Preisgestaltung bei HolidayAutos

  • HolidayAuto sind ja einer der grössten Vermittler für Mietwagen.
    Den Hauptvorteil einer Buchung dort sehe ich in grosser finanz. Sicherheit
    (keine Selbstbeteiligung bei Schaden, etc.) und habe daher oft bei denen gebucht.


    Immer wieder habe die auch "Sonderangebote".
    Da werden dann reguläre Preise und "Sonderpreise" nebeneinander (oder untereinander) angezeigt.


    Nun ist mir aufgefallen, dass die regulären Preise immer höher werden, je näher man dem Reisetermin kommt. Die Homepage schweigt sich hierzu komplett aus. Ich habe das schon mehrfach im Telefonat mit Mitarbeitern von H.A. angesprochen; es wurde jedesmal abgestritten, dass es weitere "Frühbucher"-Tarife gäbe (abgesehen von den angezeigten "bis 45 Tage vorher") oder man bis zu einem Monat vor Starttermin bessere Tarife bekäme als in den letzten 4 Wochen vorher.


    Nun hatte ich immer wieder mal nach Autos für die Kanaren Ende Januar oder Anfang Februar gesehen. Im November gab es da noch einen Wagen für 135,- die Woche,
    Bis vor wenigen Tagen für 140,- und heute, am 22.12., wo die grosse Spezial-Aktion mit 20% Rabatt für die Kanaren laufen soll, liegt der niedrigste Preis bei 151,-


    Der als Vergleich genannte reguläre Preis hat sich soeben mal von 169,- auf 189,-
    erhöht. Abgesehen davon, dass ich alleine feststellen kann, dass dies alles pure Verarsche ist, wollte ich einfach mal in die Runde fragen, ob Ihr ähnliche Beobachtungen gemacht habt.

  • Bei der Lufthansa wird der Preis auch immer höher umso kurzfristiger man bucht... Warum sollte das bei Mietwagen anders sein?

    fm4.orf.at
    Wir leben weit über unseren Verhältnissen. Aber noch lange nicht auf unserem Niveau.

  • Hallo Mädels,


    Ihr versteht mich nicht.


    Bisher hatte ich angenommen, dass es bei H.A. eine Art Listenpreis gibt, von dem man dann je nach gerade aktueller Sonderaktion mehr oder weniger Rabatt bekommt.
    Dass aber heute, an dem Tag wo eine Super-Aktion (20% !!!) zu den Kanaren laufen sollte, die Prese erheblich höher sind als noch am letzten Wochenende ohne besondere Aktion (nur Mittwochs haben die immer 20 Euro Rabatt, was aber auch oft Trug ist) finde ich BEMERKENSWERT.
    Und sage doch glatt für heute:


    HoldayAuto, Nein Danke!

  • Hab ich irgendwie verpasst, dass Holiday Auto seit neuestem eine Behörde oder eine karitative Organisation ist? ;)

    Als profitorientertes Unternehmen können die für ihre Mietwagen verlangen, was sie wollen, wann sie es wollen und von wem sie es wollen. Da braucht man auch nicht in Mr. Spock-Manier seine Augenbraue hochziehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Hab ich irgendwie verpasst, dass Holiday Auto seit neuestem eine Behörde oder eine karitative Organisation ist? ;)


    Das ist daneben geschossen, darum ging es nicht.


    Über eine undurchsichtige und kundenunfreundliche Preispolitik darf man natürlich

    Zitat

    in Mr. Spock-Manier seine Augenbraue hochziehen.


    und sich wundern, weshalb auch nicht?
    Der Punkt ist ja gerade, dass auch eine Lufthansa teuerer wird, je näher der Abflugzeitpunkt kommt. Nur: Das kommuniziert man auch offen, offensichtlich im Gegensatz zu holidayautos.

    Walking on water and developing software from a specification are easy if both are frozen.
    – Edward V Berard

  • es wird bei mietwagen nie listenpreise geben, weil die vermietungen sich ja nur in preis und wenigen details unterscheiden (anderer Rückgabeort etc.)


    dann hätte jeder kunde kostentransparenz und gerade das soll ja nicht sein :mad: :mad: der kunde soll nicht vergleichen können bzw er soll nach wenigen versuchen die sinnlosigkeit seiner preisvergleiche erkennen..... ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von HP-owner
    Bisher hatte ich angenommen, dass es bei H.A. eine Art Listenpreis gibt, von dem man dann je nach gerade aktueller Sonderaktion mehr oder weniger Rabatt bekommt.


    Das wird auch in gewissen Grenzen so sein, aber eine Vermietung ist nun mal kein Kaufhaus bei dem Artikel XY immer dasselbe kostet.


    Und wer glaubt, dass wenn ein Anbieter mit 20% Rabatt wirbt dieser nicht irgendwo anders sich diesen vermeintlichen Nachlass wieder reinholt der geht imho sehr naiv an solche Sachen ran. Je größer der versprochene Rabatt, desto genauer sollte man hinsehen ob es nicht irgendwo Haken gibt. Zu verschenken hat kein Unternehmen etwas und solche Rabattaktionen sollen vor allem eins bewirken: Aufmerksamkeit
    (ob es für den Kunden wirklich billiger wird interessiert das Unternehmen nicht die Bohne, dass ist aber bei allen so).

  • xoduz:
    Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn mir der Preis nicht gefällt, gehe ich woanders hin oder verkneifs mir. Warum muss ein Unternehmen seine Preispolitik transparent gestalten, in der Art, dass ein Schlüssel hinterlegt ist, dass jeden Tag bis zur Anmietung der Preis um 6,5% angehoben wird?


    Hier ärgert sich wohl jemand, dass er sich verspekuliert hat mit dem Buchungstermin und nun der Wagen teurer geworden ist als vorher.


    Dass es völlig üblich ist, bei Mietwagen, Reisen und Flügen mehr zu bezahlen, je näher man dem Reisetermin kommt, sollte klar sein. Darauf basiert jede Mischkalkulation durch die Quote der nicht-rückvergüteten Stornierungen und der tatsächlich angetretenen Reisen.

  • das nennt sich yield-management


    hier ein exzerpt dazu:


    LEITFADEN ZUM YIELD MANAGEMENT
    VON URS SCHAFFER
    Copyright by Urs Schaffer 2005
    INHALTSVERZEICHNIS
    1. Einleitung
    2. Begriff
    3. Geschichte
    4. Technik
    5. Grundlagen
    6. Logik
    7. Fazit



    1. EINLEITUNG
    Ueber das Yield Management wird in letzter Zeit
    viel geschrieben und gesprochen und keiner weiss so
    richtig um was es überhaupt geht! Dieser Leitfaden
    gibt einen umfassenden Einblick in das Thema und
    zeigt die Möglichkeiten auf die dieses System dem
    innovativen Unternehmer bieten kann.


    2. BEGRIFF
    Yield Management oder auch Revenue Management wird
    oft mit „Ertragsmanagement“ oder auch „Preis-
    Mengen-Optimierung“ übersetzt. Es ist ein Konzept
    zur Ertragsoptimierung, der verfügbaren
    Kapazitäten, wobei es sich um nicht lagerfähige
    Dienstleistungen handeln muss. Yield Management ist
    eine dynamische Preis-Mengen-Steuerung. Es wird oft
    auch mit folgendem Satz erklärt:
    „Optimieren Sie Ihren Ertrag, indem Sie dem
    richtigen Kunden zur richtigen Zeit das richtige
    Produkt zum richtigen Preis verkaufen.“
    Besonders in der Luftfahrtindustrie und im
    Reisebusiness wird das System angewandt, es eignet
    sich aber auch hervorragend für die Hotellerie und
    teilweise die Gastronomie.


    3. GESCHICHTE
    In den USA gab es im Jahr 1981 über 150 einzelne
    Fluggesellschaften, heute sind es nur noch deren
    26. Das ist nur ein Hinweis auf den Preiskampf, der
    seit der Zeit herrscht. Gleichzeitig sanken die
    Flugpreise markant. Indexiert auf 100 US-Dollar im
    Jahre 1978 sind es heute noch 87 US-Dollar. Die
    Deregulierung des Luftverkehrs im Jahre 1978
    ermöglichte es nun auch kleineren Airlines den
    Einstieg in den Markt und das mit günstigeren
    Kostenstrukturen und dadurch billigeren Preisen.
    Die grossen Airlines hatten zu spät auf diese
    Entwicklung reagiert und mussten Marktanteile
    abgeben. Längerfristig waren nun jedoch auch die
    grossen gezwungen sich an die Preise der „Billig-
    Airlines“ anzupassen und das war die Geburtsstunde
    des Yield Managements. In dem europäischen
    Binnenmarkt gab es eine ähnliche Entwicklung, sie
    führte ebenfalls in vielen Wirtschaftszweigen zu
    tiefgründigen Veränderungen.
    Eine Branche in die das Yield Management
    hervorragend übertragen werden kann, ist die
    Hotellerie. Erstens ähneln die Markstrukturen denen
    der liberalisierten Luftfahrt Amerikas von 1978.
    Das Angebot an Hotels wächst. Das Ziel, Auslastung
    um jeden Preis, verleitet die Hotels zu einem
    letztendlich ruinösen Preiskampf. Zweites hat die
    elektronische Vermarktung der Hotels wie im
    Luftverkehr steigende Tendenz. Erkennbar ist dieser
    Trend an der Präsenz der Hotels im Internet, sowie
    die steigende Bereitschaft von den Kunden über das
    Internet zu buchen. Im elektronischen Medium lassen
    sich die Preise schnell anpassen. Drittens bleibt
    das Yield Management nicht nur grossen Hotels
    vorbehalten, sondern auch kleinere Betriebe können
    es erfolgreich benützen, da auch für diese Betriebe
    die nötige Software entwickelt wird.


    4. TECHNIK
    Das Yield Management befasst sich nicht nur mit den
    Preisen, sondern auch mit der Beziehung zwischen
    den Marktsegmenten und der Nachfrage die in diesem
    Segment herrscht. Das Yield Management ist als
    Steuerung der Kapazitäten eines Unternehmens auf
    der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite
    anzusehen.
    Die drei möglichen Szenarien die in einem Segment
    oder auf einem Markt herrschen können sind:
    > Der Nachfrageüberschuss
    > Der Angebotsüberschuss
    > Das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage
    Der dritte Punkt wäre der ideal Zustand in einem
    Markt. Die beiden ersten Punkte führen jedoch zu
    einem Umsatzverlust (durch die Leerkosten)
    beziehungsweise zu einer Umsatzverdrängung (durch
    den Preiskampf). Das Yield Management greift nun
    gezielt in das Marktgeschehen ein mit dem obersten
    Ziel einer:
    Ertrags- und Gewinnoptimierung
    Beim Yield Management geht es also überhaupt nicht
    dabei die Preise zu senken – ganz im Gegenteil!
    Yield Management darf auch nicht mit laste minute
    verwechselt werden. Last minute kann ein Teil von
    Yield Management sein, aber nur ein Bestandteil des
    ganzen Kontzept.


    5. GRUNDLAGEN
    Yield Management ist auch als eine Erweiterung des
    Marketings zu sehen. Es hilft die Nachfragestruktur
    zu erkennen und gegebenenfalls zu lenken. Dies ist
    die Grundvoraussetzung, um die verfügbaren
    Kapazitäten zu verteilen oder, wenn möglich, die
    Kapazitäten zu erhöhen.
    Das Yield Management System beruht auf drei
    Grundlagen, nämlich:
    > Einer Datenbank
    > Einem Prognosemodell
    > Einem Optimierungsmodell
    In der Datenbank müssen alle historischen Daten
    erfasst sein, denn je mehr Daten vorhanden sind
    desto besser besteht die Möglichkeit gute Prognosen
    abzugeben und folglich besser zu optimieren. Hier
    ist die Datengrundlage entscheidend. Da die
    Datenbank der zentrale Teil des Yield Managements
    darstellt muss sie auch laufend geführt und
    unterhalten werden. Dies ist sicherlich der
    aufwändigste Teil des ganzen Systems und braucht am
    meisten Zeit.
    Anhand der Datenbank werden auch die „nowshows“
    genau erfasst um dann gezielte Ueberbuchungen
    vornehmen zu können, welche ein wichtiger
    Bestandteil des Yield Managements sind.


    6. LOGIK
    Bei der Marktsegmentierung spielt der Zeitpunkt des
    Nachfrageanfalls eine grosse Rolle. Bei einer
    frühzeitigen Reservation wird der Preis relativ
    tief ausfallen. Je näher der Tag grossen Nachfrage
    rückt (z.B. Weihnachten, Saisonstart etc.), desto
    höher wird der Preis steigen. Stehen noch freie
    Kapazitäten kurz vor der Leistungserbringung zur
    Verfügung wird der Preis wieder sinken.
    Viele Hoteliers sagen immer, dass sie das schon
    immer getan haben (z.B. Vorsaison- und
    Hauptsaisonpreise). Beim Yield Management wird die
    Steuerung aber geplant und sehr kurzfristig
    gemacht, anhand von zuverlässigen Prognosen und
    eben nicht „nach Gefühl“ und „aus dem Bauch“.
    Ein Problem in der Hotellerie kann sein, diese
    variablen Preise zu kommunizieren. Wenn es aber
    richtig gemacht wird, kann es sogar ein super USP
    sein und die Nachfrage und damit den Umsatz stark
    ankurbeln.


    7. FAZIT
    Ich empfehle jedem Unternehmer sorgfältig zu
    prüfen, ob es Möglichkeiten gibt das Yield
    Management in seinem Betrieb anzuwenden.
    Die Einführung ist sicher mit einem gewissen
    Aufwand verbunden und bedarf sorgfältigen
    Abklärungen, aber es kann sich sehr lohnend
    auswirken, in Hinblick auf Gewinn und Umsatz.


    Urs Schaffer, Davos im Juli 2005

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