die trittbrettfahrer abzudrängen, die das thema und die stimmung zur zeit für völlig andere dinge versuchen zu instrumentalisieren....
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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Nach einer neuesten Umfrage im auftrag des Spiegels, sind 46 Prozent der Bürger für Stuttgart 21 und 43 Prozent dagegen. Auch wenn es in letzter Zeit auch etwas anderslautende Umfragen gab, können die Gegner nicht behaupten die Mehrheit der Bürger sei eindeutig dagegen.Doch, können sie. Denn aussagekräftig sind nur repräsentative Umfragen. Und die waren eindeutig.
Heute Abend wird übrigens Bahnchef Rüdiger Grube auf einer Veranstaltung der IHK in Stuttgart über S21 sprechen.
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