Härtere Bestrafung krimineller Jugendlicher?


  • Grenztruppjäger


    Ich muss dir Recht geben. Ich denke, dass wenn jemand die Gesellschaft zerstört oder ihr was schlechtes antut, der soll es auch wieder zurückgeben. Durch solche Camps wie in Amerika wird nur Geld vergeudet und es kommt nicht wieder in die Gesellschaft! Es gibt einige Studien, die beweisen, dass solche Camps nichts bringen!


    Meiner Meinung nach sollte so ein Mensch also das zurückgeben, was er genommen hat: Durch Arbeit. Und zwar so viel Arbeit, dass die Kosten für ihn gedeckt werden und ein gewisser "Gewinn" für die Gesellschaft entsteht!


    Und es hat meiner Meinung nach nichts mit dem dritten Reich zu tun, sondern mit Disziplin und Respekt vor den anderen!


    mfg
    Daniel (15 J.)

  • O.T.

    Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    ... für Mindestlöhne aus. Es ist den Leuten einfach nicht zu vermitteln, wie kontraproduktiv das wäre.


    Ja, tatsächlich? Lassen die Unternehmer dann ihre frankfurter Gebäude in Warschau von Polen bewachen oder das hamburger Hotelzimmer in Shanghai reinigen?


    Gruß


    Pitter

  • Fehlen nur noch Klimawandel, Globalisierung und Rauchverbot und es wurden alle gegenwärtigen politischen Themen in 1 Thread abgehandelt. ;)
    Wobei - praktisch wäre das schon, dann könnten wir die anderen zu den jeweiligen Themen dicht machen. :D

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein


  • Das zwar nicht. Die auswirkungen sind je nach Branche und der Höhe des Mindestlohnes unterschiedlich. Am einfachsten ist es in der Produktion, die kann man verlagern. Bei Dienstleistungen wie z.B. Frisör, die dann für viele zu teuer werden, wird dadurch die Schwarzarbeit gefördert. Und die Umgehungstatbestände nehmen natürlich auch zu, wie du bekommst den Mindestlohn wenn du soundsoviele Stunden mehr arbeitest, ohne zusätzliche Bezahlung. Wer nicht mitmacht, bekommt dann den Arbeitsplatz nicht oder fliegt raus. Die Folgen eines Mindestlohnes sind je nach Branche und der Höhe des Mindestlohnes sehr unterschiedlich. Wer aber behauptet, daß hätte keine Folgen für Arbeitsplätze der täuscht sich gewaltig.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard


  • Wenn der Preis eines Gutes im Inland steigt bzw. staatlicherseits hochgesetzt wird, kann man natürlich versuchen, es billger im Ausland nachzufragen. Da es sich bei den von dir genannten Dienstleistungen um (weitgehend) nichthandelbare Güter handelt, fällt diese Alternative natürlich weg.
    Weiterhin führt eine Preisteigerung i.d.R. dazu, daß die Nachfrage nach einem Gut sinkt, d.h. die Gebäude werden vielleicht nur noch von einem statt von zwei Wachmännern bewacht.
    Drittens werden durch Preissteigerungen Substitutionseffekte ausgelöst, d.h. die Firmen könnten z.B. stärker auf elektronische Überwachungsmöglichkeiten ausweichen.
    Summa summarum wird ein Mindestlohn auch in den von Dir genannten Branchen Arbeitsplätze kosten. Allerdings muß ich zugeben, daß du Deine Beispiele sehr geschickt gewählt hast: Nichthandelbare Güter, relativ niedrige Preiselastizität der Nachfrage und vergleichsweise geringe Substitutionsmöglichkeiten. In anderen Branchen wie etwa der Industrie, dem Bank- und Versicherungswesen, die sicherlich einen deutlich höheren Anteil der Arbeitnehmernehmer beschäftigen, sind diese Möglichkeiten natürlich deutlich größer und ein Mindestlohn hätte dort noch deutlich stärkere negative Beschäftigungseffekte.
    Auf jeden Fall kann ein Mindestlohn nur zwei mögliche Effekte auf die Beschäftigung haben: Entweder er wird so niedrig angestzt, daß er unterhalb des markträumenden Preises liegt. Dann hat er keine Auswirkung auf die Beschäftigung aber eben auch keinen auf die Löhne. Oder er liegt oberhalb des markträumenden Lohnsatzes, dann vernichtet er Arbeitsplätze.

  • nochmal O.T., allerdings sollten wir das vielleicht doch in einem anderen Tread diskutieren.

    Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    ...Auf jeden Fall kann ein Mindestlohn nur zwei mögliche Effekte auf die Beschäftigung haben: Entweder er wird so niedrig angestzt, daß er unterhalb des markträumenden Preises liegt. Dann hat er keine Auswirkung auf die Beschäftigung aber eben auch keinen auf die Löhne. Oder er liegt oberhalb des markträumenden Lohnsatzes, dann vernichtet er Arbeitsplätze.


    Toll, immer wieder diese ganzen theoretischen Argumente gegen den Mindestlohn, als ob es im Niedriglohnbereich einen tatsächlich funktionierenden Markt gäbe.


    Gruß


    Pitter

  • schmidt3,


    das kann aber trotzdem kein Argument dafür sein dass Arbeit nicht angemessen bezahlt wird und Leute Gehälter bekommen, von denen sie nicht leben können. Denn dann subventioniert die Allgemeinheit - also du und ich - die Unternehmen, nur damit die den Lohn dumpen können.


    Ich glaube nicht dass es massenhaft Arbeitsplätze kostet, weil auch wenn einige aus Kostengründen wegrationalisiert werden, geht das nur in begrenztem Ausmaß - weil, wie schon erklärt wurde, viele Jobs nicht verlagert werden können und auch die Möglichkeiten der Personaleinsparung begrenzt sind - schon jetzt wird kaum jemand massenhaft mehr Leute beschäftigt haben als nötig. Und die Arbeitsplätze, die wirklich verloren gehen, müssen dann eben mal hingenommen werden weil das "große Ganze" geregelt werden muß. Im übrigen erwischt es dann Arbeitsplätze, die offenbar ihren Preis nicht wert sind - und das kann so nicht funktionieren.


    Es geht hier einfach um eine ordnungspolitische Festlegung. Es kann prinzipiell nicht sein dass ein Lohndumping stattfindet, mit dem Menschen ausgebeutet werden. Der Staat schreibt Unternehmen 1000 Sachen vor, Umweltschutzbestimmungen, Sicherheitsvorschriften usw., und unter anderem auch Schutzrechte für Arbeitnehmer.
    Ich finde es völlig in Ordnung wenn da mit dem Mindestlohn eine weitere, dieses Mal wirklich wichtige, Auflage kommt, die die Mitarneiter vor einem weiteren Übel schützt, nämlich davor abgezockt zu werden. Und wie gesagt, es ist zusätzlich ein Schutz der Allgemeinheit, denn es geht nicht dass der Staat einem Unternehmer die Mitarbeiter finanziert.


    Wir sind eine soziale Marktwirtschaft, aber der Markt versagt wenn Menschen nicht zuletzt von staatlichen Institutionen (Arbeitsämter) zu Jobs gezwungen werden, die sich nicht selber tragen und clevere Unternehmer sich daran reich verdienen dass sie Unternehmensgewinne in ihre Tasche stecken, während die Allgemeinheit die Löhne der Mitarbeiter zahlt, die sein Geld verdienen. So kann es nicht sein und da muß inzwischen eingegrifffen werden weil der Trend auf dem Arbeitsmarkt in eine falsche Richtung läuft.


    Aus diesem Grund bin ich auch strikt gegen einen Kombilohn oder das Aufstocken von Niedriglöhnen durch den Staat. Das wäre ein Konstrukt, was marktwirtschaftlichen Prinzipien zuwider läuft und der Steuerzahler darf nicht auch noch Unternehmensgewinne finanzieren.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...


  • Nenne mir doch bitte die Gründe, die gerade speziell im Niedriglohnbereich für ein Marktversagen vorliegen sollten. Wenn allerdings ein Marktversagen vorliegen sollte, so sprechen die Millionen von gering qualifizierten Arbeitslosen dafür, daß selbst die gegenwärtig gezahlten - und zugegebenerweise teilweise recht jämmerlichen - Löhne noch zu hoch sind, um am Arbeitsmarkt zu einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage zu führen.

  • Leute, Ihr seid dermaßen OT! Bitte wenigstens einigermaßen beim Thema bleiben. Das lautet nicht "Mindestlöhne", sondern "Härtere Bestrafung krimineller Jugendlicher?". Sollte das nicht möglich sein, schliessen wir den Thread.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Jochen: Wir sind allerdings völlig vom Thema weg, trotzdem finde ich die Diskussion durchaus interessant und würde z.B. gerne Printus noch antworten. Ist es nicht möglich, diesen Teil des threads in einen anderen, neuen Thread mit passendem Titel auszulagern?

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