Repräsentative Statistik 08: Welches Netz nutzen Sie privat?

  • Der relativ niedrige D2-Wert in Baden-Württemberg irritiert mich schon - vor allem in den gebirgigen Regionen (Schwarzwald, Schwäbische Alb) gibt es doch so einige Ecken, in denen nur D2 geht. Auch aus historischen Gründen (D2 war hier von Anfang an relativ stark) hätte ich den D2-Wert deutlich höher angesiedelt, vor allem vor D1.


    Die Ballungsräume dominieren natürlich die Statistik, da hier der Großteil der Bevölkerung wohnt. Den hohen o2-Anteil in BaWü erklär ich mit der hohen Anzahl an Hochschulstandorten (S, TÜ, HD, KA, FR, UL plus Pädagogische Hochschulen, FHs, BAs...)


    Jimmythebob:
    So sicher wäre ich mir da nicht. Von den Reichen lernt man sparen! ;)

    Bye bye barring o2 - hello Vodafone D2!
    Das hervorragende Netz und der gute Service sind mir 5€ im Monat mehr wert!

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Das ist deine Theorie.
    Meine ist, dass es Leute mit höheren Einkommen egal ist, ob sie für die gleiche Leistung irgendwo anders 10€ oder 20€ sparen. Für diese "Peanuts" bliebt man lieber bei altbewährtem.


    Das könnte zutreffen. Denn gerade in der Kernaltersklasse der T-Mobile-Nutzer (40-60 Jahre) gibt es immer noch jede Menge Kunden, die nicht wissen, in welchem Tarif sie telefonieren und wie hoch ihr Minutenpreis ist. Da dürften jede Menge noch in Alttarifen festsitzen, die das xte Mal passiv verlängert wurden. ;)

  • Nun ja die Statistik fällt insgesamt wie erwartet aus.


    Die beiden Großen verlieren etwas, T-Mobile aber weiter vor Vodafone insgesamt. E-Plus unverändert und O2 macht von den Zahlen her jagt auf E-Plus. Soll heißen E-Plus wird den beiden Großen nicht gefährlich, aber O2 wird E-Plus gefährlich!


    Desweiteren geht aus der Statistik hervor, das die Netzbetreiberwahl eher unabhängig vom monatlichen Einkommen ist. T-Mobile/Vodafone sind auch am meisten bei denen unter 500 € / Monat vertreten. Allerdings wird der Anteil nochmals gesteigert je höher das Einkommen ist.


    T-Mobile und auch Vodafone sind tendenziell eher Anbieter für die gehobenere Klasse. Bei den Kunden dort dürfte man wohl eher auch andere Markenprodukte finden. Sprich es wird mehr auf Leistung als aufs Geld geschaut.
    Das dürfte auch mit ein Grund sein warum O2 seinen Anteil steigern konnte und E-Plus insgesamt unverändert bei 16 % blieb. O2 ist insgesamt technisch näher an den beiden Großen als E-Plus. Sei es Homezone (Genion), EDGE, HSDPA usw.

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  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Je höher das Einkommen, je höher der Anteil der D-Netze. Man leistet sich eben Qualität zu einem höheren Preis, wie bei den Automobilen!


    Seh ich auch so, auch in meinem Bekanntenkreis bemerke ich genau diese Entwicklung (und zwar ohne mein Zutun ;) )


    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    In RLP ist E-Plus genauso stark wie VDF und T-Mobile ist einsam an der Spitze. :D


    Wird natürlich für die drei anderen NB immer schwieriger, da sich die Masse weigern wird zu wechseln, da viele die höheren Gesprächskosten meiden! (obwohl das ja durch die vielen Festnetznummern zum Teil relativiert wird)

  • Bei den Kids entscheiden meistens auch die Eltern welche Karte es gibt, meistens ist es dann das Netz, welches man selbst nutzt.

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    Ericsson T39m
    Legends never Die!
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  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Sehr interessant. Mir war beispielsweise nicht klar, dass es solche starken Ost-West-Unterschiede gibt.


    T-Mobile scheint die Marke des wohlhabenden westdeutschen Bürgertums zu sein. In dieser Schicht sind sie nach meiner Einschätzung sehr stark. Vodafone zieht vielleicht eher eine leicht jüngere, aber oft ebenfalls solvente Kundschaft an, die vielleicht ein Tick dynamischer ist als das T-Mobile-Klientel (was ich nicht wertend meine). Dafür spricht auch Vodafones Stärke in Ostdeutschland.


    Die Annahme ist schlicht falsch!


    T-Mobile ist z.b. in RLP stark, weil es das einzige flächendeckende Netz hier war!!!
    So war es in vielen ländlichen Gegenden.
    E+ war/ist immer schwach, Vodafone damals einfach zu spät dran und o2 gibt es hier erst seit gut 6 Monaten.


    Die Kunden, wie ich auch, sind nur treu bzw. wechsel faul.
    Zumal es bis vor kurzer Zeit besser bzw. günstiger war das gleiche Netz wie die meisten Bekannten zu haben. So ist der überwiegende Teil immer noch bei T-Mobile.


    Im Osten und in Städten waren fast alle NB´s vom Start an gleich stark, so dass sie die Kundenzahlen anders verteilen.


    Ich bin auch nur wegen der Netzabdeckung bei T-Mobile, nicht weil ich "besser verdienend bin" ;)


    Was nützen mir günstigere Tarife wenn ich von Funkloch zu Funkloch hüpfe :D

  • Die Netzverfügbarkeit ist sicher von zentraler Bedeutung. Trotzdem glaube ich nicht, dass das meine Beobachtung entwertet. Die Menschen in Westdeutschland sind kulturell und politisch oft eher strukturkonservativ als in Ostdeutschland (was ich im Übrigen weder gut noch schlecht finde ;)).


    Dieser Umstand lässt sich beim Einkaufsverhalten ebenso beobachten wie bei der politischen Orientierung oder bei Vereinsmitgliedschaften - die Neigung, sich zu 'binden' ist in Ostdeutschland sehr viel geringer ausgeprägt als im Westen, was zum Teil einfach daran liegt, dass Institutionen wie die großen politischen Parteien oder in unserem Fall die Telekom nicht so stark kulturell verwurzelt sind im Osten wie im Westen. Es war eben (fast) alles neu nach 1989 - daher hindert mich keine Sentimentalität, den Telefonanschluss bei der Telekom zu kündigen. Es würde mich nicht wundern, wenn die alternativen Anbieter von Festnetzanschlüssen in Ostdeutschland ebenfalls sehr viel erfolgreicher als im Westen sind.


    Im Hinblick auf das Kaufverhalten wage ich die Behauptung, dass die Ostdeutschen oft die dynamischeren und innovativeren Kunden sind, während viele Westdeutsche ihr Telefon eben immer noch bei der 'Deutschen Bundespost' haben. ;)

  • Die Ostdeutschen sind bestimmt nicht wechselfreudiger als die Westdeutschen, wie deren Wahl- und Kaufverhalten beweist.
    Er wird immer noch in überhohem Maß die PDS gewählt und soweit es geht auch Produkte mit alten Ostnamen gekauft.


    Außerdem muß der durchschnittliche Ostdeutsche eben mehr auf Geld schauen, da wird eher der billige Anbieter genommen.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...Es war eben (fast) alles neu nach 1989 - daher hindert mich keine Sentimentalität, den Telefonanschluss bei der Telekom zu kündigen. Es würde mich nicht wundern, wenn die alternativen Anbieter von Festnetzanschlüssen in Ostdeutschland ebenfalls sehr viel erfolgreicher als im Westen sind.


    Im Hinblick auf das Kaufverhalten wage ich die Behauptung, dass die Ostdeutschen oft die dynamischeren und innovativeren Kunden sind, während viele Westdeutsche ihr Telefon eben immer noch bei der 'Deutschen Bundespost' haben. ;)


    Auch das hat den selben Grund!
    Hier in unserem 2000 Seelen Dorf gab es, bis vor ein paar Monaten, keine Allternative zum Telekom Festnetzanschluss wenn man DSL haben wollte!


    Kann sein das hier viele konservativer sind, aber teilweise auch mangels Allternativen!

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Die Ostdeutschen sind bestimmt nicht wechselfreudiger als die Westdeutschen, wie deren Wahl- und Kaufverhalten beweist.
    Er wird immer noch in überhohem Maß die PDS gewählt und soweit es geht auch Produkte mit alten Oatnamen gekauft.


    Sorry, ich will das jetzt nicht zu einem politischen Thread werden lassen, aber gerade die Wahlen zeigen immer wieder, wie wechselfreudig 'die' Ostdeutschen sind. Die Parteienbindung ist dort extrem schwach ausgeprägt, was ein sehr modernes Phänomen ist.


    Tut mir leid, dass ich noch mal ins off-topic gerutscht bin.

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