Der allgemeine Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg-Thread

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Die Begründung für den Krieg in Afghanistan war, dass die Taliban dem islamistischen Terror einen Rückzugsraum böten, mit Terrorcamps und Geld aus Drogenanbau.


    Und was ist an dieser Begründung bitte falsch? Ist doch alles zutreffend.


    Darüber hinaus hat der UN-Sicherheitsrat hat den Anschlag vom 11. September 2001 als einen militärischen (Erst-)Schlag bewertet was einen Verteidigungsfall bedeutet und die NATO hat ihn als Bündnisfall angesehen .


    Wenn der "Gegner" sich aber nur im fremden Land zeigt um dort terroristische Anschläge auszuführen und sich ansonsten feige unter dem Schutz eines Terrorregimes in Afghanistan und Pakistan verkricht, wo sollen sich die USA denn bitte sonst "verteidigen" wenn nicht an der Quelle? Oder soll man gefälligst warten bis der nächste Selbstmordattentäter sich wieder in ein Flugzeug setzt?


    Die Art und Weise wie dort der Krieg geführt worden ist darüber kann man sicherlich sehr geteilter Meinung sein, ebenso ist sicherlich unbestritten das auch die USA in diversen Fällen sich falsch und nicht wirklich nachvollziehbar verhalten haben.


    Ebenso bin ich voll dabei, dass der letzte Irakfeldzug unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung und der vermeintlichen Giftgaswaffen von Sadam durch nichts zu rechtfertigen ist oder war (da hier wohl eher wirtschaftliche Interessen eine Rolle gespielt haben), aber deshalb darf man das noch lange nicht mit Afghanistan in einen Topf werfen oder die Augen und Ohren vor offensichtlichen Tatsachen verschließen wie manche es scheinbar gerne tun.


    So erklären 2008 die Taliban man wolle Al Qaida nicht mehr unterstützen um so mit den anderen Parteien und den USA in ein Gespräch zu kommen. Wie können aber die Taliban ihre Unterstützung für jemanden zurückziehen wenn es doch angeblich nie eine solche Verbindung gegeben hat?


    Bin Laden beansprucht seit 2001 in wechselnden Abständen per Video und Tonbandbotschaften immer wieder die alleinige "Täterschaft" und Verantwortung für die Anschläge vom 11.09.. Woanders würde man das als Geständnis werten, hier heißt es bloß lapidar die Verwicklung von Al Quiada und Bin Laden in Nine-Eleven sei ja bis heute nicht bewiesen und wenn doch dann sind sämtliche Beweise ja sowieso per se schon mal gefälscht.


    Das könnte man jetzt noch ewig so weiterführen, allein die Mühe ist es wohl nicht wert...

  • das thema gehört (leider) nicht hier hin, sowas nennt man off-topic, mach nen neuen thread auf wenn du drüber diskutieren willst...


    ansonsten war mein zitat keine nachplapperei sondern zusammen mit dem bonner abkommen sollte jeder, der google bedienen kann, eine antwort auf einen teil deiner fragen finden und speziell zum einsatz der bundeswehr .

  • Ingo, es hat sehr wohl mit der Bundeswehr, dem Verteidigungsminister und seiner Positionierung zu tun. Insofern ist mir das etwas einfach, sich so herauszureden...


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und was ist an dieser Begründung bitte falsch? Ist doch alles zutreffend.


    Darüber hinaus hat der UN-Sicherheitsrat hat den Anschlag vom 11. September 2001 als einen militärischen (Erst-)Schlag bewertet was einen Verteidigungsfall bedeutet und die NATO hat ihn als Bündnisfall angesehen .


    Wenn der "Gegner" sich aber nur im fremden Land zeigt um dort terroristische Anschläge auszuführen und sich ansonsten feige unter dem Schutz eines Terrorregimes in Afghanistan und Pakistan verkricht, wo sollen sich die USA denn bitte sonst "verteidigen" wenn nicht an der Quelle? Oder soll man gefälligst warten bis der nächste Selbstmordattentäter sich wieder in ein Flugzeug setzt?


    Es ist doch offensichtlich, dass man Terrorzellen einzelner Schläfer in allen Teilen der Welt nicht mit einem militärischen Angriff auf ein bestimmtes Land / 2 Länder bekämpfen kann. Es ist ja nicht so als würden alle Terroristen konzentriert in Afghanistan sitzen und nur zur Verübung von Anschlägen heraus kommen. Insofern passt einfach die Maßnahme nicht für den Zweck, den man erreichen will.


    Daran ändert auch der UN-Sicherheitsrat nichts. Vor allem spielen im Sicherheitsrat auch immer gewisse Interessen und Verbindungen eine Rolle, so verhindern die USA generell immer Beschlüsse gegen Israel im palästinensischen Konflikt und sobald es gegen Nordkorea geht stellt sich China quer.


    Die Welt wurde von den USA im UN-Sicherheitsrat seinerzeit über das Giftgas, das Saddam angeblich besitzen sollte, belogen, damit kann auch eine Beschlusslage aufgrund dieser Behauptungen nicht rechtens sein.


    Ich respektiere die UN als Organisation, weiß aber auch um ihre Begrenzungen.


    Unterschiede zwischen verschiedenen Kriegen und ihren Begründungen gibt es immer. Was aber in den hier diskutierten Fällen vergleichbar ist, ist die Tatsache, dass einfach der ganze Argumentationsaufbau schief ist.


    Unser deutsches Problem ist obendrein, dass die bisherige Gesetzeslage Bundeswehreinsätze wie den in Afghanistan eigentlich nicht zulässt. Es geht nicht mal um die Frage, ob das ein humanitärer Stabilisierungseinsatz oder ein Krieg ist, sondern weder das eine noch das andere dient der Landesverteidigung. Also muss man es entweder lassen - und es gäbe zahlreiche NGO's, die hundertmal besser Aufbauhilfe leisten können als die Armee - oder das Grundgesetz entsprechend ändern.
    Die deutsche Politik biegt dennoch alles mit Ach und Krach so hin, dass es irgendwie passen soll. Kein Wunder, dass die Bevölkerung dann nicht dahinter steht weil schon einfaches Hinterfragen die Probleme offenbar macht. Glaubt denn tatsächlich irgendwer, dass unsere Freiheit und Sicherheit in Aghanistan verteidigt wird? Umgekehrt, würden wir hier unsicher leben wenn die Bundeswehr nicht dort wäre? Sicher nicht!


    Ich rechne zu Guttenberg positiv an, dass er als Erster einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machte und nicht mehr völlig leugnete, dass das Wort "Krieg" in Afghanistan nicht ganz falsch ist. Ich rechne ihm auch an, dass er sehr oft bei der Truppe ist und sich kümmert. Von Klartext oder nachvollziehbaren Begründungen / Handlungen bzgl. Afghanistan ist aber auch zu Guttenberg noch weit entfernt.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Es gibt eine neue Umfrage von "Infratest Dimap", (BR-Kontrovers), von heute zu Bayern. Danach kommt die CSU auf 46 Prozent, SPD und Grüne jeweils auf 17 Prozent, die FDP auf 6 Prozent, die Linke und die Freien Wähler würden mit jeweils 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Ob das nur ein "Guttenberg-Effekt" ist, sei mal dahin gestellt. ES zeigt aber, bei uns in Bayern haben linke Mehrheiten keine Chanche. Braucht man in Bayern auch nicht, da geht es den meisten Menschen eh besser als in den meisten anderen Bundesländern.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Braucht man in Bayern auch nicht, da geht es den meisten Menschen eh besser als in den meisten anderen Bundesländern.


    Das heißt, dass die anderen Bundeländer dringend die Linke brauchen? Und das aus deinem Munde ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Das heißt, dass die anderen Bundeländer dringend die Linke brauchen? Und das aus deinem Munde ;)


    Nein ganz bestimmt nicht. Aber es wäre nicht schlecht wenn es in den anderen Bundesländern eine Partei wie die CSU geben würde anstatt der CDU oder meinetwegen auch neben der CDU.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    ...oder meinetwegen auch neben der CDU.


    Hatten wir alles schon mal, war äußerst erfolgreich mit Wahlergebnissen von 0,6% oder immer deutlich unter der 5% Grenze. Außerhalb Bayerns würde sich das also nicht wirklich durchsetzten, zumal - auch wenn es der Bayer oder die CSU nicht gern hört - im restlichen DE die Unterschiede von CDU und CSU wenn überhaupt nur als marginal wahrgenommen werden und das im Ergebnis dazu führt dass auf Bundesebene die CSU eben in der CDU aufgeht.


    Und da inhaltlich die CSU ja nun auch nicht wirklich viel anderes zu bieten hat als die CDU (außer evtl. der übersteigerten Selbstwahrnehmung als eigenständige und unabhängige Partei) macht das also in der Praxis auch überhaupt keinen Sinn.

  • Das mag außerhalb Bayerns vieleicht so wahrgenommen werden, es ist aber nicht so. Die Unterschiede in der Programmatik zwischen CDU und CSU gibt es auf jedem Fall. Ich nenne nur mal beispielhaft die sogenannte "Kopfpauschale" in der Gesundheitspolitik. Die CDU will das und hat sie auf einen Parteitag in Dresden mal erfunden, die CSU hält dagegen davon rein garnichts.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Und da inhaltlich die CSU ja nun auch nicht wirklich viel anderes zu bieten hat als die CDU (außer evtl. der übersteigerten Selbstwahrnehmung als eigenständige und unabhängige Partei) macht das also in der Praxis auch überhaupt keinen Sinn.


    :D

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