Kapitalbildung - Wie richtig angehen?

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    Original geschrieben von paul.tt Mensch Jungs, mir ging es lediglich darum das man mal die rosarote Brille der Hoffung auf FinanzanlageRenditeVersprechen absetzt und sich konkret vor Augen führt das es viele, sehr viele Unbekannte gibt.


    Naja, das klang schon eher tiefschwarz bei Dir. Natürlich gibt es jede Menge Unbekannte. Aber aufgrund des Bekannten kann man dennoch eine bestmögliche Planung machen - in der man Spielraum für Unbekannte lassen muss, klar.


    Mit "Investitionen" und dem Thema Straßenbahn meinte ich auch nicht unbedingt nur die Geldanlage, sondern auch Investitionen in Möbel, Kleidung, Essen, Hifi und was weiß ich nicht alles. Sollte nur übersptutzt ausdrüpcken, wie Dein Posting auf mich wirkte, das klang alles extremst negativ. Hätte danach z.B. nicht geglaubt, dass Du Immobilienbesitzer bist. Weil wer weiß, was damit mal passiert, ob der Staat allen Besitz mal verstaatlicht und so ;)

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Mit "Investitionen" und dem Thema Straßenbahn meinte ich auch nicht unbedingt nur die Geldanlage, sondern auch Investitionen in Möbel, Kleidung, Essen, Hifi und was weiß ich nicht alles.


    Der Vergleich hinkt aber, denn davon hätte ich ja wenigstens bis zum Tag x schon was gehabt.
    Bei einer Finanzanlage in die ich Jahre lang einzahle und währenddessen nichts davon habe, ist es bei Eintreten "widriger Umstände" was ganz anderes!

  • Zitat

    Original geschrieben von conzi
    Der Vergleich hinkt aber, denn davon hätte ich ja wenigstens bis zum Tag x schon was gehabt.
    Bei einer Finanzanlage in die ich Jahre lang einzahle und währenddessen nichts davon habe, ist es bei Eintreten "widriger Umstände" was ganz anderes!


    Dann solltest Du alles auf Kreditbasis konsumieren. So hast Du sofort was von Deinem Konsum ;).


    Wie immer im Leben: Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. "Die Mischung macht's".


    -Andi-

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  • Zitat

    Original geschrieben von ocb


    Die Prekariatsabzockalternative Riesterrente ist auch nüscht, denn die wird dummerweise nur bei deutschem Hauptwohnsitz ausgezahlt ...


    Glaubst du wirklich, was du da schreibst??? :D


    Bei Auslandswohnsitzen stellt sich doch nur die Frage, inwieweit die staatliche Förderung erstattet werden muss ... und diese Frage wird sicherlich noch den EuGH beschäftigen. Und zwar mit einem Ergebnis, das der Bundesregierung nicht schmecken wird.


    Zitat

    Original geschrieben von ocb


    ... Riesterrente ist auch nüscht, denn die ... ist auch noch anrechenbar auf Sozialleistungen.


    Nenne mir eine (legale) Geldanlage, die nicht auf die Sozialleistungen angerechnet wird ... :rolleyes: Auch das nicht einzusetzende Eigenheim führt im Ergebnis zu einer Anrechnung durch den Leistungsträger, da er insoweit keinen Mietzuschuss/kein Wohngeld gewähren muss.


    In diesem Sinne ...

  • Hab gerade was interessantes zum Thema Immobilie gelesen:


    Zitat


    Wohnungen bringen als Geldanlage nur wenig


    Eigentumswohungen eignen sich nur wenig als Anlageform fürs Kapital. Dies zeigt eine Studie des Bundesamts für Bauwesen. Demnach erzielen private Vermieter dieser Wohnungen mehrheitlich keine Gewinne. Und: Viele Eigentümer nutzen bei einer Sanierung ihnen zustehende Fördermittel nicht.


    http://www.morgenpost.de/desk/1884259.html

  • Zitat

    Original geschrieben von ocb
    Ich bin der Meinung, man sollte hier nicht voreilig seine Teuronen in solche "Renten" pumpen. Sinnvoller ist es, sich schlicht einen Batzen Geld anzusparen-das kann jeder, da brauchts keinen Anlageberater und man kann im Prinzip nicht übers Ohr gehauen werden.


    Wie kann ich dabei am besten die Abgeltungssteuer auf legalem Wege zu umgehen? Was gibt es da so für Möglichkeiten?
    Die Frage passt zwar jetzt nicht unbedingt zur Altersversorgung, aber dafür zur Kapitalbildung - und das steht immerhin im Threadtitel :)

  • Ich finde unangebracht pauschal über die Abgeltungssteuer zu schimpfen, wenn man es objektiv betrachtet ist die Abgeltungssteuer keine so schlechte Idee. 26,375% (25% zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag) ist eigentlich ein sehr fairer Satz.


    Sowohl wenn man es im internationalen Vergleich betrachtet, als auch im Vergleich zur bisherigen Lösung wo mit dem indvduellen Steuersatz in Höhe von bis zu 42 zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer versteuert werden musste.


    Ausserdem hat die Abgeltungssteuer das man sie (zumindest in der Theorie) durch die Banken annoym abführen lassen könnte, und man deswegen dann das Bankgeheimnis nicht mehr untergraben müsste.


    Ich finde die Abgeltungssteuer ist eine der wenigen positiven Gesetzesänderungen, welche die Regierung in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ich finde unangebracht pauschal über die Abgeltungssteuer zu schimpfen, wenn man es objektiv betrachtet ist die Abgeltungssteuer keine so schlechte Idee. 26,375% (25% zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag) ist eigentlich ein sehr fairer Satz.


    Bezogen rein auf den Steuersatz kann man Dir evtl. beipflichen. Aber: Auf die Art der Besteuerung kommt es an. Ich zum Beispiel bin weniger angetan: Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens und auch der Spekulationsfrist sind weniger positiv. Und grade Letzteres wiegt in Punkto "Altersvorsorge und Kapitalbildung" schwer.


    -Andi-

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  • Ich wollte mit meinem Post nicht sagen, dass ich die Abgeltungssteuer für Schwachsinn halte. Mir ging es eigentlich nicht um eine politische Diskussion sondern nur darum, wie man sie legal umgehen kann.
    Aber dann trotzdem nochmal kurz dazu:
    Der "faire Satz" ist nur fair für die, deren individueller Steuersatz darüber liegt.
    Alle anderen werden dadurch benachteiligt.
    Ich persönlich finde das OK - aber wenn man das Ganze mal aus sozialstaatlicher Sicht betrachtet, werden die Vielverdiener privilegiert und die Wenigverdiener benachteiligt. Ob das in den heutigen Zeiten ("Die Mittelschicht wird zur Unterschicht") richtig ist, wage ich zu bezweifeln. Dazu kommen die weiteren Nachteile für alle, insbesondere die von Andreas genannten.


    Und zurück zur Umgehung: Wenn ich dieses Jahr noch Fonds kaufe, und diese 1 Jahr lang halte, dann sind die Rückgabegewinne (also die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis [abzgl. Gebühren]) doch steuerfrei, oder?

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