Wenn so etwas kommt dann nur gleichzeitig mit "herkömmlichen" Modellen wo die Minuten teuerer sind (oder die Grundgebühr), aber der Angerufene nichts bezahlt. Allein aus der Gewohnheit wird sich in Deutschland nichts anderes durchsetzen lassen. Es ist doch so, wenn ich jemand anrufe und das Gespräch wird interessanter oder länger, war es eben wichtig und die Rechnung von über 100 Euro sind dann vielen auch egal. Wenn ich aber den anderen "belaste" je länger ich anrufe (wie Anrufe im Ausland mit ankommendem Roaming), fallen die Gespräche eben kürzer aus (manche auch glücklicherweise, die man sonst nicht galant hätte beenden können). Das Bestreben die Gespräche zu verkürzen kommt dann von beiden Seiten der "Leitung". Egal ob die Minute "günstig ist" oder nicht, "auf Kosten anderer" lebt man eben nicht gerne. Kürzere Gespräche bedeuten noch weniger Gewinn und noch weiter steigende Preise.
Ich frage mich warum sich alle so aufregen, die Komissarin hat doch extra (und nicht ohne Hintergedanken) gesagt, die Preisgestaltung läge in der Hand der Unternehmen. An die allgemeinen Mobilfunk-R-Gepräche hat sie möglicherweise selbst nicht geglaubt.
Eher wird also das telefonieren teuerer (mglw. mit regulierter Zwischenphase , um die Altverträge ändern zu können), als dass die Deutschen für ein Gespräch doppelt zahlen. Schon im Ausland fallen durch Optionen EU-Top, Reiseversprechen, 3likehome etc. die Roamingentgelte weg. Das hat auch seinen Grund seit viele entweder eine Reisesim gekauft haben oder gleich eine einheimische Prepaidkarte. Wenn die Optionen aber nur wenig teuerer sind, lohnt sich der Stress und Aufwand einer neuen Karte eben nicht mehr und die Unternehmen können mit erhöhten oder auch doppelten Preisen der Reisebilligkonkurrenten trotzdem noch reichlich Gewinn machen. Mehr als ein willkommener Grund die Preise erhöhen zu müssen (bzw. nicht weiter senken zu können) ist dieser Regulierungsvorschlag also nicht. ..
Jetzt wird's hart: Eingehende Gespräche wirklich bald generell kostenpflichtig?
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Original geschrieben von StebuEx
Sorry, das ist für mich ein klassischer Fall von circulus vitiosus.
Werden die Kunden nun durch überhöhte Minutenpreise abgezockt oder sind die internen Gespräche günstig? Wird der Wettbewerb beeinträchtigt oder die kleinen Unternehmen?Nach Deiner Logik dürfte kein eingesessenes Unternehmen Größenvorteile realisieren. Jeder Tante Emma Laden könnte zu Aldi-Einkaufspreisen einkaufen, jeder Gartenschlauch von Gardena muß mit den Produkten der wenigen kleinen Konkurrenten kompatibel sein usw usf....
Na ja, es ist ja nicht meine Logik.
Und es geht ja bei netzinternen Flats auch nicht um die gleichen Größenvorteile, die im Einzelhandel entstehen, sondern um ein Tarifmodell zur Kundenbindung. Zu den Beispielen: Wenn ich mich richtig erinnere, kommt es für den Wettbewerb darauf an, ob ein gemeinsamer 'Markt' besteht oder nicht. Edeka (Lebensmittel-Einzelhandel) könnte zum Beispiel zu einem anderen Wettbewerbsmarkt gehören als Penny (Discounter).Aber vielleicht erinnere ich das auch nicht richtig, mag auch sein, dass das Beispiel nicht ganz richtig ist.
In Großbritannien gab es übrigens genau die von Dir angeführte Diskussion im Verhältnis im Hinblick auf die Stellung von Tesco im Einzelhandel.Wie auch immer: Ich halte es ohnehin für nicht sehr wahrscheinlich, dass sich das in Deutschland durchsetzen könnte - schon wegen der im Thread schon erwähnten 'Telefonie-Kultur' hierzulande. Und allerhöchstens wäre es erst möglich nach einer Marktkonsolidierung. Woran ich allerdings zumindest im Festnetz schon glaube, das sind steigende Preise. Ich glaube nicht, dass Telefonieren dauerhaft so günstig bleiben wird, wie es gegenwärtig ist.
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Sowas wäre imho absolut irrsinnig, denn was nützen einem noch billigste Minutenpreise und billigste Flatrates, wenn dafür für ankommende Gespräche zahlen muss, und abgende die Flat auch nicht mehr ausnutzen kann, weil einem die meisten Gesprächspartner bitten sich kurz zu fassen.
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Nur weil die Entgelte anders "verteilt" werden muß es ja nicht unbedingt heißen: alles wird teurer und die Entgelte werden 1:1 auf die Tarife umgelegt.
Abgehende Gespräche in fremde Netze sollten dann ja günstiger werden.hier mal nen Tarif von at&t
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at&t,
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Ich denke nicht das die Mobilfunktarife bei einer Absenkung der Interconnectgebühren auf die angesprochenen 1-2 Cent wesentlich günstiger werden würden.
Den die Mobilfunknetzbetreiber hätten einerseits zwar schon geringere Vermittlungskosten für Fremdnetzgespräche, aber im Gegenzug auch deutlich weniger einnahmen.
Einzige Nutzniesser wären die Festnetz- und VoIP Anbieter, die geringere Kosten für die Vermittlung von Gesprächen in die Mobilfunknetze hätten, und dementsprechend günstigere Tarife anbieten könnten.
Persönlich ist es mir deutlich lieber wie jetzt 9 ct/min beim Discounter, 29 ct/min bei den Premiumanbietern und 79,95€ für ne Fullflat zu zahlen als vielleicht 4 ct/min beim Discounter, 19 ct/min beim Premiumanbieter und 39,95€ für ne Fullflat aber dann jeweils noch 9 ct/min für ankommende Verbindungen zahlen zu müssen.
Ich denke wenn sowas kommen würde, dann würde die Mobilfunknutzung vorallem in Privatkundenbereich schlagartig zurückgehen. Und Firmenkunden würden evtl. die Handynummern ihrer Aussendienstmitarbeiter garnichtmehr an Kunden weitergeben sondern im Büro die Anfragen bündeln und dann per E-Mail weiterleiten.
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Original geschrieben von harlekyn
Tust du doch jetzt auch schon, z.B. in Form einer Grundgebuehr an die Telekom
Warum sollte dann jemand deinen Anruf entgegennehmen?
Tust du doch auch nicht :pwer sagt denn dass ich mit dem anonymen Handy dann ins Handy-Netz telefoniere, Festnetz reicht ja dann :top: Wenn eingehend kostet verzichten sicher viele komplett auf eingehende Gespräche und denken die Anrufer sollten es doch versuchen wenn daheim bin.
Auf jeden Fall werde ich dann nicht mehr überall meine Mobilfunknummer angeben, nur noch bei "wichtigen" Leuten.
Oh shit, in der Disco wird es für uns Männer dann auch schwieriger an Handy-Nummern von Frauen zu kommen, bisher gibt es die ja nicht immer weil es dann evtl ein nerviges Telefonat gibt, in Zukunft kann es dann sogar teuer werden

Oder wenn man Telefonterror macht dann muß in Zukunft das Opfer blechen...
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wie schon in einen anderen thread hier mittlerweile besprochen fordere ich dann aber auch die kostenfreid netzbetreiberseitige sperrung aller anonymen eingehenden anrufe!
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Selbst wenn eingehende Anrufe rechtlich berechnet werden dürften gäbe es mit Sicherheit Tarife mit einer "incoming flat".
Fakt ist: Die IC Preise müssen endlich runter.
Die angestrebten 1-2 ct/min müssen realisiert werden.Die Tatsache dass es eventuell zu kostenpflichtigen eingehenden kommen kann ist ja nur ein Lösungsansatz unter vielen.
Man muss ja das Überleben der Netzbetreiber sicherstellen. Denn es ist ja leider nicht gewährleistet, dass der Umsatz proportional zur Absenkung der Tarife steigt.
Möglicherweise gelingt es aber die fehlenden Einnahmen verstärkt durch Datendienste zu kompensieren. -
Was sollten so niedriege IC Gebühren den bringen. Die Tarife werden davon nicht günstiger, weil die Netzbetreiber dann auch weniger Einnahmen haben. Gewinner wären allenfals Festnetz- und VoIP Anbieter.
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Zitat
Original geschrieben von Martyn
Ich denke wenn sowas kommen würde, dann würde die Mobilfunknutzung vorallem in Privatkundenbereich schlagartig zurückgehen. Und Firmenkunden würden evtl. die Handynummern ihrer Aussendienstmitarbeiter garnichtmehr an Kunden weitergeben sondern im Büro die Anfragen bündeln und dann per E-Mail weiterleiten.
So sehe ich das auch. Ich würde einen Teufel tun und meinen Kunden meine Nummer geben. Da gibt es den "Sonderservice" immer erreichbar eben nicht mehr!
Ich bin gerade dabei alle meine Verträge auslaufen zu lassen udn zu den Discountern zu gehen. Mir sind flats egal hauptsache eine FN Flat ist dabei. Dann kann ich immer noch entscheiden wenn sich mal aufm MF Markt bewegt ob ich da mit mache oder nicht jedoch ohne die Gefahr dass ich GG bezahlen muss.
Privatgespräche werden dann eben nur noch Abends über FN geführt wenn ich zuhause bin und nicht mehr von unterwegs.
Dann wird es eine Widerauferstehung des "klassischen" FN geben.
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