Neue Motorentechnik im Anmarsch

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Gerade revolutionär finde ich diese Fiat-Entwicklung aber nicht. Es handelt sich um ein neues Feature in einer im wesentlichen gleich bleibenden Antriebstechnik. Der "große Wurf" ist das in meinen Augen nicht - zumal es sicher ein Jahrzehnt dauern wird, bis es dann tatsächlich in jedem Kleinwagen zu finden sein wird.


    Ist es auch nicht, verstellbare Nockenwellen hat jeder actuelle Motor, und viel mehr kan die Technik von Fiat auch nicht


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Rechnet man alle jeweils groß angepriesenen sensationellen Innovationen der letzten 20 Jahre - wie diese neue Fiat-Entwicklung - mal zusammen, und vergleicht das mit dem Schnitt der vor 20 Jahren gebauten Autos ... dann ist das Ergebnis mehr als erbärmlich.

    Ueber 20 Jahre hat sich schon einiges getan, fuer Verbrauch und Schadstoffe: Leichtbau der Motoren mit Aluminium und Magnesium, Directeinspritzung fuer Diesel und Benzin, Katalysatoren fuer Diesel und Benzin, Oxidadsorber fuer Benzin, Partikelfilter fuer Diesel, neue Getriebe

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    ...
    Ueber 20 Jahre hat sich schon einiges getan, fuer Verbrauch und Schadstoffe: Leichtbau der Motoren mit Aluminium und Magnesium, Directeinspritzung fuer Diesel und Benzin, Katalysatoren fuer Diesel und Benzin, Oxidadsorber fuer Benzin, Partikelfilter fuer Diesel, neue Getriebe


    Ich meinte eigentlich nur die Antriebstechnik und die hieraus resultierenden Verringerungen der Umweltbelastung (also ohne Kat und Partikelfilter). Und wenn man da die jeweils als "Durchbruch in Sachen Umweltschutz" gefeierten Innovationen auf die Zeit von 20 Jahren sieht, bleibt da m.E. unterm Strich nicht so sensationell viel übrig.


    Im Vergleich zu dem Durchschnittsverbrauch vor 20 Jahren sind die Fortschritte ERBÄRMLICH. Wenn man die Entwicklung mal gegenüberstellt zu den Fortschritten z.B. in der Computer- und Mobilfunktechnik wird das besonders deutlich. Verglichen mit anderen Technikbereichen habe ich manchmal sogar das Gefühl, dass die Autoindustrie absichtlich auf die Bremse latscht ... während alle anderen gasgeben ... :rolleyes:


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Ist es auch nicht, verstellbare Nockenwellen hat jeder actuelle Motor, und viel mehr kan die Technik von Fiat auch nicht

    Es gibt gar keine Einlassnockenwelle mehr! Das ist der Gag ;)

    »Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave« (Aristoteles)

  • Ich weiß ja nicht, aber wenn ich Elektroauto höre, denkt niemand an die Umwelt? Ist alles schön und gut, aber wie werden Akkus denn hergestell? Wie sauber kann man recyclen? Greenpeace hat mal ausgewertet, wieviel CO² ein E-Mini verursacht und kam bei über 130g raus. Da ist allerdings die Herstellung und das Recyclen nicht mit eingerechnet.


    Von daher ist es nichts weiter als blödes Gerede, solange es keine deutlich sauberen Akkus gibt und man erkauft sich nur zum Schein ein "sauberes" Gewissen, denn derzeit ist ein E-Auto schädlicher als ein Benziner/Diesel.

  • Zitat

    Original geschrieben von brasax
    Ich weiß ja nicht, aber wenn ich Elektroauto höre, denkt niemand an die Umwelt? Ist alles schön und gut, aber wie werden Akkus denn hergestell? Wie sauber kann man recyclen? Greenpeace hat mal ausgewertet, wieviel CO² ein E-Mini verursacht und kam bei über 130g raus. Da ist allerdings die Herstellung und das Recyclen nicht mit eingerechnet.


    Von daher ist es nichts weiter als blödes Gerede, solange es keine deutlich sauberen Akkus gibt und man erkauft sich nur zum Schein ein "sauberes" Gewissen, denn derzeit ist ein E-Auto schädlicher als ein Benziner/Diesel.


    Der "E-Mini" wird/wurde aber mit grünem Strom, also Strom der aus regenerativen Energien gewonnen wird, betrieben (war nicht Vattenfall sponsor?) ;)


    Das ein Fahrzeug bei der Produktion auch CO² produziert, sollte wohl jedem, ausser den Damen und Herren in Berlin bekannt sein (Thema Umweltprämie).


    Ich denke der Elektroantrieb wird sich früher oder später auf jeden Fall durchsetzen. Zumal die Angaben für den Mini-E schon jetzt überzeugen
    240km Reichweite, 2,5h Ladezeit, vmax 152km/h. Somit könnte man heute schon einen Großteil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in Deutschland ersetzen.


    Ich frage mich warum die noch mit der Einführung warten, getestet auf Langlebigkeit oder Zuverlässigkeit wird ja heutzutage in der Automobilindustrie ja sowieso nicht.


    Zitat


    Es gibt gar keine Einlassnockenwelle mehr! Das ist der Gag


    Dafür aber noch die Auslassnockenwelle, also entfällt sogesehen nur ein Bauteil, dafür hat man etliche mehr. Die Frage stellt sich nun, ob das System überhaupt effizient und zuverlässig genug ist und ob das vermeintliche Einsparpotenzial großer ist, als etwaige Reperaturkosten und der erhöhte Anschaffungspreis (siehe Lupo 3l).

  • Zitat

    Original geschrieben von Chefkoch85
    Ich denke der Elektroantrieb wird sich früher oder später auf jeden Fall durchsetzen. Zumal die Angaben für den Mini-E schon jetzt überzeugen
    240km Reichweite, 2,5h Ladezeit, vmax 152km/h. Somit könnte man heute schon einen Großteil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in Deutschland ersetzen.


    Ich frage mich warum die noch mit der Einführung warten, getestet auf Langlebigkeit oder Zuverlässigkeit wird ja heutzutage in der Automobilindustrie ja sowieso nicht.


    240km Reichweite ist definitiv zu wenig, zumindest für einen größeren Durchbruch. Das mag zwar in der Stadt reichen (wobei ich da lieber die Autos ganz draußen hätte und durch eine brauchbare Bus-/Strassenbahn Infrastruktur ersetzen), aber damit komme ich von Köln nach Frankfurt mit viel Glück gerade hin und zurück; und dann darf da kein Stau sein.


    Und mit so einem Ding leer auf der Autobahn stehen bleiben, bedeutet direkt Abschleppwagen. Da ist nix mit Starthilfe (Oder langes Kabel und immer dem anderem Auto am Hintern kleben :D ).


    Dann scheint es für die Hersteller normal zu sein, das die Akkus nach 2 Jahren platt sind (und bis dahin nach und nach Ihre Kapazität schon eingebüßt haben; also nach einem Jahr wird die Reichweite schon gut ein drittel weniger sein), denn das erwähnen die meistens in so einem ganz kleinen Nebensatz hinten dran.


    Das so ein Akkupack derzeit bis zu 10.000,- EUR kosten soll, wird in einem noch viel viel späteren Nachsatz angerissen.


    Und da ist die Ökodebatte noch gar nicht drin.


    Das was anderes her muß, ist klar. Aber beim Elektroantrieb sind wir noch lange davon entfernt, so etwas Massentauglich zu produzieren.


    Zudem muss sich erst mal der Zeitgeist ändern. Wir müssen weg von den Fahrzeugen, die anscheinend nur noch dazu zu gebrauchen sind, bei uns Männern etwas zu kompensieren :D


    Also weg von diesen dämlichen PS Schleudern, hin zu vernünftigen Fahrzeugen. Allein das würde schon dem Klima sehr zuträglich sein. Ein Fahrzeug muß nicht von 0 auf 100 in 7 Sek. beschleunigen können (also die langsameren, quasi untermotorisierten Fahrzeuge).


    Aber das wird sich erst ändern, wenn die Menschen wieder zu Vernunft kommen.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Der ganze Elektrohype kam doch nur auf, weil die Firmenbosse von GM & Co. zwanghaft Visionen für ihre Unternehmen gesucht haben, um an Steuergeld zu gelangen. Der Verbrennungsmotor wird sicherlich noch einige Jahrzehnte lang die Technik Nr. 1 bleiben. Höchstens Hybride werden sich vorerst durchsetzen.


    Vllt. wirds mit Wasserstoff noch was...

    »Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave« (Aristoteles)

  • Zitat

    240km Reichweite ist definitiv zu wenig


    Klar für Außendienstler ist das natürlich nichts oder für die Fahrt in den Urlaub. Aber für den normalen Alltagsgebrauch, imho auf jeden Fall, da die wenigsten 240km zur Arbeit pendeln ;)


    Ich geh mal davon aus, dass der Mini einen Lithium Akku verwendet, dort hat man vor nicht allzu langer Zeit bedeutende Entdeckungen gemacht bzgl. der Ladezeit und der Kapazität. Ich denke falls diese Technik verlässlich ist, sollte dem Elektroauto nichts mehr im Wege stehen.


    Zitat


    Dann scheint es für die Hersteller normal zu sein, das die Akkus nach 2 Jahren platt sind


    Nach der Aussage einiger Prius Fahrer zufolge, scheint der Akku wesentlich länger zu halten, als von Außenstehenden angenommen.


    Zitat


    Das so ein Akkupack derzeit bis zu 10.000,- EUR kosten soll, wird in einem noch viel viel späteren Nachsatz angerissen


    Das Akkupack wird sicherlich wesentlich günstiger, wenn man die Technik in der Masse verkaufen kann.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hellwach
    Der ganze Elektrohype kam doch nur auf, weil die Firmenbosse von GM & Co. zwanghaft Visionen für ihre Unternehmen gesucht haben, um an Steuergeld zu gelangen. Der Verbrennungsmotor wird sicherlich noch einige Jahrzehnte lang die Technik Nr. 1 bleiben. Höchstens Hybride werden sich vorerst durchsetzen.


    Ich sehe da den Wasserstoffantrieb positiver.


    Wasserstoffantrieb als Verbrennungsmotor oder als Brennstoffzelle?
    Das erstere ist in absehbarer Zeit nicht annährend rentabel, da man momentan noch H² aus der Abfackelung von CH4 produziert wird und dabei ebenfalls CO² produziert wird.
    Ich könnte höchstens die Brennstoffzelle ergänzend zum E-Antrieb vorstellen um die Reichweite der Fahrzeuge zuverlangern, aber selbst dies scheint mir eher unrealistisch zu sein, da die Hersteller ja immer noch Probleme mit der Lagerung von H² im Fahrzeug haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Chefkoch85
    Nach der Aussage einiger Prius Fahrer zufolge, scheint der Akku wesentlich länger zu halten, als von Außenstehenden angenommen.


    Der Prius ist doch ein Hybrid Fahrzeug, oder? Da werden die Akkus wesentlich weniger strapaziert.


    Natürlich sind die 2 Jahre quasi die "solange müssen die Durchhalten" Zeitraum. Ist wie bei anderen Akkus auch. Aber im Schnitt sind viele Akkus dann fällig. Einige halten sicherlich länger.


    Aber trotzdem nimmt die Kapazität im Laufe der Zeit ab. Das hat man bisher noch nicht in den Griff bekommen.


    Zitat

    Original geschrieben von Chefkoch85
    Das Akkupack wird sicherlich wesentlich günstiger, wenn man die Technik in der Masse verkaufen kann.


    Henne/Ei Problem. Die Dinger werden nicht verkauft, weil so teuer. Und weil so wenige verkauft wurden, geht der Preis nicht runter.


    Aber zu all den Problemen kommt noch ein wichtiges hinzu: Die Infrastruktur an Tankstellen (vermutlich in Forum von Parkplätzen mit Ladestation). Bei so geringen Reichweiten (Selbst in Köln Innenstadt habe ich an einem Tag schon mal knapp 100km verbraten beim Shopping, das geht ganz schnell) braucht es Tankstellen.


    Reservekanister gibt es nicht, und dann bleibt immer nur Abschleppen. Und bis eine solche Infrastruktur aufgebaut ist (und das passiert ja, wie üblich, erst, wenn genug Fahrzeuge auf der Strasse sind), vergehen locker 20 Jahre und mehr.


    Im Grunde finde ich Elektrofahrzeuge schon faszinierend. Aber da sind noch so viele verdammte Fragen und Probleme nicht geklärt, dass das Thema im Grunde noch nicht mal ernst zu nehmen ist.


    Und derzeit stürzt sich die Industrie mal wieder mal auf das Thema, wie schaffe ich 300km/h oder mehr mit dem Elektroantrieb, als wirklich wichtige Fragen zu klären.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

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