U-Bahn-Schläger bekommen Bewährung

  • Ist Mord nicht immer vorsätzlich? Ansonsten wäre es doch Totschlag o.ä.?!


    Zitat

    Original geschrieben von arne
    Im übrigen verstehe ich den Tatvorwurf Mord nicht. Welches Mordmerkmal soll verwirklicht worden sein? Niedere Beweggründe? Wohl eher nicht.


    Warum nicht? Rache dürfte wohl dazu gehören?! Viel niedrigere Beweggründe dürfte es ja kaum geben.
    Allerdings denke ich auch, dass es eher zu einem milderen Urteil kommen wird. Es spielen einfach zu viele andere Faktoren mit hinein (Zuschauer z.B.).

  • Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Ist Mord nicht immer vorsätzlich? Ansonsten wäre es doch Totschlag o.ä.?!


    Totschlag "geht" auch immer nur vorsätzlich ;)

  • Also, eigentlich ist das ganz einfach erklärt: Selbstverständlich braucht man sowohl für Totschlag als auch für Mord den Vorsatz des Täters. Bei einem Mord muss aber eben auch ein Mordmotiv verwirklicht worden sein, das ist hier fraglich.

  • Zitat

    Original geschrieben von raix
    Vielleicht im Zusammenhang mit den Forderungen nach mehr Kameras interessant:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649096,00.html


    Sehr interessanter Artikel, vor allem diese Sätze:


    "In der Theorie darf ein Polizist nicht darüber entscheiden, welche Straftaten er verfolgt und welche nicht, Legalitätsprinzip nennt sich dieser Grundsatz. In der Praxis jedoch, sagt Ralf, habe man gar keine andere Chance als wegzugucken und weiterzufahren. "

    ***22 Jahre o2***

  • noch was nettes, ebenfalls auf Spon zu finden...die Notrufsäulen waren nicht angeschlossen auf dem Bahnhof... :rolleyes:

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von arne
    Also, eigentlich ist das ganz einfach erklärt: Selbstverständlich braucht man sowohl für Totschlag als auch für Mord den Vorsatz des Täters. Bei einem Mord muss aber eben auch ein Mordmotiv verwirklicht worden sein, das ist hier fraglich.


    wenn man 22 Mal auf den Kopf haut/tritt, dürfte es um Mord gehen. Das man hier zu der Erkenntnis kommt ein Tod tritt zufällig auf, um einen Totschlag zu rechtfertigen, halte ich für abwegig.


    Daher denke ich ist Mord der richtige Anklagepunkt. Die Beweggründe der Rache sind niedrig, sehr nieder sogar - wenn auch (leider) menschlich.

  • Diese Typen gehören nach Erwachsenenstrafrecht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.


    Tatsächlich wird es vermutlich wieder mal so laufen, dass Jugendstrafrecht angewendet wird, dann kann ihnen die Tötungsabsicht nicht nachgewiesen werden und das Opfer ist nur ungünstig auf den Kopf gefallen und daran verstorben und eine schwere Kindheit hatten die armen Jungs auch. Also 2 Jahre auf Bewährung oder so... :mad:

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Re: Zitat


    Zitat

    Original geschrieben von Moskauinkasso
    „Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.“


    Franca Magnani


    Schönes Zitat.


    Aber: der Mann hier hat vorliegend alles richtig gemacht. Er hat sich eingemischt, hat vorher die Poilzei gerufen, hat durch seine laute Stimme Öffentlichkeit hergestellt, die Störenfriede lediglich verbal und nicht körperlich angegangen. Der Ablauf war wie aus einem Lehrbuch oder einem dieser (auch von der Polizei) angebotenen Krisenbewältigungsseminaren.


    Und nun ist er tot.


    Es entsetzt mich an dieser Tat dass ein Mensch, auf dem Heimweg von seinem Job zu seiner Familie, der die Kinder anderer Eltern beschützt, so unnötig und grausam brutal aus dem Leben scheiden muss. Hier ging es nicht um eine Gruppe Junkies, Hells Angels oder sonstige bei denen man so eine Tat vermuten könnte. Es waren 2 Jugendliche...

    Bunt ist das Dasein und granatenstark! Volle Kanne, Hoschi.


    PS: CLK sind meine Initialen, haben auch nichts mit dem Auto zu tun. Gruß, Christian!

  • Re: Re: Zitat


    Zitat

    Original geschrieben von CLK
    Schönes Zitat.


    Aber: der Mann hier hat vorliegend alles richtig gemacht. Er hat sich eingemischt, hat vorher die Poilzei gerufen, hat durch seine laute Stimme Öffentlichkeit hergestellt, die Störenfriede lediglich verbal und nicht körperlich angegangen. Der Ablauf war wie aus einem Lehrbuch oder einem dieser (auch von der Polizei) angebotenen Krisenbewältigungsseminaren.


    Und nun ist er tot.



    ...und genau das ist das traurige an der Geschichte :flop:



    Solange es keine Verletzte oder gar Tote gab, konnte man bisher sehr schön
    Zivilcourage für Situationen prädigen, die längst als (lebens) gefährlich bekannt waren. Es war nur eine Frage der Zeit, bis etwas schreckliches passiert.



    Zivilcourage darf Polizeiarbeit, Gesetzgebung und Gerichte nicht ersetzen.

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