EC-Karte mit Auslandssperre - gibt es das?

  • Zitat

    Original geschrieben von Pankoweit
    Ich habe, was Online-Banking angeht, eine relativ niedrige Limitvereinbarung mit meiner Bank getroffen. Ich kann also pro Transaktion online maximal 100 Euro überweisen. Oder pro Tag maximal 500 Euro. Für eine Überweisung in Höhe von 300 Euro mache ich halt eine Staffelung, also 3 Überweisungen à 100 Euro. Klingt vielleicht etwas umständlich, aber es gibt mir eine gewisse Sicherheit. Größere Überweisungen mache ich dann nur in der Bank am Automaten/Schalter. Die Limite hab ich natürlich fei gewählt, sie könnten auch höher sein.


    Wäre für mcih als Kunden absolut unpraktikabel.
    Verstehe auch die Paranoia nicht. Aber es liegt immer am Kunden selber: Eine Bekannte hat zum Beispiel auch totale Angst vor dem Online-Banking. Irgendwann sollte ich mal was für sie nachsehen und sie hat mir neben ihrer Kontonummer auch ihre PIN gegeben: Ihr Geburtsdatum. Das sehe ich als Banker auch schon als arg fahrlässig an.


    Die ganzen Berichte, die man bei Akte, zdf reporter, wiso und und und so sieht spiegeln doch eh immer nur die negativen Erfahrungen Einzelner wieder. Millionen Kunden haben keine Probleme, aber Oma Erna sind (wahrscheinlich aufgrund Phishing) 3.000€ weggekommen. Und dann haftet die böse Bank nciht dafür. Frechheit ;)


    -Andi-

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  • wir haben mehr Betrugsfälle mit Überweisungen, bei denen die Unterschrift gefälscht wurde als Betrugsfälle im Onlinebanking. Alleine das sollte zeigen, dass die Paranoia völlig überzogen ist. Natürlich gibt es auch Betrug im Onlinebanking, aber dass die Medien darüber mehr berichten bedeutet nicht, dass die Gefahr dabei tatsächlich grösser ist. Wer sorgfältig mit seinen Sachen umgeht, der hat nichts zu befürchten. Und wenn es eindeutig kein Fehler des Kunden ist, dann erstatten wir auch sehr unkompliziert zurück.


    Anders ist es, wenn ich von Kunden höre, wie sie mit der PIN umgehen...ruft mich die Sekretärin eines Rechtsanwaltes an, ihr Onlinebanking funktioniere nicht. Ich stelle fest, dass sie weder Kontovollmacht hat noch eigene Onlinezugangsdaten (wie auch ohne Vollmacht). Die Frage, wie sie denn überhaupt arbeite beantwortet sie mit "PIN und TAN von meinem Chef". Das ist grob fahrlässig. Was weiß ich, wem er seine Zugangsdaten noch alles weitergibt. Da würde im Schadensfall eine Erstattung eher schwierig werden...

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Hallo!


    Bei meiner Bank kann man auch auf die EC-Karte ein Limit festlegen. Dieses gilt zwar nur für Geldautomaten (nicht für Einkäufe per Unterschrift), aber eine gewisse Sicherheit ist da. Das hat allerdings auch einen Nachteil, wenn man mal etwas größeres anschaffen möchte. Dann muss man mehrmals zum Automaten. Außerdem gibt es bei meiner Bank die Möglichkeit, bei Limitüberschreitung eine SMS auf das Mobiltelefon zu bekommen. Sollte dann mal eine "Fremdnutzung" stattfinden, kann man sofort reagieren.


    Gruß, René

    Wenn die Kuh schon im Brunnen liegt, ist es unsinnig noch einen Deckel draufzumachen.


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  • Sicherheit im Onlinebanking ist so eine Sache. Mich ärgert es z.B., dass da die meisten Banken in Sachen hbci auf itan setzen statt Lesegeräte/Tangeneratoren oder ähnliches zu nutzen. Ich fänd es z.B. auch interessant, wenn mal einer auf kostenlose mtan setzen würde.


    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich Onlinebanking für relativ sicher halte. Fallen gibt es da aber schon. So hat die Postbank eine Schnittstelle für Finanzsoftware, die über normale tan läuft. Die ist standardmäßig auf bis zu 3000 EUR festgelegt und stellt so ein ziemliches Scheunentor da. Wenigstens kann man dafür das Limit runterschrauben, was ich natürlich getan habe. Mein Zweitkonto bei der PSD (hauptsächlich wegen Nutzung von VB-Automaten und kostenlosem Papier-Kontoauszug) ist da weniger konfiguierbar. Dort sind 20000 EUR das Limit für sämtliche Transaktionen - hier reguliere ich die Sicherheit über die Geldmenge: inkl. Dispo sind es immer nur dreistellige Summen, die verfügbar wären.


    Das Restisiko liegt oft beim Benutzer: Phishing oder ähnliches wie z.B. Sofortüberweisung meiden, mit Pin und Tan angemessen umgehen und schon ist's einigermaßen sicher. Wobei es Schade ist (sorry für die Wiederholung), dass nicht das technisch maximal mögliche zur Sicherheitserlangung rausgeholt und stattdessen lieber im Schadensfall gezahlt wird. Den Vorwurf muss man allerdings der Bank und den Kunden machen und ich werfe mir das durchaus auch selbst vor: Wenn mir die Sicherheit so wichtig wäre, würde ich zu einer teureren Bank wechseln, die diese Sicherheit böte.


    Für meine Begriffe liegen die Probleme grundsätzlich tiefer: Wenn die Geldkarte vernünftig genutzt werden könnte und das Onlinebanking besser abgesichert würde, dann hätte man effektiv einen so sicheren Geldautomaten wie nur möglich zu Hause (PC füllt über Onlinebanking die Geldkarte) und wäre vor Skimming etc. absolut sicher. Einzig bei Verlust wären bis zu 200 EUR tatsächlich weg. Das wäre mit allerdings lieber, als die Eintrittskarte zu jeglichen Bankgeschäften zu vermissen.


    Am schönsten wäre natürlich, wenn das System noch ein wenig mehr Sicherheit mitbringen würde. Mir würde da z.B. eine Art Containersystem einfallen: Jede Aufladung der Geldkarte erschafft einen bei der Bank/im Onlinebanking verfügbaren virtuellen Container, der über eine Nummer erkennbar und dessen Nutzung über eine Pin abgesichert ist. Wenn die Karte abhanden kommt, kann niemand damit etwas anfangen und man sperrt im Onlinebanking einfach den Container bzw. bucht den leer.

  • Um mal wieder mehr Richtung Threadtitel zu kommen:
    Angenommen, man wird im Ausland um seine EC-Karten erleichtert (wie bspw. mir passiert), ist es nach Sperre der Karte nach wie vor möglich, dass der Dieb damit per Unterschrift zahlen kann? Lesen die Terminals nur Kontonr. und BLZ aus, um die Lastschrift durchführen zu können?


    Diese ganze Zahlerei mit Unterschrift ist sowieso eine Riesensicherheitslücke. Ich rege mich jedesmal auf, wenn Frau Schmitt im Supermarkt mir meine Karte wiedergibt, ohne auch nur einen Blick auf die Unterschrift geworfen zu haben.

    Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. (Ari Stoteles)

  • Zitat

    Original geschrieben von maxwell2000
    ist es nach Sperre der Karte nach wie vor möglich, dass der Dieb damit per Unterschrift zahlen kann? Lesen die Terminals nur Kontonr. und BLZ aus, um die Lastschrift durchführen zu können?


    Sehr informativ ist hierzu das empfehlenswerte FAQ auf http://www.zahlungsverkehrsfragen.de/kartenzahlung.html

  • Re: Re: EC-Karte mit Auslandssperre - gibt es das?


    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Das meint der Angestellte der Dresdner Bank auch ;)


    Darf ich mal fragen, warum das nicht geht? Ich muß mich outen, ich kenne mich da garnicht aus. :rolleyes:


    Aber meine Mutter hatte mal das interessante Phänomen, daß ihre EC Karte eigentlich tadellos funktionierte, jedoch bei POS immer abgewiesen wurde. War ihr immer sehr peinlich an der Kasse.


    Bei der Bank haben sie ihr dann erklärt, das könne man sich nicht erklären, da im System keinerlei Beschränkungen eingetragen seien. Jedoch sei das prinzipiell möglich, da man die Zugriffs- und Verwendungsmöglichkeiten einer solchen Karte sehr feinfühlig konfigurieren könne. Mit der neu ausgestellten Karte ging es dann auch wie gewünscht.


    Und Auslandssperren schaffen ja sogar die Mobilfunker.

  • Frag das den Bundesverband der Banken. Vermutlich eine Kostenfrage. Aber warum genau diese Funktion / Beschränkung nicht vorhanden ist, kann ich Dir nicht sagen, ich kann Dir nur sagen, dass es sie gibt ;)


    Was Beschränkungen auf POS etc. angeht: das kenne ich auch nicht, entweder hat man eine Karte mit Zahlungsfunktion oder eben nur ne Kundenkarte. Von feinfühligen Einstellungsmöglichkeiten weiß ich nichts.

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  • Doch doch, man kann wohl recht genau festlegen, was man mit der EC-Karte zahlen kann.
    Als ich noch jünger war hatte ich das Problem, dass ich bei Saturn nachdem das EC-Bezahlsystem auf PIN umgestellt wurde trotz Kontodeckung nicht mehr mit meiner Karte bezahlen konnte. Bei den meisten anderen Geschäften ging das aber.
    Der Bankberater meinte da sei auf irgendeinem Level noch eine Sperre eingebaut gewesen.


    Gruß,
    Alexander

  • sagen wir so: bei der Dresdner Bank gibt es das nicht. Was andere Banken da anbieten, weiß ich nicht, höre ich aber auch zum ersten Mal.

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