UKW analog Radio: Bis wann bleibt's bestehen in Deutschland?

  • Moin,


    da ich vor kurzem gerüchteweise gehört habe, das auch das UKW Radio in Deutschland digitalisiert werden soll, wüsste ich gerne


    a) ob da was dran ist und
    b) wann das denn geschehen soll?



    Hintergrund:
    Ich habe mir ein sehr hochwertiges Radio gekauft und möchte diese Investition eigentlich für mindestens 10 Jahre genießen können :)

  • Digitaler Rundfunk (DAB) gibts doch schon relativ lang, die Verbreitung von entsprechenden Empfangsgeräten ist aber noch gering, von daher gehe ich mal davon aus das du noch lange Spass an deinem neuen Radio haben wirst,- was für eins ist es denn?

  • Ich hoffe auch, das DAB noch lange eine Nischenlösung bleibt in Deutschland.



    Ein schönes Stück aus Dänemark ... ;)

  • Mein letzter Stand ist das rein rechtlich (also Gesetzeslage) im Jahr 2010 die analoge Ausstrahlung beendet werden soll.


    Bereits zum damaligen Zeitpunt (inzwischen ca 4 Jahre her) wurde davon ausgegangen das dies nur bei TV umgesetzt werden kann da viel zu viele analoge Radioempfänger im Umlauf sind.


    Ob das Gesetz inzwischen angepasst wurde und eine Trennung zwischen Radio und TV vorgenommen wurde kann ich leider nicht sagen.

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Zitat

    Original geschrieben von polli
    Mein letzter Stand ist, dass rein rechtlich (also Gesetzeslage) im Jahr 2010 die analoge Ausstrahlung beendet werden soll

    Eine von mehreren Dutzend Quellen

  • Ich erfahre jetzt zum ersten mal, dass das analoge Radio in Zukunft abgeschaltet wird. Zwar wusste ich schon lange, dass es das DAB gibt, das digitale Radio aber noch nie Geräte gesehen, oder jemanden der ein DAB Gerät hat.


    Beim analogen Fernsehen habe ich gelesen, dass es abgeschaltet wird.

  • 2010 ist ein Traumtänzertermin aus den 90ern, der nur für TV haltbar ist.


    Für UKW-Radio gibt es keinen allgemein akzeptierten Nachfolgestandard (mehr). DAB wurde in Norddeutschland von jeher kritisch gesehen und wird, nachdem es jetzt seit einem Jahrzehnt erfolglos am Milliarden-Fördertropf hängt, auch im Süden nicht mehr für durchsetzbar gehalten. Derzeit wird laut überlegt, die MP2-Audiocodierung durch ein moderneres und effektiveres Verfahren zu ersetzen. Damit wäre dann in einem DAB-Block mehr Kapazität, nötig da die bestehenden Netze nicht einmal Platz zur Abbildung der heutigen UKW-Landschaft haben. Praktisch alle bisher verkauften DAB-Empfänger ohne Update-Fähigkeit würden damit allerdings wertlos. Letztlich ist eine Ablösung damit wohl frühestens 2015, eher 2020 drin.

  • Hallo T.W.G.,


    ich btreibe auch diverse ReVox-, LINN- und Braun-Tuner und nehme regelmäßig Hörspiele aus dem Radio auf. Das mit der Abschaltung des analogen Rundfunks geistert schon sehr lange durch die Radioszene. Laß Dich nicht verunsichern. Ein System, das UKW ablösen könnte, ist nicht in Aussicht. Ein digitales Sytem müsste deutlichen Mehrwert bieten, um die Konsumenten zum Umstieg zu bewegen. Das wären Mehrwertdienste, mehr Sender oder eben die Qualität. Ein System mit einer größeren Sendervielfalt ist bisher nicht geschaffen. Die Sendequalität ist den meisten Konsumenten egal. Insofern ist das kein Argument, das den Normalkonsumenten zu einem Umstieg bewegen würde. So lange die Mehrheit der Nutzer analoge Endgeräte hat, sehe ich keinen Grund für eine Abschaltung der analogen Infrastruktur. Daß die Rundfunkanstalten ein Interesse an der Digitalisierung haben, ist klar. Digitaler Rundfunk könnte die Energiekosten erheblich reduzieren, weil man geringere Sendeleistung bräuchte. Ich hänge nicht unbedingt an analoger Übertragung, würde aber nur umsteigen, wenn digitale Technik deutlich bessere Qualität liefern würde, als UKW (dessen Qualität sich durch Kompression und die Abschaltung der analogen Sendestrecken eh verschlechtert hat). Was fehlt ist ein großer, durchsetzungsfähiger Standard. DVB-T hat uns im TV-Bereich gezeigt, wohin ein Alleingang mit einem unausgegorenen Standard führt: Schlechte Qualität, Zeitversatz von mehreren Sekunden gegenüber Analogsignal und keine Upgrademöglichkeit der DVB-Tuner auf DVB-T 2.


    Ich sehe für die Zunkunft eher im Internetradio als Alternative zu UKW. Die Qualität ist skalierbar. Schon heute senden manche ARD-Wellen (1 Live) im Internet MP3codiert mit 128 kbps, was man sich gerade so anhören kann. Ernsthaft zuhören kann man ab 192 kbps. Letztlich ist die Qualität nur eine Frage der Bandbreite. Für mich als Tonbandler und Mitschneider von Hörspielen würden Podcasts das Leben vereinfachen. Auch hier müsste die Qualität allerdings noch gesteigert werden. Die Probleme liegen wohl eher bei den Rechteinhabern, als auf der technischen Seite. Machbar wäre eine Ausstrahlung im Internet in CD-Qualität (Codierung als FLAC- oder ALAC). Insofern freue ich mich auf die Zukunft. Nur an einen Nachfolger für UKW glaube ich nicht so recht. Ich denke, daß dieser eher im Internet als in einem neuen Sendeformat außerhalb des Internets liegt. Die Hardware zum Empfang von Internetsendungen hat jeder zu Hause, der einen Breitbandanschluss und einen Rechner oder einen Streamingclient (Slimdevices.com) besitzt. UMTS-Telefone können Internetstreams wiedergeben, so daß es auch mobile Geräte gibt. Für den Einsatz im KFZ wird sich noch eien Lösung finden...


    Kind regards, garnixan


    PS: Welchen Tuner hast Du gekauft?

    Weltweit werden 40% aller mobilen Telefongespräche über Ericsson Netze geführt. 100% aller Telefongespräche im Hause garnixan werden über ein Ericsson Endgerät geführt.

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