Die Bundestagswahl 2009

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Warum per PN? Passt doch hierher...


    Weil ich zum Verfassen einer möglichst wasserdichten Argumentation, die auch dem nicht wohlgesonnenen Leser einleuchtet, einen Tag Arbeit und die Ausführlichkeit fünf durchschnittlicher Printus-Beiträge investieren müsste.
    Das ginge ja nicht ohne Beispiele aus der neuesten Geschichte.

    “The ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influence, are usually the slaves of some defunct economist.” (Keynes)

  • Zitat

    Original geschrieben von <registered>
    Weil ich zum Verfassen einer möglichst wasserdichten Argumentation, die auch dem nicht wohlgesonnenen Leser einleuchtet, einen Tag Arbeit und die Ausführlichkeit fünf durchschnittlicher Printus-Beiträge investieren müsste.
    Das ginge ja nicht ohne Beispiele aus der neuesten Geschichte.


    Was soll denn das mit dem "nicht wohlgesonnenen Leser"? Du wirst doch wohl nicht erwarten, daß deine Meinung alle als gottgegeben teilen müssen?

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Was soll denn das mit dem "nicht wohlgesonnenen Leser"? Du wirst doch wohl nicht erwarten, daß deine Meinung alle als gottgegeben teilen müssen?


    Ähm, wenn ich jetzt böse wäre, würde ich mich bei dir bedanken, dass du das so anschaulich machst, warum mir schlicht die Lust fehlt.


    Aber um den durchscheinenden Vorwurf zu entkräften:
    Eine Argumentation kann einleuchtend und nachvollziehbar sein, ohne dass ich sie mir zu eigen mache. Ab einem bestimmten Punkt kommt man in den Bereich der Menschenbilder und der Weltanschauungen - das betrifft i.d.R. gerade die Grundannahmen. Über die lässt sich streiten. Der Rest aber sollte so wasserdicht wie möglich argumentiert sein.


    Nicht weiter hinterfragte Grundannahmen, die sehr wohl empirisch überprüfbar wären, führen schnell in die Ideologie.


    Bei dir, bernbayer, lese ich besonders viele Grundüberzeugen, die du mal wieder auf ihre Gültigkeit hin abklopfen solltest. Nicht dass dich in ein paar Jahren die Realität einholt...


    Das Zweifeln ist doch Teil des politischen Denkens. Auch bei uns selbst.

    “The ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influence, are usually the slaves of some defunct economist.” (Keynes)

  • Man muss es aber auch nicht unbedingt verwissenschaftlichen. ;)

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von <registered>
    Bei dir, bernbayer, lese ich besonders viele Grundüberzeugen, die du mal wieder auf ihre Gültigkeit hin abklopfen solltest. Nicht dass dich in ein paar Jahren die Realität einholt...


    Bei Menschen, die ihr Weltbild sowieso gegen die Realitäten verteidigen, erreichst du auch mit der besten Argumentation nichts. Insofern würde es ja reichen, einfach nur deine Erkenntnisse zu skizzieren...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • In der ganzen Diskussion habe ich bis jetzt keinen einzigen logischen Grund gefunden der gegen einen Mindestlohn spricht.
    Und das Märchen mit den Firmenabwanderungen, das glaubt doch nicht wirklich einer.
    Und eine Politik die immer nach der Pfeife der Unternehmen tanzt, hat schon lange verloren.
    Wenn es nur irgendmöglich wäre, würden AG gar keine Löhne zahlen. Wird dann wohl irgendwann so kommen.
    Also ich wäre lieber arbeitslos, als für 3,50€ arbeiten zu gehen :D

    iMAC 21,5 Zoll
    iPhone 4 16GB
    Ipad I 16GB

  • Zitat

    Original geschrieben von Akway
    In der ganzen Diskussion habe ich bis jetzt keinen einzigen logischen Grund gefunden der gegen einen Mindestlohn spricht.


    Was daran liegt, dass es keinen gibt. Sämtliche Gründe dagegen, und auch sämtliche Gründe dagegen, die hier im Thread genannt wurden, sind weder logisch noch realistisch, sondern entspringen entweder eingebrannten Weltbildern und Anschauungen, oder es sind düstere Zukunftsprognosen, die aber durch nichts zu belegen sind.

    Zitat

    Und das Märchen mit den Firmenabwanderungen, das glaubt doch nicht wirklich einer.


    Außer denen natürlich, die diese Art von Ammenmärchen zum Beweis für ihre Theorie brauchen. ;)

    Zitat

    Und eine Politik die immer nach der Pfeife der Unternehmen tanzt, hat schon lange verloren.


    Naja, das ist halt im Moment leider noch nicht so. Aber es wäre wünschenswert, wenn sich die Dinge zumindest ein wenig in genau diese Richtung entwickeln würden.

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Zitat

    Original geschrieben von Akway
    In der ganzen Diskussion habe ich bis jetzt keinen einzigen logischen Grund gefunden der gegen einen Mindestlohn spricht.
    Und das Märchen mit den Firmenabwanderungen, das glaubt doch nicht wirklich einer.
    Und eine Politik die immer nach der Pfeife der Unternehmen tanzt, hat schon lange verloren.
    Wenn es nur irgendmöglich wäre, würden AG gar keine Löhne zahlen. Wird dann wohl irgendwann so kommen.
    Also ich wäre lieber arbeitslos, als für 3,50€ arbeiten zu gehen :D


    Ich habe keinen einzigen logischen Grund gefunden, der für den Mindestlohn spricht.
    Wer lieber arbeitslos ist als einen Geringverdienerjob anzunehmen, den gehören sämtliche Leistungen gestrichen. Es kann nicht angehen, das wenn sich jemand drückt, der Steuerzahler für ihn aufkommt. Wir leben nicht im Schlaraffenland. Das die AG am liebsten gar keinen Lohn zahlen würden ist ziem,ich abwegig, viele zahlen sogar übertariflich, also mehr als sie müßten. Bei mir war das auch so, als ich noch in der freien Wirtschaft tätig war. DAS es bei den AG auch schwarze Schafe gibt, geauso wie es das bei AN auch gibt, ist auch richtig.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich habe keinen einzigen logischen Grund gefunden, der für den Mindestlohn spricht.


    Der Grund ist, dass Löhne von den Unternehmen bezahlt werden müssen, die die Mitarbeiter beschäftigen. Es kann nicht angehen, dass der Staat (zumindest teilweise) die Löhne bezahlt, während der Unternehmer die Gewinne einstreicht oder ein nicht rentables Unternehmen auf Staatskosten weiterführt.


    Da würde ein Prinzip umgeschmissen, das in der Marktwirtschaft lautet: ich kann nur das kaufen, was ich bezahlen kann bzw. nur die Mitarbeiter einstellen, deren Lohn mein Unternehmen erwirtschaftet.


    Wenn der Staat die Löhne bezahlt und ich nicht mehr selber für die Mitarbeiter bezahlen muss, stelle ich morgen ein paar gutaussehende Raumpflegerinnen, Köchinnen und Wellnessmitarbeiterinnen ein, dazu Chauffeure, Gärtner, Haustechniker und was mir sonst noch so einfällt. Ich lasse mir von Bauarbeitern eine riesige Fabrik bauen und stelle hunderte Arbeiter dafür ein, die irgendein lukratives Produkt herstellen. Die Gewinne kassiere ich, die Löhne zahlt die Staatskasse.


    Du musst zugeben: das geht so nicht. Man kann nicht Mitarbeiter einstellen, die man sich nur halb leisten kann oder will, und der Staat soll deren Gehälter aufstocken.


    Da das Überangebot an Arbeitskräften sowie die Hartz-Regelungen Erwerbslose aber zwingen, jede zumutbare Arbeit anzunehmen, gibt es keinen ausgeglichenen, selbstregulierten Markt mehr, sondern Menschen müssen zwangsläufig auch Jobs annehmen, die ihnen nicht mal eine Grundsicherung zum Überleben sichert.
    Hier muss also ein Mindestlohn her um eine Untergrenze zu definieren.


    Sonst könnte jeder Menschen für 1 Cent einstellen, der Staat zahlt also das komplette Einkommen. Nur: woher soll der Staat das Gekd dafür nehmen? Wenn keiner mehr ausreichend verdient, zahlt auch keiner mehr ausreichend Steuern. Die Menschen MÜSSEN also ein gewisses Gehaltniveau erreichen, sonst geht der Staat noch mehr pleite, als er eh schon ist.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Wer lieber arbeitslos ist als einen Geringverdienerjob anzunehmen, den gehören sämtliche Leistungen gestrichen. Es kann nicht angehen, das wenn sich jemand drückt, der Steuerzahler für ihn aufkommt. Wir leben nicht im Schlaraffenland.


    Verstehe doch bitte: das wirkliche Problem sind nicht die paar Drückeberger, die sich tatsächlich vor der Arbeit verstecken. Dass man denen "Beine machen muss", ist klar. Das ist aber eine prozentual kleine Gruppe, die in der Gesamtbetrachtung nicht die große Rolle spielt.
    Das eigentliche Problem ist, dass ein Trend stattfindet, wo Unternehmen die Gehälter nicht mehr zahlen und die Mitarbeiter von der Allgemeinheit finanziert werden müssen. Das kann so unmöglich funktionieren und widerspricht dem marktwirtschaftlichen Grundprinzip.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • So spricht nur ein nicht Betroffener :mad: Du arbeitest also gern für lau, mach mal den Vorschlag deinem AG, der ist bestimmt begeistert. Übertarifliche Bezahlung gibts IMHO nur bei akuten AN-Mangel, bei Normalojobs und 20% Arbeitslosenquote ist das eher Wunschdenken.


    bye Kai

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