Privat Krankenversicherung. Beitragserhöhung um 20%. Was tun?

  • Du willst eine Antwort haben und man bittet dich um Informationen. Es geht hier nicht darum, wer mehr oder weniger zahlt, sondern man will sich ein Bild von deiner Situation machen und dazu braucht man eben die geforderten Infos. Wo ist also das Problem kurz mitzuteilen, wie die Leistungen und ca. Prämie aussieht?


    So kann dir im Moment niemand wirklich eine Empfehlung geben.


    Es kam ja auch schon die Vermutung hoch, dass man dir einen Anfängertarif untergejubelt hat, aber da du dich weigerst Infos zu geben, wird dir das keiner sagen können.


    Ich bin seit 6 Jahren privat versichert und meine Prämie ist zwischenzeitlich sogar gesunken. Auch wenn es nur ein paar Euro waren, aber dennoch..


    Habe es auch über einen Makler gemacht, alleridings auch bei Bekannten einfach mal vorgehört, welche Versicherungen etc. Am Ende habe ich dem Makler gesagt, was ich möchte und der Tarif wurde dementsrpechend angepasst.

  • Zitat

    Original geschrieben von Alex2003a
    Soll ich bei PKV wechsel wieder neu ärzliche Untersuchung machen?
    Kann ich auch Rückstellungen mitnehmen?


    Natürlich musst Du eine neue Gesundheitsprüfung machen. Die neue Gesellschaft möchte ja das Risiko einschätzen und dementsprechend Deinen Beitrag berechnen.

  • Zitat

    Original geschrieben von EsCab
    Natürlich musst Du eine neue Gesundheitsprüfung machen. Die neue Gesellschaft möchte ja das Risiko einschätzen und dementsprechend Deinen Beitrag berechnen.


    Aha, danke. Mein Makler erzählt mir, dass die Gesundheitsprüfung nicht von andere PKV verlangt wird, da ich seit 4 Jahren lückenlos versichert bin.
    Stimmt das?

  • Was bei einem Wechsel wegfällt sind in der Regel die Wartezeiten (idR muss man ja ein paar Monate versichert sein, bevor z. B. Zahnersatz oder Brillen übernommen werden). Das ist ja auch nachvollziehbar, da bei durchgehender Versicherung kein Anreiz besteht, die neue Versicherung nur abzuschließen um die Behandlung bezahlt zu bekommen.


    Einen neue Gesundheitsprüfung gibt es allerdings normalerweise schon, wie EsCab schon sagte, wird dich z. B. bei chronischen Krankheiten jeder vernünftige Versicherer ablehnen oder entsprechend hohe Beiträge kassieren.

    Viele Grüße
    Martin

  • Alex2003a


    Solltest Du die Versicherungsgesellschaft wechseln, verlange immer das der Makler/Versicherungsvertreter alle Deine Gesundheitsangaben/Vorerkrankungen im Antrag aufführt.
    Ich arbeite für eine Versicherung und habe leider viel zu oft mitbekommen wie Außendienstler/Makler die Gesundheitsfragen gerne unter dem Tisch kehren und sagen "das es nicht so notwendig ist oder das brauchen wir nicht angeben".
    Sollte mal ein Versicherungsfall eintreten und eine Vorerkrankung nicht angegeben wurde bist leider Du der "Dumme" da Du den Antrag unterschrieben hast.

  • Das, was nowa schreibt, entspricht den Tatsachen. Sowohl inbezug auf die Arbeitsweise manch unseriösen "Vertrieblers" als auch auf die von ihm aufgezeigten Folgen.


    Das allerschlimmste, was Dir passieren kann, ist nämlich eine Kündigung durch den neuen Versicher wegen Verletzung irgendeiner vorvertraglichen Anzeigepflicht. In der Folge müsstest Du nämlich beim alten Versicherer einen neuen Vetrag abschließen ... und wärst ihm in Sachen Konditionen dann regelrecht ausgeliefert. Stimmst Du seinem Angebot nämlich nicht zu und stehst deshalb ohne Versicherungsschutz da, handelst Du ordnungswidrig und wirst in der Folge mit Bußgeldbescheiden in steigender Höhe bedacht.


    Eine Situation, die ich keinem wünsche.


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    Was bei einem Wechsel wegfällt sind in der Regel die Wartezeiten (idR muss man ja ein paar Monate versichert sein, bevor z. B. Zahnersatz oder Brillen übernommen werden). Das ist ja auch nachvollziehbar, da bei durchgehender Versicherung kein Anreiz besteht, die neue Versicherung nur abzuschließen um die Behandlung bezahlt zu bekommen.


    Einen neue Gesundheitsprüfung gibt es allerdings normalerweise schon, wie EsCab schon sagte, wird dich z. B. bei chronischen Krankheiten jeder vernünftige Versicherer ablehnen oder entsprechend hohe Beiträge kassieren.


    Es gibt auch Versicherungen die keine Wartezeiten verlangen, bzw. keine Zahnstaffel haben. Die Tarife der R+V beispielsweise! Das liegt inzwischen aber auch mit daran, das die Versicherungen Mindestvertragslaufzeiten haben.

    Microfaser ist eine Weiterentwicklung der Baumwolle... (Zitat QVC)

  • Hallo,


    Zitat

    Original geschrieben von Alex2003a
    Soll ich bei PKV wechsel wieder neu ärzliche Untersuchung machen?
    Kann ich auch Rückstellungen mitnehmen?


    Frage 1: Kommt auf die Versicherung an, bei meiner ist es so, das die eine Untersuchung fordern
    Frage 2: Nein, das geht nur unter bestimmten vorraussetzung, dazu gab es eine Gesetzesänderung letztes Jahr. Man muss den Basistarif haben und innerhalb der erste 6 Monate des Jahres gewechselt haben usw.


    Ich hab meine PKV damals durch Finanztest usw. ausgewählt, dazu noch Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und meinem Hausarzt.
    Eine Makler hab ich bewusst nicht gewählt, weil ich deren Honorar nicht mitbezahlen will.
    Die Entscheidung war letztendlich sehr gut, ich zahlen normal 445€ Betrag, bin aber schon seit 4 Jahren auf 325 runtergestuft, da ich die Kasse nicht in Anspruch genommen habe und meine Arztrechnungen meist dann selber zahle - das lohnt sich.

  • Mit der Gesundheitsprüfung verhält es sich so:
    Die PKV will mit Dir Geld verdienen. Dazu musst Du logischerweise mehr einzahlen als erhalten. Die Versicherung "wettet" also, dass Du mehr einbringst als kostest. Um das "Wettrisiko" abzuschätzen, machen die Gesellschaften eine Gesundheitsprüfung.


    Beispielweise:
    Wenn Du während Deiner Mitgliedschaft in der alten PKV eine chronische Krankheit bekommen hast, z.B. Diabetis, hat Deine alte PKV sozusagen diese Wette verloren, und zahlt für Dich jeden Monat drauf.


    Willst Du jetzt wechseln, übernimmt die neue PKV natürlich nicht diese verlorenen "Wettschulden" der alten PKV. Warum sollte z.B. die Allianz Schulden der DKV bezahlen. Sind ja beides getrennte, gewinnorientierte Unternehmen.
    Die neue PKV macht eine neue Prüfung und würde bei Dir das erhöhte Risiko aufgrund der Diabetis feststellen. Dann sagt sie, ob sie die Wette eingeht oder nicht (sprich ob Du angenommen wirst) und wenn ja, wie hoch Dein Einsatz sein muss (die monatlichen Beiträge).

  • Bei mir war es aehnlich - monatliche Erhoehung um ca. 70 EUR


    Dank meines aufmerksamen DVAG-Beraters (soll keine Werbung sein - ist eine gute Freundin von mir) konnten wir in einen anderen Tarif wechseln, so wird's uebers Jahr gesehen 2010 sogar noch billiger.


    Wechsel kann ich nicht empfehlen, dann sind die Rueckstellungen im Eimer. Das lohnt sich fast nie. Ausserdem habe ich mit der Central die letzten > 10 Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Mein Tip: schau Dir mal die Alternativ-Tarife an. Es wurden naemlich nicht alle erhoeht. Bei mir war es so, dass der identische Tarif mit anderer Selbstbeteiligung nicht erhoeht wird!


    Aber beeilen - Wechsel geht nur noch im November, wenn ich mich nicht irre...


    Frank.

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